Eine 46-Jährige steht im Verdacht, ihren Ehemann mit Säure im Gesicht verletzt zu haben. Eine halbe Stunde nach der Tat wurde sie aufgegriffen - neben ihrem brennenden Auto.

© Patrick Pleul/ dpa
Berglen/Winnenden - In der Gemeinde Berglen hat sich am Donnerstagabend
ein Familiendrama abgespielt, bei dem ein Mann verletzt wurde. Gegen 18.30 Uhr ging der Notruf eines Mannes aus einem Teilort bei der Polizei ein. Als Beamte und Rettungsdienst in der Wohnung in Lehnenberg eintrafen, fanden sie einen 43-Jährigen vor, der im Gesicht Verätzungen aufwies. Nachdem der Mann erstversorgt worden war, kam er in ein Krankenhaus. Den bisherigen Ermittlungen zufolge hatte seine Gattin ihn nach einem Streit mit Säure angegriffen. „Das Motiv waren wahrscheinlich Ehestreitigkeiten“, sagt ein Polizeisprecher. Bei der Flüssigkeit handelte es sich wohl um Salzsäure. Am Freitagnachmittag liefen noch Untersuchungen, um die Chemikalie zu bestimmen.
Die dringend tatverdächtige 46-jährige Frau des Opfers war in der Wohnung des Ehepaares nicht aufzufinden. Sie war mit ihrem Auto, einem Mini Cooper, davongefahren, bevor die Polizei eintraf. Etwa eine halbe Stunde später folgte der nächste Einsatz: Polizei und Feuerwehr wurden zu einem rund zwölf Fahrminuten entfernten Feldweg in der Nähe des Winnender Bahnhofs und der Schwaikheimer Straße gerufen. Dort stand ein Auto in Flammen - es handelte sich um den Mini der Gesuchten.
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