Das Kind der GesellschaftS


Ambulance

Norovirus legt halbes Krankenhaus lahm

Im Krankenhaus Maria-Hilf in Bergheim ist das Norovirus ausgebrochen. Auch 44 Mitarbeiter sind erkrankt. Patienten können daher nicht mehr aufgenommen werden. Nun weichen viele auf die Hospitale in Frechen, Bedburg und Erftstadt aus.
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RHEIN-ERFT-KREIS - „Isolierstation“ - ein großes Schild an der Glastür zur Station 4C warnt die Besucher vor dem Betreten. Das Norovirus hat das Maria-Hilf-Krankenhaus zum Teil lahmgelegt. Weil 44 Mitarbeiter an der schweren Durchfallerkrankung und auch an grippalen Infekten leiden, hat das Bergheimer Krankenhaus seit der Nacht zu Mittwoch in einigen Abteilungen die Patientenaufnahme gestoppt. Kranke und Verletzte werden von den Rettungswagen der Kreisleitstelle in die umliegenden Krankenhäuser in Bedburg, Frechen und Erftstadt gebracht.
Und da auch viele Patienten an Durchfall erkrankt sind, hat das Maria-Hilf-Krankenhaus in der Inneren Abteilungeine Infektionsstation eingerichtet. „Wir haben 15 Patienten mit Durchfall, bei elf ist das Norovirus nachgewiesen“, sagt der Ärztliche Direktor, Dr. Tomas Zvolsky. Auf der Station 4C gelten strengere Hygienestandards, und die Besucherströme sind reduziert. „Die Zimmer dürfen nur nach Rücksprache mit dem Pflegepersonal betreten werden.“

Bad Guys

Fukushima-Bericht enthüllt Chaos nach der Katastrophe

Betreiber und Behörden erstaunlich unvorbereitet auf allen Ebenen
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Menschliches Versagen, Ignoranz und gravierende Kommunikationsfehler haben vor knapp einem Jahr zur Atomkatastrophe im japanischen Fukushima geführt. Das ist das Fazit einer unabhängigen Untersuchungskommission, die die genauen Abläufe nach dem schweren Erdbeben und Tsunami vom 11. März 2011 analysiert hat. 30 Forscher, Juristen und Atomfachleute hatten dafür fast 300 Menschen befragt, die entscheidend an den Aktionen und Entscheidungen in ersten Tagen und Wochen nach der Katastrophe beteiligt waren.

Die Forscher kritisieren in ihrem nun veröffentlichten Bericht neben Fehlreaktionen von Betreibern und Behörden vor allem die schlechte Vorbereitung auf ein solches Ereignis: „Die Akteure waren auf nahezu jeder Ebene völlig unvorbereit auf das sich aufschaukelnde nukleare Desaster“, schreiben die Wissenschaftler im Fachmagazin Bulletin of the Atomic Scientists.

Target

Beirut River färbt sich blutrot

blutroter fluss
© The Daily Star/Mohammad Azakir

Kommentar: Nach einem Zeitungsbericht der Huffington Post, wurde illegal Farbstoff in dem Beirut River entsorgt, dies ergaben Wasseruntersuchungen. Eine Gefahr für die Umwelt stellt es auch nicht dar.


Meteor

Ufo von Kirchengel entpuppte sich als Silvesterrakete

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Riesenaufregung im Kyffhäuserkreis, als nachts rätselhafte Lichterscheinungen und eine Explosion bemerkt wurden. Laut Pressemitteilung der Polizeidirektion wurde Donnerstagnacht über Kirchengel eine ungeklärte Himmelserscheinung beobachtet.

Kirchengel. Im sonst beschaulichen Kirchengel im Kyffhäuserkreis herrscht helle Aufregung. Als Donnerstagmorgen eine Pressemitteilung der Polizeidirektion Nordhausen die Runde durch Rundfunk und Presse macht, steht das Telefon von Torsten Gottschalk nicht mehr still: Alle wollen ein Interview mit dem Wehrführer der Kirchengeler Feuerwehr, und auch im Ort gibt es nur noch ein Gesprächsthema. Alle wollen wissen, was sich in der Nacht zu Donnerstag zugetragen hat.

Laut Pressemitteilung der Polizeidirektion wurde in jener Nacht über Kirchengel eine ungeklärte Himmelserscheinung beobachtet. "Kurz vor Mitternacht war die Feuerwehr alarmiert worden, weil es außerhalb der Ortschaft im Bereich Sportplatz/Kuhstall oder auf einem angrenzenden Feld eine heftige Detonation gegeben haben soll, die viele Bürger aus dem Schlaf riss", heißt es in dem Schreiben.

Bomb

Bombenanschlag in Istanbul

Bei einem Bombenanschlag sind in Istanbul 15 Polizisten und ein Passant verletzt worden. Der an einem Motorrad angebrachte Sprengsatz sei unweit von Büros der islamisch-konservativen Regierungspartei AKP sowie des islamisch orientierten Unternehmerverbandes Müsiad explodiert, teilten die Behörden mit.

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan verurteilte den Anschlag. Die genauen Hintergründe des Anschlags waren zunächst aber unklar.

Die Bombe, die nach ersten Untersuchungen mit Plastiksprengstoff gebaut war, explodierte unweit eines Mannschaftsbusses der Polizei. Die Detonation sei sehr heftig gewesen, sagte ein Augenzeuge bei dem türkischen Sender CNN. "Wie ein Erdbeben." Der Sprengsatz sei ferngezündet worden und entspreche einer Bombe, mit der bereits im vergangenen Mai in Istanbul ein Anschlag verübt worden sei, berichteten türkische Fernsehsender. Damals war die verbotene Kurdische Arbeiterpartei (PKK) der Tat bezichtigt worden. Der Istanbuler Gouverneur Hüseyin Mutlu sagte laut NTV, es gebe noch keine Hinweise auf die Täter. Auch sei es zu früh, um über eine mögliche Täterschaft der PKK zu reden. Erdogan deutete jedoch an, dass er die PKK hinter dem Anschlag vermutet. "Wir sind entschlossen, unseren Kampf gegen den Terrorismus fortzusetzen", sagte Erdogan auf einer Konferenz in Ankara, die im türkischen Fernsehen übertragen wurde. Die Täter würden so schnell wie möglich gefasst, sagte er.

Magnify

Flugzeugabsturz in Hessen

Beim Absturz eines Kleinflugzeugs nahe Frankfurt am Main sind fünf Menschen ums Leben gekommen. Die Einsatzkräfte fanden zwei weitere Todesopfer, nachdem sie am Donnerstagabend bereits drei Menschen tot geborgen hatten. Die Identität der Toten und die Absturzursache blieb nach Angaben des Polizeipräsidiums in Offenbach ist noch unklar.
flugzeugabsturz
© DPA/DPADie Rettungskräfte haben fünf Leichen geborgen.

Das Flugzeug der Marke Cessna war am Donnerstagabend beim Landeanflug auf den Flughafen Egelsbach in einen Wald abgestürzt und in Flammen aufgegangen. An Bord des Fliegers befanden sich nach Erkenntnissen der Polizei zwei Piloten und drei Passagiere. Der in den USA zugelassene Geschäftsflieger kam aus dem österreichischen Linz. Zum Zeitpunkt des Unglücks war es neblig. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung nahm die Ermittlungen zur Ursache auf.

Beer

"Woodstock": Altersheim für Junkies

Alt und drogenabhängig: Um die Kriminalität einzudämmen, hat in Den Haag ein Altersheim für Junkies eröffnet. Das niederländische "Woodstock" nimmt Menschen auf, die über 45 Jahre alt sind und keine Hoffnung mehr haben, ihre Abhängigkeit in den Griff zu bekommen. In ihrem neuen Zuhause werden ihnen Mahlzeiten und die Ersatzdroge Methadon geboten - in der Hoffnung, dass sie künftig ein Leben abseits der Kriminalität führen.


Mr. Potato

Sarkozy mit Eiern beworfen und ausgebuht

Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy ist bei einem Wahlkampfauftritt im Südwesten des Landes angepöbelt und beschimpft worden. Demonstranten bewerfen Bar in Bayonne mit Eiern.


In den engen Gassen der Hafenstadt Bayonne musste sich der Präsident am Donnerstag mühsam seinen Weg durch eine Menschenmenge bahnen. Während ihn seine Anhänger mit "Nicolas!"-Rufen begrüßten, traktierten ihn hunderte Gegner mit Pfiffen, Buhrufen und Flugblättern der Basken-Vereinigung Batera. Eine Bar, in der Sarkozy mit Bürgern diskutierte, wurde mit Eiern beworfen. Spezialeinsatzkräfte der Polizei marschierten auf, um weitere Krawalle zu verhindern.

"Unmögliches Verhalten"

Vor seiner Abreise zum EU-Gipfel in Brüssel klagte Sarkozy vor Journalisten über "die Gewalt einer Minderheit und ihr unmögliches Verhalten". Den Anhängern seines sozialistischen Herausforderers François Hollande warf er vor, sich mit baskischen Unabhängigkeitskämpfern zusammenzutun. Auch Sarkozys Wahlkampfsprecherin Nathalie Kosciusko-Morizet warf den Sozialisten vor, Demonstrationen zu organisieren und dabei auch mit Basken zusammenzuarbeiten.

Kommentar: Hier noch aus einer anderen Perspektive, von The Guardian:











Network

Schiffsanker kappt Internetkabel vor Kenia

Addis Abeba/Nairobi - Internetnutzer in Ostafrika müssen sich in den kommenden Wochen auf Probleme einstellen, nachdem ein Schiff einige Glasfaserkabel gekappt hat. Das Schiff hatte am Samstag in der Nähe der kenianischen Hafenstadt Mombasa den Anker geworfen und die Kabel getroffen.

Chris Wood, Chef des zuständigen Unternehmens West Indian Ocean Cable, sagte der Nachrichtenagentur dpa am Dienstag, der Großteil der Internetverbindungen sei nach Südafrika umgeleitet worden. Jedoch müssten die Nutzer zwei bis drei Wochen lang mit deutlich langsamerer Internetgeschwindigkeit rechnen.

So lange würden die Reparaturarbeiten dauern. Durch die Glasfaserkabel werden seit 2009 Tausende Gigabyte pro Sekunde von Europa, Indien und Südafrika nach Ostafrika geleitet.

Bereits vor elf Tagen hatte ein anderes Schiff mit seinem Anker mehrere Internetkabel im Roten Meer durchschnitten.

dpa

Question

Erneut tote Frühchen durch multiresistente Keime - Station in Bremer Klinik geschlossen

Was wurde übersehen? Das fragen sich die Ärzte in einem Bremer Klinikum, nachdem dort erneut zwei Frühchen gestorben sind. Bereits 2011 kamen dort drei Babys durch multiresistente Keime ums Leben. Nun wird die Station geschlossen.
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In Bremen sind wieder zwei Frühchen im Klinikum Mitte gestorben. Die Landesregierung schließt die betroffene Intensivstation. Der Geschäftsführer der Klinik wird unbefristet freigestellt, teilte Gesundheitssenatorin Renate Jürgens-Pieper (SPD) am Mittwoch mit. Die Babys starben an Blutvergiftung. Ob ein direkter Zusammenhang mit den erneut aufgetretenen resistenten Keimen besteht, war zunächst unklar. Bei beiden könne man noch nicht sagen, ob die Bakterien, die nachgewiesen wurden, die Todesursache seien, so die Senatorin. Beide Kinder werden gerichtsmedizinisch untersucht, die Staatsanwaltschaft wurde eingeschaltet.

Nach Informationen von Radio Bremen soll es sich um zwei frühgeborene Mädchen handeln. Ein Kind sei durch eine Notoperation zur Welt gebracht worden und von Anfang an sehr krank und schwach gewesen. Das zweite Baby sei in der 36. Schwangerschaftswoche zur Welt gekommen.

Im vergangenen Jahr waren drei Neugeborene an Infektionen mit den Bakterien gestorben und mehrere schwer erkrankt. Die Neugeborenen-Intensivstation der Klinik war daraufhin vorübergehend für Desinfektion und Umbau geschlossen worden.

Ende vergangener Woche waren dann erneut die multiresistenten Darmkeime bei drei Frühchen auf der Station nachgewiesen worden, sie erkrankten aber nicht daran. Nach dem erneuten Nachweis des genetisch identischen Keims hatte die Senatorin am vergangenen Freitag zunächst einen Aufnahmestopp verhängt. Jetzt muss die Station an ein anderes Krankenhaus verlegt werden.