Gesundheit & WohlbefindenS


Pills

Stecken Pharma-Mafia und Pharma-Industrie unter einer Decke? Biochemisch perfekte Medikamenten-Fälschungen im Umlauf

Von Potenzpillen bis zu Herz- und Krebsmedikamenten werden Arzneimittel gefälscht und als echt verkauft. Noch bedrohlicher: Kriminelle schleusen gepanschte, kaum nachzuweisende Rohstoffe in das weltweite Produktionsnetz seriöser Hersteller ein - mit lebensgefährlichen Folgen. Wie Qualitätsmanager das Problem lösen wollen.
gefälschte Medikamente
© Pfizer (aus Ermittlungsakten)So gut wie jedes Medikament wird kopiert. So wurden von 60 Pfizer-Produkten Fälschungen in 104 Ländern sichergestellt, darunter Mittel zur Behandlung von Krebs, HIV, hohem Cholesterin, Alzheimer, Bluthochdruck, Depressionen, rheumatischer Arthritis und Antibiotika. Hier wird in Pakistan eine Fälschung des Hustensafts Corex abgefüllt. Das Original wird in Indien, Pakistan, Bangladesch und anderen südasiatischen Märkten vertrieben.
Medikamente sollen Kranke gesund machen - theoretisch jedenfalls. Für fast 400 Menschen in Panama, die meisten von ihnen Kinder, brachte ein Hustensaft jedoch den Tod. Denn der Saft, den Eltern ihren Kindern gaben, war statt mit dem süßen, sirupartigen Lebensmittelzusatzstoff Glycerin mit giftigem Diethylenglykol versetzt. Diese billige, ebenfalls süßliche Substanz kennen Autofahrer als Frostschutzmittel. In einem Hustensaft hat sie nichts verloren: Sie löst Nierenversagen und Lähmungen im Körper aus, sodass die Atmung stoppt.

Auch wenn die Tragödie mit Panama ein Schwellenland traf: Gepanschte und gefälschte Medikamente können jeden treffen. Sie sind längst zum Problem auch in hoch industrialisierten Staaten geworden.

Magnify

Drogenmissbrauch ist im Gehirn sichtbar

Ein Forschungsteam von der University of Vermont (USA) hat von knapp 1900 14-Jährigen Aufnahmen des Gehirns angefertigt.
Joint rauchen
© picture-allianceDrogenmissbrauch lässt sich bei Jugendlichen laut einer Studie im Gehirn erkennen
London. Lässt sich der Missbrauch von Drogen bei Jugendlichen im Gehirn erkennen? Zu diesem Ergebnis kommt ein internationales Forschungsteam um Robert Whelan und Hugh Garavan von der University of Vermont (USA). Einige Teenager hätten ein höheres Risiko, mit Drogen und Alkohol zu experimentieren, weil bestimmte Eigenheiten ihres Gehirns sie impulsiver machten, schreibt ein großes Forscherteam im Fachjournal „Nature Neuroscience“. Das Ergebnis helfe bei der Klärung der Frage, ob bestimmte Hirnmuster vor dem Drogenmissbrauch da sind - oder durch diesen entstehen.

Das US-Team hatte von knapp 1900 14-Jährigen Aufnahmen des Gehirns angefertigt. Die Bilder wurden mit funktioneller Magnetresonanztomographie (fMRT) während einer Versuchsreihe aufgezeichnet: Die Jungen und Mädchen wurden gebeten, bei einem Test einen Knopf zu drücken. In einigen Fällen mussten die Teenager die Bewegung in letzter Sekunde stoppen - Menschen mit guter Impulskontrolle gelingt dies besser. Die Forscher hatten zudem abgefragt, ob und welche Drogen die Jugendlichen bereits konsumiert hatten. Einbezogen wurden auch genetische Analysen.

Attention

Pestizid Chlorpyrifos verursacht massive, bleibende Schäden im Gehirn Ungeborener, warnen Forscher

Es tötet Ameisen, Fliegen, Motten - und greift offenbar die Gehirne von Kindern an: Experten warnen eindringlich vor Chlorpyrifos. Das Pestizid, das auch in Deutschland verkauft wird, wirkt laut einer neuen Studie schon in verblüffend geringen Mengen auf Ungeborene.
Feld wird besprüht
© dapdPestizide werden verteilt: Studie warnt vor verbreitetem Mittel
Ein auch in Deutschland gängiges Schädlingsbekämpfungsmittel verursacht bleibende Schäden am Gehirn von Kindern im Mutterleib. Selbst bisher als ungiftig geltende Mengen des Insektizids Chlorpyrifos greifen in die Entwicklung der Ungeborenen ein. Sie lassen wichtige Bereiche der Großhirnrinde schrumpfen und führen später zu spürbaren Einbußen in den geistigen Leistungen der Kinder, wie US-Forscher im Wissenschaftsmagazin Proceedings of the National Academy of Sciences berichten.

Syringe

Schweinegrippe-Impfstoff führte zu 29 Fällen der Schlafkrankheit in Deutschland

Schweinegrippeimpfstoff
© Ernst Rose / pixelio.deAuch in Deutschland wurden bereits 29 Fälle der Schlafkrankheit im Zusammenhang mit dem Grippeimpfstoff Pandemrix gemeldet.
Wissenschaftler vermuten seit längerer Zeit einen Zusammenhang zwischen dem Auftreten der sogenannten Schlafkrankheit (Narkolepsie) und der zuvor erfolgten Verabreichung des Schweinegrippe-Impfstoffs „Pandemrix“. Einige europäische Studien sehen einen „kausalen Kontext zwischen dem Grippeimpfstoff und Narkolepsie“. Nach offiziellen Angaben wurden nun auch 29 Patientenfälle unter Geimpften in Deutschland gemeldet.

29 Fälle im Zusammenhang mit Schweinegrippe-Impfstoff

Neben anderen europäischen Ländern wurden nun auch in Deutschland Fälle gemeldet, die einen Zusammenhang zwischen dem Schweinegrippe-Impfstoff Pandemrix und einer ausgelösten Narkolepsie feststellten. Zwischen den Monaten Oktober 2010 und April 2012 wurden 29 Meldungen von Kliniken und Ärzten an das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) im hessischen Langen weitergeleitet. Unter den Patienten befinden sich gehäuft Kinder (19) und zehn Erwachsene. Nach dem Abebben der Influenza wird Grippeimpfstoff in Deutschland derzeit nicht mehr verwendet.

Attention

Fleisch und Geflügel aus Massentierhaltung in hohem Maß mit multiresistenten Bakterien kontaminiert

In fast der Hälfte der Proben wurden Stämme von Staphylococcus aureus nachgewiesen, manche mit einer Resistenz gegenüber neun Antibiotika

Fleisch und Geflügel sind in den USA mit Bakterien, die viele Krankheiten verursachen können, in überraschend hohem Ausmaß kontaminiert. Nach einer erstmals landesweiten Untersuchung des Translational Genomics Research Institute (TGen) wurden in fast der Hälfte der Proben Stämme von Staphylococcus aureus gefunden. Bei den Routineuntersuchungen von Fleisch in den USA werden nur vier häufig vorkommende resistente Typen von Bakterien, u.a. E. coli und Enterococcus, geprüft, S. aureus aber bislang nicht.

Bedenklich ist vor allem, dass von diesen wiederum mehr als die Hälfte eine Resistenz gegenüber mehr als drei Antibiotika aufweisen, es sich also um MRSA (Multi-resistenter Staphylococcus aureus) handelt. Besonders belastet sind Hähnchen und Truthahn. Die Bakterien werden zwar beim Kochen abgetötet, aber beim Umgang mit Fleisch und Geflügel oder durch Lagerung können die resistenten Bakterien auf Menschen oder andere Lebensmittel übertragen werden.

Für die Studie, die in der Zeitschrift Clinical Infectious Diseases erschienen ist, wurden 136 Proben von Schweine-, Hähnchen-, Truthahn- und Rindfleisch in 26 Geschäften in Los Angeles, Chicago, Fort Lauderdale, Flagstaff und Washington D.C. genommen.

Nuke

Radioaktivität: In Gebieten mit leicht erhöhter Strahlung werden weniger Mädchen geboren

Neun Monate nach Tschernobyl fand man in Westberlin eine erhöhte Zahl von Schwangerschaften mit Trisomie 21. Noch seltsamer: Der Anteil von Mädchen bei den Neugeborenen sank unter den langjährigen Mittelwert. Die offizielle Strahlenmedizin drückt sich bislang um die Erforschung dieser Phänomene.
Gorleben, Castor-Behälter
© dpa/Julian StratenschulteCastor-Behälter (hinten) im Zwischenlager Gorleben
Reichlich ein Jahr nach der Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima und passend zur aktuellen Debatte um ein Endlager für stark radioaktiven Atommüll lud die Deutsche Umwelthilfe (DUH) zu einem Pressegespräch, bei dem noch einmal auf eine Studie von drei Wissenschaftlern aus dem Helmholtz-Zentrum München aufmerksam gemacht werden sollte. Der Biomathematiker und Statistiker Hagen Scherb hatte mit zwei Kollegen bereits vor einem Jahr im Fachblatt »Environmental Science and Pollution Research« über seine Auswertung von Geburtenstatistiken in Deutschland nach dem Super-GAU von Tschernobyl 1986 sowie in der Umgebung des Atommüllzwischenlagers Gorleben seit der Anlieferung der ersten Castor-Behälter mit abgebrannten Kernbrennstäben 1995 berichtet.

