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Jetzt ist es offiziell: Erster Nachweis von Gravitationswellen

Die Sensation ist perfekt: Forscher haben erstmals Gravitationswellen nachgewiesen - fast genau hundert Jahre nachdem Albert Einstein diese Rippel in der Raumzeit postulierte. Gelungen ist der Nachweis mit den Detektoren des Laser Interferometer Gravitational-wave Observatory (LIGO) in den USA. Sie registrierten winzige Verschiebungen des Untergrunds durch die Gravitationswellen. Verursacht wurden diese Wellen durch die Verschmelzung zweier Schwarzer Löcher in rund 1,3 Milliarden Lichtjahren Entfernung.

gravitation waves
© LIGO/NSFZum ersten Mal haben Physiker Gravitationswellen direkt nachgewiesen.
Schon Anfang des Jahres wurde der Nachweis von Gravitationswellen als ein mögliches Highlight für 2016 vorhergesagt. Denn schon seit Herbst 2015 kursierten immer wieder Gerüchte darüber, dass das LIGO-Team Signale von Gravitationswellen gemessen haben könnte. Weil jedoch auch andere Erschütterungen Störsignale verursachen können, blieb man vorsichtig.

Schwarze Löcher im Kollisionstanz

Jetzt jedoch ist es amtlich: "Wir haben Gravitationswellen nachgewiesen - We did it", berichtet LIGO-Direktor David Reitze auf der Pressekonferenz in Washington. Die LIGO-Detektoren in Hanford, Washington und Livingston, Louisiana haben bereits am 14. September 2015 nahezu gleichzeitig ein Signal aufgefangen - ein Signal, wie es typischerweise durch die Verschmelzung zweier Schwarzer Löcher hervorgerufen wird.

"Das bemerkenswerte daran war, dass dieses Signal nahezu exakt dem glich, was Einstein für Gravitationswellen eines solchen Ereignisses vorhergesagt hat", so Reitze. Modelle zeigen, dass die Verschmelzung von zwei Schwarzen Löchern Wellen erzeugt, deren Frequenz langsam ansteigt bis sie dann nach einem Höhepunkt abbrechen. Die nun von den beiden LIGO-Detektoren eingefangenen Wellen gleichen nahezu exakt der Form der theoretisch vorhergesagten, wie LIGO-Sprecherin Gaby Gonzalez berichtet.

Sun

Ein neugeborener Stern mit atemberaubendem Lichtspiel

HD 97300
© European Southern ObservatoryEin neugeborener Stern erleuchtet in diesem neuen Bild vom La Silla-Observatorium der ESO in Chile die ihn umgebenden kosmischen Wolken. Staubteilchen in der riesigen Wolke, die den Stern HD 97300 umgeben, zerstreuen sein Licht wie bei einem Autoscheinwerfer im dichten Nebel und erzeugen den Reflexionsnebel IC 2631. Obwohl HD 97300 sich derzeit im Rampenlicht befindet, kündigt der Staub, der nur schwer zu übersehen ist, die Geburt weiterer zukünftiger Sterne an, die ihm die Show stehlen könnten.
Die leuchtende Region in diesem neuen Bild des MPG/ESO-2,2-Meter-Teleskops ist der auch als IC 2631 bezeichnete Reflexionsnebel. Wolken wie diese bestehen aus kosmischem Staub, der das Licht naher Sterne in den Weltraum reflektiert, wodurch sich ein atemberaubendes Lichtspiel ergibt, so wie auf dem Bild zu sehen ist. IC 2631 stellt den hellsten Nebel im Chamäleon-Komplex dar, einer großen Region aus Gas- und Staubwolken, die zahlreiche neugeborene und sich noch im Entwicklungsprozess befindliche Sterne verbirgt. Der Komplex befindet sich etwa 500 Lichtjahre entfernt im südlichen Sternbild Chamäleon.

IC 2631 wird von dem Stern HD 97300 angeleuchtet, einer der jüngsten - und außerdem massereichsten und hellsten - Sterne in der Umgebung. Die Region ist voll mit Material, aus dem Sterne entstehen können, was man anhand der Dunkelwolken erkennen kann, die in diesem Bild ober- und unterhalb von IC 2631 zu sehen sind.

