ErdveränderungenS


Bizarro Earth

Singapur in dichte Rauchwolken gehüllt - Schulen wurden geschlossen

Jakarta - Auf Sumatra sind ganze Landstriche nach Waldbränden in dichte Rauchwolken gehüllt. Experten warnen vor Gesundheitsgefahren durch schädliche Rauchpartikel.
Singapur Smog
© dpaRauchwolken ziehen durch Singapur.
In Singapur stieg nach Angaben der Behörden am Mittwoch die Luftverschmutzung auf den höchsten Wert in der Geschichte des Stadtstaats. Im malaysischen Bundesstaat Johor fiel am Donnerstag wegen der Luftverschmutzung der Unterricht an den Schulen aus. Am Donnerstag forderten die Gesundheitsbehörden der indonesischen Provinz Riau auf Sumatra die Menschen auf, in ihren Häusern zu bleiben oder Gesichtsmasken zu tragen, wenn sie nach draussen gehen. Die Verschmutzungswerte der Region waren am Mittwoch weit über die zulässigen Grenzwerte gestiegen.

Cloud Lightning

Hitzewelle wird stärkere Gewitter bringen

Am Mittwoch sorgte der zweite Hitze-Tag in Folge in NRW für feuchtes Gewächshauswetter. Die gute Nachricht für alle anderen: Gewitter sollen Abkühlung bringen - aber auch Starkregen und Hagel.

Düsseldorf - Heiße feuchte Luft aus Südwesten hat in Nordrhein-Westfalen für Gewächshauswetter gesorgt. Schon am Mittwochvormittag kletterten die Temperaturen nach einer verbreitet tropischen Nacht auf 28 Grad, im Tagesverlauf wurden Höchsttemperaturen von 36 Grad erwartet, so Wolfgang Reiff, Meteorologe vom Deutschen Wetterdienst in Essen.

Vor allem in den Ballungsräumen staute sich die Hitze. "Sogar im Bergland ist es drückend heiß." Auf dem Kahlen Asten seien am Nachmittag 29 Grad gemessen worden. NRW gehöre teilweise zum Hitzepol Europas, twitterte Meteomedia-Meteorologin Rebekka Krampitz.

Hohe Ozonwerte belasten

Die Sonneneinstrahlung hat am zweiten Tag in Folge die Ozonwerte an vielen Stellen im Land weit über 120 Mikrogramm steigen lassen.
Bis zum Nachmittag wurden etwa in Hürth Werte von 174 Mikrogramm gemessen. Die erste Warnschwelle liegt bei 180 Mikrogramm. Autofahrer sollten dann den Wagen stehen lassen und empfindliche Menschen große Anstrengungen vermeiden.

Vor allem in Westfalen konnten Hitzehungrige unter strahlend blauem Himmel sonnenbaden. Von Osten kommend trübten indes hohe Schleierwolken im Tagesverlauf das klare Blau - "das sind die unscheinbaren Vorboten dessen was da kommt", sagt der Meteorologe Reiff.

Sun

Hitzewelle sorgt für gefährliche Fahrbahnschäden auf Autobahnen: Asphalt bricht auf

Die Rekordtemperaturen haben am Mittwoch auf mehreren Autobahnen in Bayern und Baden-Württemberg die Fahrbahnen gesprengt. In Niederbayern kam ein Mann deshalb ums Leben.
Bild
© Walter Dennstedt, dpaDer Asphalt der Autobahn A93 an der Anschlussstelle Abensberg (Bayern) ist durch die Hitze der letzten Tage aufgebrochen. Ein Motorradfahrer kam hier bei einem Unfall ums Leben.
Die Gluthitze hat am Mittwoch auf mehreren Autobahnen in Bayern die Fahrbahnen aufgesprengt - eine tödliche Gefahr, die einem Motorradfahrer auf der A93 bei Abensberg (Niederbayern) zum Verhängnis wurde. Nach Angaben der Polizei war der 59-Jährige in Richtung Regensburg über eine halbmeterhohe Aufwölbung gefahren. Der Mann prallte gegen die Leitplanke und erlitt so schwere Brustverletzungen, dass er noch am Unfallort starb. Zuvor waren vier Autos über das Hindernis gefahren, das wie eine Sprungschatze wirkte. Vier Menschen wurden leicht verletzt, die Wagen beschädigt. Der Schaden wird auf über 250 000 Euro geschätzt.

A3, A7, A92 und A94: Auch dort wölbt sich die Fahrbahn

Auch auf den Autobahnen A3, A7, A92 und A94 wölbte sich die Fahrbahn vor Hitze. Experten sprechen von «Blow-Ups». Betroffen seien vor allem Abschnitte mit Betonplatten, sagte der Sprecher der Autobahndirektion Südbayern, Josef Seebacher. «Dass das heute so schnell an so vielen Stellen auftritt, ist außergewöhnlich. Alle Verkehrsteilnehmer werden dringend aufgefordert, auf allen Betonstrecken äußerst vorsichtig zu fahren.»

Cloud Precipitation

Mückenplage in Deutschlands Hochwassergebieten

Nach den Wassermassen kommen die Mücken. An Oder, Elbe und Donau werden sich die Plagegeister wohl noch etliche Wochen lang massenhaft vermehren. Sonne und Wärme machen die Flutgebiete zu wahren Mücken-Brutkästen.
Mücke
© dpa/picture allianceEine Mücke saugt Blut aus einem Arm eines Mannes. Mit der massenhaften Vermehrung der Plagegeister müssen die Menschen in den Überflutungsgebieten noch wochenlang leben.
Berlin. Die aufkommende Mückenplage wird den Menschen in den Hochwassergebieten Deutschlands noch etliche Wochen zu schaffen machen. „Erst zwei bis drei Wochen, nachdem die Überflutungsgebiete wieder trocken sind, wird dort auch die Zahl der Mücken langsam zurückgehen“, so der Insektenexperte Burkhard Schricker (FU Berlin) am Dienstag.

„Derzeit ist das Wasser aber schön warm und nährstoffreich, so dass die Mückenweibchen massenhaft Eier ablegen, die sich schnell entwickeln“, so der Biologe. Nach spätestens 14 Tagen schlüpfen neue Mücken, die sich wiederum prompt fortpflanzen - Vermehrung nach dem Schneeballprinzip. Hinzu komme: In den weitflächigen Überflutungsgebieten haben die Mückenlarven keinerlei Fressfeinde, wie etwa Libellen.

Sun

Hitze führt in der Schweiz zu Lawinen und Murenabgängen - Evakuierung von mehreren Dörfern

Schweiz, Schneeschmelze
© dpa / Swiss-image.ch/Christof SondereggerBedrohte Idylle im Wallis: Der Hitze der vergangenen Tage bringt den Schnee zu schnell zum Schmelzen
Endlich ist der Sommer da. Doch die Hitze der vergangenen Tage bringt das Eis der Berge zum Schmelzen: Wegen der Gefahr von Murenabgängen und Lawinen mussten in der Schweiz Dörfer evakuiert werden. Experten sprechen von einer unberechenbaren Lage.

Die Hitze und die starke Sonneneinstrahlung lassen den Schnee in den Bergen schneller als gewöhnlich schmelzen. Die Wildbäche in den Bergen führen mehr Wasser als bisher. Murenabgänge sind die Folge. Die Gerölllawinen bringen Schlamm und Gestein mit sich und können schlimme Verwüstungen anrichten.

Wie „1815.ch“, das Onlineportal des Walliser Boten, berichtet, wurde die Region um St. Nikolaus im Schweizer Kanton Wallis deshalb heute Nacht evakuiert. Bahnlinie und Kantonsstraße mussten vorübergehend gesperrt werden. Baumaschinen räumten den Schutt aus den randvollen Geschiebesammlern.

Cloud Precipitation

Monsunartige Regenfälle und Flut in Indien - Viele Tote und Verletzte

Im Norden Indien sind infolge monsunartiger Regenfälle dutzende Menschen ums Leben gekommen. Indische Medien berichten am Montag von bislang über 50 Toten und hunderten Verletzten. Insgesamt seien mehrere zehntausend Menschen von der Flut betroffenen, viele würden noch vermisst.
india flood
© AP PhotoBulldozer und andere Fahrzeuge treiben in einem überfluteten Fluss in Uttarkashi, Indien am Montag, den 17. Juni 2013.
Durch seit über zwei Tage andauernde Regenfälle sind mehrere Flüsse im Norden Indiens über die Ufer getreten und verschiedene Gebiete unter anderem des Bundesstaates Haryana überflutet worden. Der so genannte indischen Monsun verursacht regelmäßig schwere Überschwemmungen im Land und fordert jährlich viele Menschenleben.

Airplane Paper

Kreuzfahrtschiff Poesia wird durch Sturmböe ins Hafenbecken getrieben

In Kiel hat eine Sturmböe bei einem Unwetter das Kreuzfahrtschiff MSC Poesia von der Pier losgerissen. Eine Webcam hielt die dramatischen Momente fest.


Die knapp 294 Meter lange MSC Poesia lag am Samstag am Kieler Ostseekai, als sich der Zwischenfall ereignete. Eine heftige Windböe drückte das Kreuzfahrtschiff von der Piermauer weg und ließ die Leinen reißen. Das Heck des Schiffs trieb dann ins Hafenbecken hinein.

Die Crew der MSC Poesia manövrierte das Schiff weniger später wieder an die Pier zurück und machte erneut fest. Verletzt wurde bei dem ungewöhnlichen Zwischenfall niemand.

Bad Guys

Erdbeben der Stärke 5,8 in Mexiko

Ein Erdbeben der Stärke 5,8 hat in der Nacht zu Sonntag das Zentrum von Mexiko erschüttert. Der Erdstoß ereignete sich nach Angaben der mexikanischen Erdbebenwarte kurz nach Mitternacht südöstlich der Stadt Huitzuco im Bundesstaat Guerrero in 50 Kilometern Tiefe und war auch in Mexiko-Stadt spürbar. Schäden oder Opfer wurden nicht gemeldet.

Calculator

Erdbeben der Stärke 5,8 in Griechenland gemessen

Die griechische Insel Kreta ist am Samstag von einem Erdbeben erschüttert worden. Auf der Richterskala wurde dem Geodynamischen Institut Athen zufolge um 19.11 Uhr (Ortszeit) eine Stärke von 5,8 gemessen.

Kreta - In der Stunde habe es mehrere schwächere Nachbeben gegeben. Ein Experte des Instituts sagte dem Streiksender des früheren staatlichen Rundfunks ERT, es habe sich bei dem ersten Erdbeben vermutlich um das Hauptbeben gehandelt.

Um sicher zu sein, müsse man aber mindestens 24 Stunden warten. Schäden seien aber bislang nicht gemeldet worden, das Epizentrum habe südlich der Insel unter dem Meeresboden gelegen.

dpa

Cloud Precipitation

Heftiges Gewitter richtete Sturmschäden in Bremen an

Ein kurzes, aber heftiges Unwetter hat am Sonnabendnachmittag im Bremer Stadtgebiet zu diversen Einsätzen von Feuerwehr und Polizei geführt.

Infolge von Sturmböen stürzten zahlreiche Bäume und abgerissene Äste auf Straßen, manche der Bäume begruben auch Autos unter sich. Auf Dächern lösten sich Dachpfannen oder andere Abdeckelemente und mussten gesichert werden. Verletzt wurde laut Feuerwehr jedoch glücklicherweise niemand.

Nahezu sämtliche Wachen der Berufsfeuerwehr sowie vier Freiwillige Feuerwehren waren zwischen 14 und 18.30 Uhr an über 30 Einsatzorten aktiv, um Sturmschäden zu beseitigen.

Wegen des begleitenden Regens bildete sich zudem unter anderem auf der A27 schnell eine glitschige Masse aus zerfahrenem Laub und Zweigen - aufgrund der Aufräumarbeiten kam es dort lauit Polizei zwischenzeitlich zu Verkehrsbehinderungen.

jop