ErdveränderungenS


Bizarro Earth

Erdrutsch von Nachterstedt 2009: Drei Leichen bleiben verschwunden unter 4,5 Millionen Kubikmetern Erde begraben

Rund 4,5 Millionen Kubikmeter Erdreich kamen am frühen Morgen des 18. Juli 2009 in Rutschen und rissen Teile einer Siedlung am Concordiasee in Nachterstedt in die Tiefe. Drei Menschen, die damals verschüttet wurden, werden vermutlich nie gefunden

Erdrutsch Nachterstedt 2009
© Unbekannt
Bei dem Unglück vom 18. Juli 2009 waren Teile einer Siedlung in den Concordiasee gerutscht. Dabei waren drei Menschen im Alter von 48, 50 und 51 Jahren ums Leben gekommen. Weitere 41 Menschen verloren ihre Wohnungen. Insgesamt rutschten rund 4,5 Millionen Kubikmeter Erdreich ab. Ursache soll zu hoher Druck in Grundwasserschichten gewesen sein. Der See zwischen Aschersleben und Quedlinburg war durch die teilweise Flutung eines Braunkohle-Tagebaus im Salzlandkreis entstanden.

Die LMBV hatte 2013 angekündigt, erneut nach den Leichen zu suchen. Dazu waren dann mit kleinerem Gerät Schichten von jeweils etwa 30 Zentimetern abgetragen worden. Hinweise auf die Gebäude oder die Leichen fanden sich allerdings nicht. Inzwischen werde nicht mehr gezielt nach den Leichen gesucht, sagte Steinhuber.

Kommentar: Manchmal dauert es Jahrhunderte bis Menschen nach solchen Katastrophen wieder auftauchen, wie dies bei einer Familie der Fall war, die beim Bergsturz von Goldau ums Leben kam. Es gab in den letzten Jahren seit dem Ereignis in Nachterstedt immer wieder Erdrutsche und Erdfälle und bei einigen kamen auch Menschen zu Schaden. Häufig wurde Wasser im Untergrund als möglicher Auslöser genannt.




Snowflake

Känguru im Schnee: Australien erlebt sehr seltenen Winter

Ein Känguru in Australien? Okay, keine Überraschung. Aber ein Känguru im verschneiten Australien? Das hat es schon lange nicht mehr gegeben. Das Land erlebt gerade einen Winter wie seit Jahrzehnten nicht mehr.
winter australien
© AP/Colmar Estate, Bill Shrapnel
Bill Shrapnel lebt erst seit wenigen Monaten in Orange. Der Winzer ist mit seiner Frau von Sydney auf ein Weingut in der Kleinstadt gezogen. In seiner alten Heimat hat es seit 1836 nicht geschneit. In der vergangenen Woche habe es in Orange nun schon dreimal Neuschnee gegeben, sagt Shrapnel. "Das ist nicht das, was wir erwartet haben."

Kürzlich entdeckte der 62-Jährige ein Känguru, dass durch die verschneiten Weinberge hüpfte. Ein Bild, das Shrapnel noch nie zuvor gesehen hatte. Er machte ein Foto.

Die Ostküste Australiens hat so starke Schneefälle wie seit 20 Jahren nicht mehr erlebt. So fielen in den Blue Mountains westlich von Sydney und weiter landeinwärts 20 Zentimeter Schnee. Bewohner von Orange berichteten dem Sender ABC, so viel Schnee hätten sie seit 50 Jahren nicht mehr gehabt.

Kommentar: Europa erlebt mehrere Hitzewellen, wo es in anderen Teilen der Welt auf einmal schneit, wie zum Beispiel in Russland oder sogar in Australien.



Cow Skull

Kaliforniens anhaltende Dürre, schwindende Wasserreserven und Milliarden Gallonen an Abwasser aus Fracking auf den Äckern

Kalifornien befindet sich im vierten Dürrejahr in Folge. 80 Prozent der kalifornischen Ölproduktion und 45 Prozent der Agrarproduktion stammen aus dem Bundesstaat. Kaliforniens Gouverneur hatte ab Juni eine Reduzierung des Wasserverbrauchs um 25 Prozent angeordnet.
Lake Mendocino, Dürre Kalifornien
© reuters/noah bergerDas war früher einmal der Lake Mendocino - ein wichtiges Wasserreservoir in Ukiah, Kalifornien.
Bisher bestraften einige Bezirke und Städte, darunter Glendora und San Bernardino, ihre Einwohner für vernachlässigte und unansehnliche Gärten. Der Gouverneur des US-Westküstenstaates hat ein Gesetz unterzeichnet, das Kommunen künftig verbietet, derartige Strafen zu verhängen. Dafür gibt es nun Geldbußen wenn sie Rasen sprengen.

Jetzt im Sommer übersteigen die Temperaturen häufig 40 Grad. Früher bewässerten die Landwirte ihre Felder mit dem Wasser aus den Flüssen. Doch die Pegel der Gewässer sind dramatisch gesunken. Auch das Grundwasser wird knapp: Schon jetzt sind mehr als tausend Brunnen in der Region ausgetrocknet. Auf der Suche nach neuen Quellen greifen einige Landwirte inzwischen auf das Abwasser aus der Ölindustrie zurück. Die Umweltschützer schlagen Alarm.

Der Artikel von Bloomberg lässt hoffen - selbst in den USA scheint man langsam zu merken, dass die Ressourcen - seien es Öl oder Gas aber insbesondere Wasser, nicht endlos vorhanden sind. Welche Maßnahmen dort anfangen an Bedeutung zu gewinnen, zeigt Ihnen die Übersetzung des Artikels, der Anfang Juli erschienen ist.

Kommentar:


Fire

Waldbrände bedrohen Vorort von Athen, Griechenland - Feuerwehr kämpft mit veraltetem Gerät

Starker Wind treibt in Griechenland das Feuer von Waldbränden in Richtung des Athener Vororts Karea. Die Löschmanschaften kämpfen mit veraltetem Gerät.
Feuerwehrmann Griechenland
© dpaIn Karea, einer Vorstadt von Athen, kämpfen Feuerwehrleute am Freitag gegen einen Waldbrand. Das Feuer droht wegen starker Winde auf bewohnte Gebiete überzugreifen.
Waldbrände Karea Athen Griechenland
© dpaWaldbrände bedrohen den Athener Stadtteil Karea.

Bei starkem Wind und Sommerhitze brachen in Griechenland am Freitag mehrere Waldbrände aus. Auf der Halbinsel Peloponnes starb ein Mann auf der Flucht vor den Flammen an einem Herzinfarkt, wie das Gesundheitszentrum von Neapolis mitteilte. In Athen wurden ein Waisenhaus und ein Kloster geräumt, weil die Flammen näherrückten. Ein Löschflugzeug musste wegen eines technischen Problems notlanden. Wegen der Finanzkrise seien die Maschinen veraltet und schlecht gewartet, berichteten griechische Medien.


Bizarro Earth

Stärkstes Unwetter seit 10 Jahren bei Steigerthal

Der Sturm zu Beginn der vergangenen Woche sei das schlimmste Unwetter seit 10 Jahren gewesen, sagte Stadtförster Axel Axt. Die Aufräumarbeiten sollen Montag abgeschlossen sein, vor allem bei Nadelgehölzen müsse man sich jetzt beeilen...
Bild
Gedankt für den Einsatz während und nach dem Unwetter der vergangenen Woche hat jetzt OB Dr. Klaus Zeh: "Die Beamten und die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren waren sehr schnell vor Ort, um Straßen und Wege zügig vom Bruch zu befreien und um Menschen Nothilfe zu leisten.

Die Zuverlässigkeit wissen wir zu schätzen. Eine Riesenaufgabe ist jetzt die Beräumung der Parks und Wälder - auch dafür danke ich allen Kolleginnen und Kollegen, die über Ämtergrenzen hinweg sehr gut zusammenarbeiten“, so Dr. Zeh weiter.

Bis Montag soll das Aufräumen gebrochener Bäume und Äste abgeschlossen sein, sagte Stadtförster Axel Axt. „Dabei müssen vor allem die Nadelbäume schnell entsorgt werden. Auf jeden Festmeter liegen gelassenes Bruchholz kommen sonst drei Festmeter Holz mit Borkenkäfern.“

Kommentar: Die momentanen Hitzewellen in den letzten Wochen brachte in viele Gegenden Unwetter und kräftige Stürme.




Cloud Precipitation

Verrücktes Wetter in Thailand: Korat hat Hochwasser während Bangkok unter Wassermangel leidet

Das Wetter in Thailand spielt verrückt und die Bewohner haben darunter zu leiden. Während bei dem einen kein Tropfen Wasser mehr aus dem Hahn kommt, haben die Bewohner von Korat viel zu viel von dem kostbaren Nass.

Korat unter Hochwasser 14. Juli 2015
© Unbekannt
Ein dreistündiger Regenguss sorgte am Montagabend im Nordosten der Provinz Nakhon Ratchasima für zahlreiche Überschwemmungen. An einigen Stellen wurden die Straßen bis zu 50 Zentimeter vom Wasser überspült.

Die Polizei musste ausrücken und eine Teil der Mittraphap Straße, die Hauptstraße die Bangkok mit dem Nordosten des Landes verbindet, schließen. Immer mehr Fahrzeuge waren den Wassermassen nicht gewachsen und blieben am Straßenrand stecken oder mussten stehen gelassen werden. Die Beamten mussten die Straße sperren und sorgten so für einen Kilometerlangen Rückstau.

Durch die Überschwemmungen wurden zahlreiche Häuser und Geschäfte in der Innenstadt von Korat beschädigt. Viele Nutzer haben Bilder der Überschwemmungen in den sozialen Medien hochgeladen.

Kommentar:




Fire

Schwere Waldbrände in Kanada wegen Hitzewelle

Eine Hitzewelle hat in Kanada mehrere Waldbrände verursacht. Ein Mann ist bislang ums Leben gekommen, Behörden warnen vor der schlechten Luftqualität. Tausende Bewohner sind im Westen des Landes auf der Flucht.
Bild
© Reuters
Vancouver - Im Westen Kanadas haben Waldbrände Tausende Bewohner in die Flucht geschlagen. Am Montag wüteten mehr als 200 Feuer, die grauen Dunst über der Pazifikküste des Landes verursachten.

In der Provinz British Columbia gaben die Behörden Warnungen zur Luftqualität heraus. Eine Hitzewelle, die Anfang Juni begonnen hatte, ließ die Temperaturen auf Rekordwerte klettern.

Kommentar: Weltweit kann man behaupten, dass die Welt wirklich in Flammen steht:
  • Waldbrände wüten in Alaska - Hunderte Menschen auf der Flucht





Cloud Grey

Mexikanischer Vulkan Colima spuckt Lava und Asche aus

Lava spuckt derzeit der mexikanische Vulkan Colima. Eine mehrere Kilometer hohe Rauchsäule ist zu sehen. Der Zivilschutz empfahl, sich dem Krater nicht auf weniger als fünf Kilometer zu nähern.

Vulkan Colima spuckt Lava und Asche Juli 2015
© APA (epa)
Der Vulkan Colima im Westen von Mexiko ist ausgebrochen. Der Berg stieß am Freitag Lava und eine mehrere Kilometer hohe Rauchsäule aus. Der Zivilschutz empfahl, sich dem Krater nicht auf weniger als fünf Kilometer zu nähern. Behördenchef Luis Felipe Puente warnte im Radio vor gefährlichen Schlammlawinen an den Hängen des Vulkans.

Der 3.860 Meter hohe Colima liegt auf der Grenze zwischen den Bundesstaaten Colima und Jalisco und zählt zu den aktivsten Vulkanen Mexikos. Der letzte große Ausbruch des Vulkans hatte sich im März 2005 ereignet.

Kommentar:




Windsock

Taifun "Chan Hom" wütet in China, Südkora und Japan - mehr als 20 Personen verletzt

Wegen des Taifuns "Chan Hom" sind am Sonntag in Südkorea Dutzende Flüge gestrichen worden. In China wurde eine Millione Menschen in Sicherheit gebracht.

Taifun
© Reuters
60 Inlandsflüge zwischen der Hauptstadt Seoul und der südwestlichen Küstenstadt Yeosu sowie der südlichen Urlaubsinsel Jeju wurden annulliert, wie die Flughafenleitung mitteilte. Internationale Flüge waren dagegen nicht betroffen. An der Süd- und Westküste waren Sturmwarnungen ausgegeben worden.

Bis Sonntagvormittag gingen bis zu 197 Millimeter Regen nieder. Laut der Wetterbehörde sollte sich der Taifun zu einem Tropensturm abschwächen, bis er am Montag Nordkorea erreicht.

Kommentar: Kommentar:




Bell

Neuseeland - Rätsel um geheimnisvolle nächtliche Donnergeräusche

Seit einigen Wochen werden unterschiedliche Regionen Neuseelands von mysteriösen nächtlichen Donnerschlägen heimgesucht. Sie ereignen sich meist in der Stunde zwischen 22 und 23 Uhr und lassen sich kaum durch natürliche Vorgänge erklären. Forscher stehen vor einem Rätsel.

FA-18 Hornet breaking sound barrier Flugzeug Überschalknall
© USNÜberschallknall durch Flugzeuge oder doch etwas Anderes?
Zahlreiche Zeugen der nordwestlich von Wellington liegenden Mittelstadt Whanganui berichteten unlängst von einem lauten Knall, ähnlich einem dumpfen Donnerschlag, der aus unbestimmter Quelle stammte und sogar Häuser erzittern ließ. Tatsächlich werden diese Aussagen auch durch geologische Messungen bestätigt: Die Erschütterungen lagen laut Aussage des lokalen Seismologen John Ristau klar über dem üblichen »Hintergrund«-Niveau, doch gewöhnliche Erdstöße scheinen nicht der Auslöser gewesen zu sein.

Im Lauf der letzten Wochen kam es wiederholt zu ähnlichen Ereignissen. So meldeten Bewohner von Auckland und der umliegenden Gebiete ebenfalls bereits nächtliche Donnerschläge, die genau wie der Whanganui-Vorfall zwischen 22 und 23 Uhr eintraten. Geriet anfangs noch ein Feuerwerk in Verdacht, die Explosionsgeräusche verursacht zu haben, da Hülsen von Feuerwerkskörpern auf einem Friedhof in der Nähe von Hillsborough gefunden wurden, folgten bald neue Donnerschläge, ohne dass irgendwo Knallkörper in die Luft flogen.

Kommentar: Rätselhaft ist, aus welchen Gründen die Geräusche in gehäuft zwischen 22 und 23 Uhr auftreten. Für Donnergeräusche könnten auch Geräusche durch Meteore, Erdveränderungen oder auch Ereignisse des elektrischen Universums in Frage kommen.