Das Kind der GesellschaftS


Hiliter

Unsere verkappten deutschen Nazis: 29 Prozent der Bevölkerung würde auf Flüchtlinge schießen

AfD-Chefin Petry sorgte vor einer Woche mit einer Äußerung zu Waffengewalt gegen Flüchtlinge an der Grenze für einen Eklat. Viele Deutsche jedoch halten es einer Umfrage zufolge jedoch ganz ähnlich.
martin niemöller zitat, nazis, flüchtlinge, als die nazis
© Sott.net
Mehr als jeder vierte Befragte (29 Prozent) hält es einer Umfrage zufolge für gerechtfertigt, unbewaffnete Flüchtlinge mit Waffengewalt am Grenzübertritt zu hindern. Für nicht gerechtfertigt halten dies 57 Prozent, keine Angaben machten 14 Prozent. Dies zeigt eine Befragung des Meinungsforschungsinstituts YouGov.

Hintergrund sind umstrittene Äußerungen der AfD-Vorsitzenden Frauke Petry: Sie hatte gesagt, Polizisten müssten illegale Grenzübertritte von Flüchtlingen verhindern, "notfalls auch von der Schusswaffe Gebrauch machen". Später ruderte sie etwas zurück.


Kommentar: ...und wenn die Medien nicht nur einseitig über Flüchtlinge berichten.


Stock Up

In Venezuela nimmt die Hyperinflation Fahrt auf: Regierung muss Bargeld mit Flugzeugen einfliegen lassen

In Venezuela bahnt sich eine Hyperinflation an. Der IWF rechnet mit einer Inflationsrate von etwa 750 Prozent. Die rasante Geldentwertung zwingt die Regierung, immer größere Mengen an Banknoten in Umlauf zu bringen. Die zuletzt bestellte Charge von zehn Milliarden Scheinen musste mit 36 Flugzeugen vom Typ Boeing 747 eingeflogen werden.

Boeing 747
© dpaBanknoten müssen mittlerweile mit Flugzeugen ins Land gebracht werden.
Die schnelle Entwertung der venezolanischen Landeswährung Bolivar nimmt immer groteskere Züge an. Ende Dezember 2014 veranschlagte die Zentralbank die Inflationsrate bei 68,5 Prozent, im vergangenen Jahr lag sie offiziellen Angaben zufolge bei über 140 Prozent. Für das laufende Jahr geht der Internationale Währungsfonds von einer Rate von 750 Prozent aus. Als Folge der Entwicklung sind Schwarzmärkte entstanden und Güter des täglichen Bedarfs haben sich extrem verteuert - wenn sie überhaupt noch erhältlich sind.

Um mit dem Tempo der Geldentwertung mitzuhalten, muss die Regierung immer größere Mengen an Scheinen in dem vom Staatsbankrott bedrohten Land in Umlauf bringen. Den Auftrag zur Herstellung der letzten Charge von 10 Billionen Scheinen erhielten ausländische Produzenten, was zusätzliche Kosten verursachte. Dabei wurden nur 50er und 100er Noten bestellt - bei allen anderen Beträgen übersteigen die Produktionskosten bereits den Wert des Scheins. Dem Wall Street Journal zufolge mussten die Scheine mit 36 Flugzeugen vom Typ Boeing 747 ins Land gebracht werden.

Kommentar: Man beachte: "Bargeld mit 36 Jumbojets eingeflogen" und "10 Billionen Scheinen", was wohl meinen soll, "Scheine im Gegenwert von 10 Billionen Bolivar". Um wie viel leichter ließe sich die Situation beherrschen, gäbe es dieses "veraltete" Bargeld nicht und alles wäre digital?

Ach ja, das "böse" alte Bargeld:


Key

Das Erbe des arabischen Frühlings - Verschwundener Student in Ägypten: Gefoltert und Ermordet

Ein italienischer Student, der vorige Woche in Kairo verschwunden war, ist nun tot aufgefunden worden. Wunden an seiner Leiche zeigen: Er wurde gefoltert. Italien hat den Botschafter einbestellt.
botschafter ägypten
© AP
Ein italienischer Student ist in Ägypten gefoltert und ermordet worden. Die Leiche des seit voriger Woche vermissten Giulio Regeni war am Mittwochabend in einem Straßengraben gefunden worden. Wie der ermittelnde Staatsanwalt Ahmed Nagi bekanntgab und diverse lokale Zeitungen berichten, zeigt sie Spuren von Folter: Unter anderem stellten Forensiker Stichwunden, Schnitte an den Ohren, Zigarettenverbrennungen und Spuren von Schlägen fest. Regeni soll einen „langsamen Tod“ gestorben sein.

Das italienische Außenministerium hatte den Tod am Donnerstag bestätigt und den ägyptischen Botschafter einbestellt. Der italienische Außenminister Paolo Gentiloni verlangte von der ägyptischen Regierung, jede notwendige Anstrengung anzustellen, um den Tod aufzuklären. Ägypten solle sofort eine Untersuchung starten, bei der auch italienische Experten beteiligt sein sollen. Der Botschafter sicherte volle Kooperation zu.

Kommentar:


Card - MC

Schießerei in Hotel-Lobby in Dublin - Täter konnten ohne Spuren entkommen

In der irischen Hauptstadt Dublin haben drei bewaffnete Männer die Lobby des Regency Hotel gestürmt, wo gerade das Wiegen für einen Boxkampf stattfand. Laut Augenzeugen trugen die Männer polizeiähnliche Uniformen und eröffneten das Feuer.
polizei irland
© AP
Nach der Wiege-Prozedur für einen Boxkampf in einem Dubliner Hotel haben Unbekannte das Feuer eröffnet. Ein Mann wurde nach Angaben der Polizei getötet, zwei weitere wurden verletzt.

Dutzende Menschen seien aus dem Regency Hotel geflohen, darunter auch Kinder, berichtet der britische Mirror. Ein Augenzeuge sagte dem irischen Independent, dass auf den kugelsicheren Westen der Schützen die Aufschrift "Garda ERU" zu sehen gewesen sei, die Abkürzung für "Garda Emergency Response Unit", einer Einheit der irischen Polizei. Ihre Gesichter seien demnach verhüllt gewesen.

Kommentar: Oder handelte es sich bei dieser Stürmung um einen sehr miesen PR-Gag?


Mail

Zum Glück mehr Gegendemonstranten: Rechte demonstrierten in Karlsruhe

asylwahnsinn, afd
In Karlsruhe haben sich gestern rund 150 rechte Demonstranten in der Innenstadt versammelt, um gegen Merkel und ihre Asylpolitik zu demonstrieren. Der Aufmarsch wurde von verschiedenen rechtsradikalen Gruppierungen organisiert. Etwa 400 Menschen fanden sich zum Gegenprotest zusammen, unter denen sich auch Antifa-Anhänger befanden. Es kam zu Spannungen zwischen den beiden Protestgruppen und zwischen Demonstranten und der Polizei. Ein Polizist wurde verletzt und musste in ärztliche Behandlung.


Kommentar:
  • Teilen und Herrschen - Das Feuer weiter schüren: Unbekannter schießt auf AfD Plakatierer in Karlsruhe



Stormtrooper

Warnbrief an Uni-Nürnberg gerichtet: Mutmaßlicher Amoklauf geplant

Der Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Friedrich-Alexander-Universität in Nürnberg wurde evakuiert. Ein anonymer Brief warnt vor einem minutiös geplanten Amok-Lauf. Eine Spezialeinheit der Polizei ist im Einsatz.
deutscher polizist, maschinengewehr
© dpa
In einem Brief an die Polizei Nürnberg warnt ein anonymer Absender vor einem möglichen Amoklauf am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Uni Erlangen-Nürnberg. "Jemand aus meinem Bekanntenkreis hat vor, einigen anderen Menschen und sich selbst etwas anzutun", steht darin. Die Polizei nimmt diese Warnung sehr ernst und rückt aus. Das Gebäude in der Langen Gasse wird seit dem Morgen evakuiert. Beamte der Polizei begleiteten die Studenten aus dem Gebäude, das zudem vollständig abgesperrt ist.

"Müssen Angelegenheit ernst nehmen"

Spezialkräfte von SEK und vom Unterstützungskommando Nordbayern sind vor Ort, auch Rettungskräfte stehen bereit. Der Brief, der am Morgen auch in mehrfacher Ausfertigung an der Gebäudefassade klebte, steht mittlerweile für jedermann lesbar imInternet. "Wir müssen eine solche Angelegenheit ernst nehmen", erklärt ein Polizeisprecher FOCUS online. Der Brief werde von der Spurensicherung zur Stunde analysiert.

Kommentar: Warum hat die Person sich nicht direkt an die Polizei gewandt?


Attention

Historisches Ereignis: Papst trifft erstmals russisch-orthodoxen Patriarchen seit 450 Jahren

Kirill
© Maxim ShipenkovHistorische Begegnung: Papst Franziskus will in der kommenden Woche erstmals mit dem russisch-orthodoxen Patriarchen Kirill zusammentreffen.
Rom - In einer historischen Begegnung kommt Papst Franziskus am 12. Februar erstmals mit dem russisch-orthodoxen Patriarchen Kirill zusammen. Die beiden Kirchenoberhäupter treffen sich auf Kuba, wie der Vatikan mitteilte.

Der Papst legt dort auf seinem Weg nach Mexiko eine Zwischenstation ein - die Reise dorthin ist seit längerem angekündigt.

Franziskus und Kirill sollen am Flughafen von Havanna zunächst ein persönliches Gespräch führen und dann eine gemeinsame Erklärung verabschieden. Die Begegnung werde etwa zwei Stunden dauern.

Kommentar: Was der Papst wohl mit ihm zu bereden hat?


