
Die Halle in Berlin muss zum Bersten voll gewesen sein, als die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) gestern Sonntag zum Parteitag rief. "Die SPD: Neuerdings wieder ein Strassenfeger", kommentiert die Tageszeitung (taz) mit trockener Ironie - denn das Bild des Massenauflaufs dürfte von den Organisatoren bewusst forciert worden sein. Bereits Tage zuvor hatte sich abgezeichnet, dass die Zahl der Anmeldungen die Kapazität der Halle sprengen würde.
Dass die Genossen in Scharen kamen, war einem besonderen Redner geschuldet. Seine Markenzeichen sind das schlohweisse, aber immer noch volle Haar und die Zigarette, ohne die man ihn sich gar nicht vorstellen kann: Helmut Schmidt, der 92-jährige Ex-Bundeskanzler, sprach erstmals seit 13 Jahren an einem Parteitag. Und dann gleich die Eröffnungsrede. Schmidt hatte es nicht immer leicht innerhalb der Partei, auch nicht als Kanzler in den Jahren 1974 bis 1982.






