Das Kind der GesellschaftS


Megaphone

Viele Vergewaltigungen sind bewusste Stimmungsmache gegen Flüchtlinge

Berlin -"Unsere Kinder sind in Gefahr!" - Ein Satz, der Angst macht. Ein Satz, der im Januar auf einem Plakat bei einer Demonstration stand. Im Hintergrund wedelte die eine oder andere Deutschlandfahne.
Flüchtlinge
© dpa
Seit Ausbruch der Massenflucht nach Europa kommt es in der Ägäis vermehrt zu Havarien.
Die Anhänger des fremdenfeindlichen Pegida-Ablegers "Bärgida" demonstrierten gegen Gewalt. Sagten sie. Und gaben sich besorgt: Eine 13-jährige Russlanddeutsche soll von Flüchtlingen entführt und vergewaltigt worden sein. Skandal! Doch tatsächlich stand schon zu dem Zeitpunkt fest: Alles nur heiße Luft. Die Polizei erklärte: Eine Vergewaltigung habe es nie gegeben.


Kommentar: Dieser Fall ist sehr umstritten und könnte sogar einen politischen Hintergrund haben, um gegen Russland vorzugehen.


Die Gerüchte darüber hatten sich zuvor rasant im Netz verbreitet - auch russische Medien und Internetseiten kochten den Fall hoch. Doch das ist lange nicht die einzige Falschmeldung über vermeintlich kriminelle Flüchtlinge. Derartige Geschichten finden sich momentan landauf, landab - vor allem seit den massenhaften, teils sexuellen Übergriffen gegen Frauen in der Silvesternacht in Köln, an denen nach Erkenntnissen der Ermittler zahlreiche Nordafrikaner beteiligt waren.

Kommentar:


Heart - Black

Schweiz: "Die ärmsten Flüchtlinge lassen wir im Stich"

Bis zu uns schaffen es fast nur gesunde Flüchtlinge mit Geld. Um diese wenigen kümmern wir uns und lassen die meisten im Elend.
Child refugees
upg. Benno Büeler ist bekannt als Vorstandsmitglied von Ecopop, welche u.a. die Zunahme der Bevölkerung in der Schweiz auf jährlich höchstens rund 35'000 Personen beschränken will. Deren entsprechende Initiative hat das Volk allerdings mit einer Mehrheit von 74 Prozent abgelehnt. Ein Gastbeitrag.

Schweden ist an seine Grenzen gestossen

Schweden hat bisher im Verhältnis zur Bevölkerung am meisten Flüchtende aufgenommen und ist an soziale und politische Grenzen gestossen. Die rot-grüne Regierung hat das Land fast über Nacht abgeschottet und will Entwicklungshilfegelder jetzt mehr im Inland für das Asylwesen einsetzen als für Entwicklungshilfe vor Ort. In der Folge haben Norwegen und Dänemark ebenfalls die Grenzen geschlossen.


Kommentar: Ist Schweden wirklich an "seine Grenzen gestossen", oder hat Schweden einfach dicht gemacht und sich damit seiner Verantwortung entzogen?

Wir stehen vor der Tatsache, dass viel mehr Menschen nach Europa kommen möchten als Europa politisch-gesellschaftlich bereit ist aufzunehmen. In Deutschland dürften 2016 schon bei weniger als einer Million Flüchtlinge die Tore zugehen.

Kommentar: Ja, der Westen steht definitiv in der Verantwortung, ist es doch seinen Handlungen zu verdanken, dass es überhaupt zu Flüchtlingsströmen gekommen ist. Somit muss den Menschen, die dem Elend der Kriegsgebiete in ihren Heimatländern entfliehen umso mehr geholfen werden. Stattdessen werden die Flüchtlingsströme vom Westen sowohl politisch (Hetze und Feindbild in der Bevölkerung) als auch wirtschaftlich genutzt (neben inländisch wachsender Job- und Auftragslage, auch Organhandel), so dass die Leidtragenden wiederum ausgebeutet werden.


Bell

Guter Ansatz: Hamburger setzen sich für dezentrale Unterbringung von Flüchtlingen ein

Mehrere hundert Menschen sind in Hamburg gegen ihrer Ansicht nach zu große Flüchtlingsunterkünfte auf die Straße gegangen. Unter dem Motto „Integration JA, Olaf-Scholz-Ghettos NEIN“ hatte der Dachverband von sieben Hamburger Bürgerinitiativen zu der Demonstration am Donnerstag aufgerufen.
demonstration
© picture alliance/dpa
Teilnehmer sprachen von rund 750 Demonstranten, die Polizei schätzte die Zahl auf gut 500 . Angemeldet waren 1.500 Menschen. Sie zogen zum Kongresszentrum CCH, wo der Stadtentwicklungs-Ausschuss der Bürgerschaft über das Thema beraten wollte. Auf der Tagesordnung stand eine Anhörung der Bürgerinitiativen.

Weitere 40.000 Plätze für Flüchtlinge

Unterkünfte für knapp 40.000 weitere Flüchtlinge will der Senat in diesem Jahr bauen. Darunter sind auch 5.600 Wohnungen als Folgeunterkünfte. Zum Teil sollen mehrere hundert Wohnungen an einem Platz entstehen, die größte mit 780 Wohnungen in Bergedorf.

Kommentar: Das hört sich nach einer sinnvollen Initiative an, denn Großunterkünfte sind alles andere als menschlich und damit haben auch viele Flüchtlinge die Möglichkeit, eher mit Deutschen in Kontakt zu treten.

  • Was wir nicht lesen: Ein Arzt spricht über den wahren Zustand von ankommenden Flüchtlingen



Clock

Jeder Dritte macht in Deutschland zu viele unbezahlte Überstunden - Auf Kosten des Privatlebens

Immer mehr Menschen arbeiten hierzulande länger, als sie eigentlich müssten. Wie aus einer aktuellen Studie des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) hervorgeht, machen 60 Prozent der Arbeitnehmer/Innen regelmäßig Überstunden, jeder sechste Vollzeitbeschäftigte (17 Prozent) verbringt sogar mehr als 48 Stunden pro Woche an seinem Arbeitsplatz. Betroffen sind dabei vor allem Berufstätige im Bereich Tourismus, Hotel- und Gastgewerbe, die geringsten Anteile überlanger Arbeitszeiten finden sich hingegen bei den Finanz- und Versicherungsdienstleistern, so die Angaben des DGB.
überstunden,stress,zeitmanagement
© alphaspirit/fotolia.comÜberstunden sind laut einer aktuellen Studie des DGB für viele Beschäftigte unumgänglich. Sie arbeiten deutlich mehr, als nach Vertrag vorgesehen, was Stress und Beeinträchtigungen des Soziallebens mit sich bringt.

33 Prozent der Vollzeitbeschäftigten arbeiten länger


Überstunden sind längst keine Seltenheit mehr, stattdessen verbringen laut einer Sonderauswertung des DGB-Index „Gute Arbeit 2015“ immer mehr Berufstätige mehr Stunden an ihrem Arbeitsplatz, als es ihr Vertrag vorsieht. Wie der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) berichtet, arbeitet demnach jeder dritte Arbeitnehmer regelmäßig länger als vereinbart, fast jeder vierte kommt auf mehr als 45 Stunden pro Woche. Von den Vollzeitbeschäftigten berichten demnach 33 Prozent von überlangen Arbeitszeiten, jeder sechste (17 Prozent) kommt auf mehr als 48 Stunden pro Woche - und damit über die im Arbeitszeitgesetz festgelegte wöchentliche Arbeitszeit.

Monkey Wrench

Meuterei in einem mexikanischem Gefängnis: 52 Tote

In Mexiko eskaliert die Lage in einem Gefängnis völlig. Verfeindete Gruppen geraten aneinander, dutzende Menschen sterben.
Gefängnisinsassen
© dpa
Mexiko-Stadt. Bei einem der schwersten Gewaltausbrüche der letzten Jahre sind in einem Gefängnis in Mexiko 52 Menschen getötet und zwölf verletzt worden. „Wir erleben eine Tragödie“, sagte der Gouverneur des Bundesstaates Nuevo León, Jaime Rodríguez. Die Meuterei ereignete sich am frühen Donnerstagmorgen im Gefängnis Topo Chico der Stadt Monterrey im Nordosten. Nach Behördenangaben war ein Konflikt zwischen Gefangenen außer Kontrolle geraten. Das Gefängnis hat Platz für bis zu 2600 Häftlinge, gilt aber als völlig überbelegt.

Rivalisierende Gruppen kämpften gegeneinander

Überlebende Rädelsführer der internen Revolte sollen nun erst einmal in andere Gefängnisse verlegt werden. Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto sprach von „tragischen Ereignissen“ und drückte den Angehörigen der Toten sein Beileid aus. In der Nacht zu Donnerstag war es zu einem Zusammenstoß zwischen rivalisierenden Gruppen gekommen, berichteten die Behörden. Offensichtlich ging es um einen Kampf um die Kontrolle über das Geschehen innerhalb der Mauern. Angehörigen warfen den Sicherheitsbehörden schweres Versagen vor.

Telephone

Fahrdienstleiter setzte kurz vor Zusammenstoß zwei Notrufe ab

  • Der Fahrdienstleiter hat unmittelbar vor dem Bahnunglück noch zwei Notrufe abgegeben.
  • Über ein Mobilfunknetz hat er den Lokführern signalisiert, dass sie sofort anhalten sollen.
  • Die Aufräumarbeiten nach dem verheerenden Zugunglück in Bad Aibling sind einen großen Schritt vorangekommen - die zwei Triebwagen sind jetzt voneinander getrennt.
  • Noch immer schweben einige Schwerverletzte in Lebensgefahr.
zugunglück bad aibling
© APBei dem Zugunglück kamen elf Menschen ums Leben, 83 wurden verletzt.
Der Fahrdienstleiter des Stellwerks in Bad Aibling hat offenbar noch in letzter Sekunde versucht, den Zusammenprall der zwei Züge zu verhindern. Das war am Freitag aus Ermittlerkreisen zu hören. Demnach setzte er über ein spezielles Mobilfunknetz, mit dem Fahrdienstleiter und Lokführer unmittelbar kommunizieren können, kurz vor der Begegnung der Züge einen ersten Notruf ab.

Dieser signalisiert allen Lokführern auf dem betreffenden Streckenabschnitt, dass höchste Gefahr besteht und sie sofort anhalten sollen. Unmittelbar darauf setzte er noch einen zweiten Notruf ab, doch da war es bereits zu spät. Der Zugfunkverkehr wurde aufgezeichnet und wird derzeit noch ausgewertet. Genau wie die Aufzeichnungen auf der dritten Blackbox, die mittlerweile geborgen wurde. Erst danach wird man die Abläufe endgültig rekonstruieren können.


Kommentar: Konnten die Zugführer nicht mehr bremsen oder gar steuern?


Heart - Black

Hinter den Kulissen und Schlagzeilen: Schweizer Arzt über das Elend der Flüchtlinge

Sechs Wochen war er «am Nadelöhr der Balkanroute» an der griechisch-mazedonischen Grenze tätig, wo er Flüchtlinge verarztete.
Flüchtlinge Kinder
Während sich andere auf frohe Festtage im Kreise ihrer Familien einstellten, reiste Hausarzt Hansueli Albonico von Langnau BE nach Idomeni. Das ist ein kleiner Ort in Griechenland, am Grenzübergang zu Mazedonien.

Als Albonico dort ankam, prägten «Zelte, Polizisten, Militär und ein Bagger zum Unterpflügen der Abfälle» das Bild. In E-Mails berichtete Albonico aus dem Ort, der kein offizielles Flüchtlingslager ist, in dem sich aber immer wieder massenhaft Flüchtlinge stauen, die hoffen, über Mazedonien weiter Richtung Europa reisen zu ­können.

Kommentar:


Magic Wand

Blindes Vertrauen in Navi-Technik: Autofahrer fuhr in Elbe und ging unter

Eigentlich wollten sie mit einer Fähre über die Elbe fahren. Stattdessen aber landeten vier Männer direkt im Wasser. Der Grund: Die Autofahrer vertrauten ihrem Navi - und das sagte ihnen nicht, dass sich das Schiff eigentlich am anderen Ufer befand.
pkw elbe
Weil er seinem Navigationsgerät vertraut hat, ist ein Autofahrer im Landkreis Lüneburg mit seinem Wagen in der Elbe gelandet. Die vier Männer in dem Auto konnten sich nach dem Vorfall am Donnerstagmorgen in Bleckede retten, wie ein Sprecher der Feuerwehr mitteilte.

Sie seien mit Unterkühlungen in ein Krankenhaus gebracht worden. Er habe sich auf sein Navi verlassen, sagte der Fahrer der Polizei. Die Fähre sei zu diesem Zeitpunkt aber leider gerade am anderen Elbufer gewesen, hieß es von der Feuerwehr.

