Gesundheit & WohlbefindenS


Bell

Postnatale Depression: Auch Väter sind betroffen

Laut einer australischen Studie leidet fast jeder zehnte Vater nach der Geburt eines Kindes unter massiven Stress-Symptomen.
Vater mit Baby
© dpaPostnataler Stress trifft auch Väter.
Sydney - Fast jeder zehnte Vater ist nach der Geburt eines Kindes einer australischen Studie zufolge im Stress. Voller Sorgen sehen sie oft das Ende des Tunnels nicht mehr. Die Symptome sind ganz ähnlich wie bei der Wochenbettdepression, dem Baby Blues, junger Mütter.

"Wir waren überrascht, dass die Probleme bei Vätern so verbreitet sind wie bei Müttern", sagt Jan Nicholson, Forschungsdirektorin des Instituts „Parenting Research Centre“ in Melbourne. 9,7 Prozent der Väter nannten in den ersten zwölf Lebensmonaten ihres Nachwuchses mehrere Stress-Symptome. Bei den Frauen waren es 9,4 Prozent.

"Psychische Probleme können bei Vätern hartnäckig und unerbittlich sein", heißt es in der Studie, die in der Fachzeitschrift „Social Psychiatry and Psychiatric Epidemiology“ veröffentlicht wurde.

HAL9000

Kokain führt zu vorzeitiger Alterung und Schrumpfung des Gehirns

Drogenabhängigkeit beschleunigt die Schrumpfung wichtiger Teile der Hirnrinde

Modell des Kokain-Moleküls
© Ben Mills/public domainModell des Kokain-Moleküls
Der häufige Genuss von Kokain beschleunigt die Alterung des Gehirns. Bei Menschen, die regelmäßig diese Droge nehmen, schrumpft die graue Masse des Gehirns schneller und stärker als bei Nicht-Kokain-Nutzern gleichen Alters, Geschlechts und Bildungsstands. Das hat ein britisches Forscherteam herausgefunden. Der jährliche Verlust an Gehirnmasse sei bei Kokainabhängigen fast doppelt so hoch wie bei gesunden Vergleichspersonen, berichten sie im Fachjournal "Molecular Psychiatry". Am stärksten betroffen sei die Hirnrinde im Stirn und Schläfenbereich, dort liegen Regionen, die entscheidend sind für Aufmerksamkeit, Selbstkontrolle und das Gedächtnis.


Nach Angaben der Forscher zeigen viele Kokainabhängige mittleren Alters bereits kognitive Ausfälle, die normalerweise nur in höherem Alter auftreten. Bisher sei aber unklar gewesen, inwieweit sich diese Anzeichen für einen beschleunigten geistigen Abbau auch im Gehirn widerspiegeln. Jetzt habe man eindeutige Hinweise auf eine anormale Alterung des Gehirns bei Kokainsüchtigen gefunden, sagen die Forscher.

Magic Wand

Das Beste aus dem Web: "Lichtnahrung" führte zum Tode

Der Dokumentarfilm Am Anfang war das Licht animierte eine Ostschweizerin, eine radikale Fastenkur zu absolvieren: Den Lichtnahrungsprozess. Das spirituelle Experiment bezahlte sie mit dem Leben.
am anfang war das licht
© Allegro FilmVom Glauben allein wird man nicht satt...
Sie sass gebannt im Kino und liess sich in eine spirituelle Welt entführen. Der Dokumentarfilm Am Anfang war das Licht verhiess den Eintritt in eine neue übersinnliche Dimension. Die erleuchteten Meister und ihre Schüler im Film waren der lebende Beweis, dass Eingeweihte allein von Prana, der göttlichen Energie, leben können. Dazu lieferten Quantenphysiker wissenschaftliche Erklärungen für das Phänomen. Anna Gut* wusste sofort, dass sie ihre langjährige spirituelle Suche mit dem Lichtnahrungsprozess krönen wollte.

Im Film, der 2010 in den Schweizer Kinos lief, traten vor allem zwei Protagonisten auf, die Anna Guts Überzeugung stärkten, wonach spirituell begabte Menschen entgegen der wissenschaftlichen Lehrmeinung ohne Nahrung leben können: der 62-jährige Schweizer Michael Werner, Anthroposoph und Doktor der Chemie, sowie der 83-jährige indische Yogi Prahlad Jani. Beide warteten mit wissenschaftlichen Untersuchungen auf, die angeblich beweisen, dass sie ohne feste Nahrung auskommen. Michael Werner verzichtet laut eigenen Angaben seit 2001 auf Lebensmittel, Prahlad Jani seit 70 Jahren. Ausserdem behauptet der Yogi, auch nicht zu trinken.

Heart - Black

Misshandelte Kinder zahlen mit beschädigter DNA

Weinendes Kind
© Flickr.com/Coolbite1 / Erickson Ocampo/cc-by-nc
Gewalterfahrungen in der Kindheit nagen an den Telomeren, den Schutzkappen der Träger des Erbgutes. Diesen Zusammenhang konnten Forscher nun bei fünf- bis zehnjährigen Kindern nachweisen, die Misshandlungen erleiden mussten. Verkürzte Telomere gelten als ein Zeichen der Alterung und sind mit einem erhöhten Risiko für Erkrankungen und einer verkürzten Lebenserwartung verbunden.

Die Erbinformationen des Menschen sind im Kern einer jeden Körperzelle in einzelnen Einheiten, den Chromosomen, zusammengefasst. Die Enden dieser Strukturen bezeichnet man als Telomere. Sie enthalten zwar keine Bauanweisungen für Proteine oder Steuermoleküle, bestehen aber aus denselben Bausteinen wie die Gene selbst, den Nukleotiden. Beim Kopieren der DNA während der Zellteilung kommt es an den Enden neuer DNA-Stränge immer zu einem Verlust einiger Nukleotide. Ohne die Pufferfunktion der Telomere gehen somit bei jeder Zellteilung genetische Informationen verloren. Genau darin besteht nach derzeitiger Lehrmeinung der Grund für die Zellalterung: Sind die Telomere nach einer bestimmten Anzahl von Zellteilungen aufgebraucht, werden die Erbinformationen angegriffen und es kommt zur Bildung von schadhaften Zellen.

Bacon

Gesündere Ernährung bei Menschen die an Einheit zwischen Körper und Geist glauben

Gemüse
© usa.gov/Public DomainArchivbild: Gemüse
Köln/ Deutschland - Eine aktuelle Studie Kölner Psychologen belegt: Menschen, die der Überzeugung sind, dass Körper und Geist unabhängig voneinander sind, kümmern sich weniger um ihre Gesundheit. Diese sogenannten Dualisten behandeln ihren Körper nur als eine Art Hülle, in welcher der Geist wohnt. Das umgekehrte Verhalten zeigt sich dagegen bei Menschen, die daran glauben, dass Geist und Körper eine Einheit darstellen. Diese sogenannten Physikalisten sind erheblich gesundheitsbewusster.

Die Sozialpsychologen Matthias Forstmann, Pascal Burgmer und Thomas Mussweiler von der Universität zu Köln untersuchten in der Uni-Mensa, welche Speisen die Probanden auswählen, nachdem sie entweder einen Text über Dualismus oder einen Text über Physikalismus gelesen hatten.

Jene Testpersonen, die zuvor einen Text über die Trennung von Körper und Geist gelesen hatten, wählten mit größerer Wahrscheinlichkeit ungesündere Speisen aus als Probanden, die zuvor einen Text über die Einheit von Körper und Geist gelesen hatten.

Question

Agent Orange und Pestizide? Vietnams Seuche lässt WHO ratlos

Eine mysteriöse Krankheit hat in Vietnam bereits 19 Tote gefordert. 175 Menschen sind infiziert. Es bilden sich auch Geschwüre und Verbrennungen.
Vietnam
© Waschatz/dpa/tmn
Die Sorgen bei der Weltgesungheitsorganisation WHO werden größer: Denn immer noch ist unklar, warum sich eine mysteriöse Hautkrankheit in Vietnam immer weiter ausbreitet.

Die Ursachen der Krankheit in Vietnam sind unklar

Die WHO sei über den Fall informiert, könne aber derzeit nichts über die Ursache sagen. Man habe noch keine Einsicht in Berichte der vietnamesischen Behörden haben können, sagte der örtliche Chef der UN-Behörde, Wu Guogao, am Montag der Nachrichtenagentur AFP in Hanoi.

So weit bekannt ist, seien mehr als 170 Menschen bislang an dem mysteriösen Leiden erkrankt, mindestens 19 Menschen haben es nicht überlebt.

Info

Mysteriöse Krankheit tritt in Vietnam auf

Mehr als 170 Erkrankte und 19 Tote: Der WHO bereitet eine gefährliche Hautkrankheit Sorge, die sich in der vietnamesischen Provinz Quang Ngai ausbreitet. Ärzte und Gesundheitsexperten sind bislang ratlos.

Bild
© Tuoi tre/ saigon gpdailyIn Teilen Vietnams grassiert eine rätselhafte Hautkrankheit, der bislang mindestens 19 Menschen zum Opfer fielen
Die Ausbreitung einer mysteriösen Hautkrankheit in Vietnam bereitet der Weltgesundheitsbehörde WHO derzeit einige Sorge.

Die WHO sei über den Fall informiert, könne aber derzeit nichts über die Ursache sagen, da sie noch keine Berichte der vietnamesischen Behörden habe einsehen können, sagte der örtliche Chef der UN-Behörde, Wu Guogao, in Hanoi.

Mehr als 170 Menschen sind demnach bislang an dem mysteriösen Leiden erkrankt, mindestens 19 haben es nicht überlebt.

Beaker

Ungesunder Orangensaft

Was Sie über abgepackten und abgefüllten Orangensaft noch nicht wußten

Wer sich etwas Gutes tun will, achtet auf eine vitaminreiche Ernährung, und wer “zu faul” zum Obstessen ist, glaubt, mit abgepacktem Orangensaft eine gute Alternative in der Hand zu haben.

Doch haben Sie sich schon einmal gefragt, warum der Orangensaft einer beliebigen Marke immer gleich schmeckt? Denn nicht einmal die Orangen, die Sie im Netz kaufen schmecken alle gleich. Ist der immer gleichbleibende Geschmack eben das Durchschnitts-Ergebnis aller Orangen? Oder steckt da doch etwas anderes dahinter?

Diese Frage habe ich mir schon öfter gestellt. Aber in Deutschland habe ich kaum Informationen dazu gefunden. Drei Gründe bieten sich dafür an:

1. Der Orangensaft ist so frisch und natürlich wie die Orangen auf der Verpackung. Dann gäbe es keinen Grund darüber nachzudenken und darüber zu schreiben.
2. Die “Orangensaft aus Tetrapack”-Trinker interessiert das gar nicht. Ein Glas Orangensaft zum Frühstück ist ja schließlich gesund.
3. Die Hersteller haben schlichtweg kein Interesse daran, uns zu erzählen wie der Saft hergestellt wird.

Health

Lärmbelastung macht krank - Vermehrt Herzkrankheiten ab 57 Dezibel

Wer dauerhaft zu viel Lärm ausgesetzt ist, wird krank. Lärmbelastung kann zum frühzeitigen Tod führen. In der Schweiz sind deswegen im Jahr 2000 rund 47'000 beschwerdefreie Lebensjahre verloren gegangen. Dies geht aus einer Studie der Weltgesundheitsorganisation WHO hervor.

Das Hauptproblem ist laut Angaben des Bundesamts für Umwelt vom Freitag der Verkehrslärm: 1,3 Millionen Menschen seien von übermässigem Verkehrslärm betroffen. Die meisten von ihnen leiden vor allem unter Strassenlärm.

Gemäss der WHO-Studie sind 89 Prozent der verlorenen Lebensjahre die Folge von Strassenlärm. 9 Prozent gehen auf Bahnlärm zurück und 2 Prozent auf Fluglärm.

Pills

Millionen Todesfälle durch Mediziner

Ein Arzt klagt an: Millionen Patienten sterben durch falsche Behandlung. „Der GAU ist, dass Hochschulmediziner bei der Bewertung von wissenschaftlichen Studien ständig die Regeln brechen, um finanzielle Interessen der Hersteller, Karrierenetzwerke und längste veraltete Lehrmeinungen durchsetzen“.

Der Heidelberger Allgemeinmediziner Gunter Frank wirft seinen Arztkollegen schlechtes Handwerk vor. „Millionen Menschen in Deutschland werden falsch behandelt und bezahlen das mit ihrem Leben“, sagte Frank in einem Interview des Nachrichtenmagazins FOCUS.

Seine Kritik richtet sich vor allem gegen die medizinischen Fachgesellschaften und deren Leitlinien. „Der GAU ist, dass Hochschulmediziner bei der Bewertung von wissenschaftlichen Studien ständig die Regeln brechen, um finanzielle Interessen der Hersteller, Karrierenetzwerke und längste veraltete Lehrmeinungen durchsetzen“, so Frank, der seine Thesen in seinem neuen Buch Schlechte Medizin veröffentlichte.