ErdveränderungenS


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Seltsame Ringwolke über Kopenhagen

V2 berichtete von einer seltsamen Ringwolke über Stockholm.

ringwolke
© SamseChristian
Die Ursache oder Entstehung ist noch unklar.

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Bauern leiden unter Wetterkapriolen: 25 bis 50 Prozent Einbußen

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© dpaEin Reisfeld? Nein, eigentlich sollte hier Wintergerste wachsen. Agrarministerin Ilse Aigner besucht mit ihrem sächsischen Amtskollegen Frank Kupfer (r.) einen Landwirt in Sachsen. Auch in Bayern sahen die Felder vielerorts so aus.
Heute am Johannitag endet traditionell die Spargelsaison: Doch den Bauern in Schrobenhausen hat das Hochwasser die Laune verdorben. Auch andernorts hadern Landwirte mit überfluteten Feldern und verfaultem Getreide. Der Schaden ist gigantisch. Der Bauernpräsident fordert 500 Euro Soforthilfe - pro Hektar.

Landwirte leiden unter Wetterkapriolen

Heute am Johannitag endet traditionell die Spargelsaison: Doch den Bauern in Schrobenhausen hat das Hochwasser die Laune verdorben. Auch andernorts hadern Landwirte mit überfluteten Feldern und verfaultem Getreide. Der Schaden ist gigantisch. Der Bauernpräsident fordert 500 Euro Soforthilfe - pro Hektar.

Schrobenhausen - Es ist ein trauriges Jubiläumsjahr: In Schrobenhausen haben sie heuer die 100. Saison im Anbaugebiet gefeiert, aber so recht glücklich sind die Bauern im Spargel-Land nicht. Das Hochwasser und das schlechte Wetter haben ihnen die Ernte vermiest. Ertragseinbußen von 25 bis 50 Prozent sind keine Seltenheit. „Wir konnten bei weitem nicht das ernten, was wir in den letzten Jahren hatten“, sagt Spargelbauer Alexander Kornreiter aus Schrobenhausen. Auch auf seinen Feldern stand das Wasser. „Der Mai war ebenfalls furchtbar.“ Heute am Johannitag geht die Spargelsaison traditionell zu Ende. Die Kornreiters haben auf ihrem Leinfelderhof schon vor ein paar Tagen mit dem Stechen aufgehört. An das Jubiläumsspargeljahr werden sie noch lange zurückdenken - 2013, das Seuchenjahr, das Horrorjahr.

Snow Globe

Dunstglocke aus Smog ist gefährlich für Asthmatiker in Singapur

Berlin - Verschmutzte Luft kann Asthmatiker stark zusetzen. In Singapur sind die Smogwerte gerade «gefährlich hoch». Deshalb sollten Asthmatiker vor Reiseantritt einen Arzt aufsuchen.

Wegen Rekordwerten bei der Smogbelastung in Singapur sollten Asthmatiker vor einer Reise dorthin zum Arzt gehen. Das gelte auch für Menschen mit anderen Lungenerkrankungen sowie für Allergiker, Herzkranke, alte Menschen und Kleinkinder. Darauf weist das Auswärtige Amt in Berlin hin. Auch gesunde Erwachsene sollten sich in Singapur derzeit möglichst wenig draußen aufhalten und vor allem auf körperliche Aktivitäten im Freien verzichten. Das Gesundheitsministerium in Singapur empfiehlt Touristen für den Aufenthalt im Freien medizinische Masken mit der Norm N95, die auf Mund und Nase liegen.

Als «gefährlich hoch» bezeichnet das Auswärtige Amt die Smogwerte, die die Luft Ende der vergangenen Woche erreichte. Sie nehmen zwar langsam ab, bis auf weiteres schließen die Behörden vor Ort aber nicht aus, dass sich die Situation noch einmal verschlimmert. Bei der Luftverunreinigung handelt es sich um den sogenannten Haze (Englisch: Dunstglocke), der periodisch auftritt und durch Brandrodung und Schwelbrände in Malaysia und Indonesien entsteht. Laut Medienberichten handelte es sich Ende vergangener Woche um die höchsten je gemessenen Werte.

dpa/tmn

«BBC»-Bericht (engl.)

«Huffington Post»-Bericht (engl.)

Bad Guys

Noch nie da gewesene Überschwemmung in Kanada: 100.000 Menschen evakuiert

Solche Überschwemmungen habe es noch nie gegeben, sagen Meteorologen: Nach schweren Regenfällen sind in Kanada mindestens drei Menschen gestorben. 100.000 Bürger müssen ihre Häuser verlassen.
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Bei Überschwemmungen nach heftigen Regenfällen sind in der Region Calgary in Kanada mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Drei Leichen seien bei High River südlich von Calgary geborgen worden, nachdem ein Fluss über die Ufer getreten sei, berichtete der öffentlich-rechtliche Sender CBC am Freitag (Ortszeit) unter Berufung auf die Polizei. Ein Mensch werde vermisst.

In Calgary wurden 100.000 Menschen aufgerufen, ihre Häuser zu verlassen und sich vor dem Hochwasser in Sicherheit zu bringen. "Das Zentrum ist praktisch leer", sagte ein Vertreter der Sicherheitskräfte. "Die Polizei lässt niemanden mehr passieren." Auch einige Kleinstädte in der Umgebung wurden wegen der Fluten evakuiert.

Starke Regenfälle drohten die Situation weiter zu verschärfen. Bereits am Freitag blieben Schulen und Geschäfte geschlossen, der Strom in mehreren Vierteln wurde abgestellt. Das Militär entsandte mehr als tausend Soldaten, um gegen das Hochwasser anzukämpfen.

Sun

Wetterkapriolen weltweit: In Alaska Hitzerekord von 1926 gebrochen

Überflutungen in Deutschland, Wärme in Alaska, Waldbrände in Indonesien.

Erst Hitze, dann Unwetter: Vor allem in Deutschland halten die Wetterkapriolen die Einsatzkräfte auf Trab. Die Gluthitze zerstört an zahlreichen Stellen die Autobahnen. An mehreren Stellen wurden Fahrbahnteile regelrecht aufgesprengt, wie der Spiegel online berichtet. Diese sogenannten Blow-ups kosteten bereits einen Motorradfahrer das Leben - der 59-Jährige war in Südbayern über eine Aufwölbung gefahren, die wie eine Sprungschanze wirkte, und gegen die Leitplanke geprallt.

Die betroffenen, meist alten Betonautobahnen machen etwa ein Drittel des deutschen Autobahnnetzes aus; bei neueren Fernstraßen besteht das Problem nicht. Die durch Blow-ups entstandenen Schäden lassen sich laut Jürgen Berlitz vom ADAC zumindest provisorisch relativ schnell reparieren, um den Reiseverkehr nicht zu gefährden. Der Erhalt der Straßen lange aber „bei Weitem nicht“.

In Norddeutschland toben indes Unwetter. Straßen wurden überschwemmt, Bäume entwurzelt. Fluthelfer unterstützten die Feuerwehr. In Brunsbüttel stürzte ein Supermarkt-Dach unter den Wassermassen ein.

Bizarro Earth

Überfallartige Wassermassen in Leipzig - Bilanz des Unwetters

Leipzig. Nach den heftigen Unwettern am Donnerstagabend in Leipzig hat die Feuerwehr eine erste Bilanz gezogen. Die Rettungskräfte mussten ab 18.45 Uhr, als erste starke Stürme durch die Messestadt zogen, insgesamt 349 Mal ausrücken, erklärte Sprecher Joachim Petrasch gegenüber LVZ-Online. Etwa die Hälfte der Einsätze waren aufgrund vollgelaufener Keller und überschwemmter Häuser nötig. Am Schlimmsten traf es das St. Elisabeth-Krankenhaus im Stadtteil Connewitz.

Nach am Freitagvormittag waren Feuerwehr und Technisches Hilfswerk mit dem Abpumpen der Wassermassen beschäftigt, die sich im Laufe des Gewitters in die in einer Senke gelegene Klinik ergossen hatten. Weil neben der Notfallaufnahme auch die Technik-Zentrale des katholischen Krankenhauses überflutet war und als Folge im Neubau-Trakt des die reguläre Stromversorgung zusammenbrach, mussten noch während des Unwetters die OP-Säle, die Intensivstation und der Kreißsaal gesperrt beziehungsweise evakuiert werden.

„Ein Dankeschön geht an das Universitätsklinikum, das uns drei intensivpflichtige Patienten abgenommen und uns auch in puncto Geburtshilfe unterstützt hat“, sagte Chefarzt Dr. Jörg Raumanns, der Ärztliche Direktor im St. Elisabeth. Acht Intensiv-Bettplätze seien in Windeseile in einem Containerbau eingerichtet worden, der ab 1. Juli eine geriatrische Station aufnehmen soll. „Das war Glück im Unglück“, so Raumanns. Letztlich habe die ärztliche Betreuung der Patienten auch nicht gelitten. „Unser Bettenhaus war von Hochwasser und Stromausfall nicht betroffen.“ Wohl aber die Küche. „Die ist hinüber. Wir werden in den nächsten Tagen vom Catering des Krankenhauses St. Elisabeth und St. Barbara in Halle/Salle mit verpflegt“, sagte Raumanns.

Megaphone

Waldbrände in Arizona geraten außer Kontrolle

Ein Waldbrand im US-Bundesstaat Arizona gerät außer Kontrolle. Die Behörden gehen davon aus, dass Menschen das Feuer verursachten. Hunderte Häuser wurden evakuiert.


Cloud Precipitation

Flutkatastrophe biblischen Ausmaßes in Calgary, Kanada

Heftige Regenfälle und über die Ufer getretene Flüsse haben weite Teile der kanadischen Provinz Alberta unter Wasser gesetzt. Bei der Hochwasserkatastrophe im Westen Kanadas starben mindestens drei Menschen.
Calgary Flut, Canmore's Cougar Creek
© Jonathan Hayward/Canadian PressNach schweren Regenfällen ist Canmores Cougar Creek von Schlamm und Trümmern überspült.
San Francisco/Calgary - Das berichtete der Radiosender CBC unter Berufung auf Polizeiangaben. Die Toten seien in dem reißenden Highwood River entdeckt worden. In der überschwemmten kanadischen Millionenmetropole und früheren Olympia-Stadt Calgary ist laut Behörden erst Mitte der Woche mit einer Entwarnung zu rechnen.


Snowflake Cold

Bitterkalter Wintersturm und bis zu ein Meter hoher Schnee in Neuseeland

Eiszeit
© ReutersSymbolbild: Wissenschaftler sagen wir sollten uns über eine neue Eiszeit Sorgen machen.
Wellington - Wegen eines heftigen Wintersturms sind in Neuseeland zahlreiche Flüge gestrichen worden. Die Böen erreichten am Freitag eine Stärke von bis zu 200 Stundenkilometern - so stark wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Bäume wurden ausgerissen, vielerorts gab es Stromausfälle. Die Fluggesellschaft Air New Zealand strich fast alle Flüge des Tages von und nach Wellington. Auch in Dunedin auf der Südinsel wurde der Flugverkehr zwischenzeitlich ausgesetzt. Bislang gab es offensichtlich nur einige Leichtverletzte.

Cloud Precipitation

Flutschäden in Deutschland: Totalverluste auf den Feldern und steigende Lebensmittelpreise

Die Hochwasserschäden bei den Bauern sind immens. Branchenvertreter zeichnen ein düsteres Bild für die Ernte. Doch für manche Pflanzen kommt das Sommerwetter noch rechtzeitig.
Hochwasser, Überschwemmung, Flut
© dpaDas Hochwasser der Elbe hat nahe Belgern (Sachsen) Felder und Äcker überflutet.
In Gummistiefeln watete Agrarministerin Ilse Aigner (CSU) durch dem überschwemmten Wintergerste-Acker von Bernd Barfuß. "Das war wie auf einem Reisfeld", erzählt Barfuß, der Geschäftsführer der Agrar-GmbH Auligk in Groitzsch bei Leipzig ist. Die Weiße Elster ist über die Ufer getreten, etwa ein Drittel seiner 760 Hektar Anbaufläche seien nicht mehr nutzbar. Verlust: gut 1400 Euro pro Hektar.

Der Weizen ist total verfault, Teile der Wintergerste hinüber. "Der Mais war frisch gesät. Wo er nur kurz unter Wasser gestanden hat, geht es", sagt Barfuß. Die verheerende Bilanz sei noch gar nicht absehbar gewesen, als Aigner in der ersten Juni-Woche zu Besuch war.

Den finanziellen Schaden beziffert der Deutsche Bauernverband (DBV) schon jetzt auf mehr als 400 Millionen Euro deutschlandweit. "Das ist ein Totalverlust auf den Feldern", sagt DBV-Sprecher Michael Lohse.