
© APA/ROLAND SCHLAGER
Kommt kein Regen, drohen Ausfälle bei Mais, Zuckerrüben, Erdäpfel und Sonnenblumen. Wetterprognosen freuen Urlauber, nicht aber die Bauern.Der für Badbetreiber und Eisverkäufer ideale Sommer hat auch eine andere Seite. Bauern fürchten um ihre Ernten, Händer um ihre Lieferanten. Den Preis dafür könnten letzten Endes die Kunden zahlen, die dann auf Importware aus dem Ausland zurückgreifen müssten. Hält die Trockenheit nämlich noch länger an - und danach sieht es aus - drohen große Ernteausfälle.
Im Burgenland etwa sind im Bezirk Neusiedl am See Mais, Sonnenblumen und Soja bedroht. Bei Mais seien teilweise Totalausfälle zu befürchten, sagten Landwirte bei einem Treffen mit Bundeskanzler Werner Faymann. Der tröstete die Anwesenden mit einem geplanten "Maßnahmenpaket", das allerdings frühestens am 13. August bei einer Ministerratssitzung behandelt werden wird.
Getrieben von teureren Nahrungsmitteln zieht die Inflation in Deutschland weiter an. Im Juli kletterte die jährliche Teuerungsrate von 1,8 Prozent im Vormonat auf 1,9 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag in einer ersten Schätzung mitteilte.
Wiesbaden - Mit der höchsten Rate des Jahres nähert sich der Wert inzwischen wieder der Warnschwelle von 2,0 Prozent an, bis zu der die Europäische Zentralbank (EZB) ein stabiles Preisniveau gewahrt sieht.
Vor allem Nahrungsmittel verteuerten sich im Juli binnen Jahresfrist mit 5,7 Prozent kräftig. „Neben der Witterung in Deutschland dürften dafür auch schlechte Ernten in anderen Ländern verantwortlich sein“, schrieb Commerzbank-Ökonomin Ulrike Rondorf. In den kommenden Monaten dürfte die Inflationsrate ihrer Einschätzung zufolge leicht zurückgehen.
Im Vergleich zum Juni 2013 stiegen die Verbraucherpreise voraussichtlich um 0,5 Prozent. Volkswirte hatten lediglich einen Anstieg um 0,3 Prozent prognostiziert. Das Statistische Bundesamt gibt Details zur Preisentwicklung erst mit den endgültigen Zahlen am 13. August bekannt.
Menschen braten sich Garnelen in Pfannen direkt auf der Straße, aus in Läden gelagerten Eiern schlüpfen plötzlich Küken: In China herrschen seit Tagen Temperaturen von mehr als 40 Grad. Das Land ist im Ausnahmezustand.

© dpaSommer in China: Auf dem Asphalt kann man Eier braten
Die Pfanne liegt auf einer Gullyplatte. Darin brutzeln ein Spiegelei und vier Garnelen, die ein Junge mit einem Essstäbchen wendet. Unbeeindruckt ist er auf dem Asphalt in die Hocke gegangen, als sei es ganz normal, mitten in Jinan, Hauptstadt der Provinz Shandong, ein Ei zu braten. Ohne Herd, ohne Strom. Doch das Bild zeigt: In China ist in diesen Tagen nichts mehr normal. Es ist heiß, in Teilen des Landes so heiß wie seit 140 Jahren nicht mehr.
Vor allem im Süden und Osten des Landes haben die Menschen mit der Hitze zu kämpfen. Hier haben die Temperaturen die 40-Grad-Marke überschritten. Chinas Wetterbehörde (CMA) verhängte zum ersten Mal seit Einführung des Warnsystems 2009 die höchste Gefahrenabwehrstufe über sieben Provinzen sowie die beiden Metropolen Chongqing und Shanghai. Die Bewohner wurden vor Hitzschlag und Brandgefahr gewarnt. Sie sollten möglichst ihre Häuser nicht verlassen.
WAZFr, 02 Aug 2013 10:40 UTC
Emmen. Raubtier? Erdbeben? Ufo? Eine Massenhysterie bei Pavianen in einem niederländischem Zoo gibt Rätsel auf. 112 Tiere starren seit Tagen wie traumatisiert in eine Richtung. Das Verhalten wurde noch nirgends beobachtet, weder in Freiheit noch in Gefangenschaft. Nur in Emmen - da kam das schon öfter vor.

