Das Kind der GesellschaftS


Bomb

Explosion in Waffenfabrik in Bulgarien

Am Montag hat sich in einer der größten Waffenfabriken Bulgariens, „Arsenal“, eine Explosion ereignet, berichtet das Nachrichtenportal Novinite.com. Der Seite zufolge sind dabei zwei Mitarbeiter des Unternehmens ums Leben gekommen.
arsenal waffenfabrik
„Die Explosion hat sich um 10:20 Uhr Ortszeit in einem Gebäude ereignet, wo Sprengstoffe und andere Materialen verarbeitet werden“, teilt die Agentur Reuters unter Berufung auf das bulgarische Innenministerium mit.

Zwei Menschen sind bei dem Vorfall ums Leben gekommen, erklärte Nikola Nikolow, ein Vertreter des Brandschutzes.

Ambulance

Idioten sprühten "Ahllahu Akbar" an Schule - Schule wurde vorübergehend geschlossen

Auch wenn das Kriminalamt Entwarnung gibt, bleibt der Direktor besorgt: Unbekannte sprühen an die Hauswand einer Berliner Schule ein großes Graffiti mit einer eindeutigen Botschaft.
allahu akbar
© twitter.com/rbb24
Aufregung an einer Gemeinschaftsschule in Berlin Hellersdorf: Am Wochenende haben Unbekannte an der Schulmauer ein Droh-Graffiti angebracht. "Anschlag 25.04" und "Ahllahu Akbar" prangte in großen Lettern an einer weißen Wand. Aus Vorsichtsmaßnahmen blieb die Schule an diesem Montag geschlossen. Am Dienstag soll sie jedoch wieder öffnen, heißt es in einem Bericht der Berliner Zeitung.


Kommentar: Die Täter scheinen eine Rechtschreibschwäche zu haben.


Das Landeskriminalamt habe Entwarnung gegeben, das Graffiti würde keine ernsthafte Bedrohung darstellen, sagte der Schuldirektor Gerald Miebs der Zeitung. "Mir war die Sicherheit der Kinder aber so wichtig, dass ich lieber einen doppelten Sicherheitsgurt anlegen wollte." Am Morgen stand er selbst von sechs bis neun Uhr vor der Schule und schickte einige Schüler wieder nach Hause, die von der vorübergehenden Schließung noch nichts wussten.

Pistol

Schießerei in Südfrankreich - Zwei Tote

Vor einer Schule im südostfranzösischen Grenoble sind zwei Männer erschossen worden.
grenoble
© Jean-Pierre Clatot
Grenoble. Ein weiterer Mann wurde schwer verletzt, wie die Regionalzeitung Le Dauphine Libere am Montag unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft berichtete. Nach ersten Erkenntnissen könnte es sich um eine Abrechnung im kriminellen Milieu handeln, wie der Radiosender France Info unter Berufung auf Polizeikreise meldete.

Die Männer seien auf dem Gehsteig unterwegs gewesen, als sie aus einem Auto beschossen wurden.

Light Saber

Heftige Bauernproteste in Guatemala und El Salvador führen zur Aufhebung von Monsanto-Gesetz

Im Rahmen des Freihandelsabkommens gibt es auch das Monsanto-Gesetz. Widersetzen sich Bauern dem Monsanto-Gesetz, drohen ihnen hohe Geld- und Freiheitsstrafen. Warum wird es „Monsanto-Gesetz“ genannt? Monsanto kontrolliert 80% des gentechnisch veränderten Saatguts weltweit. Es gilt zum Schutz von Pflanzensorten und in diesem Zusammenhang auch zur Kontrolle der Patente dieses Saatguts. Das Gesetz garantiert die exklusiven Rechte der Schöpfung von Saatgut daher als Erlass für Monsanto.
Kleinbauern Lateinamerika
Kleinbauern in Guatemala und El Salvador zeigen: Manchmal siegt David im Kampf gegen Goliath doch. Anhand von DR-CAFTA und NAFTA werden wir aufzeigen, was uns mit TTIP erwartet.

Gewerkschafter, Indios und Bauern riefen in Guatemala zu einem Protest auf, nachdem sie erfahren hatten, dass während der Fußballweltmeisterschaft 2014 das „Monsanto-Gesetz“ verabschiedet worden war.


Kommentar: Das machen Politiker anscheinend sehr gerne: Die Massen ablenken und Gesetze durchwinken:

Deutschland durch den Absturz abgelenkt und prompt ist Fracking in Deutschland jetzt erlaubt


Kommentar:


Newspaper

Wettbewerb für bestes Schmähgedicht gegen Erdogan in britischer Zeitung - Und Erdogan wütet weiter

erdogan witze
Wie ein Lauffeuer verbreitet sich ein Beitrag von einer englischen Zeitung: Wer beleidigt Erdogan am besten? Siegesprämie, £ 1000, die ein großzügiger Leser spendet. Das Gedicht soll auf Wunsch von Douglas Murray von der Wochenzeitung The Spectator so „schmutzig und beleidigend wie möglich“ sein.

Auslöser war die Haltung von Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Affäre um Jan Böhmermann. Siehe auch: Kommentar: Machtdemonstration auf Kosten von Satire und Pressefreiheit

Aus Satire wird mittlerweile ein internationaler Skandal: Die Bundesregierung ermächtigte die deutschen Justizbehörden auf Antrag der Türkei, ein Strafverfahren gegen Jan Böhmermann einzuleiten. Die New York Times machte darauf aufmerksam, dass in der Türkei annähernd 2000 Verfahren wegen Beleidigung des Präsidenten anhängig seien. Erdogan könne nun für sich in Anspruch nehmen, dass der Westen die Legitimität seines Anspruchs akzeptiere.

Kommentar: Es ist auffällig, dass man sich über einen Erdogan - berechtigter Weise - lustig macht, doch gewisse andere Staatsführer, die ihren Posten wegen ihrer mindestens ebenso vielen Verbrechen längst hätten abgeben müssen, bleiben unerwähnt. Frei nach dem Motto: "Finde heraus, wen du nicht kritisieren darfst, dann weißt du, wer über dich herrscht".


Fire

"Clean Coal", Klimaschutz und das Urteil der Marktwirtschaft

coal
Versuche, das CO2 bei Kohlekraftwerken einzufangen und zu speichern, sind in den USA bislang wirtschaftliche Flops. Der größte private Kohleproduzent ging jetzt sogar pleite.

Noch vor zwei Jahren gab sich Greg Boyce, damals CEO von Peabody Energy und heute Executive Chairman des Konzerns, im Gespräch mit Technology Review äußerst optimistisch. Das Geschäft mit China sowie insbesondere der Bau neuer Kraftwerke, die den sogenannten "Clean Coal"-Ansatz nutzen, würden künftig zu zentralen Wachstumstreibern. Das hat nicht geklappt: Mitte April beantragte der Konzern, größter im Privatbesitz befindlicher Kohleproduzent der Welt, Insolvenz. In den USA waren die Preise als auch die Nachfrage nach dem Rohstoff selbst zu stark zurückgegangen, hieß es in der Begründung.

Das Chinageschäft kam nicht zustande, weil Umweltaktivisten und lokale Verwaltungen den Bau eines riesigen Terminals an der US-Westküste verhinderten - zudem war auch im Riesenreich die Nachfrage dramatisch gefallen. Die Zukunftshoffnung Nummer zwei, Clean Coal, verwirklichte sich ebenfalls nicht, weil das Auffangen von Kohlendioxid an den Schornsteinen von Kohlekraftwerken mit anschließender Einlagerung unter der Erde - auch unter dem Begriff CO2-Sequestrierung bekannt - sich als bislang noch sehr teuer erweist. Das liegt auch daran, dass Erdgas in den USA aufgrund des Förderbooms der letzten Jahre nach wie vor sehr billig ist.

Kommentar: Mit riesigen Summen gefördert und subventioniert, läuft die grüne Ideologie in der freien Wirtschaft geradewegs in die Pleite. Wie hätte es auch anders sein können:


Question

Bothel - Ein Dorf mit ungewöhnlich hoher Krebsrate - Ist Fracking schuldig?

Für dieses Jahr sagt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) fast eine halbe Million neue Krebserkrankungen in Deutschland voraus. Vor allem ein Dorf ist betroffen: In dem kleinen Örtchen Bellen in der niedersächsischen Gemeinde Bothel leiden überproportional viele Bürger an Krebs.
krankenhaus, infusion, katheter
© Colourbox.deBei einer Einwohnerzahl von 52 Menschen haben acht Menschen Krebs.
Bei einer Einwohnerzahl von 52 Menschen haben acht Menschen Krebs und in den letzten elf Jahren war die einzige Todesursache bei allen vier Todesfällen Krebs, wie „N24“ berichtet.

Kann Fracking die Ursache sein?

Diese statistisch gesehen sehr beunruhigende Zahl könnte einen bestimmten Grund haben: Seit 1980 fördert der amerikanische Energiekonzern „ExxonMobil“ mithilfe des umstrittenen Verfahren „Fracking“ Erdgas in dem Ort. Bei diesem Verfahren werden Wasser, Chemikalien und Sand mit hohem Druck in tiefe Gesteinsschichten gepresst, was dazu führt, dass das Gestein bricht und wertvolles Erdgas nach oben strömen kann.

Kommentar:
  • Fracking verursachte Massensterben von seltener Fischart in Kentucky



Folder

Drei Gründe, warum Hartz IV jeden von uns betrifft

Obwohl wir in Deutschland eines der härtesten Sozialsystem Europas haben, glauben die meisten Deutschen, die einer Erwerbsarbeit nachgehen, dass sie von diesem Umstand gar nicht betroffen wären. Dabei geht die Gefahr dieses Systems weit über die Erwerbslosen hinaus, die wir leichtfertig für die einzig Betroffenen halten. Warum?
Protest gegen Hartz IV
© dpaProtest am Fischmarkt in Hamburg
1. Weil uns die Angst vor Hartz IV dazu bringt, Arbeitsbedingungen zu akzeptieren, die eigentlich inakzeptabel sind.

Dass wir uns fürchten vor einem sozialen Abstieg, verstärkt paradoxerweise unser Abstiegsrisiko. Die Nachfrage nach Erwerbsarbeit ist so groß, das Angebot auf der anderen Seite aber dermaßen gering, dass die Anbietenden freie Hand haben bei der Gestaltung der Arbeitsbedingungen. Die Konkurrenz bei der Jobsuche ist so groß, dass sich immer jemand findet mit der Bereitschaft den Job unter allen Bedingungen zu leisten.

Unterbezahlung, keine Versicherungen der Arbeitnehmenden und unbezahlte Überstunden sind die Folgen. Dank der Existenz von Hartz IV haben wir keinerlei Mitspracherecht bei der Gestaltung unserer Beschäftigungsverhältnisse. Es gilt das Prinzip der Jasager*innen. Mach den Job, egal unter welchen Bedingungen, sonst macht ihn halt wer anders!

Kommentar:


Book

Insekten schmackhaft machen: Schweizer arbeiten an einem Insekten-Kochbuch

Schon mal eine Maroni-Mehlwurm-Suppe mit Insekten-Vollkornbrot gekostet? Oder wie wäre es, beim nächsten Dinner mit Bramatanocken auf Mehlwurm-Pilzragout zu überraschen?
Insektengericht,KOchen mit Insekten
© Graab/Goldner/Röhrig
Diese und weitere Rezepte soll es in dem neuen Kochbuch Heuschrecken, Grillen & Co. geben. Initiiert wurde das Projekt von zwei Schweizern, dem Unternehmer Christian Bärtsch und dem Koch Adrian Kessler. Derzeit werben sie auf der schweizerischen Crowdfunding-Plattform Wemakeit für ihr Vorhaben. Spendenziel: Umgerechnet 11.000 Euro.

Mehlwürmer und Grillen als Vitaminbombe

Insektenkochbuch  von Christian Bärtsch und Adrian Kessler
© EssentoChristian Bärtsch und Adrian Kessler werben für ein Insektenkochbuch
Die Idee für ein Insektenkochbuch kam den Freunden durch ihre zahlreichen Reisen, besonders nach Asien. “In vielen Ländern sind Grillen und Co. beliebte Zutaten und werden sogar als Delikatesse betrachtet”, sagt Kessler. Diese Erfahrung hat sie inspiriert, Insekten nun auch ihren Landsleuten nahezubringen.

Nuke

30 Jahre Tschernobyl - Rückschlag für die Menschheit oder verpasster Weckruf?

Tschernobyl Reactor
© Wikipedia CC von Carl MontgomeryTschernobyl Reaktor
Was war geschehen?

Am 25. April 1986 gegen 01:00 Uhr nachts begann der Reaktor des Blockes Vier des AKW Tschernobyl in der Ukraine bei Kiew seine Leistungseinsenkung zur großen Zweijahres-Revision und Brennstoffbeladung. Das Betriebsprogramm sah, wie bei jeder Großreparatur, einen „Auslaufversuch“ der Turbine vor. Mit diesem Versuch sollte getestet werden, wie die Rotationsenergie der schweren Turbogeneratorläufer genutzt werden kann, um bei Stromausfall die Kühlmittelumwälzpumpen des Reaktors ein paar Minuten weiter drehen zu lassen, bis die startenden Dieselgeneratoren den Strom dafür liefern können. Immerhin dreht sich so ein Teil durch sein enormes Gewicht noch 30 Minuten weiter, auch wenn es keinen Dampfantrieb mehr hat.

Aber so weit kam es in dieser Nacht gar nicht. Der Lastverteiler meldete sich nach ein paar Stunden und unterbrach die Lasteinsenkung bei etwa der Hälfte der Nennleistung - das schwache Landesnetz brauchte jetzt am Morgen die Energie unbedingt. Erst 12 Stunden später, also nach der Abendspitze, konnte die Leistungsabsenkung fortgesetzt werden.

Was weiß schon ein Lastverteiler über die Kernphysik? In den 12 Stunden, in denen die Lasteinsenkung gestoppt wurde, war die „Xenonvergiftung“ auf ihren höchstmöglichen Wert angestiegen. Xenon ist ein Spaltprodukt und entsteht durch die natürlichen Weiterzerfallsketten im Reaktorkern. Normalerweise wird es sofort wieder ausgebrannt. Nur bei niedrigerer Leistung reichert es sich 12 Stunden lang an und klingt erst danach durch Eigenzerfall wieder ab. Es wird als „Neutronengift“ bezeichnet, weil es Neutronen „auffrisst“, die somit nicht mehr für die Kernspaltung zur Verfügung stehen. Der Reaktor war am „ausgehen“, da am Ende der Kampagne nicht mehr genug frischer Brennstoff zum Kompensieren des Xenonverlustes zur Verfügung stand. Die Reaktorleistung fiel auf weniger als 5%, weit unter die für den Versuch geforderte Leistung.

Kommentar: Kaum eine andere Technologie ist so umstritten wie die Kernkraft. Nicht erst seit Fukushima werden die Debatten meist eher emotional anstatt sachlich diskutiert.

Fakt ist jedoch, nur Kernspaltungsreaktoren sind bereits vom Design her Maschinen, die man im Grunde nicht mehr abschalten kann. Sie können zwar herunter gefahren werden, sind aber auch im "abgeschalteten" Zustand auf ständige Kühlung, d.h. Energiezufuhr von Außen, angewiesen. Fällt diese aus, ist die Katastrophe nicht mehr zu vermeiden. Geht in einem Kohlekraftwerk das Feuer aus, kommt alles zum Stillstand und das Bauwerk kann in Ruhe und auf unbestimmte Zeit sicher vor sich hin rosten.

Ein Kernkraftwerk jedoch ist Zeit seines Lebens, ob es Strom erzeugt oder nicht, auf eine externe Energieversorgung angewiesen, will man einen Kernbrand im Abklingbecken verhindern. Eine Risikobetrachtung macht klar, dass ein großflächiger und zeitlich anhaltender Stromausfall nicht sehr weit her geholt ist. Sei es durch einen schweren Sonnensturm, der über Wochen oder gar Monate hinweg den halben Planeten ins Dunkel stürzen könnte, oder ein wirtschaftlicher bzw. gesellschaftlicher Kollaps, der die Energieerzeugung zum erliegen bringen könnte, all das macht jedes Atomkraftwerk zu einer tickenden Zeitbombe. Vernünftige Planung sieht anders aus und macht klar, über was wirklich diskutiert werden müsste: Über das Design der Technologie an sich und darüber, wie viel Risiko die Menschen bereit sind, für eine ausreichende Energieversorgung einzugehen.