OF THE
TIMES
Ihr solltet euch überlegen, wer hier die Kriegstreiber sind. Wer eine ganze Gesellschaft als Faschisten bezeichnet, der treibt den Krieg, treibt den Konflikt!Es ist falsch, dass die ganze Gesellschaft in der Ukraine als Faschisten bezeichnet wurde, doch ist es bemerkenswert, dass die EU und ebenso unsere Bundesregierung von Anfang an Faschisten in der Ukraine unterstützten und diese Faschisten mehrere hundert unschuldige Zivilisten in Odessa hinrichteten und das ist nur ein Beispiel. Und seit wann wird ein Konflikt und ein Krieg angetrieben, wenn man Fakten äußert, die die Regierung und Medien verschweigen? In dem Buch Politische Ponerologie wird das Paramoralismus genannt und wie Orwell es in seinem Buch 1984 bezeichnete: Krieg ist Frieden - und die Wahrheit auszusprechen ist in der Tat zu einem revolutionären Akt geworden. Wer eine Handvoll von Faschisten unterstützt, der treibt Krieg und gefährdet eine ganze Gesellschaft, denn die Ukraine bricht auseinander und es besteht die große Gefahr für einen Bürgerkrieg, der von unseren Politikern und Medien begrüßt wird.
Paramoralismen: Deshalb ist jede in moralischen Parolen formulierte Andeutung suggestiv, auch wenn die ‚moralischen‘ Kriterien nur eine Erfindung aus dem ‚Stegreif‘ sind. Somit kann jede Handlung mittels solcher Paramoralismen, die als aktive Suggestionen benutzt werden, als unmoralisch oder moralisch hingestellt werden. Und es wird immer Menschen geben, deren Verstand solch einer Argumentation unterliegt.
Auf der Suche nach einem Beispiel für eine böse Handlung, deren negativer Wert in keiner sozialen Situation Zweifel hervorruft, erwähnen Ethiker oft Kindesmissbrauch. Psychologen treffen jedoch in der Praxis häufig auf paramoralische Zustimmungen zu solchen Verhaltensweisen, wie zum Beispiel beim oben erwähnten Fall der Familie der ältesten Schwester mit präfrontaler Hirnschädigung. Ihre jüngeren Brüder beharrten mit Nachdruck darauf, dass das sadistische Verhalten der Schwester gegenüber ihrem Sohn aufgrund ihrer außergewöhnlich hohen moralischen Werte zu erklären sei. Sie glaubten dies durch Autosuggestion. Paramoralismen entziehen sich auf eine schlaue Weise der Kontrolle unserer Vernunft, was manchmal dazu führt, dass ein Verhalten akzeptiert oder anerkannt wird, das ganz offensichtlich pathologisch ist.
Die verschiedenen Ausformungen des Bösen werden so oft von paramoralistischen Aussagen und Suggestionen begleitet, dass sie nahezu als unzertrennbar erscheinen. Eine häufige Erscheinung bei Menschen, repressiven Gruppierungen, oder pathopolitischen Systemen ist unglücklicherweise das Erfinden von immer neuen moralischen Kriterien, die immer zu ihrem Vorteil erdacht werden. Solche Suggestionen berauben zum Teil oftmals Menschen ihrer moralischen Vernunft und deformieren deren Entwicklung in der Jugend. Weltweit wurden paramoralische Fabriken gegründet, wobei es einem Ponerologen schwer fällt zu glauben, dass diese von psychologisch normalen Menschen geleitet werden.
Ein Ponerologe kann nichtsdestotrotz viele Beobachtungen machen, die die Meinung unterstützen, dass verschiedene pathologische Faktoren an dieser Tendenz, Paramoralismen anzuwenden, beteiligt sind. Dies war in der erwähnten Familie der Fall. Wenn dies gemeinsam mit einer moralisierenden Interpretation auftritt, intensiviert sich in Egotisten und Hysterischen diese Tendenz. Die Ursachen dafür sind ähnlich. Wie alle konversiven Phänomene ist diese Neigung, Paramoralismen anzuwenden, psychologisch ansteckend. Das erklärt, warum wir [Paramoralismen] bei Menschen beobachten können, die von Personen erzogen wurden, in denen [Paramoralismen] sich neben pathologischen Faktoren entwickeln konnten.
Es ist nun passend darüber zu reflektieren, dass das wahre Gesetz der Moral unabhängig von unseren Urteilen entsteht und existiert, sogar unabhängig von unserer Fähigkeit, es zu erkennen. Deshalb ist die Zugangsweise, die für ein solches Erkennen vonnöten ist, eine wissenschaftliche und keine kreative: wir müssen unseren Verstand demütig der wahrnehmbaren Realität unterordnen. Dann erkennen wir die Wahrheit über die Menschheit, sowohl ihre Werte als auch ihre Schwächen, die uns zeigen, was in Bezug auf andere Menschen und Gesellschaften anständig und angemessen ist.

SPIEGEL ONLINE: Herr Navarro, in Ihrem Buch schreiben Sie, dass eine einzige Begegnung mit einem Psychopathen ausreicht, um unser Leben zu ruinieren. Ist das nicht ein bisschen übertrieben?
Navarro: Nein, wir sind in Gefahr! Es gibt immer wieder Menschen, die uns ausnutzen. Bei Psychopathen denken die Menschen an Typen vom Schlage Hannibal Lecters. Aber man findet sie überall, wo Menschen aufeinander treffen, in der Politik, in der Wirtschaft, im Beruf, in der Schule, im Elternhaus, in der Kirchengemeinde. Sie kennen bestimmt auch einen.
SPIEGEL ONLINE: Ich? Nein.
Navarro: Doch. Wie alt sind Sie?
SPIEGEL ONLINE: Mitte Zwanzig.
Navarro: Dann haben Sie sicherlich schon ein oder zwei Menschen mit gefährlichen Persönlichkeiten kennengelernt.
Kommentar: Für regelmäßige Aktualisierungen dieser Art von Ereignissen könnt ihr unsere Kategorie Feuer am Himmel lesen.