Das Kind der GesellschaftS


Red Flag

Demonstrationen nach Brandanschlag auf Asylbewerberheim in Tröglitz

Die Polizei geht davon aus, dass ein Brandbeschleuniger in der Unterkunft für Flüchtlinge verwendet wurde. Zahlreiche Anwohner protestieren gegen Fremdenfeindlichkeit.
Bild
© Hendrik Schmidt / dpa
Nach dem Feuer in einem Haus in Tröglitz haben sich laut MDR etwa 350 Menschen versammelt, um mit einer Lichterkette gegen Fremdenfeindlichkeit zu demonstrieren. Die Kundgebung war am Morgen von einer Bürgerinitiative und Ex-Bürgermeister Nierth angeregt worden. Redner aus Politik, von Vereinen und Kirchen warben für ein Zeichen gegen Hass und Ausgrenzung. Die geplante Unterkunft für Flüchtlinge war in der Nacht vorsätzlich angezündet worden, sie ist nun unbewohnbar. Im Mai sollten 40 Menschen einziehen.

Das Feuer ist nach Erkenntnissen der Ermittler vorsätzlich gelegt worden. Das teilte die Polizei in Sachsen-Anhalt Süd mit. Bislang sei bekannt, dass eine oder mehrere Personen in der Nacht auf Samstag in das Haus eingebrochen seien und dort Feuer gelegt hätten, hieß es in der Mitteilung. "Dabei wurde mit großer Wahrscheinlichkeit auch Brandbeschleuniger verwendet."

Kommentar: Warum erwähnt das de Maizière, wenn dafür keine Beweise gibt? Ist die Äußerung nicht auch nicht Ausdruck einer indirekten Fremdenfeindlichkeit?


Question

Schon wieder, was ist da los? Ölverlust führt zu "Notlandung" einer Germanwings-Airbus Maschine in Stuttgart

Der Flughafen spricht von Notlandung, Germanwings von einer Ausweichlandung: Eine Germanwings-Airbus weicht auf dem Weg nach Venedig von seiner Route ab und steuert den Stuttgarter Flughafen an. Der Notfall verläuft glimpflich.

Bild
Eine Warnung über Ölverlust hat einen Airbus 319 der Fluggesellschaft Germanwings zur außerplanmäßigen Landung am Stuttgarter Flughafen gezwungen. Verletzt wurde niemand, wie der Geschäftsführer des Airports, Georg Fundel, am Samstag mitteilte. Die 123 Passagieren und 5 Crew-Mitglieder des Flugs 4U 814 hätten das Flugzeug auf normalem Wege verlassen, teilte Germanwings mit. Die Maschine war von Köln/Bonn in Richtung Venedig unterwegs.

Question

Was ist besser: Facebook oder die EU verlassen? Gibt es einen Mittelweg?

Bei einem Gerichtsverfahren vor dem EuGH, in dem es um den Schutz der Privatsphäre ging, hat der Vertreter der Europäischen Kommission vergangene Woche eingestanden, dass die Vereinbarung mit Washington mit dem Safe-Harbour-Abkommen, die Privatsphäre von EU-Bürgern nicht angemessen schützt. Deshalb empfiehlt die EU-Kommission: "Wer nicht ausspioniert werden will, sollte Facebook verlassen". Siehe Bericht des Guardian. Aber was ist das geringere Übel, die EU, oder das vom Geheimdienstapparat der USA kontrollierte Facebook?

Bild
Ihr kennt meinen Standpunkt, was die Europäische Union betrifft. Es ist ein Moloch, bestehend aus Apparatschiks, der von einem nicht gewählten Politbüro diktatorisch geführt wird. Aber jetzt bin ich etwas verwirrt. Denn die EU ist einerseits, die westliche Version der ehemaligen Sowjetunion, deshalb für mich die EUDSSR, und sie diktiert völlig undemokratisch mit sogenannten "Direktiven" den EU-Mitgliedsländern und damit den EU-Bürgern, was sie tun müssen. Andererseits, wenn die EU jetzt die Empfehlung ausspricht, Facebook zu verlassen, dann klingt das vernünftig.

Wer also sein Privatsphäre schätzt, soll die amerikanischen Datensammler, die für die NSA arbeiten, über Bord werfen und aus seinem Leben verbannen, sagt die EU. Interessant, denn ich habe die ASR-Leser schon 2007 davor gewarnt, Facebook wäre eine von Haus aus bösartige Datensammlungsoperation, organisiert und finanziert von den Schlapphüten in Washington. Und jetzt sagt die EU-Kommission, man soll Facebook verlassen? Das gibt mir zu denken.

Kommentar: Es ist natürlich offensichtlich, dass Facebook nichts weiter ist als der verlängerter Arm der US-Elite, jedoch ist es bis jetzt noch immer ein gutes Mittel zum Zweck, um Informationen auf breiter Basis überall auf der Welt verbreiten zu können. Darum ist es wahrscheinlich die Entscheidung zwischen persönlicher "Datensicherheit" und dem Verlangen die Wahrheit zu verbreiten auch wenn Daten gespeichert werden (dem kann man auch ohne Facebook nicht entkommen). Persönliche "Sicherheit" oder Risiko die Wahrheit und somit die Gerechtigkeit zu verbreiten auch wenn Daten gespeichert werden? Was ist ihnen wichtiger?


Bomb

Vizepräsident der IHK Dortmund hat die Nase voll von Kriminalität - Ich zahle keine Steuern mehr!

Bild
Das Polizeipräsidium Dortmund an der Märkischen Straße. Archivfoto: Peter Bandermann
Dortmund. Der Vizepräsident der Industrie-und Handelskammer (IHK) Dortmund erklärt in einem offenen Brief, dass er nicht mehr bereit sei, Straftaten wie Diebstähle hinzunehmen. Er denke sogar darüber nach, Steuergelder einzubehalten, um damit sein Eigentum zu schützen.

Vor rund zwei Wochen veröffentlichte die Polizei Dortmund ihre Kriminalitätsstatistik , die Zahlen waren nicht gut. Jetzt schlägt der Vizepräsident der Dortmunder IHK in die gleiche Kerbe: In einem offenen Brief kritisiert er die Entwicklung der Straftaten.

Joachim Punge ist als Steuerberater und Wirtschaftsprüfer der Revolution zunächst einmal unverdächtig. Seit 2010 trägt er das Verdienstkreuz der Bundesrepublik, seit 2010 ist er Vorsitzender des Westfälischen Industrieklubs Dortmund. Er ist Vizepräsident der hiesigen IHK und noch vieles mehr - all das hat mit seinem offenen Brief zunächst wenig zu tun, verdeutlicht aber, dass Punge in Sphären unterwegs ist, in denen man normalerweise die leiseren Töne schätzt.

Und es zeigt insofern, wie sehr es in Punge brodeln muss, bis er einen solchen Brief aufsetzt. Thema des Briefes ist die Sicherheit, genauer die Sicherheit des Eigentums. Wenn Joachim Punge anfängt, aufzulisten, was ihm und seiner Familie in den letzten acht Jahren so widerfahren ist, braucht er eine gewisse Zeit dafür:
  • Drei Autos wurden gestohlen, eins aus der Garage, eins bei einem Trickdiebstahl, und zuletzt der Wagen der Tochter.
  • Zweimal wurde im Privathaus eingebrochen, dreimal im Büro, zweimal der Wagen der Frau aufgebrochen und die darin befindlichen Navigationsgeräte gestohlen.
  • Ihm wurde am Stadion das Portemonnaie entwendet und seiner Tochter das Handy geraubt.
  • Das sind die Dinge, die Punge so ad hoc einfallen, wenn man ihn fragt.

Battery

Atomkraftwerk in Lingen musste vom Netz gehen - Ursache noch nicht geklärt

Die Fehlersuche läuft: Das Atomkraftwerk Emsland in Lingen ist kurzfristig vom Netz genommen worden. Der Grund ist offenbar ein kleines Loch. Radioaktivität ist nach Angaben des niedersächsischen Umweltministeriums nicht ausgetreten.
Bild
© Friso Gentsch/dpa
Nach einem Zwischenfall musste das Atomkraftwerk Emsland in Lingen kurzfristig vom Netz genommen werden. Grund sei eine durch Messgeräte festgestellte "Kleinstleckage", teilte das niedersächsische Umweltministerium am Freitag in Hannover mit.

Radioaktivität sei dabei aber nicht ausgetreten, derzeit laufe die Fehlersuche durch den Betreiber. Weitere Details zur Fehlerursache könnten zunächst nicht genannt werden, hieß es. Dies gelte auch für den Termin, an dem der Meiler wieder ans Netz gehe.

Das Atomkraftwerk Emsland ging 1988 ans Netz. Es wird von den Energiekonzernen RWE und Eon gemeinsam betreiben. Das Kraftwerk soll 2022 als letzter niedersächsischer Atomreaktor abgeschaltet werden.

dpa

Kommentar: Das ist ein weiteres AKW, dass innerhalb weniger Wochen vom Netz gehen musste:

AKW Grundremmingen kurzzeitig abgeschaltet - Angeblich Druckluftabfall



Stormtrooper

"Land der Freiheit": Amerikanische Polizisten erschossen 111 Menschen in nur einem Monat

Mindestens drei Menschen kommen jeden Tag in den USA durch polizeiliche Handlungen ums Leben, wie sich aus dem neuesten Report der Arbeitsgruppe Task Force on 21st Century Policing ergibt.
Bild
© Fotolia/ Dominik Herz
Die Arbeitsgruppe “Task Force on 21st Century Policing” („Verteidigung der Rechtsordnung im 21. Jahrhundert“) war im Dezember 2014 auf Anordnung von US-Präsident Barack Obama gegründet worden, um die Spannungen in der Gesellschaft zu verringern und die polizeilichen Aktivitäten zu kontrollieren.

Im März hat die amerikanische Polizei dem Report zufolge 111 Menschen getötet. Die britische Polizei soll in den vergangenen mehr als 100 Jahren weniger Menschen getötet haben, als die amerikanische Polizei allein im März. Dies zeuge davon, dass Mitarbeiter der US-Rechtsschutzorgane viel zu oft Gewalt anwenden, wird in dem Report anerkannt.

Kommentar:
  • USA: Die Militarisierung der Polizei



MIB

147 Studenten wurden in Kenia bei einem Anschlag auf eine Universität getötet

  • Im Osten Kenias stürmen fünf Angreifer den Campus einer Universität und feuern wahllos auf ihre Opfer.
  • Kenianischen Behörden zufolge werden mehr als 140 Menschen getötet.
  • Zeugen berichten von einer Geiselnahme und Schusswechseln mit der Polizei. Die Lage ist unübersichtlich.
Bild
© APKenianische Polizisten sichern den Bereich außerhalb der Universität im Osten Kenias ab, die von bewaffneten Angreifern attackiert wurde.
Bei dem Angriff der islamistischen Shebab-Miliz auf ein Hochschulgelände in der ostkenianischen Stadt Garissa sind nach Angaben von Behörden mehr als 140 getötet worden. Zunächst war nur von 70 Toten die Rede. Wie Innenminister Joseph Nkaiserry mitteilte, wurden vier Angreifer erschossen.

So soll die Tat verlaufen sein

Medienberichten zufolge sollen die Täter am frühen Donnerstagmorgen die Moschee der Universität von Garissa attackiert und wahllos auf die Anwesenden geschossen haben. Später seien sie in die Schlafsäle vorgedrungen.

Studenten, die entkommen konnten, berichteten der Zeitung Standard von mindestens fünf Angreifern. Sie hätten Geiseln genommen. Es sei zu schweren Gefechten mit Sicherheitskräften gekommen, hieß es in einer Mitteilung der Polizei. Zeugen berichteten von Schusswechseln und Explosionen. Die Behörden forderten die Bevölkerung auf, dem Gelände fern zu bleiben.

Kommentar: Dieser schreckliche Anschlag findet kaum Resonanz innerhalb der deutschen Medien, wohingegen der Anschlag auf das Magazin Charlie Hebdo eine riesige Resonanz erfuhr.


Briefcase

Schiff vor Kamtschatka verunglückt - Bisher 56 Tote

Der russische Fischtrawler Dalniy Wostok ist am Morgen mit 132 Menschen an Board im Ochotskischen Meer gesunken. 56 Tote bisher bestätigt.
Bild
© rt
Von den 132 Menschen Besatzung wurden laut TASS der Verbleib von 117 Personen erfasst. Von den Überlebenden sind zirka zehn wegen akuter Unterkühlung in kritischem Zustand.


26 Boote sind zur Rettung aus dem eisigen Wasser auf See. Starke Winde erschweren jedoch die Arbeit.

Die 132-köpfige Crew bestand aus 78 russischen und 54 Menschen anderer Nationalitäten, unter anderem aus der Ukraine, Lettland, Myanmar und Vanuatu.

Heart - Black

Das Beste aus dem Web: Genozid im Donbass: Die Verbrechen an Kindern

Für alle Menschen im Osten der ehemaligen Ukraine ist der Krieg, der seit rund 1 Jahr auf den Straßen von Donbass Hand in Hand mit dem Tod spazieren geht, zum Alltag geworden. Wer das Glück hatte, bis heute das Massaker zu überleben, stellt sich immer wieder die gleiche Frage: Wer wird eigentlich die Verantwortung dafür übernehmen? Für all die zerstörten Leben, Seelen, Familien und Städte von Donbass.
kindheit
So auch dieser Vater, der im Zuge dieses gnadenlosen Genozides nicht nur jegliche Hoffnung auf den Frieden und die Gerechtigkeit verloren hat. Sondern auch seinen Sohn, der im Alter von nur 4 Jahren direkt vor seinen Augen getötet wurde:
“Meinen Sohn, der gerade in der Leichenhalle liegt, habe ich mit eigenen Händen aus dem Schutt herausgeholt. Er ist erstickt. Meine Frau musste operiert werden. Ihr wurde das rechte Bein amputiert, etwas über dem Knie. Die Frau ist 29 Jahre alt! Mein Kind, das in der Leichenhalle ist, ist 4 Jahre alt und wird heute beerdigt. Und meinem Sohn Mischa wurde die Nase zerfetzt. Aber die Ärzte haben ihn gerettet. Sie haben ihm einen Splitter aus dem Kopf entfernt und einen aus dem Bein. Jetzt muss der Kleine liegen und qualvolle Schmerzen erleiden. Mich würde interessieren: Wer wird dafür die Verantwortung tragen? WER wird dafür die Verantwortung tragen????”
PERWOMAJSK: 10 MONATE. 120 MENSCHEN. 1 BUNKERLEBEN.

Trotz angeblicher Friedensgespräche und schriftlicher Vereinbarungen, die am 15. Februar in Minsk offiziell getroffen wurden, kennt das Land der wahren Helden bis dato keinen Waffenstillstand. Und wenn plötzlich doch ganz still um sie herum wird, dann rechnen die Donbass Bewohner nicht mit dem Ende der Beschüsse ihrer Wohngebiete, sondern mit dem nächsten Artillerieschlages seitens skrupelloser Kiewer Regierung und faschistischer Nazi-Bataillone.

Kommentar: Diese Verbrechen und die folgenden werden von unseren Regierungen akzeptiert nur damit sie dummen Ideologien - sei es der amerikanischen oder europäischen - folgen können:


Better Earth

Ostern: Vorchristliche Hintergründe und Symbolik

Ostern selbst gilt den Christen als das wichtigste Jahresfest und feiert nach urchristlicher Überzeugung die Auferstehung Jesu Christi von den Toten. Die Woche davor wird als Kar-(Klage)-woche bezeichnet, welche die Kreuzigung Jesu einleitet und am Karfreitag - mit der Kreuzigung Jesu - ihren Höhepunkt nimmt.
Bild
Das Osterfest findet seine Quellen und Entsprechung in zahlreichen nicht- und vorchristlichen Religionen, wenn die Rückkehr der Sonne und des Lichts gefeiert wurde. Diese richteten sich meist am so genannten Frühlingsäquinoktium am 20. oder 21. März aus, jenem Datum also, an dem die Sonne durch den so genannten Frühlingspunkt wandert. An diesen Tagen, die in der Mitte zwischen den Sonnenwenden um den 21. Dezember und 21. Juni liegen, sind Tag und Nacht fast gleich lang.

Zahlreiche Osterbräuche wie etwa die Osterfeuer, gehen somit auch auf vorchristliche Bräuche, Rituale und Traditionen des keltisch-germanischen Kulturkreises zurück. Über den Ursprung des deutschen und englischen (Easter) Namens sind sich Etymologen, Historiker und Volkskundler derweil oft uneins. Am populärsten vertreten ist die Ansicht, "Ostern" gehe auf eine heidnische Frühlings-, Licht- und Fruchtbarkeitsgöttin mit den Namen Eostrae bzw. Ostara zurück. Die Tatsächliche Existenz dieser Göttin wird jedoch ebenso kontrovers diskutiert, wie die namentliche Verbindung zum heutigen Osterfest. Andere Theorien leiten die Bezeichnung "Ostern" vom Sonnenaufgang im "Osten", dem althochdeutschen Wort für Morgenröte "eostarum", dem griechischen "Eos" (= Sonne) oder von dem heidnischen Wassertauf-Ritus "vatni ausa" ab.