Wissenschaft und TechnologieS


Question

Unentdeckte Krankheit oder andere Gene? Mann aus Illinois mit einzigartiger Fähigkeit, ohne Hilfsmittel Objekte an seinen Kopf zu kleben

Als »Canhead« wurde Jamie Keeton aus Evergreen Park in Illinois inzwischen weltberühmt, denn er besitzt die einzigartige Fähigkeit, ohne Hilfsmittel Objekte an seinem Kopf zu befestigen.
Canhead,jamie keaton
Jamie Keeton "Canhead" aus Evergreen Park in Illinois besitzt die einzigartige Fähigkeit, ohne Hilfsmittel Objekte an seinem Kopf zu befestigen.
Der 47-jährige US-Amerikaner verdankt diese Begabung einer äußerst ungewöhnlichen Krankheit, die derart selten ist, dass die Ärzte noch nicht einmal einen Namen für sie haben. Er entdeckte dieses einmalige Talent bereits als Siebenjähriger, als er merkte, dass seine Spielsachen ständig an seinem Körper hängen blieben. Oft entstanden dabei auch lustige Situationen, so auch beim Ballspielen vor 23 Jahren: „Ich hatte versucht, meinen Kopf etwas abzukühlen, denn es war ein sehr heißer Tag. Und ganz plötzlich kam der Ball geflogen, ich versuchte, ihn zu fangen ... doch ich verpasste ihn. Dann fragte ich, wo eigentlich mein Getränk abgeblieben wäre und alle fingen an zu lachen, denn die Flasche haftete an meinem Hinterkopf und die Flüssigkeit lief heraus“.

Beaker

Zum ersten Mal gelungen: Mit Stammzellen menschliches Ohr auf Ratte wachsen zu lassen - Ziel: Organhandel

Zum ersten Mal haben es Wissenschaftler geschafft, mittels Stammzellen ein ausgewachsenes, menschliches Ohr am Rücken einer Ratte wachsen zu lassen.
ratte mit menschlichem ohr
© University of Tokyo & Kyoto University
Die japanischen Wissenschaftler der Universität Tokio und der Universität Kyoto nutzten dafür ein spezielles Verfahren und pflanzten menschliche, pluripotente Stammzellen in die Ohrknorpelzellen von Laborratten ein. Um dem Ohr die richtige Gestalt zu verleihen, wurden diese Zellen dann mit einer Art biologischer Röhrchen grob in Form gebracht. Diese Ohrform wurde dann später unter die Haut einer lebenden Ratte implantiert und die Zellen noch etwa zwei Monate wachsen gelassen. Anschließend wurden die Röhrchen entfernt und man hatte ein menschliches Ohr von etwa fünf Zentimetern Größe.

Kommentar:


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Erbgutanalyse ergibt: Genpool Indiens ist sehr vielfältig - Anfänge der brahmanischen Elitekaste sichtbar

Das Erbgut Indiens ist schön bunt gemischt - mit einer Ausnahme: Bis heute ist im Erbgut deutlich zu erkennen, wann die brahmanische Elitekaste begann, unter sich zu bleiben.
indische kinder,inder,indische abstammung
© fotolia / V.R. Murralinath
Der gesamtindische Genpool speist sich aus mindestens fünf größeren Quellen und ist damit vielfältiger als bislang angenommen: Mindestens drei weitere Gruppen von Einwanderern haben in den letzten Jahrtausenden ihre Spuren in den ältesten süd- und nordindischen Urpopulationen hinterlassen. Dies ergaben vergleichende Genanalysen von 367 Menschen aus 20 verschiedenen Ethnien des Subkontinents, auf dem heute mehr als ein Sechstel der Erdbevölkerung heimisch ist. Neben den beiden großen, ursprünglichen nördlichen und südlichen Genstammlinien findet sich ein deutlicher Einfluss von Menschen aus Südasien sowie von tibetobirmaischen Zuwanderern, berichten Genanalytiker des National Institute of BioMedical Genomics in Südbengalen. Im Erbgut der Jäger und Sammler der indischen Andamanen-Inseln sind zudem Erbgutspuren gemeinsamer Ahnen mit heutigen Pazifikinsulanern auszumachen.

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Speicherkapazität unseres Gehirns kann mühelos das gesamte Internet aufnehmen

Neurophysiologen vom Salk Institute for Biological Studies in La Jolla (USA) haben festgestellt, dass unser Gehirn eine Speicherkapazität aufweist, welches mühelos das Daten-Volumen des gesamten Internets aufnehmen könnte.
gehirn nervenzellen,nervenfasern gehirn
© Xiawei Ou, University of Arkansas for Medical SciencesNervenfasern des menschlichen Gehirns
Die Wissenschaft geht davon aus, dass unsere Erinnerungen in Form von elektrischen Impulsen und chemischen Signalen in einem isolierten Teil des Gehirns abgespeichert werden, der Hippocampus genannt wird. Um zu ermitteln, wie diese Vorgänge im Einzelnen stattfinden, erstellten die US-Forscher nun ein repräsentatives Computermodell eines Teils des Hippocampus von der Größe einer Blutzelle. Dabei entdeckten die Neuro-physiologen etwas sehr Außergewöhnliches, denn es zeigte sich, dass viele Nervenzellen mit den selben Nachbarszellen nicht nur mit einer einzigen Synapse verbunden sind, sondern auch mit zahlreichen anderen Synapsen. Da die Synapsen in ihrer Größe und Umfang alle etwa gleich waren, deutete alles darauf hin, dass sie dem Modell praktisch zwei Kopien des ein und dem selben Signals übermittelten.

Kommentar: Wäre natürlich schön, wenn diese Kapazität auch genutzt werden würde...


Galaxy

Manche Planeten umkreisen statt Sonne schwarzes Loch - Ist Leben auf solchen Planeten möglich?

Filmszene aus „Interstellar“: Raumschiff Anflug auf Planeten
© Paramount/Warner Brothers/The Kobal CollectionFilmszene aus „Interstellar“: Irdisches Raumschiff beim Anflug auf einen Planeten, der ein Schwarzes Loch umkreist. (Illu.)
Olomouc (Tschechien) - Für diejenigen, die den Film „Interstellar“ nicht gesehen haben, dürfte das Konzept von Planeten, die statt einer Sonne ein Schwarzes Loch umkreisen, zunächst bizarr klingen. Tatsächlich halten Astrophysiker solche Systeme nicht nur für möglich, sondern haben nun auch berechnet, dass einige derartiger Planeten sogar Leben hervorbringen und erhalten könnten.

Während ein Schwarzes Loch meist als unersättlich gefräßiger Staubsauger angesehen wird, dessen unvorstellbar großer Schwerkraft nicht einmal das Licht entkommen kann, haben tschechische Wissenschaftler um Tomás Opatrný von der Univerzita Palackého v Olomouci, nun ein Phänomen beschrieben, wie Planeten, die ein Schwarzes Loch genau entfernt genug umkreisen, um zwar gravitativ an dieses gebunden, nicht aber davon verschlugen zu werden, lebensfreundliche Bedingungen aufweisen könnten.

Wie die Forscher aktuell vorab auf „ArXiv.org“ beschreiben, handelt es sich dabei um einen bizarren thermodynamischen Effekt, der genau entgegengesetzt zu jenem Effekt funktioniert, dem unsere Erde aufgrund der Wärmeabstrahlung unserer Sonne unterworfen ist.

Kommentar: Neben interessanten Spekulationen und Annahme-Modellen wie diesen gibt es auch einige bemerkenswerte Entdeckungen:


Robot

Mindcontrol per Chip im Gehirn - Psychopathen träumen von dem 'perfekten Soldaten'

Terminator
© Sony Pictures Releasing CIS
Das Pentagon entwickelt ein Implantat, über das das Gehirn eines Soldaten direkt mit einem Computer verbunden werden kann und so den Datenaustausch ermöglichen soll. Das berichtet die Webseite ScienceAlert.

Das Programm Neural Engineering System Design (NESD) wird vom US-Militär im Rahmen der BRAIN Initiative (Brain Research through Advancing Innovative Neurotechnologies) mit Unterstützung von Barack Obama umgesetzt.

Mit der Entwicklung eines neuronalen Interface befasst sich die Defence Advanced Research Projects Agency (DARPA). Das ist ein Biosensor, nicht größer als ein Kubikzentimeter. Das Interface ermöglicht die Umwandlung von elektrochemischen Signalen der Neuronen in einen Binärcode und umgekehrt.

Kommentar: Gruselig und ein wenig beunruhigend. Wie verlockend erscheint es doch, einfach das Gehirn eines Soldaten so zu manipulieren, dass Angst und Empathie einfach bei Bedarf ausgeschaltet werden können? Der programmierbare Mensch, ein Traum des Psychopathen von totaler Kontrolle.


Question

Die rätselhaften Störeffekte in der Astronomie: Anomalien im interstellaren Gas sollen Urheber sein

Astronomen identifizieren Anomalien im interstellaren Gas als Urheber rätselhafter Störeffekte
Radiotelekope des CSIRO Compact Array in Australien
© Alex CherneyMit den Radiotelekopen des CSIRO Compact Array in Australien gelang es den Astronoen, ein Extremes Streuungs-Ereignis in flagranti zu ertappen.
In flagranti ertappt: Mysteriöse Anomalien im interstellaren Gas könnten für Störeffekte bei der Radioastronomie verantwortlich sein. Denn in diesen Gaswolken existieren offenbar Verdichtungen, die wie dünne Schichten oder hohle Nudeln im Gas liegen. Das zeigte sich, als Astronomen erstmals ein solches Störereignis in Echtzeit entdeckt und über längere Zeit beobachtet haben. Wie diese Gebilde aber entstehen und woraus sie bestehen, bleibt unbekannt, so die Forscher im Fachmagazin Science.

