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Die Polizeibehörden im Schengen-Raum teilen ihre Fahndungsinformationen in einer Datenbank. Zwei Angreifer haben sich Zugriff verschafft und sensible Daten kopiert, bestätigt das Innenministerium. Die könnten sich Kriminelle zunutze machen.Zwei Hacker sind offenbar in die Datenbank des Schengener Informationssystems SIS eingedrungen und haben 1,2 Millionen Datensätze kopiert. Dies berichtet
Spiegel Online unter Berufung auf den Parlamentarischen Staatssekretär im Innenministerium, Ole Schröder. Der Vorfall soll zwei Jahre zurückliegen, ist aber bislang nicht an die Öffentlichkeit gelangt.
In der SIS-Datenbank sammeln die Mitgliedsstaaten Angaben darüber, wer zur Fahndung ausgeschrieben ist und wer nicht den Schengen-Raum betreten darf. Hinzu kommen Informationen über unerwünschte Fahrzeuge, Schusswaffen und verdächtige Ausweispapiere. Anfang 2013 sollen es rund 46,5 Millionen Datensätze gewesen sein. Für Kriminelle sind die Angaben interessant, weil sie so womöglich eine Verfolgung erschweren und einer Verhaftung aus dem Weg gehen können. Auch die Verwendung gegen andere Personen oder ein Verkauf der Daten ist vorstellbar.