Bullseye

Erneut: Schwarzfahrer verprügelte Bahnkontrolleur

Als der Zugbegleiter bemerkte, dass ein junger Mann seinen Sitzplatz verschmutzt, stellte er ihn zur Rede. Kurze Zeit später wurde er aufgefordert, seinen Fahrschein vorzuzeigen: Fehlanzeige. Als der Schwarzfahrer mitbekam, dass der Schaffner die Polizei anruft, rastete er aus.
deutsche bahn, zug
© FOCUS Online/Wochit
In der S-Bahn in Gräfenberg ist es zu einer Prügelattacke gekommen. Ein 19-Jähriger hat seinen Sitzplatz mit Bierflaschen beschmutzt. Als der Schaffner das bemerkte, forderte er den jungen Mann zur Ordnung auf. Auch einen gültigen Fahrschein besaß der 19-Jährige nicht. Der Kontrolleur wollte seinen Personalausweis sehen, aber der junge Mann blieb stur.

Wegen der fehlenden Einsicht des Schwarzfahrers sollte die Polizei verständigt werden. Als der junge Mann mitbekam, wie der Schaffner die Polizei anrief, schlug er ihm das Handy aus der Hand. Doch damit nicht genug: Im Anschluss prügelte er auf den Bahnmitarbeiter ein und schlug dessen Brille kaputt.

fca

Kommentar: Das Bahnkontrolleure verprügelt werden, gehört mittlerweile leider fast zu den täglichen Nachrichten:


Stock Down

Baltic-Dry-Index stürzt weiter auf Allzeit-Tief - Weltwirtschaftskrise voraus?

Der Baltic Dry ist am Freitag so tief gesunken wie noch nie zuvor. Der Index bildet die Frachtkosten wichtiger Rohstoffe wie Eisenerz, Kohle und Kupfer ab. In der Regel ist die Container-Schifffahrt einer der wichtigsten Frühindikatoren für die Weltwirtschaft. Vor allem in China lässt die Nachfrage nach.

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© dpaDie Frachtkosten sinken kontinuierlich, ein Nachfrageanstieg ist aber nicht in Sicht.
Am Freitag sank der Kurs des Baltic-Dry-Index auf einen neuen Rekord-Tiefstand von 298 Punkten, wie die Finanzplattform Bloomberg meldet. Nie zuvor war der Index, welcher die Frachtkosten für wichtige Rohstoffe abbildet, so tief gesunken. Das bislang gültige Allzeittief des Index liegt lange zurück und wurde im Jahr 1986 mit 556 Punkten markiert. Der höchste Stand wurde im Juni 2008 erreicht, als der Kurs auf 11.612 Punkte stieg, wie der Finanzblog Zero Hedgeberichtet.

Zwar drückt die deflationäre Entwicklung wichtiger Rohstoffe - allen voran der Preisverfall von Erdöl - auf den Indexkurs und verzerrt seine Aussagekraft. Ein so starker Einbruch jedoch bildet ohne Zweifel rezessive Tendenzen im Welthandel ab. Seit August des vergangenen Jahres hat der Kurs um rund 75 Prozent nachgegeben, von rund 1200 Punkten auf aktuell 298.

Kommentar: Schon bei einem Stand von 394 schrillten alle Alarmglocken:
  • Baltic Dry Index fällt auf ein historisches Tief von 394 - der globale Handel kommt zum Erliegen
Die Zeichen sind klar:
  • Die globale Wirtschaftstätigkeit schwächt sich in extrem alarmierender Geschwindigkeit ab - Sind Sie auf einen globalen Zusammenbruch vorbereitet?
Doch was tun?


Gold Coins

Nur Bares ist Wahres: Schweizer vertrauen den Banken nicht und setzen lieber auf Handfestes

Schweizer Bürger heben in großem Stil Bargeld ab. Besonders der 1000-Franken-Schein ist beliebt, seine Umlaufzahlen steigen seit mehr als zwei Jahren unvermindert an. Der Schweizer Trend hin zum Bargeld findet in einer Zeit statt, in der einige bedeutende Stimmen aus der Wirtschaft dessen Abschaffung fordern.

money
© dpaDie Schweizer setzten in Zeiten von Niedrigzins auf Bargeld.
In der Schweiz ist immer mehr Bargeld im Umlauf. Insbesondere auf 1000-Franken-Noten scheinen es die Bankkunden abgesehen zu haben. Deren im Umlauf befindliche Anzahl stieg von etwa 22 Millionen im Jahr 2008 auf über 43 Millionen im November vergangenen Jahres, wie aus der Statistik der Schweizerischen Nationalbank (SNB) hervorgeht. Damit stieg die Ausgabe dieser Scheine seit Oktober 2014 fast ununterbrochen an.

„Einer der Gründe dafür ist wohl, dass die Zinsen für das Geld auf dem Bankkonto zurzeit sehr tief sind“, sagt der Sprecher der SNB, Walter Meier gegenüber dem Magazin „20 Minuten“. Der Rückgriff auf große Scheine lässt ein grundlegendes Misstrauen vieler Bürger hinsichtlich der Stabilität des Schweizer Bankensystems erkennen. Denn auch in physischer Form ist das Geld der allgemeinen Entwertung ausgesetzt. Vielen Kunden erscheint es aber zu riskant, ihr gesamtes Vermögen den Banken anzuvertrauen.

Kommentar: Recht haben sie. Ob es was hilft, bleibt abzuwarten.