Das Kind der GesellschaftS


Георгиевская ленточка

Diesmal Indien: Erneut stirbt ein russischer Botschafter an einer "Krankheit"

Der russische Botschafter in Indien, Alexander Kadakin, ist tot. Der 67-Jährige starb am Donnerstagmorgen in einem Krankenhaus in Neu-Delhi, wie die Botschaft mitteilte.
kadakin
© Sputnik/Evgeny Pahomov
Als Todesursache gab die Botschaft eine „Krankheit" an. Nach inoffiziellen Angaben starb der ranghohe Diplomat an Herzversagen.

Kadakin war seit 2009 russischer Botschafter in Indien. Davor hatte er in Nepal und in Schweden gearbeitet.

Die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa nannte seinen Tod einen „gewaltigen Verlust“.

Book 2

Armut in Deutschland: Buch zeichnet Bild über desolate Zustände, macht Vorschläge zur Verbesserung

Armut Deutschland Buch
© Flickr/Sascha Kohlmann
"Kein Wohlstand für alle!?" - das ist der Titel des neuen Buches von Dr. Ulrich Schneider. Der Erziehungswissenschaftler und Hauptgeschäftsführer des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes analysiert darin die Verteilung von Wohlstand und die soziale Spaltung in Deutschland.

„Wohlstand für alle“ lautet seit Ludwig Erhard das zentrale Versprechen aller Regierungen. Tatsächlich jedoch werden seit Jahrzehnten Reiche immer reicher, während immer größere Teile der Mittelschicht abgehängt. Das ist weder Zufall noch Schicksal, sondern das Ergebnis einer Politik, die sich immer stärker einem modernen Neoliberalismus verpflichtet sieht, so der Autor des Buches "Kein Wohlstand für alle!?", Dr. Ulrich Schneider, der eine prekäre Lage in Deutschland zeichnet:

"Wenn wir über Vermögen nachdenken, haben wir ja mittlerweile die Situation, dass die unteren 40 Prozent bereits nichts oder Schulden haben. Wir haben 40 Prozent in der Bevölkerung, die von der Hand in den Mund leben. Mittlerweile erleben wir jeden zweiten Arbeitsvertrag, der abgeschlossen wird als befristeten Arbeitsvertrag. Den Menschen wird von morgens bis abends seitens der Politik oberlehrerhaft erklärt, dass sie ihre Rente vergessen könnten. Wir leben in einer Zeit, wo fast die Hälfte der Bevölkerung nachvollziehbarer Weise tief verunsichert ist. Weil sie nicht an diesem Wohlstand teil hat."

Kommentar:


Bomb

Somalia: Sprengstoff-Anschlag auf Hotel fordert über 14 Todesopfer in Mogadischu

Terroranschlag Hotel Mogadischu Somalia
© Reuters TV/ReutersDie zweite Explosion an dem Hotel in Mogadischu
Durch einen Sprengstoffanschlag in der somalischen Hauptstadt sind mindestens 14 Menschen ums Leben gekommen. Die Detonation war in der gesamten Stadt zu hören.

Die islamistische Terrormiliz Al-Shabaab hat sich über den ihr nahestehenden Sender Radio Andalus zu einem Angriff auf ein Hotel in Mogadischu bekannt. Bei der Explosion eines mit Sprengstoff beladenen Autos vor dem Hotel Dayha in der somalischen Hauptstadt starben mindestens sieben Menschen, eine weitere Nachrichtenagentur meldet 14 Opfer. 20 Menschen erlitten Verletzungen.

Bewaffnete Männer hätten das dreistöckige Gebäude gestürmt, sagte ein Polizeisprecher. Unter den Todesopfern seien mehrere Zivilisten und Wachmänner. Zu den Toten zählen demnach auch zwei der Angreifer.

Kommentar: In diesem von Bürgerkrieg und terroristischen Gruppierungen heimgesuchten Land sind derartige Anschläge leider gängige "Normalität".


Bell

Warnung der Vereinten Nationen: Afghanistan ist auf dem Weg in humanitäre Katastrophe - Dank dem Westen

Afghanische Flüchtlinge UNHCR Kabul
© ReutersEine afghanische Frau und ihre Kinder vor dem Registraturzentrum des UN-Flüchtlingswerkes (UNHCR) in Kabul, Afghanistan, 27. September 2016.
Die Vereinten Nationen warnen vor einer humanitären Katastrophe in Afghanistan. Sie prognostizieren, dass ein Drittel der Afghanen in diesem Jahr humanitäre Hilfe benötigen wird. Als Sofortmaßnahme fordern sie eine halbe Milliarde US-Dollar.

Afghanistan besteht aus 34 Provinzen, von denen 2016 nur drei von Konflikten verschont blieben - Konflikte, die zum Teil seit den 1970er Jahren bestehen. In diesem Jahr soll sich die Situation für die Menschen noch weiter verschlechtern. Denn Pakistan hat damit begonnen, afghanische Flüchtlinge zurück in ihre Heimat abzuschieben. Dies geschieht, auch wenn diese bereits seit Jahren in Pakistan leben und Afghanistan für deren Kinder ein unbekanntes Land ist.

Die Vereinten Nationen sprechen von 9,3 Millionen Menschen, die in Afghanistan in Not sind. Dies ist ein 13-prozentiger Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Die 550 Millionen US-Dollar, die die UN nun als Sofortmaßnahme fordern, würden 5,7 Millionen Menschen 2017 das Überleben sichern. Im Jahr 2016 erreichte die internationale Hilfe 3,2 Millionen Afghanen.

Kommentar: Und das im Namen des Krieges "gegen" den Terror!


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Monica Lewinsky verteidigt Trumps 10-jährigen Sohn: Kein Kind sollte zur Zielscheibe von Spott gemacht werden

monica lewinsky
© AFP 2016/Kena Betancur
Monica Lewinsky, die 1998 durch den Affären-Skandal mit dem damaligen US-Präsident Bill Clinton fragwürdige Berühmtheit erlangte, hat sich auf Twitter für den zehnjährigen Sohn von Donald Trump, Barron Trump, eingesetzt. Über diesen hatten sich nach der Amtseinführung seines Vaters am 20. Januar zahlreiche Internet-Nutzer lustig gemacht.

„Alle Kinder müssen vor Mobbing und Spott geschützt werden, inklusive Barron Trump. Lasst uns besser sein“, schrieb Lewinsky.

Damit folgt sie Chelsea Clinton, Bill und Hillary Clintons Tochter, die sich schon am Montag für Barron stark gemacht hatte.

Wie zuvor berichtet worden war, suspendierte der Fernsehsender NBC Katie Rich, Autorin für die TV-Show „Saturday Night Live“, wegen eines beleidigenden Tweets über den zehnjährigen Barron auf unbestimmte Zeit. Rich schrieb: „Barron wird der erste Schütze mit Hausunterricht dieses Landes sein.“ Die Autorin war jedoch nicht die einzige, die nach Trumps Amtseinführung über dessen Sohn Barron herzog. In den sozialen Medien wurde dem Zehnjährigen vorgeworfen, schläfrig und abwesend zu wirken.

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Drogendelikte in deutschen Schulen nehmen zu

Unter dem Pult einen Joint drehen, Pillen auf dem Schulhof einwerfen und Cannabis in einer abgeschiedenen Ecke dealen: Drogen gehören an vielen Schulen zum Alltag. Ist die Präventiongescheitert?
Drogenkonsum Jugendliche
© Monkey Business/ FotoliaWerden Drogen zu sehr gesellschaftlich verharmlost?
MÜNCHEN. Ob Cannabis oder chemische Keulen wie das seit rund zehn Jahren verstärkt kursierende Crystal Meth: Auf Deutschlands Schulhöfen hat die Rauschgiftkriminalität in den vergangenen Jahren teils drastisch zugenommen. Das zeigen Zahlen der Landeskriminalämter und der Innenministerien.

Ba-Wü: Verdreifachung der Drogenstraftaten an Schulen

In Baden-Württemberg etwa hat sich die Zahl der Drogendelikte am Tatort Schule fast verdreifacht. 2011 waren es noch 348, 2015 dagegen 939 Fälle - und das trotz eines flächendeckenden Suchtpräventionsprogramms.

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Raubtierkapitalismus in Guatemala: Brutales Vorgehen von Unternehmen gegen Protestierende

menschenrechtsaktivisten demonstration guatemala
© Luis JuarezProtestmarsch zum Wasserkraftwerk Pojom 1 in Ixquisis, Guatemala
In Guatemala ist bei einem Protestmarsch gegen den Bau von Wasserkraftwerken der 72-jährige Sebastián Alonso Juan durch mehrere Schüsse aus dem Hinterhalt getötet worden. Der Vorfall ereignete sich in San Mateo Ixtatán im Norden Huehuetenangos.

Die örtliche indigene Bevölkerung steht seit Jahren im Widerstand gegen den Bau von Wasserkraftwerken in ihren Territorien. Am Protestmarsch nahmen rund 2.000 Personen teil. Beim Wasserkraftwerk angelangt, setzten Unbekannte Material und Fahrzeuge des Unternehmens in Brand. Daraufhin schossen vermummte Bewaffnete aus dem Gebüsch und verwundeten Alonso Juan tödlich.

Das Unternehmen Proyecto Desarrollos Hídricos S.A. baut in dem abgelegenen Gebiet an drei Wasserkraftwerken, ohne dass die Bevölkerung vorab informiert oder konsultiert wurde. Die indigenen Gemeindeführer haben gegen die Zerstörung ihrer Felder und das Umleiten der Flüsse auf allen Ebenen Einsprachen bei Regierungs- und Justizbehörden eingelegt. Vom Unternehmen angestellte Wachschützer gingen massiv gegen die lokale Bevölkerung vor. Nach Auseinandersetzungen in den Vorjahren installierte die guatemaltekische Regierung 2014 einen Militärposten und erhöhte auch das Polizeipersonal. Die Anwohner sehen sich an Zeiten des Bürgerkriegs erinnert und werfen den Mord Soldaten oder Polizisten vor, die dort stationiert seien, um nicht sie, die Bevölkerung, sondern das Unternehmen zu schützen.

Kommentar:


Hiliter

Folge von Repressalien durch Hartz IV: Drohungen und Angriffe gegen Jobcenter häufen sich

Jobcenter Protest
© ReutersNicht immer ist es nur friedlicher Protest, mit dem sich Hartz-IV - Betroffene Luft machen.
Klagen über Attacken gegen Jobcenter und deren Mitarbeiter häufen sich. Die Ämter schützen sich mit Sicherheitsdiensten. Aus heiterem Himmel kommen die Aggressionen nicht. Susan Bonath sprach mit Inge Hannemann und einer Hartz-IV-Betroffenen.

Schwer bewaffnete Polizisten patrouillieren vor städtischen Jobcentern. In den evakuierten Gebäuden suchen Beamte nach einer Bombe. Sie reagieren damit auf eine anonyme telefonische Drohung. Immerhin war eines der Häuser bereits in der Neujahrsnacht zum Ziel eines Brandanschlags geworden. Sprengstoff findet die Polizei an diesem Dienstag nicht. Ihrer Alarmbereitschaft tut das keinen Abbruch.

Im Fall der Brandattacke hat sich inzwischen das für politisch motivierte Straftaten zuständige Operative Abwehrzentrum der Polizei eingeschaltet. Hinweise zu möglichen Tätern, die zudem mehrere Scheiben des Amtes im Stadtteil Möckern einschlugen, Büros in Flammen setzten und einen Sachschaden von geschätzt einer Viertelmillion verursachten, will es mit 10.000 Euro belohnen. Zeugen hätten von einer Gruppe vermummter Radfahrer berichtet, sagte Polizeisprecherin Kathleen Doetsch in dieser Woche der Leipziger Volkszeitung.

Für die Polizei in der Sachsenmetropole gehören Aggressionen gegen Arbeitsagentur und Jobcenter zum Alltagsgeschäft. "Der Brandanschlag war schon eine besondere Qualität, aber solche Drohungen wie gestern gehen jede Woche ein", sagte Behördensprecher Alexander Bertram am Mittwoch auf Nachfrage der Autorin. Die Polizei reagiert; aber Erklärungen für derlei Gewalt zu finden, ist nicht ihre Aufgabe.

Kommentar: Die Hartz IV - Gesetzgebung und ihre leidvollen Folgen sind ein deutliches Symptom unserer heutigen durch Psychopathen in Einflusspositionen geprägten Gesellschaft.


Bomb

US-Panzergranaten rollen auf Polens Straßen nach Unfall

Unfall Polen US-Granaten
In Polen ist am Samstag ein Lkw der US-Armee in einen Verkehrsunfall geraten, wie das polnische Kulturzentrum im russischen Kaliningrad unter Berufung auf örtliche Medien mitteilte. Bei dem Unfall seien zahlreiche Panzergranaten auf die Straße gerollt.

Der Vorfall ereignete sich demnach auf der Landesstraße 27 nahe der Stadt Świdnica. Vorläufigen Angaben zufolge verlor der Fahrer die Kontrolle über den Lastwagen, geriet ins Schleudern und rutschte von der Straße.

Light Sabers

Kranke Gesellschaft: Mann masturbiert vor schlafenden Frauen im ICE

Ein 28-Jähriger ist am Sonntagmorgen im Schnellzug von Minden nach Hannover mit seinem Genital in der Hand erwischt worden. Der Leipziger muss sich nun wegen Belästigung verantworten.
ICE-Zug
© Flickr/ConstantinABSymbolbild
Leipzig - Ein Messestädter hat am Sonntagmorgen im Intercity bei Hannover öffentlich masturbiert. Eine 23-jährige Zugbegleiterin bemerkte die Stimulation des Geschlechtsorgans und rief die Polizei.

Wie es in einer Mitteilung der Hannoveraner Bundespolizei heißt, war die Schaffnerin auf der Fahrt von Minden nach Hannover durch den Schnellzug gegangen und bemerkte schließlich den 28-Jährigen aus der Messestadt in einem Abteil mit zwei schlafenden Frauen. „Der hatte sein Glied entblößt und masturbierte fleißig. Als der Mann aus Leipzig die Zugbegleiterin bemerkte, gab er sich erschrocken und steckte sein Genital wieder in die Hose“, teilten die Beamten mit. Die beiden schlafenden Frauen im Wagen hätten den Vorfall nicht bemerkt, hieß es.

Die herbei gerufenen Beamten der Bundespolizei stellten die Identität des 28-Jährigen fest und ließen ihn dann aber weiterreisen. Die Kriminalpolizei ermittelt nun gegen ihn wegen Belästigung der Allgemeinheit.

Von mpu