Kommentar: Der Autofahrer hat absolut nicht mitbekommen, dass er ins Wasser fährt? Auch viele us-amerikanische Bürger verhielten sich sehr ignorant:

  • Parken auf dünnem Eis birgt Risiken - 20 Autofahrer taten es dennoch und sie gingen unter



Shoe

Mehrere Razzien gegen Nazis durchgeführt

Polizei police policia alemania germany
© REUTERS/ Michaela Rehle
Neonazis aus Dortmund und Niedersachsen erhielten am Morgen unangekündigten Besuch durch die Polizei. Die Beamten durchsuchten Wohnungen von Rechtsextremisten in Dortmund-Dorstfeld sowie zwei Objekte in Niedersachsen. Hintergrund sind die Angriffe auf Polizeibeamte in der Silvesternacht im Stadtteil Dorstfeld. Die Staatsanwaltschaft Dortmund ermittelt unter anderem wegen des Verdachts des schweren Landfriedensbruchs.


Kommentar: Es wurden keine Razzien wegen den Übergriffen auf Flüchtlinge durchgeführt?


Kurz vor Mitternacht verbrannten damals rund 25 Neonazis auf dem Dorstfelder Wilhelmplatz von Nazi-Gegnern geraubte Transparente. Danach begannen sie Polizisten mit Feuerwerkskörpern zu bewerfen und mit Raketen zu beschießen. Es folgten gezielte Angriffe mit Flaschen, Pflastersteinen und Bierkästen. Mit einer 1.500 Grad C heißen Seenotrettungsfackel, versuchten die Neonazis ein Polizeifahrzeug anzuzünden, in dem zwei Beamte saßen. Mehrere Polizisten wurden verletzt. Anschließend flüchteten die Täter in verschiedene Wohnungen. Die Polizei stürmte die Häuser und nahm insgesamt 18 Personen fest.

nazis nrw
© Screenshot

Ambulance

Zugunglück Bad Aibling: Fahrdienstleiter soll beiden Zügen die Fahrt erlaubt haben - Polizei dementiert jedoch diesen Verdacht

Die Hinweise darauf, dass das Zugunglück von Bad Aibling tatsächlich durch menschliches Versagen ausgelöst wurde, verdichten sich weiter. Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, soll offenbar der Fahrdienstleiter den beiden aufeinander zufahrenden Zügen die Fahrt auf dem Streckenabschnitt erlaubt haben.

Zugunglück Bad Aibling
© picture alliance / dpa
Es wird langsam zur Gewissheit: Das verheerende Zugunglück von Bad Aibling ist offenbar tatsächlich auf menschliches Versagen zurückzuführen.

Die vorläufigen Ermittlungen der Bundespolizei hätten laut "Süddeutscher Zeitung" ergeben, dass wohl der Fahrdienstleiter im Stellwerk den beiden aufeinander zufahrenden Zügen gleichzeitig die Einfahrt auf den Streckenabschnitt erlaubt hatte.

Wie das Blatt aus Ermittlerkreisen erfahren haben will, soll der Fahrdienstleiter das Sicherungssystem, das genau solche Unfälle verhindern soll, zweimal außer Kraft gesetzt haben. Er sei der Meinung gewesen, in diesem Moment richtig zu handeln. Als der Mann seinen Fehler bemerkt habe, sei es zu spät gewesen.

Eine endgültige Einschätzung der Ursache für das Unglück wollen die Ermittler zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht abgeben.

Wie die "Süddeutsche Zeitung" weiter meldet, durchsucht die Polizei aktuell die Räume am Bahnhof in Bad Aibling. Dort halten sich normalerweise auch die Fahrdienstleiter auf.

Polizei dementiert

Die Lage ist dennoch weiterhin undurchsichtig. Die Polizei dementiert, dass es einen dringenden Verdacht gegen den Fahrdienstleiter gibt. "Wir wehren uns vehement gegen diese Gerüchte", sagte Polizeisprecher Jürgen Thalmeier im Hinblick auf entsprechende Berichte. Ein Fehler oder Vergehen des Diensthabenden könne jedoch auch nicht ausgeschlossen werden.

Der Fahrdienstleiter sei unmittelbar nach dem Zusammenstoß der beiden Züge befragt worden. Daraus ergebe sich jedoch "noch kein dringender Tatverdacht", erklärte Thalmeier.

Kommentar: Wie häufiger bei Unglücken mit Fahrzeugen wird in der Presse sehr schnell eine "Ursache" verkündet. In diesem Fall wird dem Fahrdienstleiter die Schuld für dieses tragische Ereignis zugeschrieben. Zu diesem Zeitpunkten kann eine genaue Analyse aller Umstände noch nicht stattgefunden haben.