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Fr, 25 Jun 2021
Die Welt für Menschen, die denken

Die Wissenschaft des Geistes
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Studie: Kommunikation mit Wachkoma-Patienten bald möglich?

Möglicherweise ist es bald möglich mit Wachkoma-Patienten zu kommunizieren. Wissenschaftler der kanadischen Universität in Western Ontario fanden in einer Studie heraus, dass die Gehirnströme von Wachkoma-Patienten und gesunden Menschen sich nicht unterscheiden, auch wenn sich der Körper bei den Patienten im Koma nicht bewegt.

Manche Wachkoma-Patienten nehmen ihre Umwelt wahr und reagieren direkt auf Einflüsse, auch wenn sich ihr Körper nicht bewegt. Das fanden Wissenschaftler in einer am Donnerstag veröffentlichten Studie heraus, indem sie die Gehirnströme von Koma-Patienten untersuchten. Die Forscher plädieren nun für eine Weiterentwicklung des von ihnen genutzten EEG-Verfahrens, um eine Art Kommunikation mit den Patienten herzustellen.

Durch Untersuchungen mittels Elektroenzephalogramm (EEG), wodurch sich elektrische Hirnströme und damit die Aktivität des Gehirns überprüfen lassen, testeten Forscher vom Gehirnzentrum der kanadischen Universität in Western Ontario insgesamt 16 Wachkoma-Patienten und zwölf gesunde Menschen. Drei der 16 Patienten zeigten genaue und andauernde EEG-Anzeichen, als sie aufgefordert wurden, sich vorzustellen, zum Beispiel ihre rechte Hand oder ihre Zehen zu bewegen. Obwohl sich die Kranken nicht bewegten, stimmten ihre Gehirnströme mit denen der Kontrollpersonen überein. Bei einem EEG werden Sensoren auf der Kopfhaut angebracht, um elektrische Signale aus dem Gehirn aufzuzeichnen.

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Körperhaltung beeinflusst Denken

Menschen in körperlicher Schieflage sehen die Welt mit etwas anderen Augen. Entsprechende Resultate liefern Experimente niederländischer Psychologen. Wurden die Teilnehmer unbewusst nach links aus der aufrechten Stellung gekippt, schätzten sie den Eiffelturm kleiner ein als bei einer leichten Schieflage nach rechts.
Eiffelturm
© Hjalmar Gerbig via Wikimedia.org (Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported)

Eine mögliche Erklärung für dieses Phänomen liefere der mentale Zahlenstrahl, schreiben Anita Eerland und ihre Kollegen von der Erasmus-Universität Rotterdam im Fachblatt Psychological Science. Laut diesem Konzept sortieren Menschen kleinere Zahlen vor ihrem geistigen Auge eher links ein und größere Zahlen eher rechts. „Steht eine Person leicht nach links gelehnt, könnten ihr kleinere Zahlen daher leichter in den Sinn kommen als größere“, vermuten die Forscher.

2 + 2 = 4

Bessere Lernergebnisse im Unterricht dank 3D-Projektion

München, November 2011 - Der Einsatz von 3D-Grafiken und -Videos als Lehrmaterialien im Unterricht hat einen überaus positiven Einfluss auf die Lernerfolge von Schülern. Das ist das Ergebnis einer europäischen Studie, die die International Research Agency im Auftrag des führenden Anbieters für Projektionstechnologie, Texas Instruments DLP, durchgeführt hat. In sieben europäischen Ländern untersuchte die Studie, wie sich der Einsatz von 3D-Projektionen von herkömmlichen 2D-Unterrichtsmethoden in Bezug auf Verständnis, gelerntes Wissen und Verhalten während des Unterrichts unterscheiden.

Als Technologiepartner für Aus- und Weiterbildung hat Texas Instruments DLP die Studie initiiert, um weitere Erkenntnisse über den Einsatz von 3D-Projektionen im Unterricht zu gewinnen. Das Forschungsteam unter Leitung von Professor Anne Bramford, Director der International Research Agency, führte Prä- und Posttests mit unterschiedlich zusammengesetzten Schüler- und Kontrollgruppen durch, um zu ermitteln, wie Schüler Informationen verstehen und behalten. Die Forscher beobachteten auch die Aufmerksamkeit und das Verhalten im Klassenzimmer während der Tests.

Cheeseburger

Studie: Liebe macht dick

Heidelberg - Liebe macht dick - das hat eine Studie ergeben. So setzen Männer und Frauen in einer glücklichen Beziehung eher Speck an als Singles, wie das Max-Weber-Institut für Soziologie der Universität Heidelberg ermittelt hat.
partnerschaft, dick
© Jürgen Effner/dpa
Hat man den Partner fürs Leben gefunden, machen es sich viele gemütlich. Der nachlassende Konkurrenzdruck schlägt sich oft aufs Gewicht nieder.

Paare werden eher dick als Singles. Ein Grund dafür sei der Konkurrenzdruck bei der Partnersuche. Verspüren Singles eine große Konkurrenz, achten sie eher auf ihr Gewicht, um attraktiv zu sein.

Ähnlichkeiten beim Gewicht entstehen in einer Partnerschaft nach Erkenntnis der Soziologen aber nicht dadurch, dass sich Partner einander anpassen. Vielmehr beruhe sie darauf, dass Menschen bei der Partnerwahl andere mit ähnlichem Gewicht bevorzugen. Die Forscher werteten eine repräsentative Befragung der Uni Heidelberg aus, bei der 2000 Personen zwischen 16 und 65 Jahren befragt worden waren.

Book

Vorlesen fördert Entwicklung von Kindern

Berlin (RPO). Vorlesen trägt einer Studie zufolge zu einer positiven Entwicklung von Kindern und Jugendlichen in vielfältigen Bereichen bei. Kinder, denen vorgelesen wird, profitieren davon nicht nur in ihrem Leseverhalten, sondern sind erfolgreicher in der Schule und gestalten ihre Freizeit aktiver als Kinder, denen nicht vorgelesen wird, wie aus einer am Dienstag in Berlin vorgestellten Studie der Stiftung Lesen hervorgeht.
Oma liest Kind vor
© dapd
54 Prozent der "Vorlese-Kinder" hatten selbst Spaß am Lesen.

Für die Studie anlässlich des bundesweiten Vorlesetages am 18. November wurden 500 Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 19 Jahren befragt. In Fächern wie Deutsch und Mathematik erzielen "Vorlese-Kinder" demnach um bis zu 0,4 Notenpunkte bessere Zensuren, sagte die Leiterin des Instituts für Lese- und Medienforschung der Stiftung Lesen, Simone Ehmig. Besonders deutlich zeige sich das bei Kindern aus Elternhäusern mit geringer Bildung. Das zumeist höhere Bildungsniveau in Familien, in denen vorgelesen werde, habe darum auf diesen Effekt keinen Einfluss, schlussfolgerte Ehmig.

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Forscher machen Träume sichtbar

Im Traum können wir fliegen. Die Welt erscheint ganz winzig von da oben. Der Träumende spürt gar den Wind. Wie diese Erlebnisse im Kopf entstehen, war lange ein Rätsel. Nun ist es gelungen, Hirnaktivitäten beim Träumen zu analysieren. Möglich wurde dies mithilfe "luzider Träumer", die Trauminhalte willentlich steuern können.

Die funktionelle Magnetresonanztomografie (fMRT) kann Hirnaktivitäten sichtbar machen. Doch die Analyse von Träumen ist schwierig: Welche Regung gehört zum Traum und welche nicht? Forscher des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie in München, der Charité und des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig haben mit Messungen bei luziden Träumen zeigen können, dass das Gehirn bei Traumhandlungen ähnlich aktiv ist wie bei real ausgeführten Handlung. Neun "Klarträumer" legten sich im fMRT zur Ruhe und träumten davon, die linke und dann die rechte Hand für zehn Sekunden zu einer Faust zu ballen. Die Forscher maßen zunächst die Gehirnströme mittels Elektroenzephalogie und konnten so den Eintritt in den Rapid-Eye-Movement-(REM-)Schlaf bestimmen - einer Phase, in der Träume besonders intensiv empfunden werden. Die ab diesem Zeitpunkt gemessene Hirnaktivität spiegelte den vereinbarten "Traum" wider. So wird in den fMRT-Bildern deutlich, dass eine Region der sensomotorischen Großhirnrinde des Gehirns aktiviert wurde, die für das Ausführen von Bewegungen im Wachzustand zuständig ist. Auch wenn die wachen Probanden sich die Bewegung der Hand nur vorstellten oder sie ausführten, reagierte der sensomotorische Teil der Gehirnrinde ähnlich.

Butterfly

Eine starke Persönlichkeit - Verträgliche Menschen stecken Schicksalsschläge besser weg

Das psychische Immunsystem des Menschen ist erstaunlich robust. Dennoch lassen sich manche Menschen stärker von Unglücksfällen beeinträchtigen als andere. Entscheidend scheint die Persönlichkeit zu sein - und zwar bevor sich ein Leben eintrübt. Das berichten die Psychologen Christopher Boyce und Alex Wood von der Universität Manchester, die Daten von 11680Deutschen ausgewertet haben (Psychological Science, online).

Die Forscher nutzten Ergebnisse des 'Sozio-oekonomischen Panels', in dessen Rahmen seit 1984 regelmäßig deutsche Haushalte befragt werden. Während der nun ausgewerteten Zeit von 2005 bis 2009 wurden 307 der Befragten als schwerbehindert eingestuft, etwa wegen chronischer Krankheiten oder eines Unfalls. Am besten passten sich jene Befragten an die Situation an, deren Persönlichkeitsprofil einen hohen Wert für Verträglichkeit zeigte. In der Psychologie gilt dies neben Offenheit für neue Erfahrungen, Gewissenhaftigkeit, Neurotizismus und Extraversion als eines der fünf zentralen Persönlichkeitsmerkmale. Verträgliche Menschen gelten als mitfühlend, hilfsbereit sowie altruistisch.

In der Studie sank die Lebenszufriedenheit verträglicher Menschen nach einem Schicksalsschlag zwar stark, erreichte aber nach vier Jahren wieder das Ausgangsniveau. Verträgliche Menschen nähmen eher Hilfe und Unterstützung an, sagt Christopher Boyce, 'und diese Neigung könnte entscheidende psychische Vorteile haben'. Wer niedrige Werte für Verträglichkeit erzielte, ließ sich von Schicksalsschlägen besonders beeinträchtigen. Die Lebenszufriedenheit dieser Probanden sank binnen vier Jahren kontinuierlich.

Life Preserver

Hypnose: Forscher finden Beweis für die Existenz eines hypnotischen Zustands

Helsinki/ Finnland - Finnische und Schwedische Forscher haben einen Beweis für die lange Zeit unter Forschern umstrittene Existenz eines hypnotischen Zustands gefunden. Dabei spielte ein zwar bekanntes und nahezu typisches Merkmal vieler Personen unter Hypnose eine Schlüsselrolle, das jedoch bislang von Wissenschaftlern vernachlässigt wurde: Der starre Blick.
starrer blick, augen
© Suomen Akatemia
Der starre Blick unter Hypnose (unten) im Vergleich zum normalen Wachzustand (oben).

Wie die Forscher der finnischen Universitäten in Turun und Aalto und der Hochschule von Skövde aktuell im Fachmagazin PLoS ONE berichten, gelang die Entdeckung durch eine intensive Untersuchung eines Probanden, der alleine durch die Anwendung eines Schlüsselwortes schalterartig und in Sekundenschnelle in tiefe Hypnose versetzt und wieder daraus erweckt werden kann.

