ErdveränderungenS


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Nürnberg: Der stärkste Regen seit 30 Jahren

Im Stadtgebiet und in der Region steckten tausende von Autofahrern im Stau. Bei der Leitstelle gingen 1130 Anrufe ein.

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© Grundmann/dpa Viele Straße in Nürnberg waren überschwemmt.
Nürnberg. Seit 30 Jahren hat es in Nürnberg nicht mehr so stark geregnet wie in der Nacht zum Mittwoch. Innerhalb von 14 Stunden sind pro Quadratmeter Boden 110 Liter Regen gefallen, wie die Experten des Eigenbetriebs Stadtentwässerung und Umweltanalytik (SUN) feststellten. Im Raum Gebersdorf verzeichnete SUN sogar einen hundertjährigen Starkregen - zwischen 22.50 und 0.30 Uhr. Der meiste Regen im Stadt gebiet war im Bereich zwischen Großreuth, Gebersdorf und der Südstadtgefallen. Die ausdauernden Regenfälle in der Stadt setzten am Dienstag gegen 22.50 Uhr ein. Zahlreiche Unterführungen waren bis Mittwochmittag nicht mehr passierbar.

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Hochwasser in Bayern und Sachsen durch Dauerregen

Heftiger Dauerregen löste Überschwemmungen im Süden und Osten Deutschlands aus. In Sachsen schwollen Bäche und Flüsse gefährlich an.

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© dpaStundenlanger Regen hat in Nürnberg Straßen und Unterführungen überschwemmt und zu massiven Problemen im Berufsverkehr geführt
Nürnberg/Berlin. Eine Unwetterfront hat Straßen, Keller und Unterführungen in Süddeutschland überschwemmt. Der Dauerregen von Tief „Otto“ begann in der Nacht zum Mittwoch in Bayern und zog dann nordostwärts. In Nürnberg fiel die Stromversorgung einiger Viertel aus. In Oberfranken mussten Schüler nachsitzen, weil fast kein Bus mehr fuhr. In Sachsen schwollen die Flüsse gefährlich an.

„Es besteht vor allem in Ostsachsen Hochwassergefahr“, sagte die Sprecherin des Landesamtes für Umwelt und Geologie, Karin Bernhardt, der Nachrichtenagentur dpa. Besonders in Nebenflüssen der oberen Elbe wurde bis zum Abend mit steigenden Pegeln bis zur Alarmstufe 2 gerechnet. „Bei einem richtigen Guss kann örtlich auch die Alarmstufe 3 erreicht werden.“ Die Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Sachsen ist nach eigenen Angaben auf Einsätze vorbereitet.

In Mittelfranken fielen örtlich innerhalb von zwölf Stunden bis zu 100 Liter Regen pro Quadratmeter, sagte ein Sprecher des Hochwassernachrichtendienstes in München. So viel wurde in Sachsen über einen längeren Zeitraum erwartet: „Bis Freitagnacht sind aufsummiert Niederschlagsmengen von 50 bis 100 Liter pro Quadratmeter möglich“, hieß es in der Hochwasserwarnung für die Nebenflüsse der oberen Elbe. „20 Liter pro Quadratmeter verkraften die Flüsse noch gut“, sagte die Expertin Bernhardt.

Unfreiwillige Überstunden bescherten die Unwetter den Schülern im Landkreis Forchheim. Wie eine Sprecherin des Landratsamts sagte, stand der Busverkehr wegen überfluteter und gesperrter Straßen fast komplett still. Also konnten die Kinder nicht mit ihren Schulbussen nach Hause fahren - und mussten in der Schule warten, bis die Fluten zurückgingen. Damit die Kinder ihre Eltern informieren konnten, wurde das Handyverbot an den Schulen aufgehoben.

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Mindestens 13 Tote bei Erdbeben der Stärke 6,5 in Usbekistan

Bei einem schweren Erdbeben in Zentralasien sind allein in Usbekistan mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 80 weitere Bewohner der Region seien verletzt worden. Das teilte das Zivilschutzministerium in der Hauptstadt Taschkent am Mittwoch nach Angaben der Agentur Interfax mit. Der usbekische Präsident Islam Karimow ordnete Hilfsmaßnahmen an.

Seismologen zufolge lag das Epizentrum 235 Kilometer südwestlich von Taschkent auf dem Gebiet des Nachbarlandes Kirgistan. Demnach hatte das Beben im Fergana-Tal eine Stärke von 6,5 bis 7. Auch Tadschikistan war betroffen. Dort sprang ein 43-Jähriger aus Angst, in den Trümmern seines Hauses begraben zu werden, aus dem Fenster und verunglückte tödlich. In Kirgistan waren tausende Menschen ohne Strom. Häuser wiesen Risse auf, wie Medien berichteten. Das Beben hatte sich im Dreiländereck der Ex-Sowjetrepubliken in der Nacht auf Mittwoch ereignet.

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Mexiko-Stadt: Wirbelsturm "Dora" wird starker Hurrikan

Mexiko-Stadt (dpa) - Vor der mexikanischen Pazifikküste hat sich Tropensturm «Dora» in der Nacht zu einem starken Hurrikan entwickelt. Nach Angaben des US-Hurrikanzentrums bewegt sich der Wirbelsturm mit 140 Stundenkilometern parallel zur Küste in Richtung Nordwesten. Die Meteorologen rechneten nicht damit, dass der Sturm in den kommenden Tagen das Festland erreicht. Infolge des Wirbelsturmes kam es bereits in den südlichen mexikanischen Bundesstaaten und im Nachbarland Guatemala zu heftigen Regenfällen, Erdrutschen und Überschwemmungen.

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Mysteriöses Pinguinsterben gibt Experten Rätsel auf

In Dresden überschattet eine tödliche Krankheit bei Pinguinen die Tierwelt. Seit Frühjahr hat der Dresdner Zoo mehr als die Hälfte seiner Humboldt-Pinguine verloren.
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© ZB/DPAIm Dresdner Zoo sind zahlreiche Pinguine einer Infektion zum Opfer gefallen

Im Dresdner Zoo sind zahlreiche Pinguine einer Infektion zum Opfer gefallen. Über die rätselhafte Todesserie berichtete die „Dresdner Morgenpost“. Demnach sind seit dem Frühjahr 19 von insgesamt 32 Humboldt-Pinguinen verendet. Die Ursache sei eine bakterielle Infektion in Verbindung mit einer Pilzinfektion, erklärte Tierärztin Eva Ziemssen. „Woher diese Keime allerdings genau kommen, ob etwa der Futterfisch, das Poolwasser oder die Umgebungsluft dafür verantwortlich sind, kann ich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht sagen.“

Im März hatte der Zoo sechs Pinguine mit einem Tierpark in Frankreich getauscht. „Es wäre auch denkbar, dass der Stress des Transportes und die Konfrontation mit der neuen Pinguingruppe zu den Ursachen zählen.“ Demnach könnte der Tausch der Gruppen die einheimische Keimflora sowohl der französischen Neuankömmlinge als auch die der Dresdner Artgenossen negativ beeinflusst haben. Dass die Tiere zudem kurz vor der Brutzeit standen, gilt als weiterer Stressfaktor.

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Unwetter in Montreal: Künstlicher Geysir lässt Auto tanzen


Nach einer Serie von Gewittern, begleitet von Starkregen, quillt das Entwässerungssystem der kanadischen Stadt Montreal im wahrsten Sinne über.
An einem Gulli entsteht ein künstlicher Geysir - dieser entwickelt beeindruckende Kräfte und lässt ein geparktes Auto durch die Luft tanzen.

Ein tanzendes Auto gehört zu den Netzvideos der Stunde. Diese Handy-Aufnahmen eines Passanten entstanden am Montag im kanadischen Montreal und verbreiten sich derzeit rasch auf den Videoplattformen. Nach einer Serie von Gewittern, begleitet von Starkregen, quillt das Entwässerungssystem der Stadt im wahrsten Sinne über. An einem Gulli entsteht ein künstlicher Geysir - dieser entwickelt beeindruckende Kräfte und lässt ein geparktes Auto mit spielerischer Leichtigkeit durch die Luft tanzen. Das in die Luft gehobene Modell, ein Ford Focus, wiegt immerhin rund 1,3 Tonnen.

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Schwere Erdbeben in Südkirgistan: Zehntausende Menschen ohne Strom

Erdbeben Kirgistan
© RIA NOVOSTI / Andrey SteninSchweres Erdbeben in Südkirgistan: Zehntausende Menschen ohne Strom

Ein schweres Erdbeben hat in der Nacht zum Mittwoch Südkirgistan erschüttert. Opfer gibt es nach Behördenangaben keine. Zehntausende Menschen sind ohne Strom.

Zwei Erdstöße der Stärke 8 und 3,5 wurden im südkirgisischen Gebiet Batken registriert, wie das Katastrophenschutzministerium des zentralasiatischen Staates mitteilte. Bei dem Erdbeben wurde ein Umspannwerk beschädigt, was zu Stromausfällen führte.

Im Oktober 2008 hatte ein vergleichbares Beben der Stärke acht die kirgisische Siedlung Nura vollständig zerstört und 75 Todesopfer gefordert.

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Taifun "Ma-On" fegt über Süden Japans hinweg

Mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 180 Stundenkilometern ist der Taifun "Ma-On" über Japan hinweggefegt. Auch in den kommenden Tagen werden dort starke Regenfälle erwartet, die auch das havarierte Atomkraftwerk Fukushima gefährden könnten.
Taifun Japan
© AFPMit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 180 Stundenkilometern ist der Taifun "Ma-On" über Japan hinweggefegt. Auch in den kommenden Tagen werden dort starke Regenfälle erwartet, die auch das havarierte Atomkraftwerk Fukushima gefährden könnten.

Mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 180 Stundenkilometern ist der Taifun "Ma-On" über den Süden Japans hinweggefegt. Betroffen war die Insel Shikoku im Südwesten, wo nach Angaben des japanischen Wetterdienstes seit Sonntag rund 120 Zentimeter Regen fielen. Am Mittwochmorgen um 09.00 Uhr Ortszeit erreichte der Sturm die Präfektur Wakayama um Westen der Hauptinsel Honshu und bewegt sich nun weiter nach Osten.

Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Kyodo gilt nach dem Durchzug des Taifuns auf Shikoku ein 84-jähriger Mann als vermisst, der sein an einem Fluss vertäutes Boot kontrollieren wollte. Wie der Fernsehsender NHK berichtet, wurden mehr als 50 Menschen verletzt und 130 Flüge abgesagt.

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Unwetter verursacht Schäden in der Slowakei

Bratislava (dpa) - Heftige Stürme und starke Regenfälle haben in der Nacht zum Mittwoch in der Slowakei schwere Sachschäden angerichtet. In mehreren Landesteilen stürzten Bäume um und blockierten Straßen. Der Strom fiel gebietsweise aus. Zahlreiche Keller standen unter Wasser und in der nordslowakischen Gemeinde Spisska Bela legte die Überschwemmung einen Industriebetrieb lahm.

Für Mittwoch warnte der Wetterdienst vor weiteren Stürmen und lokalen Überschwemmungen. Die Slowakei ist schon seit mehr als einer Woche von Unwettern betroffen, die ihren Höhepunkt meist in der Nacht erreichen und immer wieder andere Landesteile stärker betreffen. Verletzte oder gar Tote wurden bisher aber nicht gemeldet.

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Autobahn nach heftigen Regenfällen überflutet

BAMBERG/BAYREUTH. Heftige Regenfälle haben am Mittwoch den Verkehr im Raum Bamberg/Forchheim teilweise lahmgelegt. Zwischen Buttenheim und Eggolsheim musste sogar die Autobahn A73 wegen Überflutung gesperrt werden, berichtete die Polizei in Bayreuth.

Dort hatte sich ein kleiner Bach in einen reißenden Fluss verwandelt. Auch der Raum Ebermannstadt (Landkreis Forchheim) meldete teilweise "Land unter". Dort waren mehrere Ortsverbindungsstraßen wegen Überschwemmung nicht mehr passierbar.

dpa