Wissenschaft und TechnologieS


Beaker

Weg mit den seneszenter Zellen: Lebensdauer um 35 Prozent erhöht - zumindest bei Mäusen

Mouse
© gemeinfrei
Durch die Entfernung gealterter, sogenannter seneszenter Zellen, ist es US-Wissenschaftlern gelungen, die Lebensdauer von gewöhnlichen Mäusen um bis zu 35 Prozent zu verlängern - und das, ohne bislang negative gesundheitliche Nebenwirkungen beobachtet zu haben. Jetzt stellen sich die Forscher die Frage, ob der lebensverlängernde Eingriff ähnlich auch beim Menschen wirkt.

Rochester (USA) - Wie das Team um Dr. Darren Baker und Dr. Jan van Deursen von der Mayo Clinic aktuell im Fachjournal Nature berichtet, konnten sie in ihren Untersuchungen zeigen, dass sich die seneszenten Zellen - Zellen also, die sich nicht länger teilen und sich mit fortschreitendem Alter ansammeln - negativ auf den Gesundheitszustand auswirken und die Lebensspanne bei gewöhnlichen Mäusen um 35 Prozent verringern.

Die Entfernung seneszenter Zellen aus dem Mäuseorganismus führte im Gegenzug dazu, dass es zu einer Verzögerung in der Entstehung von Tumoren kam und gesundes Gewebe sowie die Organfunktionen besser geschützt wurden. Das wiederum führte bei den derart behandelten Mäusen zu einer Verlängerung der Lebenserwartung ohne negative Nebenwirkungen.

Eagle

Natur gegen Drohnen: Adler werden von niederländischer Polizei trainiert und zu Drohnenjägern abgerichtet

Adler Drohnen Fang
© ReutersIn Rotterdam werden Adler auf Drohnenfang getrimmt
Im Auftrag der niederländischen Polizei richtet die Firma »Guard from Above« Raubvögel ab, um kleine Drohnen vom Himmel zu holen, die missbräuchlich im Einsatz sind.

Guard from Above arbeitet bereits seit zwei Jahren mit den Raubvögeln und ist bislang sehr zufrieden mit den Leistungen der Tiere. Wie der Direktor des Unternehmens berichtet, wird bei dem etwa einjährigen Training der Vögel ihr natürlicher Jagdinstinkt genutzt und so sehen sie die Drohnen als Beute an, die sie in der Luft ergreifen und an einen sicheren Ort bringen müssen. Verletzungen wären zwar bisher noch nie an den rotierenden Propellern der Drohnen entstanden, da die Vögel kräftige Klauen hätten, doch man will prüfen, ob man diesbezüglich noch eine Schutzvorrichtung einführt. Aufgrund ihrer außergewöhnlichen Sehkraft sind Raubvögel zudem in der Lage, die »Eindringlinge« schon aus Kilometern Entfernung zu erspähen und somit besser und schneller als jede Überwachungskamera.

Kommentar: Dieses Vorgehen könnte seine Idee u.a. aus Vorfällen wie dem folgenden von 2014 bezogen haben: Die Natur schlägt zurück: Falke greift Drohne an


Bulb

In Greifswald wurde das erste Wasserstoffplasma erfolgreich gezündet - Dem Sonnenfeuer ein Schritt näher

In Greifswald ist es gelungen, ein Plasma aus Wasserstoff in der Fusionsanlage Wendelstein 7-X zu zünden. Damit hat der eigentliche wissenschaftliche Betrieb begonnen.

Wendelstein 7-X fusion reaktor
© dpa
Die Fusionsanlage Wendelstein 7-X in Greifswald hat ein wichtiges wissenschaftliches Etappenziel erreicht. Heute Nachmittag wurde um 15.35 Uhr in dem ringförmigen Apparat erstmals ein heißes Plasma aus Wasserstoff gezündet. Den symbolischen Startschuss der neuen Phase, der auch den Auftakt für den offiziellen wissenschaftlichen Betrieb der Anlage bedeutet, hat Bundeskanzlerin Angela Merkel höchstpersönlich gegeben.

