
© Raysonho / wikipedia.orgÜberwachung führt zu Selbstzensur.
Eine aktuelle Studie des Vodafone-Instituts zeugt nun, wovor Datenschützer seit Jahren warnen: Das Gefühl ständiger Überwachung führt zu massiver Selbstzensur in der digitalen Kommunikation.Newbury (England). Aufgrund der zunehmenden Überwachung und Sammlung von Daten haben immer mehr Menschen in Europa das Gefühl das ihre Daten und ihr digitaler Kommunikationsverlauf, beispielsweise über WhatsApp, , E-Mail, SMS und dank Voice over IP, sogar komplette Telefonate aufgegriffen und abgespeichert werden. Diese Angst führt zu einer massiven Selbstzensur im Internet, wie das Vodafone-Institut nun herausfand.
Mehr als die Hälfte der Europäer haben Angst um ihre DatenIn ganz Europa fürchten 51 Prozent der Menschen um die Sicherheit ihrer Daten. In Deutschland sind es sogar 56 Prozent (von 8.000 Befragten). Aus Furcht vor dem Zugriff Dritter, schränken sich besagte 56 Prozent bei ihrer digitalen Kommunikation ein, so die Umfrage.
Vodafone-Studie deckt sich mit WikiLeaks-AussagenWie der WikiLeaks-Gründer Julian Assange kürzlich zu dem Thema meinte: „Die Privatsphäre wird nicht zurückkommen, außer im Falle eines ökonomischen Zusammenbruchs, der die technologischen Möglichkeiten der Menschheit stark einschränkt. Der Grund warum dies so ist, liegt an den Kosten für die Umsetzung von Massenüberwachung. Alle 18 Monate halbieren sich diese in Folge des Kostenrückgangs für Telekommunikation, Überwachungshardware und Speichermedien. Die Kosten fallen schneller, als die Population der Menschheit anwächst. Massenüberwachung und Digitalisierung gewinnen das Rennen gegen die Menschheit und menschliche Werte. Das ist die Realität, mit der wir fertig werden müssen.“
Assange äußerte sich auch über die gesellschaftlichen Folgen der Massenüberwachung: „Wenn man sich das soziale Verhalten in sehr angepassten, kleinen und isolierten Gesellschaften anschaut, wird deutlich, dass die Menschen beginnen sich anzupassen. Sie fangen an Sprachcodes zu verwenden, werden schüchtern und ängstlich. Anstatt kontroverse Diskussionen zu führen, wird in Andeutungen gesprochen.”
Nur Wenige fühlen sich wirklich sicherLediglich 17 Prozent der Befragten haben das Gefühl die volle kontrolle pber ihre eigenen Daten zu haben. Zudem fühlt sich rund ein Drittel der Befragten Deutschen von den bestehenden Gesetzen zum Thema Datenschutz und Privatsphäre gut abgesichert. Das größte Misstrauen herrscht demnach bei sozialen Netzwerken wie etwa Facebook oder Google plus. Hier glauben 90 Prozent, dass diese Unternehmen nicht verantwortungsvoll mit den abgespeicherten Daten umgehen.
Kommentar: Die Politik ist sich dessen sehr wohl bewusst und nutzt dieses Verhalten für ihre Zwecke aus.
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Deshalb ist es wichtig, zu wissen was man tut und sich nicht von der Paranoia vorschreiben zu lassen, was man sagen kann und was nicht: