Veit Höntsch
TLZSa, 29 Jun 2013 02:00 UTC
Wie erst jetzt bekannt wurde, ereignete sich in Großbockedra am Montagnachmittag auf einem Wiesengrundstück ein Erdfall.
Großbockedra. Mit einem Heuwender wurde auf diesem Grundstück Heu eingebracht, als ein Rad des Heuwenders bis zur Achse im Boden versank. Bei näherer Kontrolle zeigte sich, dass die Erde in diesem Bereich nachgegeben hatte. Mit einem Teleskoplader wurde der Heuwender herausgehoben.
"Ein Loch mit einem Durchmesser von rund einem Meter hatte sich im Erdreich aufgetan. Die Tiefe beträgt schätzungsweise etwa fünf bis sechs Meter. Und es ist ein riesiger Hohlraum zu sehen", berichtet Bürgermeister Volker Wende, der gleichzeitig als Mitarbeiter der Agrargenossenschaft vor Ort war. "Nach keiner Seite hin ist die Größe des Hohlraumes richtig abzuschätzen. Auf dem Grund liegen noch ein Rest des eingebrochenen Erdreiches sowie etwas Heu. Am Dienstagvormittag waren Wissenschaftler der Uni Jena vor Ort, nachdem die Polizei am Montag das Gelände abgesperrt hat", erzählt Volker Wende. Auf die Ergebnisse der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie wartet der Bürgermeister unterdessen noch.
Koblenz. Aufatmen an der Neiße und angstvolle Blicke zur Elbe: Während die Wasserstände in Ostsachsen in der Nacht sanken oder geringer anstiegen als vorhergesagt, schwoll die Elbe stärker und schneller als erwartet an. "Dort gibt es noch keine Entwarnung", sagte Uwe Höhne vom Landeshochwasserzentrum am Mittwoch in Dresden
Die jüngste Flut an Elbe und Donau war ein Jahrhundertphänomen. Zu diesem Ergebnis kommt ein Bericht der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) in Koblenz und des Deutschen Wetterdienstes in Offenbach. Demnach wurden an der Elbe auf einer 250 Kilometer langen Strecke zwischen Coswig in Sachsen-Anhalt und Lenzen in Brandenburg die höchsten, je gemessenen Wasserstände registriert. Eine aus Tschechien kommende Flut sei auf Hochwasser der Flüsse Mulde und Saale getroffen. Der Scheitel an der Elbe habe von der Länge und der Höhe her "bisher nicht bekannte Ausmaße" erreicht. Ähnlich rekordträchtig war das Hochwasser laut BfG-Experten an der Donau. In Passau habe der Scheitelstand alle Höchstmarken seit gut 500 Jahren übertroffen.
dpa
FocusDo, 27 Jun 2013 13:51 UTC
Im Zoo von San Antonio im US-Bundesstaat Texas erblickte eine zweiköpfige Schildkröte das Licht der Welt. „Thelma und Louise“ frisst, schwimmt und kriecht trotzdem genauso wie ihre Artgenossen. Ihre Abnomalie hat einen einfachen Grund.

© dpa
Eine Schildkröte mit zwei Köpfen ist im Zoo von San Antonio im US-Bundesstaat Texas geboren worden. Getauft haben die Pfleger das Panzertier Thelma und Louise - nach dem Duo in dem gleichnamigen Hollywood-Film.
Im Norden Indiens sterben Hunderte von Menschen durch Überschwemmungen und Erdrutsche. Politiker vergleichen die Flutkatastrophe schon mit einem Tsunami. Nun haben die Massen-Einäscherungen begonnen.

© dpaEin Mann betet im Wallfahrtsort Kedarnath: In indischen Bundesstaat Uttarakhand starben Hunderte Menschen an den Folgen des starken Monsunregens. Nun werden ihre Leichen verbrannt, vorher werden noch DNA-Proben entnommen
Die Massen-Einäscherungen von Opfern der Flutkatastrophe haben in Nordindien begonnen. 357 Leichen wurden in der stark betroffenen Pilger-Stadt Kedarnath nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde am Donnerstag verbrannt.
Zuvor hatten Helfer Tonnen von Holz und Ghee (Speisefett) herantransportiert, die beim Verbrennen helfen sollten. Die Überschwemmungen und Erdrutsche im südlichen Himalaya-Gebiet wurden durch den überraschend früh einsetzenden Monsun-Regen ausgelöst.