Mit Hilfe von hochauflösender Blickerfassungstechnologien gelang es den Wissenschaftlern, selbst die minimalsten Augenbewegungen zu analysieren. Dabei stellten sie fest, dass der starre Blick während der Hypnose mit einer objektiv messbaren Veränderung von automatischen Augenreflexbewegungen einhergeht, die so nicht bewusst von nicht hypnotisierten Probanden imitiert werden können.

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Forscher finden Beweise für die Existenz eines hypnotischen Zustands

Vergleich: normaler und hypnotischer Blick
© Suomen Akatemia
Der starre Blick unter Hypnose (unten) im Vergleich zum normalen Wachzustand (oben).
Helsinki/ Finnland - Finnische und Schwedische Forscher haben einen Beweis für die lange Zeit unter Forschern umstrittene Existenz eines hypnotischen Zustands gefunden. Dabei spielte ein zwar bekanntes und nahezu typisches Merkmal vieler Personen unter Hypnose eine Schlüsselrolle, das jedoch bislang von Wissenschaftlern vernachlässigt wurde: Der starre Blick.
Wie die Forscher der finnischen Universitäten in Turun und Aalto und der Hochschule von Skövde aktuell im Fachmagazin "PLoS ONE" berichten, gelang die Entdeckung durch eine intensive Untersuchung eines Probanden, der alleine durch die Anwendung eines Schlüsselwortes schalterartig und in Sekundenschnelle in tiefe Hypnose versetzt und wieder daraus erweckt werden kann.

Mit Hilfe von hochauflösender Blickerfassungstechnologien gelang es den Wissenschaftlern, selbst die minimalsten Augenbewegungen zu analysieren. Dabei stellten sie fest, dass der starre Blick während der Hypnose mit einer objektiv messbaren Veränderung von automatischen Augenreflexbewegungen einhergeht, die so nicht bewusst von nicht hypnotisierten Probanden imitiert werden können.

Brick Wall

Gehirnforschung: 80% der Menschen können besorgniserregende Meldungen überhaupt nicht verarbeiten

Gehirnforscher nennen es auch „unrealistischen Optimismus“, was im Endeffekt nichts weiter bedeutet, als dass bei der Mehrheit der Bevölkerung essentielle Teile des Gehirns einfach herunterfahren, wenn sie mit der Wahrheit konfrontiert werden. Die Leiterin einer jüngst durchgeführten Studie, mit der dieser Sachverhalt nun durch Messungen der Gehirnaktivität belegt werden konnte, macht dieses zuvor umstrittene Phänomen sogar für den Ausbruch der Finanzkrise im Jahre 2008 verantwortlich
3 Affen - nichts hören, nichts sehen, nichts sagen
© Bernd Syben, Essen

Wenn Sie Ihre Mitmenschen wieder einmal auf reale und besorgniserregende Sachverhalte aufmerksam machen wollen, während diese sich nicht darum zu scheren scheinen, das von Ihnen Gesagte als Schwarzmalerei beiseite wischen und sich stattdessen „unterhaltsameren“ Dingen zuwenden - Seien Sie beruhigt, das hat nichts mit Ihnen zu tun!

Die Mehrheit der Bevölkerung lebt laut jüngster Erkenntnisse der Gehirnforschung in einer Fantasiewelt, die auch als „unrealistischer Optimismus“ bezeichnet wird. Kurzum: Der Stirnlappen (präfrontaler Cortex) wird einfach heruntergefahren, wenn Meldungen herein flattern, die sich nicht mit ihrer Wohlfühlwelt vereinbaren lassen.

Forscher in London haben diese Tatsache - die bis vor Kurzem noch heftig umstritten war und mit Verweis auf statistische Fehler beiseite gewischt (!) wurde - nun durch Messungen der Gehirnaktivität und detaillierte Überprüfungen belegen können. Die Leiterin der Untersuchung, Dr. Tali Sharot, sagte zu den Ergebnissen: