Diese faszinierende Figur der Unendlichkeit, die die Sonne in den Himmel zeichnet ist ein phantastischer Anblick, benötigt aber ein ganzes Jahr hingebungsvoller Arbeit eines Photographen.
Ein Veteran der Astrophotographie
Giuseppe Petricca machte die Bilder von Sulmona, Abruzzo, Italien aus mit einer Nikon Coolpix P90 Bridge. Die Punkte erzeugen eine geschwungene acht-förmige Kurve an den Stellen, wo die Sonne jeden Tag zur gleichen Zeit im Himmel steht. Eine Komposition der Bilder ergibt ein Muster, genannt
solares Analemma.

© Giuseppe Petricca
Richard Martin
heise.deMo, 18 Jan 2016 06:43 UTC

© CC BY-SA 3.0 / Wikipedia
Start-ups, die an der Entwicklung von Atomkraftwerken der nächsten Generation arbeiten, tun sich nicht leicht, das nötige Geld zusammenzubekommen. Zwei von ihnen haben jetzt jedoch neues Kapital erhalten.Einer der viel versprechendsten Entwickler von neuartigen Kernkraftwerken, das kanadische Start-up
Terrestrial Energy, hat sich
7 Millionen Dollar neues Kapital gesichert. Die Summe ist zwar relativ niedrig. Dennoch ist sie aber ein wichtiges Signal, dass der Privatsektor bereit sein könnte, innovative Kernreaktoren zu finanzieren, weil die Suche nach Möglichkeiten zur Stromerzeugung ohne oder mit geringen CO
2-Emissionen intensiver wird.
Laut Third Way, einer Denkfabrik aus Washington, wurden bislang mehr als 1,3 Milliarden Dollar an privatem Kapital in nordamerikanische Unternehmen investiert, die an neuen Technologien für Kernreaktoren arbeiten. Ein großer Teil dieses Geldes ist allerdings in Unternehmen geflossen, die sich mit Kernfusion beschäftigen. Diese Technologie befindet sich in einem weitaus früheren Stadium als solche, die mit Spaltung als der konventionellen Form von Kernkraft arbeiten.
Kommentar: Trotz aller
Phantasien über grüne Energien, sind Atomkraftwerke auch Heute noch die einzige Technologie, die unabhängig und kompakt große Mengen Strom nach Bedarf liefern kann.
Konventionelle Kraftwerke verbrauchen große Mengen Rohstoffe wie Kohle, Öl oder Gas, während Heute schon Atomreaktoren technologisch möglich sind, die ihren Brennstoff sogar
selbst erzeugen. Die Gefahren ergeben sich aus dem Design des Kraftwerks an sich, nicht der Idee der Kernspaltung selbst. Mit genügend Forschungsgeldern wäre es ein gangbarer Weg, nukleare Technologien zu entwickeln, die nicht die ständige Gefahr einer Kernschmelze mit sich bringen und so zumindest eine zuverlässige, stabile und preiswerte Grundversorgung garantieren, etwas, von dem wir derzeit, dank der
wankelmütigen Ökostrom-Welle, nur träumen können.
Es ist indes keine Frage, dass die Energiegewinnung aus Kernspaltung keine dauerhafte Lösung des Energieproblems darstellen kann, schon aufgrund der Abfallprodukte. Jedoch dank des allgegenwärtigen Streben nach Profit, werden bessere Technologien kaum oder überhaupt nicht gefördert und unkonventionelle Ansätze gar schlicht ignoriert.
Zu glauben, man könne den wachsenden Energiehunger durch Sonne und Wind effektiv und dauerhaft decken, ist genauso illusorisch wie die Annahme, dass alte und anfällige Technologien dazu in der Lage wären. Allein schon deshalb ist jeder neue Ansatz für Technologie, die unabhängige Energie im Gigawatt-Bereich verspricht, ein Schritt in die richtige Richtung.
Judith Merkelt
SpektrumSo, 10 Mai 2015 00:00 UTC
Wir alle beherbergen ein Leben lang Zellen unserer Mutter in uns - und diese ein paar Zellen von uns. Aus medizinischer Sicht hat dieser Mix verblüffende Auswirkungen.
Von Ihrer Mutter mögen Sie die Augenfarbe geerbt haben, vielleicht Ihren Sinn für Humor und natürlich die Hälfte Ihrer DNA. Doch eine spezielle Erbschaft ist zu Unrecht kaum bekannt: Unter den 100 Billionen Zellen Ihres Körpers finden sich mit hoher Wahrscheinlichkeit auch solche, die direkt von Ihrer Mutter stammen. Und auch das Gegenteil ist der Fall: Vermutlich hat jeder von uns seiner Mutter noch im Mutterleib ein paar eigene Zellen vermacht, die dort seit Jahrzehnten ein Eigenleben führen.
Als Wissenschaftler im Jahr 1979 auf dieses Phänomen aufmerksam wurden, glaubten sie noch an eine seltene Laune der Natur. Dass
in Gewebeproben einer Frau männliche Zellen auftauchten, war reichlich unerklärlich: Woher sollten solche Eindringlinge stammen? Mit einem Fachaufsatz machten sie die Sache bekannt. Doch kaum jemand ging auf ihre Frage ein.
Daniel Lingenhöhl
SpektrumFr, 15 Jan 2016 00:00 UTC
Das Eis der Antarktis verbirgt eine überraschend vielfältige Landschaft. Neben unbekannten Gebirgen existieren wohl auch gewaltige Schluchten.

© NASA, GSFC
Unter dem zwei bis drei Kilometer mächtigen Eispanzer des Prinzessin-Elisabeth-Landes in der östlichen Antarktis verbirgt sich womöglich ein Schluchtensystem, das alle anderen bekannten Einschnitte der Erde übertrifft - zumindest auf dem Festland. Auf Grund von
Satellitendaten vermuten Stewart Jamieson von der Durham University und sein Team, dass sich hier ein rund 1000 Kilometer langer und an verschiedenen Stellen 1000 Meter tiefer Canyon befinden könnte - er wäre damit bedeutend größer als beispielsweise der Grand Canyon, der nicht einmal halb so lang ist. In seinen
Dimensionen übertrifft er zudem einen auf Grönland vor wenigen Jahren nachgewiesenen Einschnitt. Stellenweise konnten die Forscher die Ausdehnung der Schlucht bereits sogar mit Radardaten bestätigen: Diese zieht sich demnach vom Inneren des Ostantarktischen Eisschildes bis zur Küste hin.
Quasare sind weit entfernte Galaxien, die sehr aktive supermassereiche schwarze Löcher in ihrem Zentrum beherbergen, die gewaltige Jets aus Teilchen und Strahlung ausstoßen. Die meisten Quasare leuchten sehr hell, aber ein kleiner Bruchteil dieser Objekte zählt zu einer ungewöhnlichen Unterart, die als Hot DOGs - Hot Dust-Obscured Galaxies - bezeichnet werden. So auch die Galaxie W2246-0526, die leuchtkräftigste uns bekannte Galaxie im Universum. Zum ersten Mal nutzte nun ein Forscherteam unter der Leitung von Tanio Díaz-Santos von der Universidad Diego Portales in Santiago de Chile die einzigartigen Fähigkeiten von ALMA, um in das Innere von W2246-0526 hineinzuspähen und die Bewegung ionisierter Kohlenstoffatome zwischen den Sternen der Galaxie zu messen.

© D. Berry, SkyWorks / ALMAKünstlerische Darstellung von W2246-0526. Die Galaxie ist derart turbulent, dass sie vermutlich irgendwann ihren gesamten Vorrat an Gas ausgestoßen haben wird.
„Wir haben große Mengen interstellarer Materie in einem extrem stürmischen und dynamischen Stadium vorgefunden. Sie rast mit etwa zwei Millionen Kilometern pro Stunde durch die Galaxie“, erläutert Díaz-Santos. Die Astronomen gehen davon aus, dass dieses stürmische Verhalten mit der extremen Leuchtkraft der Galaxie in Zusammenhang steht. W2246-0526 strahlt so viel Licht ab wie schätzungsweise 350 Billionen Sonnen. Diese überraschend große Helligkeit wird durch eine Scheibe aus überhitztem Gas angetrieben, das spiralförmig in das supermassereiche schwarze Loch im Zentrum der Galaxie fällt. Das Licht dieser Akkretionsscheibe kann nicht auf direktem Wege entkommen, es wird von einer umgebenden dichten Staubdecke absorbiert, die dann die Energie im Infrarot-Bereich wieder emittiert.