Mindestens 845 Tote bestätigten die Behörden bisher, Medienberichte sprachen in der vergangenen Woche bereits von über 1000 Toten. 300 Menschen gelten offiziell als vermisst, lokale Medien wollen auch hier von mehr als 1000 Vermissten wissen. Auch im benachbarten Westen Nepals seien Menschen vom Monsun betroffen, berichtete die Aktion "Deutschland Hilft" am Donnerstag.
In Nordindien traf es vor allem den Bundesstaat Uttarakhand im südlichen Himalaya-Gebirge, der wegen seiner Hindu-Tempel und Schreine bei Pilgern und Touristen beliebt ist. Zehntausende Menschen saßen seit Mitte Juni in der bergigen Gegend fest, als der Monsun etwa zwei Wochen vor seinem erwarteten Beginn einsetzte und Zufahrtswege und Häuser zerstörte.
Der mexikanische Vulkan Popocatépetl ist wieder aktiv. Ein Kamerateam ist mit dem Helikopter direkt über den rauchenden Krater geflogen. Es sind spektakuläre Aufnahmen entstanden.
Mexiko-Stadt ist alarmiert: Der mächtige Vulkan Popocatépetl ist wieder einmal aktiv und füllt die Luft über der mexikanischen Hauptstadt mit Rauch und Asche. Die Bevölkerung wird zu Schutzmassnahmen aufgerufen und es wird den Leuten geraten, wenn möglich im Haus zu bleiben.
Dass ein Vulkanausbruch aber auch ein faszinierendes Natur-Ereignis ist, wird durch ungewöhnliche Aufnahmen eines Kamerateams einmal mehr belegt.
Sarasota County - Tausende von Fischen sind in einem See bei der Clark Road diese Woche verendet. Ihr Tod wird laut dem Staat auf eine Kombination von Faktoren geschoben: Hitze, starker Regen, Abfluss von Regenwasser und Vogelkot sollen den Sauerstoffgehalt im Mirror Lake, der nahe der südöstlichen Ecke der Clark und Beneva Roads liegt, erschöpft haben. Arbeiter eines in der Nähe gelegenen Büros begannen die toten Fische am Montag zu bemerken, doch der Großteil wurde laut SNN Local News,
Herald Tribune und World Chaos am Dienstag tot aufgefunden.
WAZDi, 25 Jun 2013 23:55 UTC
Vor Dauerregen und ansteigenden Flüssen in Sachsen warnt der Deutsche Wetterdienst. In Görlitz sind schon am Montag 44 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen, am Dienstag könnten 70 Liter dazukommen. Für den Landkreis Görlitz gilt eine Unwetterwarnung. Erst am Mittwoch soll der Regen nachlassen.

© dpaGewitter in Leipzig. Den Sachsen drohen neue Überflutungen.
Görlitz/Dresden - Nach dem Hochwasser warnt der Deutsche Wetterdienst erneut vor Dauerregen und ansteigenden Flüssen in Ostsachsen. Allein in Görlitz seien seit Montagmittag 44 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen, wie ein DWD-Sprecher am Dienstag mitteilte. Bis zum Abend könnten bis zu 70 Liter hinzukommen. Es gilt eine Unwetterwarnung für den Landkreis Görlitz. Laut DWD besteht die Gefahr, dass Flüsse und Bäche über die Ufer treten und Straßen überschwemmt werden. Erst am Mittwoch soll der Regen nachlassen.
Auch im sächsischen Landesamt für Umwelt und Geologie ist man besorgt. "Das Wasser in den Flüssen wird wieder schnell ansteigen", sagte Behördensprecher Uwe Höhne der Nachrichtenagentur dpa. Die Hydrologen gehen davon aus, dass in der Nacht zum Mittwoch die höchste Hochwasseralarmstufe vier für die Lausitzer Neiße in Görlitz ausgerufen werden muss. Auch Spree, Schwarze Elster und Elbe seien gefährdet. "Die Lage ist prekär", sagte Höhne. Wer an Flüssen oder Bächen wohne, sollte besonders wachsam sein.
Der Sturm hat auch das Haus des Meteorologen Klaus Hager beschädigt

© Marcus MerkDie kleine Wetterstation im Garten von Klaus Hager hat das Unwetter unbeschadet überstanden - im Gegensatz zu seinem Gartenhaus.
Die kleine Wetterstation im Garten von Klaus Hager hat das Unwetter unbeschadet überstanden - im Gegensatz zu seinem Gartenhaus.
Klaus Hager zeigt auf das Nichts neben seinem Haus. „Hier standen gestern noch acht große Fichten“, sagt er und wiederholt dann die Zahl: „acht.“ Zu Hagers Glück standen die Fichten an der Nordseite seines Hauses und sind nach Norden abgebrochen, als der Sturm sie „umgeknickt hat, als wären es Streichhölzer“, wie er es formuliert. Zu seinem Pech stand im Garten des Nachbarn an der Südseite ebenfalls ein großer Baum, der, umgeknickt wie ein Streichholz, das Dach von Hagers Haus gestreift und beschädigt hat.
Das schwere Unwetter vom Donnerstag hat Neusäß schlimm getroffen.Zu sagen, dass Hager sich mit Stürmen dieser Art auskennt, wäre eine ziemliche Untertreibung. Hager, Jahrgang 1941, ist Meteorologe. Er hat lange Jahre die Wetterwarte des Fliegerhorsts auf dem Lechfeld geleitet. Auf dem Gebiet der Wetter- und Klimaforschung hat er mehr als 50 Jahre praktische Erfahrung.
Im Mai ist die Inflationsrate in Österreich auf 2,3 Prozent gestiegen. Angetrieben wurde der Preisauftrieb vor allem von steigenden Nahrungsmittelpreisen, die die Geldbörsen der weniger gut verdienenden Bevölkerung deutlich stärker belasten.
Menschen mit geringeren Einkommen, die einen größeren Teil ihres Budget fürs Essen ausgeben müssen, werden von der Teuerung derzeit besonders stark getroffen - ohne teurere Nahrungsmittel hätte die Inflation im Mai nur 1,7 statt 2,3 Prozent betragen. Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke waren im Mai um 4,7 Prozent teurer als vor einem Jahr, ihr Einfluss auf die Inflationsrate beträgt +0,55 Prozentpunkte.
Hauptpreistreiber waren dabei insbesondere Nahrungsmittel, bei denen die Teuerung im Mai sogar 5,4 Prozent betrug. Fleisch war um 5,5 Prozent teurer als vor einem Jahr, Gemüse um 12,7 Prozent, Brot und Getreideerzeugnisse um 2,9 Prozent, Obst um 9,2 Prozent, Milch, Käse und Eier um insgesamt 3,1 Prozent, Fisch um 15,4 Prozent. Alkoholfreie Getränke verbilligten sich hingegen im Jahresabstand um durchschnittlich 1,0 Prozent.
Die Preisentwicklung in der Ausgabengruppe "Wohnung, Wasser, Energie" entspricht mit einem durchschnittlichen Anstieg von 2,4 Prozent ungefähr der allgemeinen Teuerungsrate.
Als Hauptpreisdämpfer im Jahresabstand wirkte nach den Berechnungen der Statistik Austria die Ausgabengruppe "Verkehr". Der Preisanstieg betrug hier durchschnittlich nur 0,5 Prozent, auf die gesamte Teuerung wirkten sich die Verkehrsausgaben nur mit 0,07 Prozentpunkten aus. Ausschlaggebend dafür waren Treibstoffe, die im Mai um 5,2 Prozent billiger waren als vor einem Jahr. Instandhaltung und Reparaturen verteuerten sich allerdings um 3,2 Prozent.
Der vergangene Monat war weltweit der drittwärmste Mai seit mehr als 140 Jahren. In vielen Teilen der Welt wurden Rekordwerte erreicht. Auf der Südhalbkugel war es sogar der zweitwärmste jemals gemessene Mai. In Deutschland hingegen war der Monat nicht außergewöhnlich warm - dafür ungewöhnlich feucht. Eine Folge davon: die verheerenden Hochwasser.
Der Mai 2013 war nach Angaben von US-Wissenschaftlern der weltweit drittwärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen vor mehr als 140 Jahren. Wie die Nationale Behörde für Ozeanologie und Atmosphärenforschung der USA (NOAA) in Washington mitteilte, lagen die Temperaturen über Land und Wasser global im Schnitt bei 15,46 Grad Celsius und damit 0,66 Grad über dem Durchschnittswert des 20. Jahrhunderts. Nur der Mai 1998 und der Mai 2005 waren wärmer.
In vielen Regionen der Erde seien Rekord-Temperaturen verzeichnet worden, erklärte die NOAA. Dazu zählten Teile Sibiriens, Nord- und Osteuropas, Australiens, Nordafrikas, der Philippinen, Chinas und Südamerikas. Die Temperaturen über Land waren 1,11 Grad Celsius höher als im Schnitt, auf den Landmassen der Südhalbkugel der Erde war es gar der zweitwärmste je gemessene Mai.
Insgesamt war der Mai den Angaben zufolge bereits der 339. Monat in Folge, in denen die Temperaturen global über dem Durchschnittswert des 20. Jahrhunderts lagen. Es gab aber auch Ausreißer in die andere Richtung. Ost-Grönland meldete im Mai Rekord-Kälte.