Schon vor 30 Jahren beobachteten Astronomen ab und zu ein mysteriöses Phänomen, wenn sie weit entfernte Quasare mit Radioteleskopen untersuchten: Irgendetwas im Vordergrund schien die Strahlung so zu streuen, dass ihre Intensität wild fluktuierte. Doch ließ sich weder ein Himmelskörper, noch eine Galaxie ausmachen, die für diesen Streuungseffekt verantwortlich sein könnte. Stattdessen gab es dort nur das ganz normale interstellare Gas.

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Seltener und einer der ältesten Funde: 200 Millionen Jahre alter Raubsaurier in Wales entdeckt

Fossil ist einer der ältesten und vollständigsten Jura-Dinosaurier Europas
Raubsaurier, Dracoraptor hanigani
© Bob NichollsSo könnte der junge Dracoraptor hanigani ausgesehen haben.
Paläontologen haben in Wales einen seltenen Fund gemacht: Sie entdeckten das Fossil eines jungen Raubsauriers, der aus dem frühen Jura stammt - einer Zeit, aus der in Europa kaum Dinosaurier-Fossilien existieren. Zudem ist das Dinosaurier-Skelett zu gut 40 Prozent erhalten - auch das ist für diese Ära eine rechte Rarität, wie die Forscher im Fachmagazin PLOS ONE berichten. Der Dracoraptor getaufte Raubsaurier war eher klein und wendig, aber noch nicht voll ausgewachsen.

Nach gängiger Theorie erlebten die Theropoden, die zweibeinig laufenden Raubsaurier, mit dem Beginn des Jura-Erdzeitalters ihren großen Aufstieg. Damals müssen in kurzer Zeit viele neue Arten dieser Sauriergruppe entstanden sein. Doch Fossilien aus dieser Zeit sind extrem rar und größtenteils unvollständig. Entsprechend wertvoll sind Funde wie die kürzlich auf der schottischen Insel Skye entdeckten Dinosaurier-Spuren aus dem Jura.

Kommentar:


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Schwede entdeckt neue Vogelart in Indien: Die Himalayawalddrossel verriet sich durch ihren Gesang

Die Drosselfamilie ist um eine Art reicher: Die Himalajawalddrossel gehört zu den seltenen ornithologischen Neuentdeckungen auf dem asiatischen Festland.
Himalayawalddrossel,neue vogelart
© Per Alström
Es kommt selten vor, dass Biologen in Indien noch neue Vogelarten vorstellen können. Der Subkontinent gilt durch Generationen an britischen und indischen Ornithologen als gut untersucht. Einem Schweden gelang jedoch eine Neuentdeckung: Per Alström von der Universität Uppsala und sein Team stellten in "Avian Research" die Himalajawalddrossel (Zoothera salimalii) vor - es ist erst die vierte neu beschriebene Vogelart in Indien seit 1947. Sie wurde bislang schlicht übersehen, weil sie der weit verbreiteten und bekannten Felserddrossel (Z. mollissima) zum Verwechseln ähnlich sieht. Während einer Feldstudie im westlichen Teil des indischen Bundesstaats Arunachal Pradesh fiel Alström und Co im Jahr 2009 jedoch auf, dass sich der Gesang von Drosseln in den alpinen Hochlagen deutlich von dem ihrer vermeintlichen Artgenossen in den darunterliegenden Bergwäldern unterschied. Während die Waldvertreter relativ abwechslungsreich und musikalisch zwitscherten, hörte sich das Lied der Offenlandbewohner rauer und krächzender an.

Butterfly

Viel empathischer als Psychopathen: Präriewühlmäuse - Gegenseitiges Kuscheln nach Stress

Dass Präriewühlmäuse extrem treue Tiere sind, war bereits bekannt. Jetzt haben US-Forscher noch eine weitere Eigenschaft nachgewiesen: Die Nager sind besonders empathisch - und das könnte auch Auswirkungen für den Menschen haben.
präriewühlmaus
Wenn ein nahestehender Artgenosse gestresst ist, zeigen zahlreiche Tiere Mitgefühl: Hunde gehören dazu, Delfine auch, Elefanten ebenso. Die Liste muss nun um eine weitere Tierart ergänzt werden - um Präriewühlmäuse. Die Nager zeigen ein ganz ähnliches Empathie-Verhalten, wie es in einer am Donnerstag vom US-Wissenschaftsmagazin Science veröffentlichten Studie heißt.

Forscher des Yerkes National Primate Research Centers der Emory Universität im US-Bundesstaat Georgia hatten dafür zusammenlebende Präriewühlmäuse getrennt und einer von ihnen leichte Elektroschocks verpasst. Danach brachten sie die Tiere wieder zusammen. Sofort habe der zurückgelassene Nager mit der Fellpflege bei seinem Artgenossen begonnen.