Das Kind der GesellschaftS


Target

Eindeutige Stellungnahme: Manche Leute laden ihren Müll jetzt vor Banken ab

Kann man passender fast gar nicht machen. Neben anderen Gewerken streikt in Portugal gerade die Müllabfuhr. Es geht ihnen dabei darum, im Jahr 2014 nicht noch weiter von Sparmaßnahmen betroffen zu sein, die die auch von Banken zu verantwortende Rezession nach sich gezogen haben. Passend zu dem an Weihnachten anfallenden Müll seit dem 23. Dezember. In den Straßen stapelt sich derzeit der Müll. Einige Menschen zeigen sich solidarisch und bringen ihren Müll jetzt dorthin, wo ihrer Meinung nach die Verantwortlichen zu finden sind: vor Banken. Schönes Ding.
Müll vor Banken
© Matt Bloom, via Dangerous Minds

Nuke

Neue Proben: Rekordstrahlung in Fukushima

Fukushima
© Desconocido
Rekordstrahlung in Fukushima gemessen. In neuen Proben, die am Donnerstag aus einem technischen Brunnen entnommen wurden, wurden Werte von 2,1 Millionen Becquerel pro Liter gemessen.

Am japanischen Pannen-Atomkraftwerk Fukushima wird eine zunehmende Strahlung registriert: In neuen Proben, die am Donnerstag aus einem technischen Brunnen entnommen wurden, wurden Werte von 2,1 Millionen Becquerel pro Liter gemessen, teilte der Betreiber Tepco am Freitag mit.

Damit haben sich die Werte seit Mitte November mehr als verdoppelt. Am 3. Dezember wurde in einem Testbrunnen nahe der Meeresküste eine Konzentration des Isotops Strontium 90 von 1,3 Millionen Becquerel pro Liter nachgewiesen. Im August waren 300 Tonnen verstrahltes Wasser mit einer Strontium-Konzentration von etwa 80 Millionen Becquerel pro Liter aus einer Löschwasser-Zisterne ausgetreten. Dabei handelte es sich um den heftigsten Austritt von radioaktivem Wasser seit der Atom-Katastrophe vom März 2011.

Ice Cube

Forschungsschiff "Akademik Schokalskiy": Hubschrauber soll Schiffspassagiere aus der Antarktis retten

Alle Rettungsversuche sind gescheitert: Die Passagiere der "Akademik Schokalskiy" müssen Silvester in der Antarktis verbringen. Bald soll sie ein Hubschrauber retten.
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© AP/dpa
Seit einer Wocher sitzten Crew und Passagiere des Expeditionsschiffs Akademik Shokakskiy in der Antarktis fest. Weil Eisbrecher das feststeckende Schiff nicht aus dem Packeis befreien konnten, sollen die Passagiere nun mit Hubschraubern in Sicherheit gebracht werden. Das beschloss die australische Schifffahrtsbehörde.

Die Passagiere müssen sich aber voraussichtlich bis zum neuen Jahr gedulden, denn bisher ist das Wetter für eine Rettung aus der Luft noch zu schlecht. Ein erster Flug kann wohl erst am Mittwoch stattfinden.

Che Guevara

Hunderttausende Textilarbeiter im Streik in Kambodscha

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© ReutersZehntausende gingen für höhere Löhne auf die Straße
Der Textilsektor ist die größte Exportindustrie Kambodschas. Fast alle Fabriken mussten wegen des Streiks schließen.

Im Streit um höhere Löhne sind in Kambodscha wegen Streiks und Fabrikschließungen fast alle Textilfabriken geschlossen. 80 Prozent der Fabriken seien dicht und zwei Drittel der rund 600.000 Beschäftigten nicht am Arbeitsplatz, sagte Kong Athit von der Textilarbeitergewerkschaft am Montag. Einige Fabriken werden bereits seit vergangener Woche bestreikt, bei anderen haben die Fabrikbesitzer die Arbeiter aus Protest ausgesperrt. Mehr als 30.000 Arbeiter nahmen an Protestmärschen teil, berichteten lokale Medien.

"Unsere Industrie kann ihre Arbeit in dieser Lage nicht fortsetzen", teilte der Verband der Textilhersteller (GMAC) mit. Wilde Streiks hätten Unternehmer gezwungen, Fabriken zu schließen. Die Arbeiter verlangen mehr Geld. Gerade hat die Regierung den Mindestmonatslohn in der Branche von 80 auf 95 US-Dollar (69 Euro) erhöht, aber die Gewerkschaften fordern mindestens 160 Dollar.

Pistol

Kalaschnikow-Schüsse auf deutsche Residenz in Athen

Unbekannte haben in der Nacht mit einem Maschinengewehr dutzende Schüsse auf die Residenz des deutschen Botschafters in Griechenland abgefeuert.

Verletzt worden sei niemand, teilte die Polizei in der Hauptstadt Athen mit. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) und die griechische Regierung verurteilten die Attacke. Das Gebäude in einem Athener Vorort war bereits im Jahr 1999 Ziel eines Anschlags geworden.

Er habe vier Täter gesehen, sagte ein vor dem Gebäude postierter Polizist. Die Täter schossen demnach aus einer oder mehreren Schnellfeuerwaffen vom Typ Kalaschnikow. Sie entkamen unerkannt.

