Wissenschaft und TechnologieS


Cell Phone

Der Alu-Akku kommt: Neue Technologie könnte das Smartphone revolutionieren

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Ein US-Forscherteam hat einen Akku entwickelt, der innerhalb von nur einer Minute vollständig geladen ist. Bislang gibt es allerdings nur einen Prototyp.
Der Lithium-Ionen-Akku ist derzeit das Non-Plus-Ultra auf dem Markt. Keine andere Batterietechnologie speichert so zuverlässig und günstig so viel Energie pro Gewicht. Doch während Forscher auch kleinste Verbesserungen nur noch mit großer Mühe aus der etablierten Technik herauskitzeln, holen andere Batterien mit großen Schritten auf - und könnten schon bald am Lithium-Thron sägen. Der derzeit heißeste Kandidat ist der Aluminium-Ionen-Akku.

Prinzipiell funktioniert dieser Akku gleich wie das Vorbild aus Lithium: Metall-Ionen lösen sich aus der Anode, wandern durch einen Elektrolyten und werden von der Kathode absorbiert. Die Elektronen können dem Ion wegen eines Separators nicht folgen und bleiben in der Anode zurück. Sie müssen sich einen anderen Weg suchen: durch Smartphone, Laptop oder welches Gerät auch immer der Akku betreibt.

Anders als das Lithium-Ion ist das Aluminium-Ion aber gleich dreifach geladen und schickt dementsprechend auch drei Elektronen statt nur einem auf Tour. Dadurch sind prinzipiell Akkus mit einer Energiedichte von über 1000 Wattstunden pro Kilogramm denkbar - die besten Lithium-Ionen-Batterien schaffen nicht mal die Hälfte. Die Akkus wären zugleich leicht und günstig herzustellen - Aluminium ist das häufigste Metall in der Erdkruste.

Galaxy

Riesiges schwarzes Loch stellt gängige Theorien in Frage

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© Caltech/Nasa/JPLKünstlerische Darstellung eines supermassereichen Schwarzen Lochs im Zentrum einer Galaxie.
Das Schwarze Loch CID-947 enthielt bereits 1,9 Milliarden Jahre nach dem Urknall die ungewöhnlich große Masse von sieben Milliarden Sonnenmassen. Das entspricht etwa zehn Prozent der Gesamtmasse seiner Wirtsgalaxie. Zudem besitzt die Galaxie trotz der starken Strahlung des supermassereichen Schwarzen Lochs weiter eine hohe Sternentstehungsrate. Das zeigen Beobachtungen eines internationalen Forscherteams mit dem Keck-Teleskop auf Hawaii. Damit stehe das Objekt im Widerspruch zu den Modellen der gemeinsamen Entwicklung von Galaxien und ihren zentralen Schwarzen Löchern, so die Wissenschaftler im Fachblatt Science.

„Supermassereiche Schwarze Löcher und ihre Wirtsgalaxien entwickeln sich gemeinsam - so die allgemeine Annahme“, schreiben Benny Trakhtenbrot von der ETH Zürich und seine Kollegen. „Die Schwarzen Löcher enthalten am Ende dieser Entwicklung typischerweise 0,2 bis 0,5 Prozent der Masse ihrer Galaxie.“ Die von den wachsenden Schwarzen Löchern ausgehende Strahlung beeinflusst die Bildung neuer Sterne und bläst die zunächst rasante Sternenentstehung schließlich geradezu aus. Während zahlreiche Beobachtungen im älteren Kosmos dieses Modell stützten, sei die Relevanz des Szenarios im jungen Kosmos nicht etabliert, so die Forscher.

Kommentar: Es ist immer wieder interessant zu beobachten, wie erstaunt die Wissenschaftsgemeinde ist, wenn Dinge entdeckt werden, die dem gängigen Modell widersprechen. Vielleicht würde die Plasmakosmologie hier bessere Antworten liefern? Weitere Übersetzungen folgen.


Fireball 5

Kometen als Lebensbringer: Sind die ersten DNA-Bausteine und Mikroorganismen durch Meteoriteneinschläge auf die Erde gelangt?

Kometen als Lebensbringer? Mikroorganismen sollen zum Teil für die merkwürdigen Eigenschaften des Rosetta-Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko verantwortlich sein. Dieser gewagten Hypothese zweier Astrobiologen zufolge bietet der Komet während seines Vorbeiflugs an der Sonne lebensfreundliche Bedingungen für solche Organismen. Derart besiedelte Kometen könnten dann auch der Ursprung irdischen Lebens sein.
Rosetta Komet
© ESA/OSIRIS-TeamKomet 67P/Churyumov-Gerasimenko, aufgenommen mit Rosettas OSIRIS-Kamrea aus 285 Kilometern Entfernung, am 3.August 2014.
Bilder und Daten vom Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko zeigen eine fremdartige und überraschend vielseitige Welt: Die ESA-Raumsonde Rosetta fand auf dem Kometen Eisschichten unter einer kohlschwarzen Kruste aus Staub und schroffe Klippen im Wechsel mit staubigen Ebenen. Einige Regionen erinnern an gefrorene Seen. Kreisrunde Löcher deuten auf eingestürzte Hohlräume hin. Parallele Gräben zeugen von Rissen im Eis, vermutlich entstanden durch die Rotation des asymmetrischen, zweiteiligen Kometen.

Aktiver Komet - aktive Mikroorganismen?

Zwei Astrobiologen haben auf einer astronomischen Tagung in Wales nun eine revolutionäre Hypothese über den Kometen vorgestellt: Mikroorganismen könnten einen Anteil an den merkwürdigen Eigenschaften von 67P/Churyumov-Gerasimenko haben, glauben Max Wallis von der University of Cardiff und Chandra Wickramasinghe vom Buckingham Centre for Astrobiology. Die Veränderungen im Eis und im organischen Material des Kometen unter dem Einfluss der Sonne seien die Grundlage dafür - denn sie könnten auch Mikroorganismen das Überleben ermöglichen.


Kommentar: Lesen Sie zu diesem Thema am besten unsere Artikelserie aus dem Buch Erdveränderungen und die Mensch-Kosmos Verbindung:
echcc cover deutsch, erdveränderungen und die mensch-kosmos, pierre
© Sott.netBuch - „Erdveränderungen und die Mensch-Kosmos Verbindung. Die geheime Geschichte dieser Welt Bd. 3“

Earth Changes And The Human-Cosmic Connection



R2-D2

Konkurrenz für das Google-Auto? Start-up rüstet normale Pkw mit Auto-Pilot auf

Ein US-Start-up wandelt gewöhnliche Pkw mit Kamera- und Sensortechnologie nachträglich zu selbstfahrenden Autos um. Die Fahrzeuge werden mit einem Auto-Pilot-System ausgestattet - dies kostet rund 10.000 Dollar.

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Modernes Tuning: Eine Kamera auf dem Dach, Sensoren und ein Computer im Kofferraum machen jedes Auto smart, so der Ansatz der Umrüster. (Screenshot)
Wer statt zu lenken lieber gerne vollautomatisch gefahren wird, braucht künftig nicht gleich ein neues Auto zu kaufen. Das Start-up Cruise Automation hat einen Umrüstsatz namens Cruise RP-1 entwickelt, sind mit dem normale Pkw auf dem Highway autonom fahren können. Bei den Autos handelt es sich um den Audi A4 und den S4, die erst nachträglich zu selbstfahrenden Modellen umgewandelt wurden. Dabei kommt das Cruise RP-1 zum Einsatz.

Apple Green

Deutschlands „grüne“ Revolution wird zum Milliardengrab

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Sigmar Gabriel am 2.7. nach der Konferenz im Kanzleramt:
Deutschland zeigt der Welt den Weg!
Nun ja, in gewisser Weise mag das stimmen. - Chris Frey, Übersetzer

Vor nicht allzu langer Zeit hat Präsident Obama Deutschland als ein Beispiel hervorgehoben, wie die USA grüne Energie entwickeln sollten, aber das war vor den Nachrichten, dass der größten Ökonomie Europas für seine grüne Energierevolution das Geld ausgehen könnte.

Deutschlands 412 Milliarden Dollar Plan, sich mit grüner Energie zu versorgen, könnte sich einem neuen Report von Finanzberatern zufolge als finanziell untragbar herausstellen angesichts in den Himmel schießender Energiepreise und der Forderung der traditionellen Kraftwerke nach weiteren Subventionen, um in Betrieb zu bleiben.

„Das notwendige Kapital zur Expansion der Netz-Infrastruktur und für Offshore-Wind kann möglicherweise nur mit Hilfe alternativer und internationaler Investoren aufgebracht werden“, warnt ein Report von Beratern bei Roland Berger und dem World Energy Council WEC.

Kommentar: Wer hätte das gedacht?


Mr. Potato

Wenns ums Überleben geht, "segeln" manche Spinnen übers Wasser

Spinnen gehören oft zu den ersten Besiedlern von neuen Inseln. Doch wie kommen sie dort hin?
spinne
© Alex Hyde
Mit Ausnahme der spezialisierten Wasserspinne (Argyroneta aquatica) gelten Seen oder gar das Meer nicht als bevorzugter Aufenthaltsort von Spinnen. Und dennoch müssen die Achtbeiner damit rechnen, dort zu landen, wenn sie sich mit Hilfe ihrer Spinnenseide vom Wind verwehen lassen. Landen sie tatsächlich auf dem Wasser, machen zumindest Baldachinspinnen aus der Not eine Tugend, wie ein Team um Morito Hayashi von der University of Nottingham in BMC Evolutionary Biology beschreibt: Die Arachniden nutzen dann ihren Körper und ihre Seidenballons, um über das Gewässer zu segeln oder eine Art Wasserski zu fahren, beobachteten die Biologen. Alle Spinnen hatten wasserabweisende Strukturen an ihren Füßen, die es ihnen erleichterten, an der Oberfläche zu bleiben.

Wurden sie vom Wind auf einen See verblasen, richteten sie ihre Beine oder den Hinterleib auf, um Brisen einzufangen und sich von diesen vorwärts treiben zu lassen. Mitunter hefteten sie Spinnfäden an treibende Objekte, um sich von diesen über das Wasser ziehen zu lassen oder um sich daran zu den Schwimmhilfen zu hangeln. Manche der Tiere ließen sogar ihre Seide einfach so ins Wasser ab, damit diese wie eine Art Anker fungiert und die Reise entschleunigt. Dieses Verhalten könnte erklären, warum Spinnen meist zu den ersten Wirbellosen gehören, die selbst entfernte ozeanische Inseln besiedeln. Oft werden sie tatsächlich mit dem Wind dort hin verdriftet, doch selbst eine Wasserung muss nicht das Ende ihrer Reise bedeute. "Schon Darwin hatte fliegende Spinnen fernab vom Land registriert, die auf der Beagle landeten. Da Spinnen aber reine Landtiere sind, fragte er sich, warum sie sich immer noch mit ihren Fäden absichtlich vom Wind forttragen lassen? Schließlich handelt es sich dabei um ein höchst riskantes Verhalten: Sie können nicht steuern, wohin es sie treibt", so Hayashi.

Rocket

Russland eilt zur Rettung: Progress-Rakete erfolgreich gestartet und auf dem Weg zur ISS mit Nahrungsmitteln

Aufatmen in der Raumfahrt: Nach zwei Verlusten von Nachschub für die ISS-Besatzung sind nun Lebensmittel unterwegs. Mit dem erfolgreichen Start ist der heikelste Teil der Mission erledigt. Doch wird der unbemannte Raumfrachter auch problemlos andocken?
Progress M-27M spacecraft
© NASA
Fast fünf Tage nach dem Absturz des US-Raumfrachters Dragon bringt Russland mit einem neuen Versorgungsflug dringend benötigten Nachschub zur Internationalen Raumstation (ISS). Der unbemannte Frachter Progress mit zweieinhalb Tonnen Fracht an Bord hob am Freitag um 6.55 Uhr MESZ vom Weltraumbahnhof in Baikonur (Kasachstan) ab. Die russische Raumfahrtbehörde sprach von einem "erfolgreichen Start".

Das Andocken ist für diesen Sonntag (5. Juli) um 9.13 Uhr MESZ geplant. An Bord der Progress sind auch frische Nahrungsmittel, Sauerstoff sowie Trinkwasser für die drei Raumfahrer.

Spannung vor dem Start

Der Start mit einer Sojus-Rakete war mit Spannung erwartet worden, nachdem bereits im April auch ein russischer Progress-Frachter abgestürzt war. Nach der Dragon-Panne am vergangenen Sonntag hatten sich erste Sorgen wegen möglicher Engpässe auf der ISS breitgemacht.


Acht Minuten nach dem Start befand sich das Raumschiff nun auf einer sicheren Umlaufbahn, wie Roskosmos weiter mitteilte. Die Raumfahrtexperten wählten diesmal einen traditionellen Zweitageflug zur ISS statt der möglichen Sechs-Stunden-Mission.

Radar

Aufklärungsarbeit oder Psycho-Spielzeug? Mit Google den Atomkrieg simulieren

Solange es Atomwaffen gibt, bleibt das Thema aktuell: Ein Tool für Google Maps und Earth bietet seit einiger Zeit die Möglichkeit, unterschiedliche Atomwaffen auf Städte abzufeuern und die Auswirkungen zu begutachten. Aufklärungsarbeit mit makabren und detailreichen Methoden.
Nuke Map
Weder die Gefahr ist neu, noch die Webseite selbst - doch der Abschreckungsfaktor bleibt unverändert aktuell. Auf Nukemap lässt sich der Einschlag einer Atombombe mit allen unheilvollen Details simulieren. In der gewohnten Google-Maps Übersicht bietet die Seite Auswahlkriterien wie die zu bombardierende Stadt, ein Arsenal an verschiedenen Atombomben sowie Sprengstärken und viele weitere Profi-Optionen.

Einstellen, zünden und staunen, was passiert

Über den Button „Detonate“ kann der User die Bombe zünden und die verheerenden Ausmaße begutachten. Zu sehen ist der Schadenumkreis. Unterschiedlich farbige Kreise zeigen an, wie weit der Feuerball oder die Druckwelle sowie die radioaktive Kontamination reichen. Bisher wurden über 42 Millionen Sprengsätze weltweit auf diese Weise getestet. Wer die Simulation mit einer spektakuläreren Animation begutachten möchte, kann auch mit einem entsprechenden Google Earth Plugin die Detonation in 3D verfolgen und sogar noch die Windrichtung mit einkalkulieren. Was nach einem perfiden Spiel klingt ist letztlich ein wissenschaftliches Projekt, dass zur Aufklärung über Atomwaffen beitragen soll.

Nuke

Studie stellt fest: Leukämierisiko schon bei geringster Strahlung deutlich erhöht

Es gibt keine unschädliche Dosis: Schon geringste Belastungen durch ionisierende Strahlung reichen aus, um auf Dauer das Leukämie- und Lymphomrisiko zu erhöhen. Das belegt die bisher größte Studie zu diesem Thema an mehr als 300.000 Arbeitern in Atomkraftwerken. Entgegen gängiger Annahme gibt es dabei keine Untergrenze und eine anhaltende Niedrigdosis wirkt genauso krebserregend wie eine einzige höhere Akutbelastung, wie die Forscher im Fachmagazin "Lancet Haematology" berichten.

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© Fuse/ thinkstockIonisierende Strahlung - ob aus Atomkraft oder Röntgenstrahlen - kann Blutkrebs auslösen.
Schon seit Jahren wird darüber gestritten, wie schädlich selbst geringste Dosen ionisierender Strahlung sind. 2007 sorgte eine Studie für Aufsehen, die vermehrt Leukämie bei Kindern im Umfeld von Atomkraftwerken fand. Im letzten Jahr stellten Forscher fest, dass schon eine leicht erhöhte Hintergrundstrahlung das Risiko für Leukämie und Hirntumoren bei Kindern verdoppelte.

Nebula

Explodierendes schwarzes Loch wird zur hellsten Röntgenquelle am Himmel

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Kosmisches Blitzgewitter: Ein 8.000 Lichtjahre von uns entferntes Schwarzes Loch ist zum ersten Mal seit einem Vierteljahrhundert wieder aktiv geworden. Einfallende Gase lösen heftige Eruptionen aus, die V404 Cygni zur hellsten Röntgenquelle des gesamten Himmels machen. Solche Ausbrüche eines Schwarzen Lochs sind relativ selten, sie live zu beobachten ist daher für Astronomen eine einmalige Chance.


Die meiste Zeit ist das Doppelstern-System V404 Cygni eher unauffällig. Ein Stern, etwas kleiner als unsere Sonne, umkreist in ihm ein eher schmächtiges Schwarzes Loch von etwa der zehnfachen Masse des Sterns. Weil sich beide sehr nahe sind, saugt das Schwarze Loch immer wieder Gas von seinem stellaren Partner ab. Dieses sammelt sich in einer heißen, schnell rotierenden Scheibe am Schwarzen Loch, wo es lange Zeit wie Wasser hinter einem Damm bleibt.