Vom Kontrollzentrum aus ferngesteuert wurde das Magnetfeld hochgefahren und in das Vakuumgefäß von Wendelstein 7-X rund ein Milligramm Wasserstoffgas eingeleitet. Dann schaltete man für kurze Zeit die Mikrowellenheizung ein, die den Wasserstoff auf mehrere Millionen Grad erhitzte. Jubel brach aus unter den im Kontrollraum versammelten Wissenschaftlern und Beobachtern, als auf den Monitoren für hundert Millisekunden das helle Leuchten des Wasserstoff-Plasmas zu sehen war, das die Kameras aus der Anlage vor Ort übertrugen.

Das Sonnenfeuer auf Erden

„Das ist ein Meilenstein in der Fusionsforschung“, sagte Sibylle Günter, wissenschaftliche Direktorin des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik mit Hauptsitz in München, unter dessen Leitung Wendelstein 7-X entwickelt wurde. Mit der Anlage, die insgesamt mehr als eine Milliarde Euro gekostet hat und an der fast zwölf Jahre gebaut wurde, will man erforschen, ob es möglich ist, durch die kontrollierte Verschmelzung von Atomkernen - einem Prozess, der in der Sonne abläuft - auch auf der Erde Energie zu gewinnen. In Greifswald selbst soll es allerdings nicht zu einer Kernfusion kommen. Dazu ist das torusförmige Vakuumgefäß von Wendelstein 7-X trotz seines Durchmessers von 16 Metern nicht groß genug.

Beaker

Kaiserschnitt führt zum Mangel an wichtigen mütterlichen Bakterien - Mediziner testen Alternative

Bei einem Kaiserschnitt unterbleibt der Kontakt mit der mütterlichen Vaginalflora. Das könnte womöglich gesundheitliche Folgen haben - weshalb Mediziner nun selbst Hand anlegen.
säugling,baby,neugeborenes
© pixabay / Petr Kratochvil / CC0 CC0
Wenn Kinder auf natürliche Weise zur Welt kommen, erhalten sie bei der Passage durch den Geburtskanal eine Art "Starterpaket" nützlicher Bakterien. Bei einem Kaiserschnitt fehlt diese Vorbereitung. Deshalb haben Forscher um Maria Dominguez-Bello von der New York University jetzt händisch nachgeholfen: Insgesamt vier Neugeborene wurden von ihnen kurz nach dem Kaiserschnitt mit einem Tuch abgewischt, das die Forscher zuvor einige Zeit lang in der Scheide der Mutter platziert hatten.

Kommentar:


Nuke

Die Gier nach Rohstoffen und die Suche nach Atommüllendlagern gefährden den weltweiten Frieden und die Sicherheit

moon mining
Spätestens seit dem Ukraine-Konflikt, ist er wieder in aller Munde: ein neuer Kalter Krieg zwischen Russland und dem Westen - und dies nicht erst seit dem Ukraine-Konflikt, sondern auch in Bezug auf den Kampf um die Rohstoffe, so z.B. in der Arktis.

Dass nun ausgerechnet, das durch die Erderwärmung ausgelöste Abschmelzen des Polareises einen Kalten Krieg um Rohstoffe am Nordpol auslösen soll, entbehrt nicht einer gewissen Ironie - und Scheinheiligkeit, denn während westliche Staatschefs bei Klimakonferenzen lauthals den Klimawandel beklagen (Klimavertrag von Paris: Erfolg und Misserfolg führen zu einer Weltregierung), kommt ihnen dieser möglicherweise gar nicht so ungelegen, wenn es stimmt, dass das Abschmelzen des Eises in den Polarregionen (Treib)hausgemacht ist und zufällig den Weg zur Förderung kostbarer Bodenschätze frei macht (Die Klimaente zum Jahreswechsel: Der Nordpol taut mitten im Winter (Video)).

