Wissenschaft und TechnologieS


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Weltgrößter Detektor fängt kosmische Neutrinos

IceCube
© DPA/ Felipe Pedreros/ IceCube/ NSFGewaltiger Bau im ewigen Eis: IceCube, der größte Teilchendetektor der Welt
In der Antarktis haben Forscher 28 hochenergetische Neutrinos nachgewiesen. Ihren Fund feiern sie als Zeitenwende in der Astronomie. Noch bergen die kosmischen Teilchen allerdings einige Geheimnisse.

Mit einem riesigen Detektor im ewigen Eis der Antarktis haben Forscher erstmals energiereiche Neutrinos aus den Tiefen des Kosmos beobachtet. Neutrinos sind fast masselose Elementarteilchen. Sie sind einzigartige Boten der energiereichsten Ereignisse im Weltall, wie zum Beispiel Sternenexplosionen.

Eye 2

Supersinn in Krokodilhaut entdeckt

Bislang missverstandene multi-sensorische Organe in der Haut von Krokodilen sind für die kombinierte Wahrnehmung von Wärme, Kälte, Berührungen und von Chemikalien in der direkten Umgebung empfindlich. Zu dieser Erkenntnis kommen Schweizer Forscher und stellen fest, dass keine andere Art von Wirbeltieren über derartige Sensoren verfügt.

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© Haplochromis, GFDL / CC-BY-SA-3.0Nilkrokodil.
Genf (Schweiz) - Wie die Wissenschaftler um Michel Milinkovitch von der Université de Genève aktuell im Fachmagazin EvoDevo berichten, verfügen die "Panzerechsen" über eine oberste Horn-Hautschicht aus verschiedenen Schichten aus Kollagenfasern, die auf dem Rücken durch Knochenplatten verstärkt wird. Besonders die Platten dieser Hornhauschicht am Kopf sind ungewöhnlich, da diese durch dass Aufbrechen der verhärteten Haut entstehen und ihre Form somit also nicht genetisch vorbestimmt wird.

Galaxy

Kollidierte unsere Milchstraße in der Vergangenheit mit der Andromeda-Galaxie?

Zusammenstoß mit der Andromeda-Galaxie vor rund zehn Milliarden Jahren könnte die Zwerggalaxien erschaffen haben

Unsere Milchstraße und ihr größerer Nachbar, die Andromeda-Galaxie, werden nach Ansicht vieler Astronomen in rund vier Milliarden Jahren zusammenstoßen. Doch es könnte sein, dass dies nicht das erste Mal ist: Möglicherweise haben beide Sternenansammlungen bereits eine Kollision hinter sich. Darauf deuten Daten eines europäischen Forscherteams jetzt hin. Demnach entgingen beide Galaxien damals einer Verschmelzung, ihre Begegnung ließ aber die zahlreichen Zwerggalaxien entstehen, die heute beide umgeben.

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© Adam EvansDie Andromeda-Galaxie
Die Milchstraße, bestehend aus rund 200 Milliarden Sternen, ist Teil einer Gruppe von Galaxien, der sogenannten lokalen Gruppe. Neben unseren nächsten galaktischen Nachbarn, den Magellanschen Wolken, gehören zahlreiche Zwerggalaxien und die Andromeda-Galaxie dazu. Diese Spiralgalaxie ist rund 2,5 Millionen Lichtjahre von uns entfernt und ähnelt ihr in Aufbau und Form. Obwohl sich das Universum als Ganzes ausdehnt und sich daher die meisten Galaxien voneinander entfernen, gilt dies für Milchstraße und Andromeda: Sie bewegen sich mit rund 114 Kilometer pro Sekunde aufeinander zu. Ursache dieser Anziehung ist nach gängiger Theorie eine Ansammlung Dunkler Materie, deren Schwerkraft beide anzieht.

Kommentar: Es ist mittlerweile unbestreitbar, dass das Standardmodell unseres Universums und damit auch unserer Galaxis und unseres Sonnensystems so nicht stimmen kann. Somit sind auch viele theoretische Konstrukte die aus diesem Modell entstanden sind zurecht kritisch zu hinterfragen. Das elektrische Modell erklärt deutlich besser die Phänomene, die wir beobachten können. Einige Artikel von elektrisches-universum.de und thunderbolts.info können Ihnen einen guten ersten Einblick in diese Materie geben.


Fireball 2

Ison beginnt zu zerbrechen: Elektrische Interaktion mit der Sonne

Komet Ison fliegt weiter auf die Sonne zu, nicht nur Forscher hoffen auf ein spannendes Spektakel. Neueste Beobachtungen belegen, dass der Komet Teile seines Kerns abgesprengt hat. Das Trümmerstück hatte Hochhaus-Format.
komet ison
© Michael JägerWährend Ison der Sonne entgegenrast und einen riesigen Schweif entwickelt hat, spitzt sich seine prekäre Lage zu: Aktuelle Beobachtungen an der Wendelstein-Sternwarte der Universität München offenbaren, dass Teile des Kometenkerns abgebrochen sind.
Der Helligkeitsausbruch des Ison-Kometen dauert an - und er hält die Forscher weiter in Atem. Während Ison der Sonne entgegenrast und einen riesigen Schweif entwickelt hat, wird seine Substanz brüchiger: Aktuelle Beobachtungen an der Wendelstein-Sternwarte der Universität München offenbaren, dass Teile des Kometenkerns abgesprengt sind. Ob das der Anfang vom Ende des Kometen ist, wie manche Beobachter annehmen, kann momentan niemand einschätzen.

Ison hatte in der vergangenen Woche seine Helligkeit beträchtlich gesteigert, er ist nun kurz vor Sonnenaufgang mit bloßem Auge zu sehen. Wegen seiner Bahn, die ihn Ende November extrem nahe an die Sonne führen wird, halten Astronomen es für möglich, dass er noch viel stärker aufleuchtet - er könnte sogar alle anderen Himmelskörper ausstechen, abgesehen vom Erdmond. Ob Ison tatsächlich als Jahrhundertkomet brilliert, hängt auch davon ab, ob er einigermaßen intakt bleibt. Schafft er die Umrundung der Sonne, dann könnte die Hoffnung vieler Hobbyastronomen wahr werden: Ison erleuchtet den Dezemberhimmel.

Satellite

"Es kann zu einer Polumkehr kommen": Satelliten auf Beobachtungsmission

Darmstadt/Plessezk - Mit gleich drei Swarm-Satelliten nimmt Europa das lebenswichtige Magnetfeld der Erde unter die Lupe. Dieser Schutzschild vor gefährlichen Teilchen aus dem All ist schwächer geworden.

Die europäische Weltraumagentur Esa schoss am Freitag um 13.02 Uhr (MEZ) vom nordrussischen Weltraumbahnhof Plessezk aus das Trio Swarm (Schwarm) in den Himmel. Der Start der Rockot-Trägerrakete verlief bei nebligem Wetter reibungslos.

Gesteuert werden die Esa-Satelliten im Kontrollzentrum in Darmstadt. «Swarm wurde insgesamt acht Jahre vorbereitet», sagte dort Esa-Generaldirektor Jean-Jacques Dordain.

Die Satelliten sollen mindestens vier Jahre lang aus einer Höhe von rund 500 Kilometern die bislang genauesten Daten über Stärke, Richtung und Schwankungen des Magnetfeldes liefern. «Ohne Magnetfeld als Schutzschild wären wir längst verstrahlt», sagte Esa-Flugleiter Frank-Jürgen Diekmann. «Das Magnetfeld leitet das Bombardement von Teilchen aus dem All um die Erde herum.» Es verändere sich aber ständig. «Das Magnetfeld ist in den vergangenen 150 Jahren kontinuierlich um rund zehn bis zwölf Prozent schwächer geworden.»

Sherlock

Landwirtschaft begann anscheinend in mehreren Gebieten gleichzeitig

Archäologen finden rund 10.000 Jahre alte Relikte von domestiziertem Getreide

Die Landwirtschaft ist keine Erfindung, die nur von einem Ort ausging. Stattdessen begannen Menschen in mehreren Regionen des fruchtbaren Halbmonds fast gleichzeitig damit, Nahrungspflanzen anzubauen, statt sie zu sammeln. Das belegen neue archäologische Funde im Iran. In einer steinzeitlichen Siedlung fanden Forscher 11.700 Jahre alte Relikte von wilden und bereits halb domestizierten Getreidevorläufern. Diese sind genauso alt wie zuvor gemachte Funde im Nahen Osten und in der südlichen Türkei, wie die Forscher im Fachmagazin "Science" berichten.
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© USDAEmmer (Triticum dicoccum) ist eine der ältesten vom Menschen gezüchteten Getreidearten. Im Iran wurden nun 9.800 Jahre alte Relikte dieses Weizens entdeckt.
Vor gut 11.000 Jahren begannen Menschen im fruchtbaren Halbmond zwischen Euphrat, Tigris und dem Mittelmeer erstmals, Getreide anzubauen. Unklar war bisher allerdings, wo genau unsere Vorfahren zuerst damit begannen, wilde Pflanzen durch Züchtung zu Nutzpflanzen zu machen. "Schon seit langem debattieren Forscher darüber, ob die Landwirtschaft ihren Ursprung in einem oder in mehreren Gebieten innerhalb des fruchtbaren Halbmonds hat", erklären Simone Riehl von der Universität Tübingen und ihren Kollegen.

Footprints

Überraschende Genom-Analyse: Indianer stammen zum Teil aus Sibirien

Die Ergebnisse einer DNA-Analyse des 24.000 Jahrealten Skeletts eines Jungen könnte die archäologische Welt auf den Kopf stellen, zeigen diese doch, dass fast 30 Prozent der Vorfahren der modernen Ureinwohner Nordamerikas aus dem Genpool des sibirischen Jungen stammen. Zugleich ermöglicht die Entdeckung auch eine Erklärung einiger bislang rätselhafter archäologischer Funde in Nordamerika.
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© Museum ErimitageMA-1: Die Überreste eines vor 24.000 Jahren verstorbenen Jungen.
Kopenhagen (Dänemark) - Wie das internationale Team um Professor Eske Willerslev vom Centre for GeoGenetics am Naturkundemuseum der Universität Kopenhagen aktuell im Fachjournal Nature (DOI: 10.1038/nature12736) berichtet, habe die Entdeckung "große Auswirkungen auf unser Verständnis über der Herkunft der nordamerikanischen Ureinwohner".

2009 in süd-zentralsibirischen Ausgrabungsstätte Mal'ta in der Nähe des Baikalsees von russischen Forschern entdeckt, wurden die Skelettüberreste des Jungen (MA-1) zunächst auf ein Alter von rund 24.000 Jahren datiert.

Galaxy

Schwarze Löcher geben auch Materie ab

Sie schlucken sämtliche Materie, die ihnen zu nahe kommt. Nun haben Forscher entdeckt, dass Schwarze Löcher nicht nur aufsaugen, sondern auch ausspucken: Mit fast 200 000 Kilometern in der Sekunde schleudern sie Atome ins All. Eine Bedrohung für die Erde?
schwarzes loch
© Nasa/CXC/CfA/R.Kraft et al.Schwarze Löcher könnten Tore zu Paralleluniversen sein. Auf diesem Bild sind Strahlen und Nebel, die durch ein supermassives Schwarzes Loch in der Galaxie Centaurus A verursacht sind, zu sehen.
Astronomen haben Schwarzen Löchern ein wichtiges Geheimnis entlockt: Die Schwerkraftmonster schleudern mit ihren scharf gebündelten Materie-Strahlen große Mengen Atome ins All. Das berichtet ein Team um María Díaz Trigo von der Europäischen Südsternwarte (Eso) im britischen Fachjournal Nature. Die Geschwindigkeit der Jets könne knapp 200 000 Kilometer pro Sekunde betragen, das sind zwei Drittel der Lichtgeschwindigkeit.

Schwarze Löcher verschlucken sämtliche Materie, die ihnen zu nahe kommt. Bevor die Materie jedoch unwiederbringlich eingesogen wird, sammelt sie sich in der Regel in einer schnell rotierenden Scheibe um das Schwarze Loch. Aus dieser sogenannten Akkretionsscheibe schießen bei vielen Schwarzen Löchern mächtige Materie-Strahlen, sogenannte Jets, senkrecht nach oben und unten ins All hinaus.

Solar Flares

Was ist nur mit der Sonne los?

Laut Forschern passiert bei der Sonnenaktivität seit etwa zehn Jahren etwas Seltsames. Die Sonne produziert nun noch rund die Hälfte der erwarteten Sonnenflecken, und die magnetischen Pole sind auf seltsame Weise aus dem Lot geraten.

Magnify

Meeresbakterium entdeckt das wirksamen Wirkstoff gegen Anthrax liefert

Neues Antibiotikum hilft auch gegen andere Krankheitserreger

Forscher haben ein neues Mittel gegen das Bakteriengift Anthrax entdeckt - in einem Meeresbakterium. Die Mikrobe enthält eine Substanz, die die Erreger des Milzbrands abtötet, aber auch gegen andere Krankheitserreger wirkt. Der Wirkstoff könnte damit die Behandlung gefährlicher Infektionen verbessern, wie die Wissenschaftler im Fachmagazin "Angewandte Chemie" berichten.


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© CDCSporen des Milzbranderregers Bacillus anthracis
Milzbrand ist eine gefährliche, oft tödlich endende Infektionskrankheit. Ausgelöst wird sie von einem Gift, das das im Erdboden vorkommende Bakterium Bacillus anthracis produziert. Sporen des Erregers sind seit einigen Jahren auch als biologischer Kampfstoff (Anthrax) gefürchtet. Besonders gefährlich ist eine Infektion über die Atemwege. Bei Anschlägen mit verunreinigten Briefsendungen kamen in 2001 fünf Menschen ums Leben. Zwar lässt sich der Erreger mit Antibiotika bekämpfen, doch die Behandlung ist langwierig und nicht immer erfolgrreich.