
Relative Veränderung der Pro-Kopf-Verschuldung seit Einführung des Euros der acht am höchsten verschuldeten Staaten im Euroraum
Die Börsen feiern eine Jahresendrally, die Politik gibt sich selbstgefällig, die Schuldenkrise sei besiegt. Das könnte ein Trugschluss sein, denn die Schuldtürme wachsen gefährlich weiter.Wer an den Börsen derzeit das Wort „Schuldenkrise“ sagt, wird mitleidig belächelt. Die Geldschwemme der Notenbanken sorgt für eine Kursfeuerwerk, und niemand will sich den Spaß daran nehmen lassen. Das gleiche gilt für die Politik. Sie aalt sich in großkoalitionärer Selbstgefälligkeit und will von Überschuldung nichts mehr hören. Dabei reicht die kurze, nachweihnachtliche
Nachricht des Statistischen Bundesamtes, um nachdenklich zu werden: Das deutsche Staatsdefizit sei in den ersten drei Quartalen 2013 weiter stark gestiegen. Bund, Länder, Kommunen und Sozialversicherung gaben zusammen 28,7 Milliarden Euro mehr aus als sie einnahmen. Das Defizit fiel damit um 5,1 Milliarden Euro größer aus als ein Jahr zuvor.