Deutsch-amerikanischem Physikerteam gelingt es, den Phasenübergang von Vanadiumdioxid so zu regulieren, dass die Übergangstemperaturen präzise eingestellt werden können
Deutsch-amerikanischem Physikerteam gelingt es, den Phasenübergang von Vanadiumdioxid so zu regulieren, dass die Übergangstemperaturen präzise eingestellt werden können
Im einen Moment siehst du etwas, doch im nächsten ist es plötzlich verschwunden: In Büchern und Filmen gelingt es Zauberern mühelos, einen undurchsichtigen Körper in einen transparenten zu verwandeln. Doch auch in der Realität gibt es Materialien, die dieses Kunststück vollbringen können: Man nennt diese Eigenschaft Phasenübergang. Das bedeutet, dass das Material abhängig von seiner Temperatur oder einem äußeren elektrischen Feld von einem transparenten in einen trüben Zustand wechseln kann.
Jüngst ist es einem internationalen Team von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern verschiedener Forschungseinrichtungen - unter Beteiligung der Friedrich-Schiller-Universität Jena - gelungen, den Phasenübergang von Vanadiumdioxid so zu regulieren, dass sie die Übergangstemperaturen präzise selbst einstellen können. Die Forschungsarbeit, die heute in der Fachzeitschrift
Nano Letters veröffentlicht wurde, könnte zu neuen Arten von veränderbaren Materialien für die Optik und die Wärmeregulierung führen.
Nach dem jüngsten Ausbruch eines der aktivsten Kilauea-Vulkane auf Hawaii ist ein mysteriöses, schwarzes Ei aus dem Inneren der Erde an die Oberfläche gekommen. Das hat selbst Wissenschaftler in Staunen versetzt, berichtet „Daily Mail“.
Screenshot: Video unten...
Der erstaunliche Fund wurde auf einer Höhe von rund 100 Meter über der Lavasee-Obefläche gefunden. Die Experten haben die Herkunft des Objektes bereits feststellen können: Es ist ein Lava-Fragment. Die Lava kühlt sich gewöhnlich an der Luft ab und erstarrt in Form einer Träne. Bemerkenswert ist aber, dass dieses Objektes völlig hohl ist.
Die Wissenschaftler des Vulkan-Observatoriums auf Hawaii haben dem schwarzen Lawa-Ei den Namen „Pele-Träne“ gegeben. Pele ist nach hawaiischem Glauben eine Feuer- und Vulkangöttin.
Kommentar: Es gibt unzählige andere Mysterien. Hier ein kleiner Auszug:
Nur 15 Kilometer groß, aber 20 Mal heller als die gesamte Milchstraße: Eine neuentdeckte kosmische Lichtquelle lässt Astronomen rätseln. Könnte es sich um eine außergewöhnlich helle Sternenexplosion handeln? Wenn ja, wäre dies die mit Abstand leuchtstärkste Supernova, die je beobachtet wurde, wie die Forscher im Fachmagazin "Science" berichten. Noch aber ist können sie über die wahre Natur dieses kosmischen Leuchtfeuers und seine Energiequelle nur spekulieren.
© Wayne RosingHandelt es sich bei der rätselhaften Lichtquelle um eine extreme Supernova?
Hat ein massereicher Stern seinen Fusionsbrennstoff aufgebracht, explodiert er in einer Supernova - er leuchtet am Himmel plötzlich besonders hell auf. Im Extremfall kann eine solche Sternenexplosion sogar extrem energiereiche
Gammablitze erzeugen. Auch
Weiße Zwerge, die von nahen Sternenpartnern zu viel Materie abgesaugt haben, können zur Supernova werden. So weit, so bekannt.
Doch was Subo Dong vom Kavli Institute for Astronomy and Astrophysics in Peking und seine Kollegen am 14. Juni 2015 entdeckt haben, passt in keine der bekannten Supernova-Kategorien. Sie beobachteten im Rahmen des All Sky Automated Survey for Supernovae (ASAS-SN), einem Projekt, das mit einem weltweiten Netzwerk aus zusammengekoppelten automatischen Teleskopen nach Sternenexplosionen sucht, das Aufleuchten einer außergewöhnlich hellen Lichtquelle am Himmel.
