
© Iain ThomsonDer Fusionsreaktor EAST in China
Es ist erst wenige Tage her, da hat Angela Merkel mit großem Getöse den experimentellen Fusionsreaktor nach dem Stellarator Design in Greifswald
in Betrieb genommen, und schon zeigen die Chinesen den Europäern, wo der in Sachen Fusion der Hammer hängt.
Seit Jahrzehnten quälen sich vor allem die deutschen Ingenieure, das Fusionsplasma einigermaßen stabil zu halten und waren schon froh, wenn man es schaffte, einige Millisekunden einen stabilen Zustand zu erreichen. Es wurde nach
Leibeskräften gebaut und geforscht, so wurde es uns zumindest nach Außen hin präsentiert und man klagte immerzu "oh weh, diese so unglaublich komplizierte Technik ist eben kaum zu beherrschen" und so schob man ein aufs andere Mal den erwarteten Erfolg in die ferne Zukunft.
Doch
nun hat China sich wohl gedacht, diesem traurigen Schauspiel endlich ein Ende zu machen und zeigte den Schnecken aus Greifswald und
Cadarache, was man so alles erreichen kann, wenn man es nur will. Ihr Reaktor, der Experimental Advanced Superconducting Tokamak (EAST) in Hefei, Hauptstadt der ostchinesischen Provinz Anhui, hat es geschafft, sein Wasserstoffplasma bei einer Temperatur von 50 Millionen Grad unglaubliche 102 Sekunden lang aufrecht zu erhalten. Ein echter Schlag ins Gesicht der deutschen Ingenieure und Wissenschaftler, und ein Berechtigter noch dazu.
Kommentar: