Das Kind der GesellschaftS


Bug

Wenn Bienen sterben, stirbt der Mensch

Bienen
© Maja Dumat, flickr.com , CC BY 2.0Bienen bei der Arbeit
Pünktlich zum Internationalen Tag des Artenschutzes haben die sächsichen Grünen ein Bienenschutzprogramm veröffentlicht. Denn um die Insekten steht es schlecht. Grund ist die monokulturelle Landwirtschaft und der Einsatz von giftigen Pestiziden.

Insgesamt 80 Prozent der Pflanzen sind auf eine Bestäubung durch Bienen angewiesen, so Volkmar Zschocke von Bündnis 90/Die Grünen. Aus diesem Grund sei der Bienenschutz auch für den Schutz künftiger Ernte wichtig. Denn längst stehen verschiedene Wildbienenarten auf der roten Liste der bedrohten Tier- und Pflanzenarten in Sachsen.

Kommentar: Albert Einstein sagte angeblich: "Wenn die Bienen verschwinden, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben; keine Bienen mehr, keine Pflanzen, keine Tiere, keine Menschen mehr."


Stock Down

Bitcoin-Börse Mt. Gox ist insolvent

Mark Karpeles
© Kimimasa Mayama/dpaMark Karpeles (links) ist der Chef von Mt.Gox, einer Handelsplattform im Internet, die sich auf die Kunst-Währung Bitcoin spezialisiert hat und jetzt Insolvenz anmelden musste. Bei einer Pressekonferenz in Tokio mit seinem Anwalt (rechts) wirkte der Manager angeschlagen und ratlos.
Mit Bitcoins wollte man im Internet eine freie Währung schaffen, die dem Einfluss von Zentralbanken und staatlichen Kontrollen entzogen ist. Doch das funktioniert so nicht.

Das Vertrauen in die Digitalwährung Bitcoin ist nach Auffassung der Bundesbank wegen der jüngsten Turbulenzen nachhaltig beschädigt. Nach dem Insolvenzantrag der einst größten Handelsplattform Mt.Gox (wir berichteten) sieht sich die Notenbank in ihren Warnungen vor Risiken bestätigt. Mit der Pleite von Mt.Gox hat sich die Krise der Digitalwährung verschärft. Die Plattform habe Schulden von rund 6,5 Milliarden Yen (46,6 Millionen Euro), hieß es auf einer Pressekonferenz in Tokio.

Bitcoin-Börse hat Betrieb eingestellt

Mt.Gox-Chef Mark Karpeles räumt demnach ein, dass Anfang Februar bei einem Online-Angriff von Unbekannten möglicherweise Bitcoins entwendet worden seien. Das klingt sehr mysteriös. Nähere Erkenntnisse liegen noch nicht vor. Die Bitcoin-Börse hat jedenfalls den Betrieb eingestellt.

Toys

Unwissenheit: Menschen in Berlin demonstrieren gegen ein Eingreifen Russlands

400-500 Menschen protestierten am Sonntag friedlich gegen ein Eingreifen Russlands in der Ukraine.
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© Eric Richard
Rund 400-500 Menschen demonstrierten am Sonntag vor der russischen Botschaft in Berlin gegen einen möglichen Kampfeinsatz Moskaus in der Ukraine protestiert. Zunächst blieb alles friedlich, teilte die Polizei mit. Später gab es einen Platzverweis, als sich ein pro-russischer Mann unter die Demonstranten mischte.

Auf der ukrainischen Halbinsel Krim, auf der überwiegend Russen leben, droht eine militärische Eskalation. Kremlchef Wladimir Putin macht seine Entscheidung für eine Invasion von der Entwicklung der Lage abhängig. Die Berliner Demonstranten gedachten mit einer Schweigeminute auch der Opfer der Machtkämpfe in der Ukraine. Bereits am Sonnabend hatten spontan einige Menschen vor der Botschaft protestiert.

Kommentar: Die Demonstranten sollten sich informieren von wem die Proteste ursprünglich aus gingen:

Kommentar zum "kleinen" "Fuck the EU"-Ukraine-Skandal: USA bezahlen gewalttätige Demonstrationen und inszenieren die Krise in der Ukraine


Attention

Drei Jahre nach Fukushima: Deutschland mangelhaft auf Atomunfall vorbereitet

kernreaktor
© dpaDeutschland wäre derzeit auf einen Atomunfall unzureichend vorbereitet (Symbolbild)
Deutschland ist nicht ausreichend auf einen nuklearen Störfall vorbereitet. Lücken bei der medizinischen Versorgung der Bevölkerung, Sorge um die Infrastruktur, veraltete Prognose-Systeme und überholte Evakuierungs-Konzepte zeigen: Radioaktiven Wolken könnte derzeit nur unzureichend begegnet werden.

Drei Jahre nach der Katastrophe von Fukushima ist Deutschland nicht ausreichend auf einen nuklearen Störfall vorbereitet. Das geht nach Informationen der Süddeutschen Zeitung („SZ“) vom Samstag aus einer Stellungnahme der auf Katastrophenfälle spezialisierten Schutzkommission beim Bundesinnenministerium hervor.

Demnach haben "verschiedene Übungen zu kerntechnischen Unfällen" unter anderem Lücken bei der medizinischen Versorgung der Bevölkerung aufgezeigt. Die Umsetzung entsprechender Vorgaben sei "insbesondere auf Ebene der Kreise und Städte, die für die Durchführung von Schutzmaßnahmen zuständig sind, stark verbesserungswürdig", heiße es.

Eye 2

Die Krise und ein Gen machen Mütter aggressiv

mutter kind streit
© paWirtschaftskrisen können nach einer Studie dazu führen, dass Mütter gröber mit ihren Kindern umgehen – auch wenn die Familien vom Abschwung selbst gar nicht direkt betroffen sind
Wenn Mütter bei der Kindererziehung rabiat werden, könnte das an der Wirtschaftskrise liegen, behaupten US-Forscher. Sie wollen zudem eine Gen-Mutation gefunden haben, die das Phänomen beeinflusst.

Wirtschaftskrisen und ein Gen haben nach einer Studie Einfluss auf den Erziehungsstil: Der Beginn der Finanz- und Bankenkrise in den USA soll demnach manche Mütter dazu gebracht haben, ihr Kind eher anzuschreien oder gar zu schlagen.

Dieser Effekt sei aber nur bei Müttern mit einer speziellen Gen-Variante zu beobachten, welche die Frauen empfindlicher auf die Umwelt reagieren lässt. Das berichten US-Forscher in den Proceedings der US-Nationalen Akademie der Wissenschaften ("PNAS").

Yoda

"EU? Nein, danke!" - Island als Symbol der Freiheit

Brüssels Zentralismus und die damit einhergehende Planwirtschaft sind auf Island nicht attraktiv. Eher schon Hayeks Idee einer wettbewerblichen Geldordnung, schreiben Dagmar Metzger, Alexander Gauland und Steffen Schäfer in der ReiheFREITAGSGEDANKEN”.
Island
© Wikipedia / Jóhann Heiðar ÁrnasonBlick auf Islands Hauptstadt Reykjavík
Nachdem schon die Schweiz die leidenschaftliche Zuneigung der EU verschmäht hat - so zumindest dürfte die Zuwanderungsentscheidung der Eidgenossen in Brüssel empfunden worden sein - gaben nun auch noch die Isländer der europäischen Union einen Korb. Die neu gewählte Regierung in Reykjavík hat beschlossen, die Beitrittsverhandlungen endgültig aufzugeben, nachdem sie bereits mit der Verkündung von Neuwahlen seit Mai 2013 auf Eis gelegt waren. Dabei schien noch vor wenigen Jahren alles daraufhin zu deuten, dass Island der EU beitreten werde. Auf dem Höhepunkt der isländischen Krise im Juli 2009 schrieb die deutsche Wochenzeitung Die Zeit: „Nur der Euro kann das bankrotte Land noch retten“ - so ändern sich die Zeiten.

Gold Bar

Manipulationsverdacht bei täglichen Goldpreisen

Gold
© epaGold
Seit 2004 werde der Goldpreis manipuliert - meist nach unten. Das sagen jene zwei Wissenschaftler, die auch die Bankmanipulationen am Libor-Zins aufgedeckt haben.

Eine kleine Gruppe internationaler Großbanken sieht sich seit der Finanzkrise immer neuen Manipulationsvorwürfen ausgesetzt. Seit einigen Monaten ermitteln Behörden in mehreren Ländern auch wegen möglicher Manipulationen auf dem 20 Billionen Dollar schweren Goldmarkt.

Eine Studie von Rosa M. Abrantes-Metz, Professorin an der Stern School of Business der New York University, und Albert Metz, Managing Direktor bei der Ratingagentur Moody's, untermauert jetzt den Verdacht, dass Großbanken auch den Goldpreis manipuliert haben. Konkret geht es um das Londoner Gold-Fixing, bei dem zweimal pro Tag ein bestimmter Preis als Benchmark festgelegt wird. Dieser Preis ist wiederum die Grundlage für viele (aber nicht alle) Goldgeschäfte.

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Weiterer Selbstmord eines Bankers

Die Serie düsterer Todesfälle unter Bankern reißt nicht ab. Wie die Zeitung "The Journal Star" berichtete, wurde am 19. Februar in Scottsdale im US-Bundesstaat Arizona der erfolgreiche Geschäftsmann James Stuart jun., Mitglied einer bekannten lokalen Familie, tot aufgefunden.
bankenviertel
Ein Sprecher der Familie äußerte sich nicht zur Todesursache. Stuart hinterlässt drei Söhne und vier Töchter. Damit steigt die Zahl der Todesfälle unter Bankern in den letzten Wochen auf neun an.

Windsock

Hubschrauber stürzt in Ostsee - ein Todesopfer

Unglück auf der Ostsee: Mindestens ein Mensch ist beim Absturz eines Hubschrauber vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns ums Leben gekommen.

Zingst - Ein in kritischem Zustand geborgener Insasse der Maschine sei an Land gestorben, sagte der Kreiswehrführer und Bürgermeister von Born, Gerd Scharmberg, der Nachrichtenagentur dpa am Freitag. Zwei Menschen würden vermisst. Ein geretteter Insasse sei unterkühlt.

Bei der verunglückten Maschine handele es sich nach Angaben der Leitstelle um einen Offshore-Versorgungshubschrauber, sagte der Landrat des zuständigen Landkreises Vorpommern-Rügen, Ralf Drescher (CDU). Die Maschine stürzte demnach am Abend rund zwei Seemeilen westlich des Darß vor der Gemeinde Born ins Meer.

Pistol

Mann tötet zwei Frauen in Anwaltskanzleien

Düsseldorf - Innerhalb weniger Stunden hat ein Verbrecher im Rheinland zwei Frauen getötet und fünf Menschen verletzt. Er tötete seine Opfer in zwei Anwaltskanzleien in Düsseldorf und Erkrath. Nach einer nervenaufreibenden Fahndung fasste die Polizei den Verdächtigen am Nachmittag in Goch am Niederrhein. Der 48 Jahre alte Vater zweier Kinder gestand die Taten, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Der Mann soll in einen Rechtsstreit verwickelt gewesen sein, an dem beide Kanzleien beteiligt waren.

dpa