Man müsse davon ausgehen, dass die Züge ungebremst aufeinander prallten, sagt der Verkehrsminister. Das Sicherheitssystem auf der Strecke wurde erst kürzlich überprüft.

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Stunden nach dem Zugunglück in Bad Aibling ist weiter unklar, warum die beiden Nahverkehrszüge aufeinanderprallten. Jeder Zug habe drei Blackboxes, zwei seien bereits gefunden worden, sagte Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) auf einer Pressekonferenz. Mitarbeiter des Eisenbahnbundesamts seien vor Ort, um die Blackboxes zu untersuchen.
An Spekulationen über die Ursachen wollte sich Dobrindt nicht beteiligen. Man müsse klären, wo technisch oder menschlich die Ursache liege, sagte Dobrindt. Es handele sich um eine schreckliche Katastrophe. Ein Zug habe sich in den anderen hineingebohrt und ihn auseinandergerissen. "Das sind Bilder, die einen natürlich auch sehr stark emotional belasten."
Dobrindt war am Nachmittag an die Unglücksstelle gereist. Er zeigte sich tief erschüttert über die Szenen. Man müsse davon ausgehen, dass die Züge "weitestgehend ungebremst aufeinandergeprallt" seien, sagte er. Die Unfallstelle liegt auf einer eingleisigen Strecke zwischen Kolbermoor und Bad Aibling. Das Unglück ereignete sich in einer Kurve, die Lokführer konnten vor dem Aufprall daher keinen Sichtkontakt gehabt haben.
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