© AFPSeit Tagen starren 112 Paviane im Zoo von Emmen wie gebannt in eine Richtung. Den Besuchern kehren sie den Rücken zu.
Das seltsame Verhalten einer Schar von Pavianen in einem niederländischen Zoo sorgt bei Besuchern und Tierpflegern für Kopfzerbrechen. Seit Tagen sitzen die 112 Affen im Gehege des Zoos von Emmen wie gebannt fest, geben sich verschlossen und zurückgezogen und starren in eine Richtung. Offenbar haben sie Angst vor einer unsichtbaren Bedrohung, sagte Zoosprecher Wijbren Landman am Freitag.
Nach Angaben des Biologen gerieten die ostafrikanischen Paviane am späten Montag in Panik. "Sie waren völlig hysterisch, verhielten sich sehr seltsam", sagt Landman. "Am Dienstag und Mittwoch dann saßen sie einfach nur auf den Bäumen oder am Boden, bewegten sich kaum und aßen fast nichts".
SRF.chMo, 29 Jul 2013 13:25 UTC
Auf die Hitze folgte das Gewitter: Im Kanton Bern gingen über 70 Unwettermeldungen bei der Polizei ein. Ein Erdrutsch am Thunersee sorgte für die vorübergehende Sperrung der Hauptstrasse zwischen Merligen und Gunten. Auch im Wallis gab es Strassensperrungen.
Beim Erdrutsch am Thunersee seien etwa 10 bis 15 Kubikmeter Material auf die Strasse gestürzt, sagte der stellvertretende Strasseninspektor der Region Oberland Nord, Daniel Uhlmann.
Inzwischen haben Experten die Erde und den Schutt weggeräumt sowie eine Felsreinigung durchgeführt. Am morgigen Dienstag soll die betroffene Stelle mit Netzen gesichert werden. Die Hauptstrasse ist am frühen Nachmittag wieder für den Verkehr freigegeben werden, vorerst allerdings nur einspurig. Am Dienstag um 17.00 Uhr wird die Strasse wieder normal zweispurig befahrbar sein, wie Uhlmann weiter sagte.
Entlang des rechten Ufers des Thunersees gehen immer wieder Erdrutsche auf die Strasse nieder. Letztmals stürzten am 1. Juni nach einem starken Regenfall Schlamm und Steine auf die Kantonsstrasse.

© Schroeder/BMPManche Berliner nahmen es gelassen. Diese Frauen waren mit Regenschirmen wenigstens gegen das Wasser von oben geschützt.
Bis in den Morgen war die Berliner Feuerwehr damit beschäftigt, vollgelaufene Keller auszupumpen. Auch auf den Straßen sammelte sich das Regenwasser. Besonders betroffen: Charlottenburg-Wilmersdorf.Heftige Regenfälle setzten in Berlin-Wilmersdorf mehrere Straßen unter Wasser. Geparkte Autos liefen voll, ein Bus blieb auf einer überschwemmten Straße stecken.Der Platzregen prasselt mit dicken Tropfen, binnen kurzer Zeit laufen in Wilmersdorf mehrere Straßen voll. Die Kanalisation kann die Wassermassen nicht mehr fassen, Gullys laufen über. Zahlreiche geparkte Autos laufen in der Nacht voll, die Feuerwehr muss immer wieder ausrücken, um Keller auszupumpen. Nach der Gluthitze gab es am Montagabend und in der Nacht zu Dienstag Unwetter mit heftigen Regenfällen über Berlin. Vor allem Wilmersdorf war betroffen. Knapp 30 Mal war die Feuerwehr in der Nacht zu Dienstag im Einsatz.Am schlimmsten traf es offenbar den Rüdesheimer Platz in Wilmersdorf. "Hier mussten wir innerhalb kurzer Zeit achtmal ran", sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Verletzte habe es aber nicht gegeben. In der Laubacher Straße nebenan stand eine Unterführung der Stadtautobahn unter Wasser. Dort standen geparkte Autos im knietiefen Wasser und liefen voll. Ein Auto musste von der Feuerwehr geborgen werden.