Die NASA hat eine neue Farbaufnahme einer Struktur auf dem Zwergplaneten Pluto veröffentlicht, bei der es sich möglicherweise um einen Eis- bzw. Kryovulkan handelt. Sollte dies stimmen, deutet alles daraufhin, dass Pluto noch in jüngerer Vergangenheit vulkanisch aktiv war und vielleicht sogar heute noch ist.

© NASA/JHUAPL/SwRIFarbaufnahmen des vielleicht größten Vulkans im äußeren Sonnensystem, Wright Mons.
Washington (USA) - Die Aufnahme selbst stammt von 15 Juli 2015 als die NASA-Sonde „New Horizons“ am Pluto-System vorbeiflog. Sie zeigt einen von zwei von den Missionswissenschaftlern schon zuvor ausgemachten potentiellen Kryovulkanen auf der Plutooberfläche (...
GreWi berichtete).
Die bislang noch von der NASA informell auf die Bezeichnung Wright Mons getaufte Struktur handelt es sich um einen 150 Kilometer durchmessende und 4 Kilometer hohen Berg, dessen Spitze offenbar ein Krater bildet. „Sollte es sich hierbei tatsächlich um einen Vulkan handeln, so wäre es die größte derartige Struktur im gesamten äußeren Sonnensystem“, erläutert die NASA.
In einem von der VolkswagenStiftung geförderten Forschungsprojekt wollen Biologen erforschen, ob sich auch Pflanzen - ähnlich wie Tiere - auf bestimmte Verhaltensweisen konditionieren lassen. Eigentlich sollte den Pflanzen dies nicht möglich sein, da sie kein Gehirn besitzen. Eigentlich. Sollte sich die Idee der Forscherinnen aber dennoch bestätigen, würde dies einmal mehr die Grenzen zwischen Tier- und Pflanzenreich verwischen.

© Alexandra Kehl / uni-tuebingen.deGelingt es auch bei der fleischfressenden Venusfliegenfalle (Dionaea muscipula) durch falsche Reize schnelle Blattbewegungen auszulösen?
Tübingen (Deutschland) - Dr. Michal Gruntman und Professorin Katja Tielbörger vom Institut für Evolution und Ökologie der Universität Tübingen gehen im Rahmen ihres Forschungsprojekts mit dem Titel „Pawlow’sche Pflanzen“ davon aus, dass Pflanzen sich in ihrem Verhalten gar nicht so grundlegend von Tieren unterscheiden, erläutert die
Pressemitteilung der Universität.
Kommentar: Trotz aller Phantasien über grüne Energien, sind Atomkraftwerke auch Heute noch die einzige Technologie, die unabhängig und kompakt große Mengen Strom nach Bedarf liefern kann.
Konventionelle Kraftwerke verbrauchen große Mengen Rohstoffe wie Kohle, Öl oder Gas, während Heute schon Atomreaktoren technologisch möglich sind, die ihren Brennstoff sogar selbst erzeugen. Die Gefahren ergeben sich aus dem Design des Kraftwerks an sich, nicht der Idee der Kernspaltung selbst. Mit genügend Forschungsgeldern wäre es ein gangbarer Weg, nukleare Technologien zu entwickeln, die nicht die ständige Gefahr einer Kernschmelze mit sich bringen und so zumindest eine zuverlässige, stabile und preiswerte Grundversorgung garantieren, etwas, von dem wir derzeit, dank der wankelmütigen Ökostrom-Welle, nur träumen können.
Es ist indes keine Frage, dass die Energiegewinnung aus Kernspaltung keine dauerhafte Lösung des Energieproblems darstellen kann, schon aufgrund der Abfallprodukte. Jedoch dank des allgegenwärtigen Streben nach Profit, werden bessere Technologien kaum oder überhaupt nicht gefördert und unkonventionelle Ansätze gar schlicht ignoriert.
Zu glauben, man könne den wachsenden Energiehunger durch Sonne und Wind effektiv und dauerhaft decken, ist genauso illusorisch wie die Annahme, dass alte und anfällige Technologien dazu in der Lage wären. Allein schon deshalb ist jeder neue Ansatz für Technologie, die unabhängige Energie im Gigawatt-Bereich verspricht, ein Schritt in die richtige Richtung.