Anrainerstaaten erheben Anspruch auf Territorium am Nordpol

So erhob Russland bereits 2007 Anspruch auf einen Teil der Arktis, indem es am geografischen Nordpol mit Hilfe eines U-Boots in 4261 Meter Tiefe eine russische Flagge in den Meeresboden rammte und es hat 2015 erneut seine Präsenz in der Region demonstriert, indem es Kriegsschiffe aus dem Heimathafen Seweromorsk in die Barentssee entsendet hat.

Nebula

Todesstern in Zeitlupe: Super-massives schwarzes Loch schießt Jet 300.000 Lichtjahre weit

supermassive black hole
© nasa.gov
Eine Szene die an Star Wars erinnert. Die NASA veröffentlichte ein Bild, auf dem zu sehen ist was passiert, wenn der Energieausbruch eines super-massiven schwarzen Lochs sich quer durch eine Galaxie bewegt.

Eine Zusammenstellung von Bildern, die über die Zeit von 15 Jahren vom Chandra X-ray Observatory aufgenommen wurden sieht wie der Superlaser des Todessterns aus.

Aber keine Angst: Das Phänomen ist fast 500 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt und ist ein ganz normaler Vorgang in der Natur des Universums.

Es zeigt "eine gewaltige Gravitationsenergie" durch den intergalaktischen Raum wirbeln.

Lesen sie hier weiter auf Englisch: Slow-motion Death Star: Super-massive black hole blast travels 300,000 light years (PHOTO)
Übersetzt aus dem Original von Sott.net.

Beaker

Forscher bauen das kleinstes Fachwerk der Welt - Fast so stabil wie Diamant

Fast so fest wie Diamant: Forscher haben die kleinste Strebenkonstruktion der Welt erzeugt: Ein Metamaterial, dem nur 200 Nanometer dicke Streben aus glasartigem Kohlenstoff die Festigkeit verleihen. Dieses Nano-Fachwerk ist nicht nur fünffach kleiner als alle bisher bekannten Mikrogerüste, es ist außerdem noch sehr leicht und besonders fest: Im Verhältnis Dichte zu Stabilität wird es nur vom Diamant übertroffen, wie die Forscher im Fachmagazin "Nature Materials" berichten.

nano structure
© J. Bauer/ KITDas weltweit kleinste Fachwerk im Elektronenmikroskop
Metamaterialien sind im Nanomaßstab so maßgeschneidert, dass sie ungewöhnliche und besonders günstige Eigenschaften besitzen. Sie sind beispielsweise besonders stabil, brechen das Licht auf spezielle Weise und aus ihnen lassen sich sogar Tarnkappen und Tarnmäntel konstruieren. Jens Bauer vom Karlsruher Institut für Technologie haben nun ein Metamaterial konstruiert, das besonders leicht, aber trotzdem stabil ist.

Fachwerk-Streben im Nanometer-Maßstab

Vorbild für das neuen Material waren dabei verstrebte Strukturen der Natur: "Leichtbau-Werkstoffe wie Knochen und Holz findet man überall in der Natur", erklärt Bauer. "Sie vereinen hohe Tragkraft und kleines Gewicht und sind so ein Vorbild für mechanische Metamaterialien für technische Anwendungen."

Mars

Simulation der Mars-Umgebung: Antarktische Schleimpilze überleben 18 Monate außerhalb der ISS

Viterbo (Italien) - 18 Monate lang haben Schleimpilze aus der Antarktis in einem Experimentalkontainer außerhalb der Internationalen Raumstation (ISS) überlebt, während derer sie Bedingungen ausgesetzt waren, wie sie heute noch auf dem Mars vorherrschen. Einige der Proben überstanden zudem auch extremste Weltraumbedingungen.
Kryptoendolithische Mikroorganismen
© S. Onofri et al.Kryptoendolithische Mikroorganismen u.a. Kryomyzeen (s. Mirkokopaufnahme r.) bevölkern kleinste Risse in Quarzkristallen.
Wie die Forscher um Professor Silvano Onofri von der Università degli Studi della Tuscia und Rosa de la Torre Noetzel vom spanischen Instituto Nacional de Técnica Aeroespacial (INTA) aktuell im Fachjournal Astrobiology berichten, waren nach 18 Monaten noch 60 Prozent der Zellen der sogenannten Kryptoendolithen, Cryomyces antarcticus und Cryomyces minteri (s.Abb.) noch intakt und wiesen eine weiterhin stabile DNA auf. Gemeinsam mit einigen Kleinstflechten, gehören die mikroskopischen Schleimpilze zu den wenigen Lebewesen, die unter den extrem lebensfeindlichen Bedingungen in den McMurdo-Trockentälern der antarktischen Region Viktorialand - und damit in einer der trockensten und windigsten Gegenden der Erde - überleben können. Die hier vorherrschenden Umstände vergleichen Wissenschaftler mit den Bedingungen auf der heutigen Marsoberfläche.

Mars

Übereinstimmungen mit irdischen Ablagerungen: Mikroben auf dem Mars

Tempe (USA) - Auf Aufnahmen des NASA-Mars-Rovers „Spirit“ glauben US-Astrogeologen Strukturen entdeckt zu haben, bei denen es sich um Hinterlassenschaften von Mikroben handeln könnte. Tatsächlich gehen die Übereinstimmungen mit irdischen Silikatablagerungen, die das Resultat von biologischer Aktivität sind, in diesem Fall über die reine Ähnlichkeit zwischen Mars und Erde hinaus.
Mars-Krater Gusev Mikroben
© NASA/JPL-CaltechIm Mars-Krater Gusev hat der NASA-Rover „Spirit“ Silikatformationen entdeckt, die das Ergebnis mikrobischer Aktivität sein könnten.
Schon 2008 vermeldete „Spirit“ die Entdeckung von Ablagerungen des Minerals Opal im Marskrater Gusev. Doch das Mineral alleine ist nichts wirklich Ungewöhnliches: „Es ist seine Form: Seine äußeren Schichten sind mit kleinsten Knötchen bedeckt, die wie Blumenkohl ausschauen, der aus der roten Marserde treibt“, erläutern Steven Ruff und Jack Farmer von der Arizona State University und vergleichen die Strukturen mit von Mikroben erzeugten biogenen irdischen Stromatholiten.

Wie die beiden Wissenschaftler bereits Ende vergangenen Dezembers auf dem Jahrestreffen der American Geophysical Union (AGU) in San Francisco darlegten, seien es kürzliche Entdeckungen in der chilenischen Atacama-Wüste, die darauf hindeuten, dass die Opal-Silikate von Mikroben in die ungewöhnliche Form gebracht wurde.

Kommentar:


Sun

SOTT Fokus: Das Elektrische Universum - Teil 17: Die Erdung der Sonne

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© Sott.net

Teil 2: Der Begleiter der Sonne und der dazugehörige Kometenschwarm


Kapitel 17: Die Erdung der Sonne

Okay, lasst uns an dieser Stelle ein wenig rekapitulieren. Die Theorie des elektrischen Universums postuliert, dass Kometen, Planeten und Sterne gigantische Kondensatoren sind, welche konstant elektrische Ladungen untereinander austauschen und sich hin und wieder kräftig entladen. Im Fall der Sonne treten Entladungen zwischen ihrer Oberfläche und ihrer Doppelschicht, auch bekannt als Langmuir-Mantel, auf, welche sich hinter dem Pluto-Orbit befindet. Diese Entladungen nehmen die Form gewaltiger solarer Explosionen an, die einen kraftvollen Sonnenwind aus ionisierten Partikeln erzeugen, welche in Richtung der Grenzen des Sonnensystems strömen. Die Nettoladung dieses Sonnenwindes ist leicht positiv. Begleitet wird der Sonnenwind durch einen Elektronendrift in die entgegengesetzte Richtung, von der Heliosphährengrenze zur Sonne (siehe Abbildung 48).

Ionenfluss Sonne
© Sott.netAbbildung 48: Die Sonne erzeugt einen permanenten Fluss aus Ionen und Strahlung. Wo kommt diese Energie her?

Kommentar: Das vollständige Buch gibt es hier auf Englisch:
deutsch, pierre lescaudron, earth changes human cosmic connection, echcc