Das Kind der GesellschaftS


People

Deutschland: Erste gleichgeschlechtliche Ehe in Berlin geschlossen

homosexuelles Paar
© Fotolia/ pekkic
Im Berliner Rathaus Schöneberg ist am Sonntag das erste gleichgeschlechtliche Paar getraut worden, berichten deutsche Medien. Demnach hätten zwei Männer die Ehe geschlossen.

Der Bundestag hatte im Juni die entsprechende Gesetzesänderung beschlossen. SPD, Grüne und Linke hatten der "Ehe für alle" zugestimmt. Bundeskanzlerin Angela Merkel votierte damals mit Nein.

Bislang konnten Schwule und Lesben nur eingetragene Lebenspartnerschaften eingehen. Die Gesetzesänderung bedeutet nun die volle Gleichstellung in der Ehe, beispielsweise auch bei der Adoption von Kindern.

Ambulance

Messer- und Autoangriff in Edmonton, Kanada - Mehrere Verletzte

Montreal. Bei einer Angriffsserie in Kanada sind am Wochenende fünf Menschen verletzt worden. Die Polizei ging von einem "Terroranschlag" aus und gab am Sonntag die Festnahme eines Verdächtigten bekannt.
edmonton knife
© rtr, tb
Nach einer Messerattacke auf einen Polizisten in der kanadischen Stadt Edmonton geht die Polizei von einem terroristischen Hintergrund aus. Im Auto des festgenommenen Verdächtigen sei eine Flagge der Terrormiliz Islamischer Staat gefunden worden, sagte Polizeichef Rod Knecht bei einer Pressekonferenz am frühen Sonntagmorgen, wie die kanadischen Sender CBC News und Global News berichteten.

"Ein Beispiel des Hasses"

"Ich bin zutiefst besorgt und wütend über diese Tragödie", sagte Kanadas Premierminister Justin Trudeau laut Mitteilung. "Die Untersuchung dauert noch an, aber ersten Berichten zufolge scheint es ein weiteres Beispiel des Hasses zu sein, gegen den wir wachsam sein müssen."

Der mutmaßliche, vermutlich etwa 30 Jahre alte Täter rammte den Angaben zufolge am Samstagabend mit seinem Wagen zunächst ein Polizeiauto, stieg dann aus und stach mehrmals mit einem Messer auf einen Beamten ein, bevor er zu Fuß floh. Der Polizist sei nicht schwer verletzt worden, hieß es.

Family

Marseille: Mann erstach zwei Frauen mit einem Schlachtermesser

Ein Mann hat im französischen Marseille zwei Frauen bei einem Messerangriff erstochen, er selbst wurde von Soldaten erschossen. Ermittler vermuten einen Terroranschlag. Auch Präsident Macron meldet sich zu Wort.
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© Claude Paris/AP/SIPA
Marseille - Ein offenbar islamistisch motivierter Angreifer hat in Marseille zwei junge Frauen erstochen. Der Tatverdächtige sei von Soldaten erschossen worden, teilte die Polizei am Sonntag mit. Polizeivertreter sagten, der Mann habe "Allahu Akbar" ("Gott ist groß") gerufen. Der Messerangriff ereignete sich am Hauptbahnhof der südfranzösischen Hafenstadt. "Dies könnte ein Terrorakt gewesen sein, aber wir können das derzeit noch nicht vollkommen bestätigen", sagte Innenminister Gerard Collomb. Die Anti-Terror-Abteilung der Staatsanwaltschaft in Paris übernahm die Ermittlungen. Präsident Emmanuel Macron erklärte auf Twitter, "diese barbarische Tat" widere ihn an. Er lobte die Sicherheitskräfte für ihr effektives Vorgehen.

Innenminister Gérard Collomb erklärte, die Polizei befrage etwa zehn Zeugen. Die Ermittler wüssten noch nicht sicher, ob es sich um einen Terrorakt handle. Die Polizei habe Videoaufnahmen sichergestellt. Darauf sei zu sehen, dass der Mann zunächst eine Frau angreift, wegrennt, dann zurückkommt und die zweite attackiert. Anschließend sei der Angreifer auf herbei geilte Soldaten zu gerannt. Diese hätten ihn vor dem Bahnhof erschossen.

Attention

Lebensmittelerpresser wurde angeblich festgenommen

Gegen einen am Freitagabend festgenommenen Mann soll Haftbefehl beantragt werden. Der Mann soll gedroht haben, Lebensmittel in Supermärkten zu vergiften.
Einkauf Supermarkt,Inhaltsstoffe
© dpa/Armin Weigel
Die Polizei glaubt, den Mann gefasst zu haben, der gedroht hatte, Lebensmittel in Supermärkten zu vergiften. Die Staatsanwaltschaft will gegen einen 55-jährigen Mann, den die Polizei am Freitagabend festgenommen hatte, noch am Samstag Haftbefehl beantragen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Ermittlerkreisen.

Die Ermittler seien durch Hinweise aus der Bevölkerung auf den Mann in einer Gemeinde im Landkreis Tübingen aufmerksam geworden. Der Festgenommene sehe dem Verdächtigen auf einem von der Polizei veröffentlichten Fahndungsfoto ähnlich. Der Verdächtige schweigt laut Polizei bisher zu den Vorwürfen. Am Samstagnachmittag wollen die Ermittler auf einer Pressekonferenz Einzelheiten zu den Ermittlungen bekanntgeben.

Die Behörden hatten am Donnerstag ein Foto des Verdächtigen veröffentlicht. Mitte September hatte ein Unbekannter eine E-Mail an die Polizei, den Verbraucherschutz und mehrere Lebensmittelkonzerne geschickt und darin gedroht, bis Samstag 20 vergiftete Lebensmittel in Umlauf zu bringen, sollte er einen zweistelligen Millionenbetrag nicht erhalten. Bisher sind in Friedrichshafen fünf mit Ethylenglykol vergiftete Gläser Babynahrung gefunden worden. Das Fahndungsfoto stammt von einer Überwachungskamera in einem der betroffenen Märkte.

Binoculars

"Hilfsorganisation" möchte Onkel von Assad nach 30 Jahren vors Kriegsgericht bringen - Bush und Co. werden nicht erwähnt

Eine Hilfsorganisation für Opfer von Staatsgewalt hat nach eigenen Angaben den Onkel des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad in der Schweiz wegen Kriegsverbrechen in den 1980er-Jahren angezeigt. Rifaat al-Assad, der jüngere Bruder von Assads verstorbenem Vater Hafis, soll damals für Massaker verantwortlich gewesen sein, teilte Trial International am Montag in Genf mit.
Onkel von Assad
© Twitter
Die Klage wurde bereits 2013 eingereicht. Sie wurde erst jetzt bekannt, weil Anwälte von Opfern an die Öffentlichkeit traten. Sie warfen den Schweizer Strafverfolgungsbehörden "Rechtsverweigerung" vor. Es werde trotz einer drückenden Beweislast nicht richtig ermittelt.

Rifaat al-Assad war einst Verteidigungsminister und Vizepräsident in Syrien. Unter seinem Kommando sollen 1980 in Tadmur und 1982 in Hama bei Attacken auf Gefängnisinsassen und Zivilisten mehr als zehntausend Menschen umgekommen sein. Er überwarf sich vor langer Zeit mit seinem Bruder und lebt seit mehr als 30 Jahren im Exil, unter anderem in Frankreich.

dpa

Kommentar: Die Taten sind nicht zu rechtfertigen, doch wird keine Anklage gegen Bush, Blair oder sogar Obama erhoben.


Binoculars

Passagierflugzeug ist auf Sylt von der Landebahn abgekommen - Keine Verletzten

"Wir sind froh, dass es nicht schlimmer gekommen ist": Bei schlechtem Wetter ist ein Airbus mit 82 Passagieren erst im Grünen zum Stehen gekommen.
flugzeug sylt
© dpa
Schrecksekunde für 82 Flugreisende: Auf dem Flughafen der Insel Sylt ist eine Maschine von Air Berlin über die Landebahn hinausgeschossen. Der Airbus A320 sei erst 50 Meter dahinter zum Stehen gekommen, sagte eine Sprecherin der Regionalleitstelle. Die Maschine blieb auf dem Rasen stecken. Verletzt wurde niemand.

Die Ursache für den Vorfall mit dem aus Düsseldorf kommenden Flugzeug ist nach Angaben der Polizei noch unklar. Das Bundesamt für Flugunfalluntersuchungen übernahm die Ermittlungen. Zum Unfallzeitpunkt sei die Sicht schlecht gewesen. Außerdem war die Landebahn nass, wie es hieß. "Wir sind froh, dass es nicht schlimmer gekommen ist", sagte Feuerwehr-Einsatzleiter Wolfgang Kloth.

Alle 82 Passagiere und die sechs Crewmitglieder wurden von Einsatzkräften aus der Maschine geholt. Am Flugzeug entstand laut Polizei kein offensichtlicher Schaden, es sackte aber in das nasse Erdreich ab. Für die Bergung ist schweres Gerät erforderlich. Dafür müsse ein Spezialunternehmen kommen, sagte Feuerwehreinsatzleiter Kloth.

Extinguisher

Kein Scherz erlaubt: Vater scherzte mit "Fernbedienung für eine Bombe" am Flughafen - Urlaub wurde abgesagt

Erfurt - Der Scherz eines Vaters bei der Sicherheitskontrolle am Flughafen Erfurt Weimar hat seiner Familie den Start in den Urlaub verdorben. Auf die Frage, ob er größere elektronische Geräte dabei habe, habe der Mann geantwortet "'ne Fernsteuerung für eine Bombe", teilte die Bundespolizei am Freitag mit.
flughafen erfurt weimar
© imago/Steve Bauerschmidt
Ein bisschen Spaß muss sein - oder auch nicht

Das Personal intensivierte die Kontrolle danach und informierte die Kapitänin des Flugs. Ob man denn hier keinen Spaß verstünde, fragte der 51-Jährige noch. Wenn es um Bomben in Flugzeugen geht, wohl nicht: Die Fluggesellschaft schloss den Mann, seine Frau und ihre drei Kinder vom Flug nach Mallorca aus. Außerdem wird gegen den Mann nun ermittelt.

dpa

Kommentar: Es ist leider ein Zeichen unserer Zeit, dass Beamte auf solche "Scherze" sehr sensibel oder sogar hysterisch reagieren.


Airplane

Triebwerkschaden: Notlandung einer Air France Maschine in Kanada

Weil ein Triebwerk ausgefallen war, hat ein Flugzeug der Air France in Kanada notlanden müssen. Für die Crew gibt es viel Lob.
triebwerk a380
© Reuters
Eine Airbus 380 der französischen Fluggesellschaft Air France ist nach einem Triebwerksschaden auf dem Weg von Paris nach Los Angeles in Kanada notgelandet. Die Fluggesellschaft sprach in einer Mitteilung von einem "schweren Schaden" an einem der vier Triebwerke.

Die Crew von Flug AF066 setzte daraufhin nach Angaben eines Airline-Sprechers ein "Mayday" ab und leitete den Großraumflieger zum Flughafen Goose Bay in Neufundland um. Das weltgrößte Passagierflugzeug landete um 17.42 Uhr deutscher Zeit sicher auf dem kanadischen Airport, alle 520 Menschen an Bord blieben unversehrt.

Piloten und Kabinencrew seien "perfekt mit diesem schweren Zwischenfall umgegangen", so Air France. Wie es zu dem Schaden kam, war nach Angaben des Sprechers noch unklar - dies solle nun untersucht werden.

Bulb

Referendum: Lange Schlangen vor Wahllokalen in Barcelona

Barcelona
Vor dem verbotenen Unabhängigkeitsreferendum bilden sich in Barcelona seit den frühen Morgenstunden vor Wahllokalen Menschenschlangen. Die Befürworter der Abspaltung Kataloniens von Spanien wollen die Wahllokale vor Tausenden aus Madrid entsandten Polizisten schützen, die die Abstimmung unterbinden sollen.


Kommentar:


Apple Red

Betrug: Australische Bloggerin erfand Krebsleiden und heilte Krebs angeblich mit alternativen Heilmitteln - 250.000 € Strafe

Belle Gibson vermarktete ihre Heilung von einem erfundenen Hirntumor. Die Einnahmen spendete die australische Bloggerin aber nicht wie versprochen. Nun wurde sie wegen vorsätzlicher Täuschung verurteilt.
Belle Gibson
Die australische Bloggerin Belle Gibson ist zu umgerechnet etwa 275.000 Euro Geldstrafe verurteilt worden - wegen falscher Behauptungen zu Spenden im Zusammenhang mit einer frei erfundenen Geschichte über ihre vermeintliche Krebserkrankung. Die 25-Jährige hatte behauptet, einen Hirntumor mit ayurvedischer Medizin, Sauerstofftherapie sowie dem Verzicht auf Gluten und Zucker überwunden zu ha ben. Gibson war jedoch nie an Krebs erkrankt.

Ein Gericht in Melbourne befand sie nun der vorsätzlichen Täuschung schuldig. Die Geschichte über ihre vermeintliche Heilung hatte der jungen Frau zu einiger Prominenz verholfen. Mit ihrem Blog, einer eigenen App und den Verkauf eines Buchs kam sie auf Einnahmen von insgesamt 420.000 australischen Dollar (etwa 300.000 Euro). Davon soll Gibson umgerechnet nur etwa 7000 Euro gespendet haben. Eigentlich hatte sie versprochen, einen Großteil der Einnahmen an wohltätige Organisationen weiterzureichen. Den Blog "The Whole Pantry" und die App gibt es nicht mehr.