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Sa, 18 Nov 2017
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Wochenrückblick: Das Las Vegas Massaker, das Referendum in Katalonien und andere Ereignisse

In dieser Wochenrückblicksshow diskutieren wir neben anderen die folgenden Themen: Das Las Vegas Massaker, das Referendum in Katalonien und eventuelle Auswirkungen für Europa und Vergewaltigungen in Hollywood.

Laufzeit: 01:41:59

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Anwälte vermuten Verwicklung von V-Leuten in Attentat im Münchner Einkaufszentrum 2016

Bei dem Amoklauf am 22. Juli 2016 tötete der 18-jährige David Sonboly neun Menschen, fünf wurden verletzt. Aktuell steht der Marburger Waffenhändler Phillip K. vor Gericht. Anwälte der Opfer mutmaßen nun über Verbindungen des Händlers zum Staatsschutz.
© Reuters
Der Angeklagte Phillip K. (M) und seine Verteidiger
Ursprünglich sollte das medial wenig beachtete Gerichtsverfahren bereits im September enden, doch nun wurde der weitere Prozess gegen den 32-jährigen Marburger Waffenhändler Philipp K. vertagt. Zuvor verließ der aufgebrachte Vater eines Mordopfers den Gerichtssaal:
Du sollst nie rauskommen!", rief er dabei dem Angeklagten zu.
Mit seinem Zorn war der Mann nicht alleine. So applaudierten die Zuschauer des Verfahrens der Nebenklage, als diese die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft des Landgerichts München kritisierte. Der Angeklagte hatte zuvor gestanden, dem 18-jährigen David Ali Sonboly eine Pistole vom Typ "Glock 17" samt 450 Schuss Munition verkauft zu haben, mit der dieser am 22. Juli 2016 in München am Olympia-Einkaufszentrum neun Menschen und anschließend sich selbst erschoss. Weitere fünf Menschen wurden bei dem Attentat verletzt. Im März 2017 erhob die Staatsanwaltschaft München schließlich Anklage gegen den mutmaßlichen Waffenlieferanten von David Ali Sonboly.

Die Anklage gegen den als Neofaschisten bezeichneten Mann lautete auf fahrlässige Tötung in neun Fällen, fahrlässige Körperverletzung in weiteren fünf Fällen und etliche Verstöße gegen geltende Waffengesetze. Offensichtlich plante der Schüler, weitere Menschen zu töten. Denn wie sich am fünften Verhandlungstag herausstellte, besaß Sonboly konkrete Pläne für einen weiteren Anschlag.

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"Hört auf, seine Leiche anzustarren": Kadyrow schlägt vor Lenins Leiche zu begraben

Das tschetschenische Oberhaupt hat dazu aufgerufen, den Leichnam des ehemaligen Sowjetführers Wladimir Lenin aus dessen Moskauer Mausoleum zu entfernen und ordnungsgemäß zu begraben. Dies wäre ein "vernünftiger und humaner" Schritt, sagte Ramsan Kadyrow.
© www.globallookpress.com
"Über die Frage der Beerdigung Lenins muss natürlich der russische Präsident Wladimir Putin bestimmen, aber ich bin persönlich davon überzeugt, dass wir aufhören sollten, auf eine Leiche zu starren", schrieb Kadyrow auf seinem Telegram-Account.
Die Zeit für das Begräbnis des Revolutionsführers ist längst überfällig. Das wäre vernünftig und human", hieß es weiter.
Der tschetschenische Präsident fügte hinzu, dass es viel Geld koste, den einbalsamierten Körper zu erhalten, aber kein praktisches Ergebnis bringe außer "einen Sarg mit einem toten Mann darin im Herzen Russlands auf dem Roten Platz".

Kadyrow rief die russischen Behörden außerdem dazu auf, eine Beisetzung für den Kopf von Hadschi Murat zu organisieren, eines berühmten islamischen Rebellen, der im frühen 19. Jahrhundert gegen das Russische Reich gekämpft hatte. Das Haupt des Aufständischen befindet sich bis heute in einem Sankt Petersburger Museum.

Question

Ausstieg aus EITI: USA steigt aus internationalem Anti-Korruptionsprogramm aus

Die USA haben die Umsetzung der Initiative für Transparenz im rohstoffgewinnenden Sektor (EITI) gestoppt. Das teilte das für die Naturressourcen zuständige Innenministerium des Landes dem internationalen EITI-Sekretariat vor einigen Tagen mit.

© AP Photo/ Luis M. Alvarez
Die EITI-Standards stehen laut dem US-Außenministerium "nicht in vollem Maße im Einklang mit den US-Gesetzen". Die USA bekräftigen aber ihr Festhalten am Kampf gegen die Korruption in der Förderbranche. Washington werde sich auf internationaler Ebene auch weiter an der Initiative beteiligen, hieß es.

Washington habe "seit dem Start der Initiative 2003 die führende Rolle darin gespielt" und werde "eines der 17 Länder bleiben, die die EITI unterstützen", hieß es aus dem US-Außenministerium. Die USA versprechen laut der Mitteilung eine weitere "politische und finanzielle" Förderung des Programms.

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Spanien: Verfassungsgericht annuliert Gesetze, die als Grundlage für Katalonien-Referendum dienten

© Reuters / Albert Gea
Das Verfassungsgericht Spaniens hat am Freitag nach Angaben lokaler Medien die ergänzenden Gesetze, die als Grundlage für das Katalonien-Referendum dienten, für illegitim erklärt und diese annulliert.

Unter anderem gehe es um ein Dekret über die Durchführung des Referendums, das am 6. September dieses Jahres von der katalanischen Regionalregierung verabschiedet wurde.

"Jede (im Gesetz - Anm. d. Red.) erwähnte Norm widerspricht der Verfassung ... genauso wie das sogenannte Referendumsgesetz", geht laut Medien aus dem Dokument des Verfassungsgerichtes hervor.

Am 1. Oktober hatten nach katalanischen Angaben 90 Prozent der Wähler in einer Volksabstimmung für die Unabhängigkeit von Spanien gestimmt. Von Madrid war das Referendum untersagt worden. Zahlreiche Wahllokale wurden von der spanischen Polizei geschlossen und viele Stimmzettel beschlagnahmt. Viele Gegner einer Abtrennung hatten nicht teilgenommen, die Wahlbeteiligung kam nur auf 43 Prozent.

Bandaid

Syrischer Politiker: IS vor dem Aus - USA haben bereits Ersatz parat

© Reuters / Rodi Said
Nach der Niederlage in Deir ez-Zor sind die Tage des Daesh (auch "Islamischer Staat", IS) in Syrien gezählt, sagt Muhammed Kheir al-Akkam von der Universität Damaskus. Der Politologe ist überzeugt: Die berüchtigte Terrormiliz ist ein Instrument Amerikas, das sich schon einen anderen Akteur ausgesucht hat, um den Krieg weiter toben zu lassen.

"Die USA wollen den Syrien-Krieg nicht enden lassen, solange sie ihre eigenen Ziele nicht erreicht haben. Und ihr Hauptkriegsinstrument in Syrien namens Daesh erlebt seine letzten Tage", sagte al-Akkam in einem Gespräch mit Sputnik.

Nach seiner Einschätzung wenden sich die Amerikaner jetzt verstärkt dem oppositionellen Militärbündnis, den Demokratischen Kräften Syriens (DKS), zu. "Diese sollen jetzt das vollbringen, was dem Daesh nicht gelang. Die USA wollen den Krieg möglichst lange hinauszögern, um ihre Pläne in der Region doch noch umzusetzen", ist der Experte überzeugt.

"Das, was wir in Rakka beobachten, ist ein Ersatz des Daesh durch die DKS. Beide Organisationen agieren im US-Interesse."

Kommentar:


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Anwalt bestätigt: Haftbefehl gegen katalanischen Ex-Regierungschef ausgestellt

Gegen den entmachteten katalanischen Regionalpräsidenten Carles Puigdemont ist nach Angaben seines belgischen Anwalts ein europäischer Haftbefehl erlassen worden. Er sei von seinem Mandanten dementsprechend informiert worden, sagte der Jurist Paul Bekaert am Donnerstagabend dem belgischen Sender VRT NWS. Neben Puigdemont seien nach dessen Angaben auch vier ebenfalls nach Belgien ausgereiste Ex-Minister betroffen.

© Reuters
Weitere Angaben zu dem von den spanischen Behörden bislang nicht bestätigten Haftbefehl gegen Puigdemont machte Bekaert nicht. Er stellte allerdings klar, dass er mit seinem Mandaten gegen einen möglichen Auslieferungsbeschluss der belgischen Justiz vorgehen werde. Bekaert kündigte zudem eine TV-Ansprache Puigdemonts an die Bürger Kataloniens an. (dpa)

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UN-Vertreter: Russland garantiert würdiges Leben für eine Million ukrainische Flüchtlinge

Russland gewährleistet für knapp eine Million ukrainische Flüchtlinge, die aus der Konfliktzone in der Ostukraine geflohen sind, auf seinem Territorium würdige Lebensbedingungen. Darüber sprach der stellvertretende UN-Vertreter Russlands, Jewgeni Sagajnow, bei einer Sitzung des UN-Sicherheitsrates.
© Sputnik/ Aleksandr Kondratuk
"Zurzeit befinden sich auf dem russischen Territorium mehr als eine Million Ukrainer, die aus der Konfliktzone geflohen sind. Wir garantieren würdige Lebendbedingungen für sie", so der Sagajnow.

Moskau bemühe sich darum, einen Beitrag zur internationalen Hilfe für Flüchtlinge zu leisten, indem es ein Spender der Verwaltung des Hohen Kommissars der Uno für Flüchtlingsangelegenheiten sei und indem Russland zahlreiche Flüchtlinge und Vertriebene aufnehme. Moskau biete zudem beträchtliche Mengen an humanitärer Hilfe über bilaterale und multilaterale Kanäle an, betonte der UN-Vertreter weiter.

Die ukrainische Delegation erhob bei der Sitzung erwartungsgemäß Vorwürfe gegen Moskau und gab Russland die Schuld an der Flüchtlingskrise in der Ukraine. Der russische Vertreter wies seinerseits darauf hin, dass es die Mehrheit der vertriebenen Personen und Arbeitsmigranten aus der Ukraine nach Russland ziehe.


Kommentar: Was in der Ukraine passiert ist, war ein US-Putsch, mit dem Resultat einer resultierenden und gewollten faschistischen und gewissenlosen Regierung in Kiew. Es ist also absolut verständlich dass viele Ukraine aus diesem Land fliehen.


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06. bis 11. November: Trump kündigt zweites wichtiges Treffen mit Putin an

US-Präsident Donald Trump wird seinen eigenen Worten zufolge höchstwahrscheinlich seinen russischen Amtskollegen Wladimir Putin am Rande eines Gipfels der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (APEC) in Vietnam treffen.
© Sputnik/ Sergei Guneev
"Das ist eine sehr wichtige Reise. Wir können uns mit Putin treffen ... Das ist sehr wichtig. Sie können uns mit Nordkorea und Syrien helfen. Wir haben auch über die Ukraine zu sprechen", sagte Trump am Freitag gegenüber dem TV-Sender Fox News.

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Russland: US-Dollar sollte nicht die Welt dominieren - Alternatives Finanzsystem nötig

Das internationale Finanzsystem muss ausbalanciert werden. Deshalb gibt es keinen Platz mehr für eine dominierende Währung, sagte der russische Premierminister Dmitri Medwedew während seines Besuchs in China am Mittwoch auf einer Pressekonferenz.
© Thomas White / Reuters
Ein ausgewogenes System finanzieller Beziehungen sollte auf der Verwendung verschiedener Reservewährungen und verschiedener Formen der Abrechnung basieren. Es sollte keine Dominanz einer einzigen Währung geben", sagte Medwedew während seiner Rede im Zuge der offiziellen Sitzung zwischen den Regierungschefs von China und Russland.
Medwedew betonte, dass, egal wie stark die US-amerikanische Wirtschaft auch sei, auch sie von Zeit zu Zeit Probleme habe. "Die gesamte Finanzwelt gerät dadurch ins Wanken. Ein ausgewogeneres internationales Finanzsystem ist für alle besser", sagte der Premierminister.

Russland freut sich über die wachsende Rolle des chinesischen Yuan im globalen Zahlungsausgleich, da dieser eine der größten Volkswirtschaften der Welt repräsentiert, so der Politiker.

Kommentar: Globale Pathokratie, autoritäre Mitläufer und die Hoffnung der Welt