Key

Polizist in Leipzig schießt Mann nieder - Nach randalieren und Messerattacke

Ein Polizist hat einen Randalierer in Leipzig niedergeschossen und verletzt. Der Mann schwebe aber nicht in Lebensgefahr, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Leipzig, Ricardo Schulz.

Der Mann soll in der Nacht zum Montag vor einem Polizeirevier im Stadtteil Grünau Feuerwerkskörper gezündet haben. Beamte seien aus dem Revier gekommen, um den Randalierer zu stellen. Der habe daraufhin eine Polizistin mit einem Messer attackiert.

Deren Kollege wollte ihr offenbar zu Hilfe kommen und habe auf den Mann geschossen. "Ob das eine Notwehrsituation war, müssen wir prüfen", sagte Schulz. Der Verletzte wurde in ein Krankenhaus gebracht.

dpa

Pistol

Acht Tote nach Anschlag auf chinesische Polizeiwache

Acht Menschen wurden nach einem Angriff in der westchinesischen Provinz Xinjiang getötet. Die mutmaßlichen „Terroristen“ attackierten eine Polizeistation mit Messern und einem Sprengsatz. Die Region wird bereits seit Jahren von Unruhen erschüttert.

Bei einem Angriff auf eine Polizeistation in der chinesischen Unruhe-Provinz Xinjiang sind nach offiziellen Angaben acht Angreifer getötet worden. Insgesamt hätten neun mit Messern bewaffnete Männer am Montagmorgen die Wache im Bezirk Yarkand attackiert, berichtete die örtliche Regierung auf ihrer Website. Sie hätten einen Sprengsatz geworfen und Streifenwagen angezündet. Die Polizei habe acht der Angreifer erschossen und den neunten festgenommen. Es handle sich um einen Terrorangriff.

In der energiereichen Provinz im Westen des Landes ist es in den vergangenen Wochen wiederholt Gewalt aufgeflammt. Die chinesische Regierung macht oft radikale Islamisten für Vorfälle in Xinjiang verantwortlich. Menschenrechtsgruppen werfen der Polizei vor, hart gegen das muslimische Volk der Uiguren vorzugehen.

Attention

Mann von selbst gebasteltem Böller getötet

Winterspelt/Trier - Ein 52 Jahre alter Familienvater ist in Winterspelt (Eifelkreis Bitburg-Prüm) von einem selbst gebastelten Böller getötet worden.

Das furchtbare Drama spielte sich vor den Augen seines Sohnes (17) ab, der das Unglück an Heiligabend nichtsahnend mit seinem Handy filmte.

Wie die Polizei in Trier mitteilte, wollte der 52-Jährige den Knallkörper in einer ebenfalls selbst gebauten Abschussvorrichtung explodieren lassen.

Stock Down

Die nächste Schuldenkrise kommt bestimmt

verschuldung
Relative Veränderung der Pro-Kopf-Verschuldung seit Einführung des Euros der acht am höchsten verschuldeten Staaten im Euroraum
Die Börsen feiern eine Jahresendrally, die Politik gibt sich selbstgefällig, die Schuldenkrise sei besiegt. Das könnte ein Trugschluss sein, denn die Schuldtürme wachsen gefährlich weiter.

Wer an den Börsen derzeit das Wort „Schuldenkrise“ sagt, wird mitleidig belächelt. Die Geldschwemme der Notenbanken sorgt für eine Kursfeuerwerk, und niemand will sich den Spaß daran nehmen lassen. Das gleiche gilt für die Politik. Sie aalt sich in großkoalitionärer Selbstgefälligkeit und will von Überschuldung nichts mehr hören. Dabei reicht die kurze, nachweihnachtliche Nachricht des Statistischen Bundesamtes, um nachdenklich zu werden: Das deutsche Staatsdefizit sei in den ersten drei Quartalen 2013 weiter stark gestiegen. Bund, Länder, Kommunen und Sozialversicherung gaben zusammen 28,7 Milliarden Euro mehr aus als sie einnahmen. Das Defizit fiel damit um 5,1 Milliarden Euro größer aus als ein Jahr zuvor.

Pirates

Russische Experten bestätigen natürlichen Tod bei Jassir Arafat

Der frühere Palästinenserführer Jassir Arafat ist nicht vergiftet worden. Russische Experten wiesen die These ausdrücklich zurück: Arafat sei eines natürlichen Todes gestorben. Gewebeproben Arafats sowie seine Kleidungsstücke seien untersucht worden und es habe keinerlei Hinweise auf eine Vergiftung gegeben.

Neben Russland hatten außerdem französische und Schweizer Experten den Fall untersucht. Die Franzosen wiesen die Giftthese ebenfalls zurück, die Schweizer bestätigten jedoch den Fund von Spuren radioaktiven Poloniums. Der Tod Arafats konnte allerdings nicht darauf zurückgeführt werden.

Der Palästinenserführer war im Jahr 2004 im Alter von 75 Jahren in Paris gestorben. Acht Jahre später ordnete seine Witwe die Exhumierung und Untersuchung an, nachdem ein Fernsehsender berichtet hatte, dass Giftspuren auf Arafats persönlichen Dingen gefunden worden seien.