
Verbreitet gern Propaganda - aus Sicht einer Frau.
Laut
Le Monde wäre die Vergewaltigung in Syrien die Waffe "des geheimen Krieges von Baschar Al-Assad" gegen die Revolutionäre geworden. Das ist zumindest das, was Annick Cojean in einem langen Artikel vorgibt (Foto) [
1].
Die Journalistin unterstellt, dass die zunächst friedliche Revolution als Reaktion auf Massenvergewaltigungen durch die Armee des Regimes gewalttätig geworden wäre. Sie stützt sich auf das Zeugnis von einer nach Jordanien geflüchteten Syrerin, nachdem sie inhaftiert wurde: "Wir wurden täglich mit Schreien vergewaltigt: "Wir werden euch Alawiten vernichten!"
Dieses Zeugnis wiederholt die klassische These der westlichen Propaganda einer Alawiten-Diktatur, obwohl die Assad-Regierung vom Baath geführt wird. Die Alawiten sind eine kleine religiöse Minderheit, die zum Schiitentum gehört und die der Ansicht ist, dass die Religion eine Frage des Glaubens und nicht der Riten ist. Wenn Präsident Assad auch Alawit ist, sind die überwiegende Mehrheit der Mitglieder seines Kabinetts und seine Armeeoffiziere keine Alawiten. Nichts erlaubt, von einem alawitischen Regime zu sprechen, außer wenn man die wahhabitische Vision des Islams annimmt. Präsident Al-Assad ist auch Vorsitzender der Baath-Partei, einer säkularen, sozialistischen und pan-arabischen Partei, deren Ideologie explizit auf der französischen und russischen Revolution basiert.
Kommentar: Es fehlen immer noch eindeutige Daten, doch wenn die Regierungen Terror als plausible Erklärung abliefern, gehen wir davon aus, dass dahinter mehr steckt. Der Fall erinnert an den Airfrance Absturz 447 im Jahr 2009, wo Joe Quinn erörterte, dass eine Überkopfexplosion eines Meteoriten die beste Erklärung ist und davon ist bei dieser Tragödie wahrscheinlich auch auszugehen.