Gewalt als Mittel der Auseinandersetzung ist im ukrainischen Parlament nichts Neues. Nun nahmen die Parlamentarier die Wiederwahl von Nikolai Asarow als Regierungschef zum Anlass für eine Schlägerei.

© Sergei Supinsky/AFPFäuste, Schläge und wüste Beschimpfungen: Die Wiederwahl von Nikolai Asarow zum ukrainischen Regierungschef löste ein Handgemenge im Parlament aus
Begleitet von einer wüsten Prügelei von Abgeordneten hat das ukrainische Parlament den
Regierungschef Nikolai Asarow im Amt bestätigt. Sieben Wochen nach der von Fälschungsvorwürfen überschatteten Parlamentswahl stimmten am Donnerstag 252 der 401 anwesenden Abgeordneten für den Vertrauten von Präsident
Viktor Janukowitsch. Gewalt als Mittel der Auseinandersetzung hat in der Obersten Rada, dem 450 Sitze umfassenden Parlament der früheren Sowjetrepublik, Tradition.
Die Opposition um Boxweltmeister
Vitali Klitschko wirft Asarow vor, wichtige Reformen in dem finanziell angeschlagenen Land zu verschleppen. Die Regierungsgegner sehen Asarow als "falschen Mann" für die Präsidentschaft des zweitgrößten Flächenstaats Europas in der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) 2013.
Kommentar: Eine weitere Stigmatisierung und Verallgemeinerung gegenüber Gläubigen, die sich bereits in den letzten Monaten mit den Salafisten-Aktionen zuspitzte.