Das Kind der GesellschaftS


Syringe

Notstand in West Virginia: Leitungswasser mit Chemikalien verseucht, 300.000 Menschen betroffen

Leitungswasser
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Nach einem Chemieunfall im US-Bundesstaat West Virginia sind 300.000 Einwohner ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser. Durch ein Leck in einer Fabrik in Charleston gelangte eine schädliche Chemikalie in einen Fluss. Gouverneur Tomblin rief den Notstand aus.

Trinkwasser aus der Flasche, nach einem Chemieunfall in West Virginia ist das für die Menschen in der Stadt Charleston, derzeit die einzig sichere Alternative. In großen Vorratspackungen schleppen sie das kostbare Nass nach Hause. Am Donnerstag war eine giftige Chemikalie in einen Fluss gelangt, in der Nähe des der größten Trinkwasserreservoirs des US-Bundesstaates. Gouverneur Earl Tomblin rief für neun Bezirke den Notstand aus und warnte vor dem Gebrauch von Leitungswasser. Betroffen sind bis zu 300.000 Menschen.

O-ton Tomblin („Benutzen Sie das Wasser nur zum Toiletten spülen oder für den Brandschutz. Aber nehmen Sie es nicht zum Trinken oder Baden und kochen oder waschen Sie auch nicht damit.“)

Arrow Down

Schüsse in Bangkok: Bewaffnete greifen Demonstranten in Thailand an

Unbekannte haben am frühen Morgen das Feuer auf Demonstranten in Bangkok eröffnet. Mindestens sieben Menschen wurden verletzt, einer von ihnen schwebt nach Angaben der Rettungskräfte in Lebensgefahr. Viele fürchten eine Eskalation der Gewalt. Die Regierungsgegner wollen nächste Woche die thailändische Hauptstadt lahm legen.

Prayuth Chan-ocha, der Chef der Armee, rief zur Ruhe auf: “Ich mache mir Sorgen um die Sicherheit, denn es werden viele Menschen auf den Straßen sein. Die Gewalt nimmt zu. Ich rufe alle Seiten und jeden Einzelnen dazu auf, bitte kämpft nicht und führt keine Auseinandersetzungen herbei. Wir sind alle Thailänder. Wir können unterschiedliche Meinungen haben, aber wir sollten uns nicht gegenseitig umbringen. Bitte keine Gewalt.”

Zehntausende Polizisten und Soldaten sollen in den kommenden Tagen für Ordnung sorgen. Viele Thailänder rechnen damit, dass die Armee in Kürze eingreifen wird, um der politischen Krise ein Ende zu bereiten. Es wäre nicht das erste Mal, in den vergangenen 81 Jahren hat das Militär 18 Staatsstreiche durchgeführt, viele von ihnen erfolgreich.

Che Guevara

Gegen Korruption: Türkische Bürger gehen auf die Straße

Ankara - Im Korruptionsskandal in der Türkei haben zahlreiche Menschen in der Hauptstadt Ankara gegen die islamisch-konservative Regierung demonstriert. Teilnehmer der Proteste hielten Plakate mit dem Bild von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan in die Höhe, auf denen "Lügner" und "Dieb" stand. Über Zusammenstöße mit der Polizei wurde zunächst nichts bekannt. Die Regierung steht wegen Korruptionsvorwürfen seit Mitte Dezember unter massivem Druck. Erdogan sieht in den Ermittlungen eine Verschwörung.

dpa

Stormtrooper

Petition gegen "Akzeptanz sexueller Vielfalt" im Unterricht

Thomas Hitzlsperger hat gerade große Anerkennung für sein Coming-out erhalten. In Baden-Württemberg wehren sich unterdessen Eltern, Schüler und Lehrer gegen eine Festschreibung von "Akzeptanz sexueller Vielfalt" im staatlichen Bildungsplan. Eine Online-Petition hat fast 65.000 Unterstützer.
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© dpaDie Unterstützer einer Online-Petition wollen nicht, dass Schüler im Unterricht ausführlich über Homosexualität sprechen (Symbolbild)
Während der ehemalige Fußballnationalspieler Thomas Hitzlsperger für sein Coming-out gefeiert wird, ist in Baden-Württemberg eine Debatte über den Umgang mit sexueller Vielfalt im Schulunterricht entbrannt. Mit einer Online-Petition wollen Zehntausende Bürger verhindern, dass Homosexualität, Transsexualität, Bisexualität und andere Lebensformen künftig ausführlicher im Unterricht behandelt werden.

Auslöser sind Pläne der grün-roten Landesregierung, die "Akzeptanz sexueller Vielfalt" als Ziel im Bildungsplan 2015 festzuschreiben. Die Initiatoren sprechen von einer "Ideologie des Regenbogens". Die Pläne zielten "auf eine pädagogische, moralische und ideologische Umerziehung an den allgemeinbildenden Schulen", kritisieren die bisher knapp 65.000 Unterzeichner der Petition.

V

Demonstrationen zahlen sich aus: Argentinien stoppt Bau von Monsanto-Anlage

Monsanto
© Gegenfrage.com"Marsch gegen Monsanto"
Nach heftigen Protesten aus der Bevölkerung haben argentinische Richter den Bau einer neuen Produktionsanlage von Monsanto in der Provinz Córdoba gestoppt. Die Behörden prüfen nun, wie sich die Anlage im späteren Betrieb auf die Umwelt auswirkt.

In der argentinischen Provinz Córdoba baut Monsanto derzeit die größte lateinamerikanische Produktionsanlage für genetisch verändertes Saatgut. Zahlreiche Demonstranten haben Zeltlager an der Baustelle errichtet und fordern eine Volksabstimmung über den Bau der Anlage. Mehr dazu hier und hier.

Crusader

Vier Tote bei Helikopterabsturz in England

Der Absturz eines US-Militärhubschraubers in England hat die Leben aller vier Insassen gefordert. Der Helikopter vom Typ HH-60 "Pave Hawk" verunglückte am Dienstagabend an der Küste der Grafschaft Norfolk nahe des Ortes Salthouse.

Der Hubschrauber der US-Luftwaffe war in Lakenheath stationiert. Die Besatzung sei mit ihm auf einem Übungsflug in niedriger Höhe unterwegs gewesen, teilte der Standort weiter mit. Zahlreiche Rettungskräfte waren an der Unglücksstelle im Einsatz. Die Polizei warnte davor, dass möglicherweise Munition an Bord des Wracks sein könnte und sperrte die Gegend weitläufig ab. Anwohner konnten jedoch in ihren Häusern bleiben.

Helikopter vom Typ "Pave Hawk" kommen oft bei bewaffneten Rettungsmissionen zum Einsatz, vor allem bei der Evakuierung verletzter Soldaten in Konfliktsituationen. Bei Übungen mit den Hubschraubern wird deshalb in der Regel das Fliegen in sehr geringer Höhe trainiert.

Nuke

US-Soldaten nach Fukushima-Einsatz schwer erkrankt: Klage gegen Tepco

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© ReutersDie Soldaten der USS Ronald Reagan beim Einsatz Operation Tomodachi in Fukushima. Viele von ihnen wurden dabei offenbar radioaktiv verstrahlt und leiden nun an den Folgen
Nach Fukushima halfen die Soldaten der "USS Ronald Reagan" im Katastrophengebiet. "Operation Tomodachi" hieß die Mission. Jetzt sind 71 Soldaten erkrankt, auch an Krebs. Sie verklagen nun Tepco.

Von "gefrorener Pazifikluft" berichtet die Soldatin Lindsay Cooper, die metallisch geschmeckt habe, und mit ihren Kameraden an Bord des Flugzeugträgers USS Ronald Reagan habe sie darüber gelacht: "Hey, das ist radioaktiver Schnee."

Das war im März 2011, und die Reagan war im Zuge der Operation Tomodachi von einem Manöver vor Korea abkommandiert worden, um nach dem Erdbeben in Japan und dem daraus resultierenden Reaktorunglück in Fukushima erste Hilfe zu leisten. Inzwischen ist vielen der damaligen Besatzungsmitglieder das Lachen vergangen. Etliche leiden unter massiven Gesundheitsproblemen, darunter Fälle von Krebs und Erblindung.

Che Guevara

Arbeiter nahmen Manager in Frankreich als Geiseln

goodyear
© Reuters
Die Mitarbeiter eines französischen Werkes fordern von der Firmenleitung höhere Abfindungen. Die Fabrik soll geschlossen werden.

In einem französischen Reifenwerk des US-Konzerns Goodyear wurden seit Montag zwei Führungskräfte von Arbeitern als Geiseln gehalten. Nach rund 29 Stunden wurden die beiden Manager am Dienstag wieder freigelassen. Die an der Aktion beteiligten Mitarbeiter fordern vom Management unter anderem höhere Abfindungen.

Goodyear hatte bereits im vergangenen Jänner die Schließung des Standorts Amiens-Nord mit rund 1200 Mitarbeitern angekündigt. Als Grund wurde von der Unternehmensführung damals geplatzte Verhandlungen mit den Gewerkschaften über Sanierungspläne genannt, die sich über mehrere Jahre hingezogen hätten.

Nuke

Folgen des Rettungseinsatzes in Fukushima: 51 US-Soldaten erkranken an Krebs

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© ReutersDas radioaktive Wasser, das von den Reaktoren ins Meer gelangt ist, ließ die Matrosen der "USS Ronald Reagan" schwer erkranken.
Nach der Katastrophe von Fukushima lief der Flugzeugträger „ USS Ronald Reagan“ aus, um den Opfern des Tsunami zu helfen. Mit 5000 Soldaten ab Nord trieb er zweieinhalb Monate im radiokativ verseuchtem Meer. Jetzt drei Jahre später sind 51 Matrosen an Krebs erkrankt.

Sie wollten helfen und wurden selbst zu Opfern der schrecklichen Atomkatastrophe in Fukushima. Einem Medienbericht zufolge befanden sich 5000 Matrosen auf dem Flugzeugträger „US Ronald Reagen“, der sich unmittelbar nach dem Unglück vor der Küste Japans befand. Wie die New York Post berichtet, sind jetzt drei Jahre später mindestens 70 der ehemaligen Crewmitglieder schwer erkrankt - an Krebs, Schilddrüsen-Erkrankungen, Gebärmutterblutungen und anderen Leiden.

Ice Cube

Depp Chris Turney und Tölpel Alvin Stone: Die Klimaerwärmung ist Schuld, dass das Schiff im Eis festsitzt

Der Expeditionsleiter Chris Turney sorgte offenbar maßgeblich dafür, dass aus dem unfreiwillig verlängerten Aufenthalt im Eis eine ausgelassene Polarparty wurde. Dabei hatte er eigentlich ein ernstes Anliegen.
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© ReutersDepp Chris Turney und "Wissenschaftler" für die Klimaerwärmung.
Zum Weltentdecker hätten ihn unvorhergesehene Wendungen und eine gesunde Dosis wünschenswerter Zufälle gemacht. So beschreibt er es auf seiner Website. Mit dem Glück schien es allerdings vorübergehend vorbei zu sein, als der Professor für Klimawandel der Universität New South Wales am Heiligabend mit seinem Forschungsschiff im Polareis der Antarktis stecken geblieben war, etwa 2800 Kilometer von der nächsten Stadt, Hobart im australischen Tasmanien, entfernt.

Doch Chris Turney muss über ein außergewöhnlich sonniges Gemüt verfügen. In der Presse als „oberster Stimmungsmacher“ beschrieben, sorgte der Expeditionsleiter offenbar maßgeblich dafür, dass sich der unfreiwillig verlängerte Aufenthalt für die Passagiere zu einer ausgelassenen Polarparty auswuchs. Sie tanzten auf dem Eis, posierten mit Pinguinen im Schnee und sangen an Bord selbst komponierte Lieder. Alles wurde von Chris Turney und seinen Begleitern auf Twitter dokumentiert und über das Satellitentelefon in die Welt posaunt.

Kommentar: Die Neue Züricher Zeitung berichtete von Alvin Stone:
Dass die unter anderem der Klimaforschung verpflichteten Wissenschafter mit der Shokalskiy just während des antarktischen Sommers im Eis steckenblieben sind, hat rund um die Welt auch zu bisweilen bitterbösen Bemerkungen von Kommentatoren geführt, die die Klimaerwärmung in Frage stellen.

Zu Unrecht, meinte Alvin Stone am Donnerstag auf Anfrage. Vielmehr weise alles darauf hin, dass es just die Klimaerwärmung sei, die zur misslichen Lage des Schiffs geführt habe. So handle es sich beim Eis, in dem sich die Shokalskiy verfing, um so genanntes Festeis, das in früheren Jahren vom Kontinent abgebrochen sei, sagte Stone; ausserdem zeigten Messungen, dass es in der Antarktis zu einem Rückgang just dieses Festeises gekommen sei - dies im Gegensatz zum so genannten Meereis, das durch das Gefrieren des Wassers rund um den Kontinent entsteht.
Man ist sich keiner Ausrede zu Schade...