NWZMi, 31 Jul 2013 13:02 UTC
In Wildeshausen fielen 56 Liter Niederschlag in knapp zwei Stunden
Wildeshausen - Das starke Unwetter am Montagabend über der Wildeshauser Innenstadt (Landkreis Oldenburg) hat erhebliche Schäden im örtlichen Krankenhaus Johanneum angerichtet. Rund 56 Liter Wasser pro Quadratmeter waren in zwei Stunden auf die Kreisstadt heruntergeprasselt. In das Untergeschoss der Klink ergoss sich ein Sturzbach. In Teilbereichen der Klinik war das Wasser in kürzester Frist auf bis zu zwei Meter Höhe angestiegen.
Weit mehr als 100 Feuerwehrleute und Mitarbeiter der Klinik kämpften mit Pumpen und Eimern gegen die Flut. Es kam auch zu Wassereinbrüchen im Bereich der Technik. Lüftungsanlage und Serverraum fielen aus. Der OP-Trakt werde über Tage nicht zu benutzen sein, teilte das Johanneum mit, die Notfallversorgung werde aber gewährleistet. Für die Patienten habe keine Gefahr bestanden. Die Höhe des Schadens ist bisher unklar, man geht aber mindestens von einer sechsstelligen Summe aus.
Heftige Stürme haben Teile Kroatiens verwüstet. Vor allem der Norden, die Mitte des Landes und die istrische Halbinsel waren betroffen. Dort wurden zwei Iatliener auf einer Yacht verletzt.
Auch in der Hauptstadt Zagreb gab es Regengüsse und starke Winde, die Dächer abdeckten sowie Antennen, Bäume und Verkehrsschilder beschädigten.
Henning Bleyl
Taz.deMo, 29 Jul 2013 23:57 UTC
Norddeutschland ist ein Klimawandel-Gewinner: Über dem hiesigen Nachthimmel sind nun besonders oft nachtleuchtende Wolken zu beobachten.
© Mattias Buschmann/Uni BremenNachtleuchtende Wolken über dem Bremer Uni-Campus. Sie sind ein Zeichen dafür, dass sich die obere Atmosphäre abkühlt.
Bremen - Wer in Norddeutschland lebt, hat einen höheren Regenhosenverschleiß als seine süddeutschen MitbürgerInnen, auch der Solaranlagen-Ertrag bleibt im Durchschnitt um 15 Prozent hinter vergleichbaren Anlagen etwa in Freiburg zurück. Einen Klima-bedingten Standortvorteil hat der Norddeutsche gleichwohl: Hier oben sind wesentlich häufiger nachtleuchtende Wolken zu beobachten.
Dieses Sommerphänomen zeigt sich vor allem in den späten Abend und frühen Morgenstunden und besteht aus gelb bis silbrig-perlmuttern leuchtenden Gebilden, die sich breit gestreckt vom ansonsten dunklen Nachthimmel abheben. Voraussetzung ist freilich, dass keine normalen Wolken die Sicht verdecken. Denn während die süddeutsche Normalwolke in einer Entfernung von höchstens 13 Kilometern über der Erde schwebt, stehen die norddeutschen Nachtleuchter in einer Höhe von stolzen 81 bis 85 Kilometern.
Kommentar: Der Artikel enthält einige richtige Ansätze, dennoch auch einiges Fragwürdiges. Auch ist es keine witzige - oder gar schöne - Angelegenheit, wie der Artikel Eingangs suggeriert, sondern sollte zum ernsthaften Nachdenken anregen.
Basierend auf unseren bisherigen Nachforschungen vermuten wir, dass sich die
obere Atmosphäre abkühlt, weil sie mit Kometenstaub angereichert ist, was sich in der Form von nachtleuchtenden Wolken und anderen Formationen in der oberen Atmosphäre zeigt. Und die Kometenaktivität ist in den letzten Jahren stark angestiegen, hier ein Beispiel aus Amerika:

© Sott.netVeranschaulichte Grafik der gesichteten Feuerbälle, basierend auf den verifizierten Berichten von der "American Meteor Society", von 2005 bis 2012. Dies sind jedoch nur Berichte von Feuerbällen die in den USA gesichtet und verifiziert wurden!
Überwältigende und faszinierende nachtleuchtende Wolken (auch polar-mesosphärische Wolken genannt) wurden gewöhnlich
als selten eingestuft. Doch mittlerweile sind Wissenschaftler über ihre jüngsten
dramatischen Veränderungen verwirrt. Offensichtlich werden die Wolken heller, werden öfter gesehen und sind in immer niedrigeren Höhen zu sehen, und erscheinen sogar am Tage. Wenn es Wissenschaftlern erlaubt wäre ehrliche, interdisziplinäre Forschung zu betreiben, so wären solche Veränderungen kein Mysterium.
Sie wären in der Lage herauszufinden, dass Kometenstaub
elektrisch geladen ist, was dazu führt, dass sich die Rotation der Erde geringfügig verlangsamt. Die Verlangsamung der Rotation führt zu einem verminderten magnetischen Feld, was die Erde für gefährlichere kosmische Strahlung öffnet und mehr Vulkanismus stimuliert. Der Vulkanismus unter dem Meeresboden erhitzt das Wasser, was wiederum die untere Atmosphäre erwärmt und diese mit Feuchtigkeit sättigt.
Die Feuchtigkeit trifft auf die kühlere obere Atmosphäre und trägt so zu einer tödlichen Mischung bei, die zwangsläufig zu einer Eiszeit führt; vorausgehen tut dem eine kurze Periode von rasantem Anstieg von Treibhausgasen und wärmeren Bereichen in der unteren Atmosphäre, sowie starken Regenfällen, Hagel, Schnee und Fluten.
FocusMi, 31 Jul 2013 13:25 UTC

© dpa
Das schlechte Wetter im Frühjahr hat den Deutschen den Bierdurst verdorben. Der Absatz sank so stark wie seit 20 Jahren nicht.Die deutsche Brauwirtschaft hat durch Kälte und Regen im ersten Halbjahr 2013 den höchsten Rückgang seit mindestens 20 Jahren erlitten. Der Bierabsatz der in Deutschland ansässigen Brauereien und Bierlager ging um 4,9 Prozent auf 45,9 Millionen Hektoliter zurück, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mit. Davon wurden 38,5 Millionen Hektoliter im deutschen Heimatmarkt abgesetzt. Das sind 4,8 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2012.
Besonders schlecht liefen Biermischgetränke. Nicht enthalten sind in den Zahlen alkoholfreie Biere und Malztrunk sowie das aus Ländern außerhalb der Europäischen Union eingeführte Bier
Kommentar: Der Artikel enthält einige richtige Ansätze, dennoch auch einiges Fragwürdiges. Auch ist es keine witzige - oder gar schöne - Angelegenheit, wie der Artikel Eingangs suggeriert, sondern sollte zum ernsthaften Nachdenken anregen.
Basierend auf unseren bisherigen Nachforschungen vermuten wir, dass sich die obere Atmosphäre abkühlt, weil sie mit Kometenstaub angereichert ist, was sich in der Form von nachtleuchtenden Wolken und anderen Formationen in der oberen Atmosphäre zeigt. Und die Kometenaktivität ist in den letzten Jahren stark angestiegen, hier ein Beispiel aus Amerika:
Sie wären in der Lage herauszufinden, dass Kometenstaub elektrisch geladen ist, was dazu führt, dass sich die Rotation der Erde geringfügig verlangsamt. Die Verlangsamung der Rotation führt zu einem verminderten magnetischen Feld, was die Erde für gefährlichere kosmische Strahlung öffnet und mehr Vulkanismus stimuliert. Der Vulkanismus unter dem Meeresboden erhitzt das Wasser, was wiederum die untere Atmosphäre erwärmt und diese mit Feuchtigkeit sättigt.
Die Feuchtigkeit trifft auf die kühlere obere Atmosphäre und trägt so zu einer tödlichen Mischung bei, die zwangsläufig zu einer Eiszeit führt; vorausgehen tut dem eine kurze Periode von rasantem Anstieg von Treibhausgasen und wärmeren Bereichen in der unteren Atmosphäre, sowie starken Regenfällen, Hagel, Schnee und Fluten.