Das Kind der GesellschaftS


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Unterbezahlt und überarbeitet: Junge polnische Assistenzärzte gehen in den Hungerstreik

Protest gegen 24-Stunden-Schichten und Niedriglohn: Polnische Assistenzärzte befinden sich im Hungerstreik. Noch mehr als sie litten aber die Patienten, kritisieren die Nachwuchsmediziner. Von der Regierung verlangen sie ein Entgegenkommen: "Wir wollen konkrete Vorschläge".
Marcin Radoch
© Natalie Skrzypczak / dpaMarcin Radoch, Assistenzarzt in der Chirurgie, im Protestcamp in Warschau: Junge Ärzte streiken für bessere Arbeitsbedingungen in Polen.
Warschau - Aus Protest hat der angehende Chirurg Marcin Radoch seit fünf Tagen nichts gegessen. Inmitten von Isomatten, Schlafsäcken und Protestschildern campiert der Assistenzarzt mit 19 Kollegen im Erdgeschoss der Warschauer Uni-Kinderklinik.

Der Hungerstreik, bei dem die polnischen Nachwuchsärzte rotieren, dauert seit mehr als drei Wochen und richtet sich gegen Polens unterfinanziertes Gesundheitssystem.

"Es gibt zu wenig Personal, zu wenig Geld und Unmengen an Bürokratie", klagt Marcin. Wegen Überarbeitung sind mehrere Mediziner nach Angaben des polnischen Ärzteverbands in diesem Jahr im Dienst gestorben.

Camera

Köln-Bonner Flughafen: Verdächtige Gegenstände verhinderten Bahnverkehr

Am Köln-Bonner Flughafen sind am Donnerstag verdächtige Gegenstände gefunden worden. Der Bahnhof und ein Teilbereich des Terminals waren zeitweise gesperrt. Am Nachmittag gab es Entwarnung.
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© dpa
Köln/Bonn - "Alle Sperrungen im Bereich des Flughafens Köln/Bonn, inklusive des Flughafenbahnhofs, sind ab sofort aufgehoben", teilte die Bundespolizei gegen 15 Uhr mit. Grund für den Einsatz, der etwa drei Stunden dauerte, seien Unregelmäßigkeiten gewesen, die eine Streife der Bundespolizei an mehreren Feuerlöschern im Bahnhof gefunden hatte. Daraufhin sei der Bahnhof vorsorglich gesperrt und der Entschärferdienst der Bundespolizei sowie die Feuerwehr hinzugezogen worden.

Während des Einsatzes im Bahnhof hatte eine weitere Streife Unregelmäßigkeiten an einem Feuerlöscher im Terminal entdeckt. Der Teilbereich B des ersten Terminals sei geräumt und abgesperrt worden. Dort befinden sich unter anderem Check-In-Schalter von Eurowings und Lufthansa. Das Check-In der beiden Airlines wurde zeitweise in den Terminalbereich C verlegt. Die Sperrung des Terminals wurde bereits gegen 14.30 Uhr wieder aufgehoben, teilte der Flughafen mit. Der Flugverkehr war nicht beeinträchtigt. Wenig später gab es auch Entwarnung für den Flughafenbahnhof.

Durch die Sperrung war es zu Behinderungen im Zugverkehr gekommen. Betroffen waren die Linien RE6, RE8 und S13/ S19. Nach Aufhebung der Sperrung fahren die Bahnen wieder wie geplant.

hsr/lsa

Brick Wall

Notwehr: Polizei erschoß 54-Jährigen in Alsfeld

Bei einem Schusswechsel am späten Montagabend in Alsfeld wurde ein 54-jähriger Mann tödlich verletzt. Wie die Polizei mitteilte, meldeten Anwohner der Grünberger Straße gegen 22.23 Uhr Schüsse aus einem Wohnhaus. Die zuerst eintreffenden Polizisten stellten daraufhin fest, dass offensichtlich scharfe Munition verwendet wurde. Aus diesem Grund wurden Spezialkräfte nach Alsfeld gerufen.
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© dpaSymbolbild
Alsfeld - Der alkoholisierte Mann war laut Staatsanwalt Rouven Spieler aus dem Haus herausgetreten und hatte mehrfach auf einen Streifenwagen und ein in der Straße geparktes Fahrzeug geschossen. "Die tödlichen Schüsse wurden noch abGEgeben, bevor das Sondereinsatzkommando vor Ort war", erläuterte Spieler. Die Polizisten blieben unverletzt. Das Motiv blieb noch unklar. Was für eine Waffe der 54-jährige benutzte und ob er einen Waffenschein besaß, war bis zum späten Dienstagvormittag noch nicht ermittelt. "Dazu gibt es noch keine Erkenntnisse, die Ermittlungen laufen noch", so Spieler. Derweil berichtet die Deutsche Presseagentur (dpa), dass "ein Polizist gesehen wurde, wie er ein Gewehr vom Tatort wegtrug."

Wie ein Polizeisprecher zuvor schilderte, versuchten die Polizeikräfte mehrfach mit dem Mann zu reden. Im weiteren Verlauf soll der laut Polizeiangaben stark alkoholisierter 54-Jährige gegen 23.58 Uhr auf die Beamten geschossen haben. Daraufhin kam es zu dem Schusswechsel mit der Polizei. Der zu Hilfe gerufene Notarzt konnte nur noch den Tod des Schützens feststellen.

Der Tatort selbst war auch Dienstagvormittag noch weiträumig abgesperrt. Die großen Einsatzfahrzeuge der Alsfelder Feuerwehr sowie Streifenwagen verbarrikadierten die Zufahrt. An den Kreuzungen Zeller Weg/Grünberger Straße und Altenburger/Grünberger Straße wurde der Blick versperrt, Absperrbänder waren über die Fahrbahn gespannt. Von der Öffentlichkeit abgeschirmt nahm dahinter das Landeskriminalamt die Ermittlungen auf. Osthessens Polizeipräsident Günther Voß sowie der Leiter der Polizeidirektion Vogelsberg, Andreas Böhm, eilten noch in der Nacht zum Tatort und informierten sich.

Beer

Dreister Dieb auf einem Konzert: 20 Handys in eine präparierte Strumpfhose gestopft

Aus der Jeans des Mannes klingelte und blinkte es: Ein Dieb hat bei einem Konzert in Münster 21 Handys geklaut - und in einer präparierten Strumpfhose gesammelt.
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© Polizei Münster
Das ging in die Hose: Die Polizei hat im Beinkleid eines Mannes mehr als 20 gestohlene Handys gefunden. Der 20-Jährige hatte die Mobiltelefone bei einem Konzert in Münster anderen Besuchern abgenommen.

Er flog auf, als ein Bestohlener den Diebstahl bemerkte und sein Bruder das Handy über eine Such-App ortete. Wie die Polizei mitteilt, fiel den herbeigerufenen Beamten die ausgebeulte Jeans des Mannes auf, "aus der es klingelte und blinkte".

Pumpkin 2

Bahn-Probleme: Frustrierte Pendler blockieren Zug für mehrere Stunden

Da die modernen Waggons wegen Kupplungsbruch repariert werden mussten, setzt die Deutsche Bahn wieder alte Züge auf der Strecke nach Sylt ein
deutsche bahn sylt
© pa/Carsten Rehder/dpa
Verspätungen, Zugausfälle, überfüllte Waggons: Seitdem die Deutsche Bahn die Strecke nach Sylt übernommen hat, herrscht Chaos. Nun haben 600 Pendler aus Protest einen Zug blockiert. Stundenlang ging nichts.

Es war eine vollmundige Ankündigung: Die Fahrzeit von Hamburg-Altona nach Westerland-Sylt würde um 20 Minuten verkürzt, wenn die Deutsche Bahn die Strecke im Dezember 2016 übernimmt. Ein knappes Jahr später können Reisende froh sein, wenn überhaupt ein Zug fährt. Es wird beschwert, diskutiert, versprochen. Trotzdem gab es auch in den vergangenen Wochen bis zu 14 Zugausfälle pro Tag.

Am Mittwoch eskalierte nun die Situation: Wie zuerst das Nordfriesland Tageblatt berichtete, haben Hunderte Demonstranten die Strecke blockiert. Rund 600 Personen versammelten sich in Klanxbüll - dem letzten Festlandbahnhof vor dem Hindenburgdamm - und hinderten den Regionalexpress um 7.12 Uhr an der Abfahrt, um ein Zeichen gegen das Verhalten der Bahn zu setzen.

"Der Zug war leider zu kurz für die vielen Menschen", kommentierte der Sprecher der Pendlerinitiative, Achim Bonnichsen, die Aktion mit Ironie in der Stimme. "Die Türen konnten sich nicht schließen und der Zug daher leider nicht weiterfahren."

Bulb

US-Bomber F-35: Mysteriöse Vorfälle paralysieren Piloten

Immer mehr US-Piloten fühlen sich nach Flügen mit Kampfflugzeugen des Typs F-35 gesundheitlich schlecht. Die Luftstreitkräfte des Landes meldeten nach Angaben des Nachrichtenportals "Aviation Week" im Laufe der vergangenen Monate zahlreiche "physiologische Vorfälle".
F-35
© Foto: U.S. Air Force / Joely Santiago
Von 2006 bis 2016 habe es nur zehn solche Vorfälle gegeben, zum November des laufenden Jahres seien es schon fast zwanzig, heißt es im Artikel. Experten sind sich bislang nicht über die Ursache des Problems im Klaren, wie der Kommandeur der 56. Operativen Gruppe der US-Luftstreitkräfte und F-35-Pilot Ben Bishop dem Portal mitteilte. Ursachen könnten Sauerstoffmangel (Hypoxie), eine Steigerung des Kohlendioxidgehaltes im Blut (Hyperkapnie), Dekompressionskrankheit (Caisson-Krankheit), Dehydratation oder auch mangelnder Schlaf und Ermüdung sein.

Tests des Systems der Sauerstoffversorgung in den F-35 bestätigten ihm zufolge dessen ordnungsgemäßes Funktionieren. "Ich denke, dass es etwas sein könnte, was auf der Kooperation zwischen der Maschine und dem Menschen basiert, etwas, was das Atmen beeinflusst", vermutet Bishop. Die "physiologischen Vorfälle" sind ihm zufolge höchstwahrscheinlich auf Hyperkapnie zurückzuführen.

Heart - Black

Drogen-Epidemie in USA: Mehr Tote als je zuvor - Pharmaindustrie wichtiger Faktor

Drogenabhängigkeit, Sucht, Heroin
© ReutersDer Konsum von Heroin und anderen opiathaltigen Substanzen hat in den USA epidemische Ausmaße erreicht - nicht zuletzt aufgrund des Wirkens der Pharmalobby.
Die Anti-Drogenbehörde der USA schlägt Alarm: Die Zahl der Toten durch Drogenmissbrauch erreicht den höchsten Stand der Geschichte. Hauptverantwortlich für diese Entwicklung sind jedoch nicht mexikanische Kartelle, sondern die heimischen Pharmaunternehmen.

Die Anti-Drogenbehörde der USA warnt vor einem gravierenden Anstieg des Drogenkonsums in den Vereinigten Staaten. Wie aus einem am Montag von der Drug Enforcement Administration (DEA) veröffentlichten Bericht hervorgeht, gab es von Januar bis August 2017 so viele Drogentote wie nie zuvor seit Beginn der Aufzeichnungen. Die Behörde spricht von einer Epidemie, vor allem bei den opiathaltigen Substanzen, die auch als Opioide bezeichnet werden. Schon seit dem Jahr 2011 übersteigt die Zahl der Drogentoten in den USA die der Todesfälle durch Suizide, Tötungsdelikte oder Verkehrsunfälle.
Dieser Bericht unterstreicht den Umfang und das Ausmaß der anhaltenden Opioidkrise in den Vereinigten Staaten", erklärte Robert Patterson von der DEA. "Es war nie wichtiger, alle uns zur Verfügung stehenden Mittel gegen diese Epidemie einzusetzen. Wir müssen in unserem Kampf gegen den Drogenmissbrauch unerschütterlich bleiben."

TV

Programmbeschwerde zur ARD-Berichterstattung über China: Propagandistisch und regierungsnah

ARD Tagesschau
© www.globallookpress.com
Der frühere Tagesschau-Redakteur Volker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer, Ex-Vorsitzender des ver.di-Betriebsverbandes NDR, haben Programmbeschwerde gegen die ARD eingereicht. Der Vorwurf: Manipulative Berichterstattung über China.

RT Deutsch dokumentiert die Programmbeschwerde im Wortlaut:

Sehr geehrte Rundfunkräte,

der Beitrag "China baut digitale Mauer aus" ist ein typisches Beispiel für propagandistischen und regierungsnahen Journalismus.

Diesmal wird als Bezugsahmen das Internet gewählt und Chinas Führung als "Zensor", "Überwacher", "Kontrolleur", kurz als "Menschenrechtsfeind" dämonisiert, als ob die Situation in der "Westlichen Wertegemeinschaft" grundsätzlich anders aussähe (siehe das Schicksal von E. Snowden, Assange oder die Maas-Aktionen gegen User der sozialen Medien).

Pistol

Louisiana: Zwei Tote bei Schießerei an US-Universität

Polizeieinsatz
© AFP 2017/ Laura Buckman
Auf dem Territorium der Grambling State University im US-Bundesstaat Louisiana ist es am frühen Mittwochmorgen zu einer Schießerei gekommen, wie englischsprachige Medien berichten.
Bei einem heftigen Streit soll ein Unbekannter zwei junge Menschen erschossen haben. Danach sei er geflohen. Bei den Toten geht es Medienberichten zufolge um den 23-jährigen Earl Andrews und den gleichaltrigen Monquiarius Caldwell. Die Polizei habe eine Ermittlung eingeleitet.

Arrow Down

Hongkong: Reinigungskraft wird einfach so in Gleisbett geschubst

Mann schubst Reinigungskraft in Gleisbett
© twitter
Eine Überwachungskamera hat einen Mann gefilmt, der eine Frau in einem Hongkonger Bahnhof vom Bahnsteig auf die Schienen schubst und dann in aller Ruhe davongeht. Das Video zu dem Vorfall verbreitet sich seitdem in den sozialen Medien. Das Geschehen soll sich in der Yuen-Long-Station des Light-Rail-Systems in Hongkong ereignet haben.

Der Übeltäter lief auf dem Bahnsteig hinter dem Opfer entlang, das jemandem auf der anderen Seite der Gleise zuwinkte. Der Mann schubste die arglose Frau anschließend von hinten, sodass diese, ohne sich halten zu können, auf die Gleise fiel.

Zum Glück für das Opfer, das als Reinigungskraft auf dem Bahnhof arbeitete, fuhr zum Zeitpunkt des Vorfalls kein Zug auf dem Gleis ein, auf das sie fiel. Dennoch zeigt das Filmmaterial einen schweren Sturz auf ihr Gesicht von einem hohen Bahnsteig aus. Nach Angaben eines von der South China Morning Post zitierten Polizeisprechers wurde die Frau am Kiefer verletzt und ins Krankenhaus eingeliefert.

Die Polizei verhaftete laut China Xinhua News in der Nähe des Bahnhofs mittlerweile einen Ausländer wegen des Verdachts auf Körperverletzung.


Kommentar: Ein deutliches Zeichen für gesellschaftlichen Verfall.