Nach Gerüchten über einen Putschversuch in Montenegro hat die russische Außenamtssprecherin „The Guardian“ als „Lügner des Tages“ bezeichnet. Die britische Zeitung hatte zuvor berichtet, der russische Sicherheitschef Nikolai Patruschew habe sich für die „russischen Nationalisten“ entschuldigt, die in dem Balkanstaat Anschläge geplant haben sollen.

© AFP 2016/ Ben Stansall
Der Bericht des
Guardian sei eine „klassische Provokation“ und eine „bewusste Lüge“, schrieb Maria Sacharowa, Pressesprecherin des Außenministeriums in Moskau, am Freitag auf Facebook. Nach ihren Angaben hat die britische Zeitung, die sich in ihrem Artikel auf nicht näher bezeichnete Quellen beruft, weder den russischen Sicherheitsrat noch das Außenministerium um eine Stellungnahme gebeten und damit gegen die journalistischen Standards verstoßen.
„Ich erkläre euch zu den Lügnern des Tages“, so Sacharowa. Die serbische Tageszeitung
Danas hatte unter Verweis auf anonyme Regierungskreise berichtet, in Serbien seien mehrere Russen festgenommen worden, angeblich wegen der Planung von Anschlägen in Montenegro. Die Zeitung mutmaßte, der Besuch des russischen Sicherheitsratschefs Nikolai Patruschew, der sich ausgerechnet in diesen Tagen in Belgrad aufhielt, könnte mit den Ereignissen in Montenegro verbunden gewesen sein.
Kommentar: Terroranschläge im Mittleren und Nahen Osten gehören beinahe schon zum Alltag der dort lebenden Menschen. Die von den USA und ihren Verbündeten angezettelten und befeuerten (Bürger-)Kriege sowie ihre Unterstützung von Terroristen-Bewegungen lassen den Terrorismus in diesen Regionen besonders gedeihen. Das wird auch ein Hauptgrund sein, warum die "Standard"-Medien im Westen über solche Anschläge nur am Rande berichten, wenn überhaupt. Wäre es anders, würden die Folgen vermutlich die Agenda der Verantwortlichen in den Machtpositionen torpedieren, da sie den Rückhalt der Bevölkerung noch mehr verlören.