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Grindwale sind die verbreitetste Walart in Neuseeland und werden bis zu sechs Meter lang
Es ist die größte Massenstrandung von Grindwalen in Neuseeland seit 1985. Rund 400 der Meeressäuger strandeten an der Nordküste der neuseeländischen Südinsel. Trotz hunderter Helfer verendeten mehr als zwei Drittel der Tiere.

An einem Strand bei Farewell Spit, einer Landzunge im Norden der neuseeländischen Südinsel an der Golden Bay, sind 416 Grindwale gestrandet, wie das Umweltschutzministerium am Freitag mitteilte. Trotz verzweifelter Rettungsversuche starben mehr als zwei Drittel der Meeressäuger, sagte der örtliche Vertreter der Behörde. Rund 500 Helfer versuchten unter großer Anstrengung, die übrigen Tiere bei Flut wieder ins Wasser zu schaffen, die Erfolgsaussichten seien jedoch gering.

Demnach handelt es sich um eine der größten Massenstrandungen von Walen in Neuseeland. Angesichts einer so großen Zahl verendeter Tiere sei davon auszugehen, dass die noch lebenden in einem schlechten Zustand seien, sagte der Ministeriumsvertreter Andrew Lamason dem staatlichen Rundfunksender "Radio New Zealand": "Wir bereiten uns deshalb auf eine ziemlich traumatische kommende Phase vor."

Tote Grindwale versperrten den Weg in den Ozean
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Am späten Nachmittag sei zwar die Mehrheit der über hundert noch lebenden Wale wieder zurück ins Wasser gebracht worden, doch sie seien wieder an den Strand zurückgeschwommen, sagte Lamason. Am Samstag sollte ein weiterer Versuch gestartet werden.
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Laut einem Ministeriumssprecher trieben zeitweise so viele Kadaver im Wasser, dass für die noch lebenden Tiere kaum noch Platz war: "Die Toten, die herumtreiben, versperren ihnen den Weg ins offene Meer."
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Entsorgung der Kadaver gestaltet sich problematisch

Kopfzerbrechen bereitete den Behörden auch die Entsorgung der Kadaver in der bei Touristen beliebten Golden Bay. In anderen Fällen seien die Überreste im Wasser anderen Meeresbewohnern als Nahrungsquelle überlassen worden. Das sei in der Touristenregion aber nicht denkbar. Möglicherweise müssten die Kadaver in einem "blutigen großen Loch" vergraben werden, sagte der Sprecher.
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An den Küsten Neuseelands kommt es immer wieder zu Strandungen von Walen. Warum die Meeressäuger stranden, ist unklar. Vermutlich folgen andere Wale einem verirrten oder kranken Tier in seichtes Gewässer. Die größte Massenstrandung von Grindwalen in Neuseeland gab es 1918, als auf der abgelegenen Insel Chatham 1000 der Säuger landeten. 1985 strandeten 450 Grindwale in Auckland. Grindwale werden bis zu sechs Meter lang. Sie sind die häufigste Walart in neuseeländischen Gewässern.