Horse

Auch Pferde scheinen unsere Mimik deuten zu können

Warum das lange Gesicht? Pferde sehen uns offenbar an, wie wir uns fühlen - und reagieren entsprechend darauf.
pferd und mensch,pferd und frau
Pferde können offenbar einen aggressiv dreinblickenden Menschen von einem freundlichen unterscheiden, wie Forscher um Karen McComb von der University of Sussex in Brighton jetzt herausfanden. Die Wissenschaftler haben dazu 28 Pferden lebensgroße Fotos von Menschen vorgehalten und ihre Reaktion beobachtet. Bislang kannte man eine solche Fähigkeit eher von Hunden.

UFO

Umfrage unter Wissenschaftlern: Mehrheit befürwortet die akademische Erforschung von UFO-Phänomenen

Zürich (Schweiz) - Eine Umfrage unter Akademikern, deren Arbeit von EU-Forschungsgeldern unterstützt wird, hat gezeigt, dass eine Mehrheit dieser Forscher und Wissenschaftler eine Intensivierung und offizielle finanzielle Förderung der Erforschung unbekannter atmosphärischer Phänomene auf akademischem Niveau, wie sie allgemein als UFOs (Unidentifizierte FlugObjekte) oder auch UAPs (Unidentified Aerial Phenomenon = Unidentifizierte Luft-/Luftraum-Phänomene) bezeichnet werden, unterstützen. Von den Ergebnissen dieser Forschungen erhoffen sich die Befragten nicht zuletzt neue und bislang nicht absehbare Erkenntnisse in den Bereichen der Atmosphärenwissenschaften, der Photonik und darüber hinaus.
Hessdalen Phänomen
© Björn Gitle Hauge, Østfold Science Center, hessdalen.orgFotoaufnahme mit Spektralfilter (das farbige Spektrum ist im unteren Bildteil zu sehen) des gefilmten Hessdalen-Phänomens, aufgenommen in der Nacht vom 20. Auf den 21. September 2007 vom Berglager Rognefjell aus (Belichtungszeit: 30 Sekunden).
Wie Etienne Caron von der ETH Zürich und Pouya Faridi von der iranischen Shiraz University of Medical Sciences aktuell im Fachjournal Frontiers in Earth Science berichten, basieren sie Ihre Umfrage auf den sogenannten Hessdalen-Phänomenen bzw. Hessdalen-Lichtern, wie sie bereits seit Jahrzehnten (und wahrscheinlich sogar noch länger) über dem entlegenen norwegischen Hochtal Hessdalen beobachtet und seit den 1980er Jahren auch durch eine von verschiedenen Hochschulen finanzierte permanente Beobachtungsstation wissenschaftlich erforscht und dokumentiert werden (...GreWi berichtete).

Camera

Ein Auto, das über Wasser "laufen" kann - Der ATV Sherp

Wo dieses Auto nicht hinkommt, helfen nur noch Hubschrauber. Ein russischer Tüftler hat den ultimativen Offroader entwickelt. Jetzt geht das Amphibien-Monster in Serie.
atv sherp
© Sherp via YouTube
Wer in Russland "Offroad" sagt, meint das normalerweise auch so. Unendliche Wälder, Flusslandschaften, Sümpfe und Steppen erstrecken sich jenseits der Siedlungen im größten Land der Erde. Speziell die Sümpfe im Norden sind im Sommer eigentlich undurchdringlich. Weder zu Fuß noch mit herkömmlichen Land- oder Wasserfahrzeugen lassen sich die bodenlosen Moorlandschaften bezwingen. Was den russischen Erfindergeist seit jeher kräftig fordert und entsprechend außergewöhnliche Fahrzeuge hervorbringt. So wie den Amphibien-Geländewagen von Alexei Garagashyan.

ATV Sherp besteht fast nur aus Reifen

Garagashyan, ein Mechaniker aus Sankt Petersburg, beschäftigt sich schon länger mit unkonventionellen Lösungen bei Geländewagen, etwa beim Bau von Wettbewerbsfahrzeugen. Für sein eigenes Projekt eines schwimmfähigen Offroaders, der auch auf Schnee und der wabbeligen Oberfläche russischer Sümpfe zu bewegen ist, ging er einen verhältnismäßig einfachen Weg: er motorisierte vier Räder.

Was hier etwas merkwürdig klingt, ist tatsächlich so gemeint. Alexei Garagashyan konstruierte seinen Amphibien-Geländewagen um vier riesige Niederdruckreifen herum. Das komplette Gefährt besteht außen praktisch nur aus Reifen, Böschungs- oder Rampenwinkel sind für Garagashyans Amphibien-Geländewagen Themen aus einer anderen Welt. Angetrieben wird das Gefährt von einem unverwüstlichen Dieselmotor des japanischen Herstellers Kubota. Der Vierzylinder entwickelt aus 1,5 Liter Hubraum 44 PS. Mit diesem Motor treibt Garagashyan selbst entwickelte Achsen an, auf denen die Riesenräder montiert sind. Zur Kraftübertragung auf die Achsen dienen keine aufwändigen Differentiale und Antriebswellen, sondern Zahnräder und Ketten.

Syringe

Weiterer Erfolg: Forschern gelingt es, dass Mäuse für kurze Zeit kein Insulin benötigen

Wer an Typ-1-Diabetes leidet muss sich jeden Tag Insulin spritzen - wahrscheinlich sein Leben lang. US-Forscher vom MIT ist es nun aber gelungen, mittels Stammzellen Mäuse ein halbes Jahr lang von Diabetes zu befreien. Ihnen wurden Insulin produzierende Zellen injiziert.
Insulin produzierenden Zellen, stammzellen
© Flickr/Melissa Johnson/CC by 2.0Die neuen Insulin produzierenden Zellen könnten Patienten bis zu fünf Jahre vom täglichen Spritzen befreien.
Menschen mit Typ-1-Diabetes können kein Insulin produzieren. Aus diesem Grund sind sie auf tägliche Insulinspritzen angewiesen. Ein Forscherteam vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) und der Universität Harvard will genau das ändern. Nach jahrelanger Forschung ist es ihnen gelungen, bei Mäusen Diabetes für ein halbes Jahr auszuschalten. Dafür haben sie den Mäusen Insulin produzierende Zellen verabreicht.

Bei Typ-1-Diabetes-Patienten wurden die Insulin produzierenden Betazellen in den Langerhansschen Inseln der Bauchspeicheldrüse durch einen Autoimmunprozess vollständig zerstört. „Warum sich aber das Immunsystem gegen den eigenen Körper richtet, ist bisher nicht bekannt“, so das Deutsche Zentrum für Diabetesforschung.

Kommentar:


Chalkboard

Formgedächtnis-Legierungen für den Kühlschrank der Zukunft

Cooling system
© M. Schmidt, U. SaarlandPrinzipskizze des Kühlkreislauf-Prototyps.
Gekühlt wird auf der ganzen Welt: Kühlschränke laufen rund um die Uhr, Klima­anlagen kühlen Büros, Kühl­systeme halten Computer und Motoren in Gang. Und der Bedarf an Kühlung steigt mit dem Klima­wandel und der wachsender Welt­be­völkerung. Das wird nicht nur teuer, sondern belastet die Atmo­sphäre mit Treib­haus­gasen und durch den hohen Strom­ver­brauch mit Unmengen an Kohlen­dioxid - was wieder die Erder­wärmung befeuert. Eine umwelt­freund­lichere Kühl­methode entwickeln Stefan Seelecke und Andreas Schütze von der Uni des Saar­lands gemeinsam mit Gunther Eggeler und Jan Frenzel von der Uni Bochum. Ihr Verfahren kommt ohne klima­schädigende Kühl- oder Kälte­mittel aus und soll auch weniger Energie verbrauchen als bislang übliche Kühl-Techniken.

„Wir setzen Systeme mit Formgedächtnis-Legierungen ein, um Wärme abzu­trans­portieren“, erklärt Seelecke. „Form­ge­dächtnis bedeutet, dass Drähte oder Bleche aus der Legierung Nickel-Titan gewisser­maßen ein Erinnerungs­ver­mögen haben: Werden sie verformt, nehmen sie anschließend die alte Form wieder an. Hier­durch können sie wie Muskeln an- und ent­spannen. Den Effekt, dass sie dabei Wärme auf­nehmen und wieder abgeben, nutzen wir zum Kühlen.“

Blue Planet

Spektakuläre Polarlichter aus Sicht der ISS

earth aurora borealis
© ESA/ NASAPolarlichter über Kanada: Elektrisches Plasma der Sonne
Am Boden glimmen die Lichter der Zivilisation, darüber breiten sich Neonfarben aus. Die Ursache liegt 150 Millionen Kilometer entfernt.

Ein grün leuchtender Nebel aus dem All zieht über nächtlich illuminierten Großstädten dahin. Ganz schön gruselig, oder? "Ghostbusters"-Geisterjäger Dr. Egon Spengler hätte das Phänomen wahrscheinlich als außerordentlich große extraterrestrische Formation von Ektroplasma erklärt. Doch dabei handelt es sich nicht um weitere Screenshots der im Juli erwarteten zweiten Fortsetzung von "Ghostbusters".

Wobei Plasma schon das richtige Stichwort ist: Tatsächlich löst von der Sonne ausgesandtes elektrisches Plasma dieses Naturschauspiel aus. Mit einer Geschwindigkeit von 500 bis 800 Kilometern pro Sekunde treibt es durchs All, bis es nach zwei bis vier Tagen die 150 Millionen Kilometer entfernte Erde erreicht.

Dort wird zwar der größte Teil durch das Magnetfeld der Erde umgelenkt und strömt an unserem Planeten vorbei. In der Nähe der Pole durchdringen allerdings die Linien des terrestrischen Magnetfelds die Atmosphäre. Dort können die Plasmateilchen leicht auf Sauerstoff- und Stickstoffatome treffen und sie ionisieren. Bei einem weiteren Prozess verströmen die Atome dann das sogenannte Polarlicht, auch Aurora genannt.

Info

Strategisches Verstecken von Futter: Raben beziehen auch unsichtbare Nahrungskonkurrenten in ihr Handeln ein

Können Raben sich in Artgenossen hineinversetzen? Grundsätzlich ja, sagen Forscher aus Wien, denn sie beziehen auch unsichtbare Nahrungskonkurrenten in ihr Handeln ein.
Rabe, Kolkrabe
© Christine Walter
Wenn es um ihr Lieblingsessen geht, sind Raben zu einer bislang nicht vermuteten abstrakten Denkleistung fähig: Sie berücksichtigen mögliche Nahrungskonkurrenten, selbst wenn sie diese nicht direkt sehen können, wie Thomas Bugnyar von der Universität Wien und Kollegen berichten.

Rabenvögel lagern einen Teil ihrer Nahrung in Futterdepots, um zu einem späteren Zeitpunkt darauf zurückzugreifen. Dass sie dabei auf anwesende Artgenossen und potenzielle Nahrungskonkurrenten reagieren, ging bereits aus älteren Forschungsarbeiten hervor. Beispielsweise veranlassten die Blicke von Konkurrenten oder überlegenen Artgenossen den zu den Rabenvögeln zählenden Westlichen Buschhäher (Aphelocoma californica), seine Nahrung in einem unbeobachteten Moment in neue Verstecke zu schaffen. Hingegen störte es ihn nicht, wenn sein Brutpartner sah, wo er das Futter deponierte.

Kommentar:


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SOTT Exklusiv: China blamiert deutsche Ingenieure bis auf die Knochen - Fusionsreaktor läuft aus dem Stand 102 Sekunden lang

fusion reactor china
© Iain ThomsonDer Fusionsreaktor EAST in China
Es ist erst wenige Tage her, da hat Angela Merkel mit großem Getöse den experimentellen Fusionsreaktor nach dem Stellarator Design in Greifswald in Betrieb genommen, und schon zeigen die Chinesen den Europäern, wo der in Sachen Fusion der Hammer hängt.

Seit Jahrzehnten quälen sich vor allem die deutschen Ingenieure, das Fusionsplasma einigermaßen stabil zu halten und waren schon froh, wenn man es schaffte, einige Millisekunden einen stabilen Zustand zu erreichen. Es wurde nach Leibeskräften gebaut und geforscht, so wurde es uns zumindest nach Außen hin präsentiert und man klagte immerzu "oh weh, diese so unglaublich komplizierte Technik ist eben kaum zu beherrschen" und so schob man ein aufs andere Mal den erwarteten Erfolg in die ferne Zukunft.

Doch nun hat China sich wohl gedacht, diesem traurigen Schauspiel endlich ein Ende zu machen und zeigte den Schnecken aus Greifswald und Cadarache, was man so alles erreichen kann, wenn man es nur will. Ihr Reaktor, der Experimental Advanced Superconducting Tokamak (EAST) in Hefei, Hauptstadt der ostchinesischen Provinz Anhui, hat es geschafft, sein Wasserstoffplasma bei einer Temperatur von 50 Millionen Grad unglaubliche 102 Sekunden lang aufrecht zu erhalten. Ein echter Schlag ins Gesicht der deutschen Ingenieure und Wissenschaftler, und ein Berechtigter noch dazu.