Cow Skull

Kuh stirbt an BSE in den USA

Knapp neun Jahre nach dem ersten Fall der Rinderseuche in den USA ist eine Milchkuh in Kalifornien an der Krankheit verendet. Forscher sehen eine Verbindung zwischen Rinderwahn und der tödlichen Creutzfeld-Jakob-Krankheit.

Es handle sich um den vierten Fall der Rinderseuche in den USA, wie das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) in Washington am Dienstag mitteilte.

Der neue BSE-Fall stelle keine Gefahr für die Bevölkerung dar, hieß es in der Mitteilung der Behörde. Das Fleisch sei nicht in die Lebensmittel- oder Futtermittelkette gelangt. Bei dem Tier sei eine seltene, atypische Form der Erkrankung festgestellt worden.

Bell

Homöopathie ist günstiger als Schulmedizin

Komplementärmedizin ist kosteneffektiv - Homöopathie ist deutlich günstiger als konventionelle Medizin

Forschungsergebnisse aus der Schweiz bestätigen erneut die Kosteneffektivität ärztlicher Homöopathie. Ziel der Studie mit dem Titel „Comparison of Swiss Basic Health Insurance Costs of Complementary and Conventional Medicine“ (Forschende Komplementärmedizin 2011; 18:315 - 320) war eine Analyse der Wirtschaftlichkeit der Komplementärmedizin auf Basis der Daten der Schweizer Grundversicherer für die Jahre 2002 und 2003. Es wurden Kostendaten von 562 ärztlichen Grundversorgern mit und ohne komplementärmedizinischer Expertise analysiert und mit behandlungsbezogenen Ergebnissen verglichen, die von den Patienten aufgezeichnet worden waren. Mittels linearer Modelle wurden die Praxiskosten von Komplementärmedizin und konventioneller Medizin unter Berücksichtigung unterschiedlicher Patientenpopulationen und struktureller Charakteristika der Arztpraxen geschätzt.

Cow

Milch ist ungesund

Kuhmilch ist den Ernährungsbedürfnissen von Kälbern angepasst, die vier Mägen haben und innerhalb von Monaten Hunderte von Pfund zunehmen. Doch in der Milchindustrie werden die Kälber ihren Müttern einen Tag nach der Geburt weggenommen. Und die Menschen trinken die artfremde Kuh-Muttermilch und werden krank.

Laktoseintoleranz: Von Verdauungsbeschwerden bis Migräne

Jeder siebte Deutsche leidet an Laktose-Intoleranz - oft ohne es zu wissen. Bei Laktose-Intoleranz ist der Körper nicht in der Lage, das Verdauungsenzyms Laktase zu bilden, das für die Verarbeitung der Milch im Körper zuständig ist. Diese Milchunverträglichkeit ist eine der häufigsten Nahrungsmittelallergien und im Grunde eine natürliche Reaktion des Körpers gegen den unnatürlichen Milchkonsum. Die Symptome sind Durchfall, Blähungen, Migräne, chronische Nasen- und Stirnhöhlenbeschwerden, Mandelentzündungen, Ekzeme, Geschwüre, Asthma, Hyperaktivität und Depressionen.

Kommentar: Soja ist keinesfalls eine gesunde Alternative, ebenso Margarine.

Zu dem Thema Milch:

Milch macht krank
Krank durch Milch und Weizen
Propaganda-Alarm: Milch ist gesund
Warum Milch so schädlich ist


Attention

Hautkrebsgefahr durch Solarium durch Meta-Studie bestätigt

Berlin - Die Krebsgefahr durch Solarienbesuche ist höher als bislang gedacht. Das belegt eine internationale Meta-Studie, die jetzt auf einem Hautkrebs-Expertenforum in Berlin vorgestellt wurde. Das Risiko, an einem malignen Melanom zu erkranken, steige auf fast 200 Prozent, wenn Solarien bis zu einem Alter von 35 Jahren regelmäßig benutzt werden, warnte Eckhard Breitbart, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention. Schon ein Solarienbesuch pro Monat erhöhe die Gefahr - nach zwei bis drei Jahrzehnten sogar auf das 2,4-fache.

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH