Wissenschaft und TechnologieS


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Unerwartete Entdeckungen über DNA-Replikation: "Eine Form von Leben, die wir so bisher nicht kannten"

Anhand einer bereits 2010 entdeckten Archaeenart haben Wissenschaftler der University of Nottingham einen Replikationsmechanismus entdeckt, mit der sich die rudimentäre Lebensform den bekannten normalen Formen der Replikation entzieht. Die Entdeckung, so hoffen die Forscher, könnte zu neuen Erkenntnissen darüber führen, wie fehlerhafte Zellen - etwa bei Krebs - sich unkontrolliert vermehren können.
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© nottingham.ac.ukArchaeen vom Typ Haloferax volcanii.
Nottingham (England) - Wie die Forscher um Dr. Thorsten Allers aktuell im Fachjournal Nature (DOI: 10.1038/nature12650) berichten gehört Haloferax volcanii zur Familie einzelliger Organismen, sogenannter Archaeen, und wurde noch bis vor kurzem für eine Form von Bakterien gehalten.

Die Veröffentlichung fällt mit dem 50. Jubiläum der Vorstellung der sogenannten 
Replicon-Hypothese von François Jacob (der später dem Medizin-Nobelpreis erhielt) und Sydney Brenner zusammen, die bestimmte Aspekte der Zellteilung von Bakterien erklären soll.

"Wir können zeigen, dass bei einigen Organismen, der sogenannte Replikationsursprung (also jene Genomsequenz auf einem DNA-Molekül, an dem die Replikation der DNA beginnt) nicht nur gänzlich nutzlos ist sondern, dass entsprechende Zellen sogar schneller wachsen, wenn der Replikationsursprung überhaupt nicht vorhanden ist. Diese Entdeckung kommt völlig unerwartet und zwingt uns dazu einen der Stützpfeiler der DNA-Biologie neu zu überdenken", erläutert Allers.

Gold Coins

Stefan Rahmstorf: Bezahlter Propagandaprof der Erderwärmung?

Stefan Rahmstorf
Stefan Rahmstorf
Die Klima-Verlautbarungen von Stefan Rahmstorf, Professor am Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und der Süddeutschen Zeitung (SZ) sorgen bei fachkundigeren Zeitgenossen schon lange für anhaltenden Humor. Diese beiden Qualitäts-Leuchttürme in Sachen Klimaberichterstattung zusammen bieten dann natürlich besondere Leckerbissen an kuriosen Verdrehungen, reinen Erfindungen und grün-rotem Klimakatastrophen-Klamauk. Genießen Sie einfach den Quatsch, vermutlich und leider wird er uns nicht mehr allzu lange geboten!

Der betreffende Artikel der Süddeutschen Zeitung erschien am 19. September 2013 unter dem Titel »Die fünf großen Klima-Irrtümer, ein Gastbeitrag von Stefan Rahmstorf« (hier). Wir greifen nur einige Kernaussagen von Rahmstorf heraus, denn die von ihm geäußerten Fragwürdigkeiten und Kuriositäten kann man unmöglich in ihrer Gänze kommentieren, die Tastatur sträubt sich. Greifen wir daher nur den gröbsten sachlichen Unsinn heraus. Rahmstorf schreibt beispielsweise über den Inhalt des zu erwartenden neuen IPCC-Reports:
Er wird uns mit unzähligen Messdaten wieder einmal klar vor Augen führen: Die Erde heizt sich immer weiter auf, die Eismassen schmelzen, der Meeresspiegel steigt, bestimmte Extremereignisse werden häufiger oder heftiger. Hauptursache ist der durch uns verursachte Anstieg der Treibhausgase in der Lufthülle unserer Erde.
An diesen Behauptungen ist buchstäblich JEDES Wort sachlich falsch. Im Einzelnen:

Cowboy Hat

Wachsen neue Haare auf der Glatze?

Baldness
© Drx | Dreamstime.com
Forscher lassen neue Haare auf kahler Haut wachsen

Nicht nur Männern, sondern auch viele Frauen entwickeln im Laufe ihres Lebens lichtes Haar bis in zu Glatze. Betroffene leiden nicht selten an einem deutlich verminderten Selbstwertgefühl und entsprechenden psychischen Problemen. Nun haben Wissenschaftler des „Columbia University Medical Center“ (CUMC) ein Verfahren der Haartransplantation entwickelt, das neues Haarwachstum auf vorher kahler Haut ermöglicht. „Der Ansatz könnte den Einsatz der Haartransplantation bei Frauen mit Haarausfall, die unzureichend Spenderhaar haben, sowie bei Menschen in frühen Stadien der Glatzenbildung erheblich erweitern“, berichtet das CUMC in einer aktuellen Pressemitteilung. Die Ergebnisse der Studie wurden in der Online-Ausgabe des Fachmagazins „Proceedings of the National Academy of Sciences“ (PNAS ) veröffentlicht.

„Über 90 Prozent der Frauen mit Haarausfall sind wegen unzureichender Spenderhaare keine Kandidaten für eine herkömmliche Haartransplantation“, erläuterte die Co-Studienleiter Dr. Angela Christiano. Mit dem neu entwickelten Verfahren könne ihnen in Zukunft jedoch möglicherweise geholfen werden. „Diese Methode bietet die Möglichkeit der Induktion einer großen Anzahl von Haarfollikeln oder der Verjüngung vorhandener Haarfollikel, beginnend mit Zellen, die aus nur ein paar hundert Spenderhaaren gewachsen sind“, betonte die Forscherin. Die neuartigen Haartransplantationen könnten genutzt werden, „um Menschen mit einer begrenzten Anzahl von Follikeln, einschließlich derjenigen mit weiblichem Haarausfall und Haarausfall aufgrund von Verbrennungen,“ zu helfen, so Angela Christiano weiter. Da diese Patienten laut Aussage der Forscherin „von bestehenden Medikamenten, die die Rate des Haarausfalls verlangsamen, aber in der Regel kein robustes Wachstum neuer Haare stimulieren, nicht profitieren“, wäre das neue Verfahren für sie ein besonderer Durchbruch.

Roses

Forscher entwickeln Chip gegen Überdüngung von Böden

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© dpa / I.Wagner/ArchivEin Chip soll die Düngung in der Landwirtschaft optimieren.
Nicht nur Landwirte warten auf die Maisernte: Auch eine Reihe von Forschern ist gespannt auf den Ertrag.

Sie interessiert vor allem, was ihr Testfeld in Brandenburg abwirft. Dort haben Wissenschaftler und Firmen aus Deutschland, Österreich, Polen und England ein automatisiertes Bewässerungs- und Düngungssystem ausprobiert. In dem vom Technologie-Transfer-Zentrum (ttz) Bremerhaven koordinierten EU-Projekt „Optifert“ haben sie einen Weg gesucht, den Boden möglichst genau zu düngen. Dabei soll ein von Bremer und Wiener Forschern entwickelter Chip helfen, der den Nährstoffgehalt im Boden misst. Das soll Überdüngung vermeiden, die das Grundwasser mit Nitrat belastet.

dpa

Better Earth

SOTT Fokus: Die Geschichte wiederholt sich: Dreißig Jahre Sekten und Kometen

nordstern, komet von 1532
© UnknownAquarell mit dem Titel „Der Komet von 1532“, ursprünglich als Teil eines verbreiteten Buches aus dem sechzehnten Jahrhunderts.
Heute morgen hab ich in einem Buch geblättert, das ich kürzlich bekommen habe: Comet/Asteroid Impacts and Human Society [Kometen-/ Asteroideneinschläge und ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft, AdÜ], welches im bekannten wissenschaftlichen Verlagshaus Springer erschienen und von Peter T. Bobrowsky und Hans Rickman herausgegeben worden ist. Dieses Buch ist eine Sammlung von wissenschaftlichen Publikationen, die an einem Workshop unter der Aufsicht des International Council for Science vorgestellt worden sind. In der Einführung lesen wir:
The International Council for Science ist vor kurzem zum Schluß gekommen, dass die Auswirkungen eines terrestrischen Kometen-/ Asteroideneinschlags auf die Gesellschaft (in sozialer, kultureller, politischer und wirtschaftlicher Hinsicht) von allen Ländern auf der Welt umgehend in Erwägung gezogen werden sollten.
Wow! Meinen Sie nicht? So sind nicht nur wir es hier bei SOTT (und einige wenige andere im Internet), die die vermehrte Zahl von Feuerbällen und Meteoriten beobachten, die darauf hinweisen, dass wir ein ziemlich gefährliches Areal des All durchqueren, oder dass vielleicht etwas Böses daherkommt?

Es scheint so zu sein. Im Kapitel mit dem Titel „Social Perspectives on Comet/Asteroid Impact (CAI) Hazards: Technocratic Authority and the Geography of Social Vulnerability“ [Soziale Perspektiven der Gefahr von Kometen-/ Asteroideneinschlägen: Technokratische Autorität und die Geographie der sozialen Anfälligkeit, AdÜ] lesen wir:

Kommentar: Lesen Sie hier Teil Sechs: Komet Biela und die Kuh von Frau O’Leary


Apple Green

Asteroid 2013 TV135: Erhöhteres Risiko als angenommen

Das Risiko, dass die Erde 2032 mit dem Asteroiden 2013 TV135 zusammenstößt, ist vier Mal so hoch wie ursprünglich angenommen wurde. Nach den letzten Beobachtungen wird die Wahrscheinlichkeit einer Kollision auf 1:14.000 eingeschätzt. Die frühere Einschätzung ergab 1:63.000. Das berichtet die Webseite der Asteroidenabteilung der NASA.

Trotzdem aber bleibt das Kollisionsrisiko sehr gering - die Wahrscheinlichkeit, dass der 400-Meter-Asteroid an der Erde vorbeifliegt, ist von 99,998 Prozent auf 99,992 Prozent gesunken, also um einige Tausendstel eines Prozents.

Kommentar: Lesen Sie dazu den folgenden Artikel, wo kurz noch einmal auf das Risiko in realistischer Weise eingegangen wird.


Better Earth

Seltsam stabile Strömungspunkte unter Afrika und dem Zentralpazifik entdeckt

Aufwärts-Strömung unter Afrika und dem Zentralpazifik steht seit 250 Millionen Jahren an derselben Stelle

Die Erdkruste ist in ständiger Bewegung: Kontinente verschmelzen und zerbrechen wieder. Doch es gibt zwei Orte auf der Erde, die schon seit mindestens 250 Millionen Jahren stabil sind: Zwei Aufstiegszonen im Erdmantel, an denen seit dieser Zeit heißes Material nach oben steigt. Heute liegen sie unter Afrika und unter dem Zentralpazifik, doch im Laufe der Erdgeschichte brannte sich dieser geologische Hitzeherd auch schon durch prähistorische Kruste des Urkontinents Pangäa, wie Forscher im Fachmagazin "Nature" berichten.

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© Clint Conrad / University of Hawaii Lage der zwei stabilen Aufströmungen im Erdmantel (rot)
"Der Superkontinent Pangäa bildete sich und brach dann allmählich wieder auseinander - aber trotz dieser dramatischen Umwandlungen an der Oberfläche blieben die beiden Aufwärtsströmungen im Erdmantel die ganze Zeit konstant", erklärt Erstautor Clint Conrad von der University of Hawaii. Die Umwälzströmungen im Erdmantel sind auch der Motor für die Plattentektonik und damit die Drift der Kontinente: Dort, wo heißes halbflüssiges Gestein aufsteigt und seitlich unter der Kruste entlang fließt, zieht es auch die darüber liegenden Platten mit sich. An anderen Stellen wird Krustenmaterial in die Tiefe gedrückt und sinkt in den tiefen Erdmantel ab.

Arrow Down

Weiterer Fall der korrupten Wissenschaft: Die verfälschte Studie zu Neuroleptika

Ein bekanntes Zitat lautet: "Vertraue keiner Studie, die du nicht selbst gefälscht hast!" Ganz falsch liegt der Verfasser damit sicher nicht.

Das Ergebnis einer norwegischen Studie, die sich mit der Wirkung von Neuroleptika in der Schizophrenie-Therapie beschäftigte, wurde in der Fachzeitschrift BMC Research Notes publiziert. Erst nach eingehender Überprüfung des Studieninhaltes durch Experten wurde festgestellt, dass die gesamte Studie auf falschen Datensätzen basierte und das Ergebnis somit absolut haltlos war. Wäre dieser "kleine Fauxpas" nun ein Einzelfall, so könnte man noch darüber schmunzeln. Leider werden derartige Studien jedoch weitaus häufiger veröffentlicht als Sie es sich vorstellen können.
Verfälschte Studie
© zdgNeuroleptika - Die verfälschte Studie
Die Wirkung von Neuroleptika

Menschen, die an Schizophrenie erkrankt sind, leiden unter einer starken Störung der Realitätswahrnehmung, meist begleitet von akustischen Halluzinationen (Stimmen) und/oder Wahnvorstellungen. Behandelt werden diese Patienten unter anderem mit sogenannten Neuroleptika, denn diese sind in der Lage, einen Überschuss an Dopamin und Serotonin im Gehirn, der für die psychotischen Zustände verantwortlich gemacht wird, zu drosseln. Darüber hinaus haben sie eine beruhigende und antriebshemmende Wirkung. Verordnet werden hier sowohl die klassischen Neuroleptika (erste Generation) als auch die atypischen Neuroleptika (zweite Generation).

Kommentar: In folgenden Artikeln können Sie sich ein ausführlicheres Bild zum Thema machen:
  • Korruption der Wissenschaft: Gefälschte Studien sind weit verbreitet
  • Untergang der Menschheit durch Korruption der Wissenschaft?
  • Korruption der Wissenschaft: Wie (Junk) Science funktioniert
  • Korruption der Wissenschaft: Verfälschte Studien bei Krebsmedikamenten
  • Fast alle Pharmakonzerne in den letzten drei Jahren wegen krimineller Machenschaften überführt - Gesamtstrafe: elf Milliarden Dollar
  • Korruption in der Wissenschaft: Studie verharmlost Handy-Risiken



Sherlock

DNA-Rekord: Forscher rekonstruieren das bisher älteste Erbgut

Im Permafrost konservierte Urpferd-Knochen liefern bisher älteste Urzeit-DNA

Es ist ein echter Rekord der Genetik: Wissenschaftler haben das älteste Erbgut eines prähistorischen Wesens sequenziert. Sie entschlüsselten die DNA eines 700.000 Jahre alten Urpferds, dessen Überreste im Permafrost Alaskas konserviert waren. Das bisher früheste erfolgreich rekonstruierte Genom war nur einige zehntausend Jahre alt, wie die Forscher in "Nature" berichten. Die von ihnen genutzte Methode eröffnet nun neue Möglichkeiten, auch das Genom anderer urzeitlicher Kreaturen zu rekonstruieren.

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© Ludovic OrlandoKnochenfragmente eines 700.000 Jahre im Permafrost konservierten Urpferds
Das Erbmaterial eines Organismus bleibt auch nach dessen Tod erhalten. Vor allem in Knochen und Zähnen kann die DNN konserviert bleiben. Im Laufe der Zeit aber zerfallen die langen Stränge des Erbmoleküls in kürzere Fragmente. Aus diesen Bruchstücken müssen Forscher daher wie aus einem Puzzle die ursprüngliche Sequenz wieder zusammensetzen. Und oft fehlen bei Fossilien entscheidende Bereiche, weil viele Fragmente nicht erhalten blieben. Unter anderem deshalb war das älteste bisher rekonstruierte Erbgut eines Urzeitwesens "nur" 70.000 Jahre alt.

Music

Verblüffender Vogel aus dem Amazonas singt wie Bach und Haydn

Flageolettzaunkönig
© historischFlageolettzaunkönig (Cyphorhinus arada)
Reine Intervalle lassen den Gesang des Flageolettzaunkönig menschlicher Musik ähneln

Ein unscheinbarer kleiner Vogel aus dem Amazonasregenwald verblüfft die Forscher: Sein Gesang ist unseren Melodien erstaunlich ähnlich. Er singt von Natur aus perfekte Quinten, Oktaven und anderen harmonische Intervalle - etwas, das noch nie zuvor bei einer Tierart beobachtet wurde. Der Flageolettzaunkönig flötet Passagen, die verblüffende Ähnlichkeit mit Melodien von Bach oder Haydn haben.

Seit langer Zeit spekulieren Philosophen, Kulturwissenschaftler und Naturforscher über den Ursprung menschlicher Musik. Auffallend ist dabei, dass in vielen menschlichen Kulturen sogenannte konsonante Intervalle und Harmonien überwiegen und als angenehm empfunden werden - Tonkombinationen, die unserem Gefühl nach gut zusammenpassen, ruhig und stabil klingen. Solche Harmonien, darunter Terzen, Quinten und Oktaven sind die Grundlage der Tonarten in der Abendländischen Musik.