Das Kind der GesellschaftS


Cloud Precipitation

Bahn muss für Verspätungen auch bei Unwettern zahlen

EuGH: Rückerstattung von bis zu 50 Prozent des Tickets
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Verspätung ist Verspätung: Auch wenn ein Zug wegen Hochwassers, Eis oder Schnee zu spät ankommt, muss die Bahn ihren Fahrgästen künftig den Fahrpreis teilweise erstatten. Bei Fällen höherer Gewalt gelten die gleichen Regeln wie bei selbst verschuldeten Verspätungen, wie der Europäische Gerichtshof in einem Urteil entschied.

Die Höhe der Rückerstattung des Fahrpreises richtet sich nach der EU-Verordnung über die Rechte und Pflichten der Fahrgäste im Eisenbahnverkehr. Demnach kann ein Fahrgast 25 Prozent des Fahrpreises zurückverlangen, wenn die Verspätung 60 bis 119 Minuten beträgt. Bei Verspätungen von mehr als zwei Stunden hat er Anspruch auf die Hälfte des gezahlten Fahrpreises.

Das Urteil des EuGH erging auf Vorlage eines österreichischen Gerichts, betrifft aber europaweit alle Bahnunternehmen: Klauseln in Beförderungsbedingungen, die Fahrpreisentschädigungen bei höherer Gewalt ausschließen, sind demnach ungültig.

Phoenix

Lager für Düngemittel in Brasilien explodiert

In Brasilien ist ein Lager für Düngemittel explodiert und in Brand geraten. Nach Medienangaben wurden bereits über 120 Menschen mit Symptomen von Rauchvergiftung in nahe gelegenen Krankenhäusern behandelt.


Light Saber

Protest gegen Zwangsräumungen in Berlin: Stürmen von WBG-Büros

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© Björn Kietzmann
Immer wieder werden Wohnungen in Berlin zwangsweise geräumt. Dagegen regt sich Protest. Mehrere Wohnungsbaugesellschaften erhielten am Mittwoch ungebetenen Besuch - von teilweise vermummten Aktivisten.


Mehrere Berliner Wohnungsbaugesellschaften haben am Mittwochvormittag ungebetenen Besuch bekommen. Unterstützer des Bündnisses „Zwangsräumungen verhindern“ stürmten etwa zeitgleich gegen 11 Uhr in die Zentralen der Unternehmen und verlangten einen Stopp von weiteren Wohnungsräumungen.

Die Aktivisten drangen unter anderem in die Zentrale der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft Howoge in der Ferdinand-Schultze-Straße ein. Die Personen seien teilweise vermummt gewesen, hieß es bei der Howoge. Sie hätten eine Unterschrift verlangt, auf Wohnungsräumungen zu verzichten, diese aber nicht bekommen. Die Gesobau, die ebenfalls gestürmt wurde, teilte mit, dass sich Mitarbeiter in ihrer Zentrale im Märkischen Viertel durch die Aktivisten bedroht gefühlt hätten. Sie seien gegen ihren Willen gefilmt worden. Eine Gesobau-Sprecherin kündigte an, Anzeige wegen Hausfriedensbruchs zu erstatten. Gestürmt wurden ferner die Geschäftsräume der Wohnungsbaugesellschaft Mitte, der GSW und der Stadt und Land.

Black Cat 2

Totes Känguru am Straßenrand bei Großenhain: Haustier ausgerissen

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© 1414
Großenhain - So etwas sieht man sonst nur in Australien...

Auf der B 98 bei Wildenhain entdeckte BILD-Leser-Reporter Tom Ander (19) ein totes Känguru am Straßenrand. Das arme Tier wurde vermutlich von einem Auto erfasst und starb an seinen Verletzungen. „Auf der Fahrbahn waren noch Blutspuren zu sehen“, berichtet Tom.

Die Frage, woher das Tier kommt, war auch schnell geklärt. Ganz in der Nähe der Bundesstraße hatte sich eine Familie das Känguru als Haustier gehalten. Die Nacht davor war der kleine Hüpfer ausgebüxt. Mit tödlichen Folgen...

Che Guevara

Proteste nach Anschlag auf christliche Minderheit in Pakistan

Mehr als 78 Menschen starben, als sich in Peshawar zwei Selbstmordattentäter in einer Kirche sprengten. In zahlreichen pakistanischen Städten gingen Christen auf die Straße.

Islamabad. Nach einem Bombenanschlag auf eine christliche Kirche in der nordwestpakistanischen Stadt Peshawar ist es in vielen Städten des vornehmlich islamischen Landes zu Protesten gekommen. In Peshawar zündeten protestierende Christen Reifen an. Sie blockierten für Stunden eine Hauptstraße und bewarfen Autos mit Steinen. Proteste wurden auch aus Lahore, Faisalabad, Sialkot, der Finanzmetropole Karachi und weiteren Städten gemeldet.

Vermutlich zwei Selbstmordattentäter hatten sich am Sonntag auf dem Gelände der Allerheiligenkirche in Peshawar gesprengt. Augenzeugen berichteten, dass es kurz nach dem Ende der Messe erst eine relativ schwache Explosion an der Sicherheitsschleuse im Eingangsbereich gegeben habe. Kurz danach zündete ein zweiter Täter im Hof der Kirche, wo hunderte Kirchgänger auf eine Gratismahlzeit warteten, seine Bombe.

Che Guevara

Anhaltender Protest der Textilarbeiter in Bangladesch

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© Keystone
Zehntausende Textilarbeiter in Bangladesch haben für höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen demonstriert. Die seit zwei Tagen anhaltenden Proteste in den Hochburgen der Textilindustrie am Stadtrand von Dhaka schlugen teilweise in Gewalt um.

Dhaka - Die Polizei ging nach eigenen Angaben mit Tränengas und Gummigeschossen gegen Randalierer vor. Insgesamt beteiligten sich laut dem örtlichen Polizeichef Omar Faruq rund 30'000 Menschen an den zahlreichen Kundgebungen. Mehr als hundert Fabriken, die Kleidung für westliche Konzerne produzieren, mussten für den Tag schliessen.

Immer wieder schleuderte wütende Arbeiter Steine gegen Fabrikationsstätten, vor einer von ihnen entfachten sie ein Feuer. Wegen eines Protestmarschs musste eine Schnellstrasse im Gewerbegebiet von Kaliakoir für den Verkehr gesperrt werden.

Binoculars

Unglück an der Zugspitze: Chinesin stürzt 500 Meter in den Tod

Eine 24-jährige Chinesin ist an Deutschlands höchstem Berg in den Tod gestürzt. Die Studentin und ihr Begleiter waren in der Dunkelheit noch auf dem Weg zum Gipfel der Zugspitze. Die Polizei geht von einem Unfall aus.
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© DPAZugspitze bei Garmisch-Partenkirchen: Schlecht ausgerüstet im Dunkeln
Garmisch-Partenkirchen - Eine Studentin aus China ist an der Zugspitze in den Tod gestürzt. Die 24-Jährige fiel rund 500 Meter durch steiles Gelände und erlitt dabei tödliche Verletzungen. Die junge Frau und ihr Begleiter waren schlecht ausgerüstet zu der schwierigen Tour auf Deutschlands höchsten Berg (2962 Meter) aufgebrochen, wie die Polizei am Montag mitteilte.

Das in München studierende Pärchen wollte den Gipfel am Sonntag über das sogenannte Höllental erreichen. Vermutlich wollten sie im Münchner Haus auf dem Gipfel übernachten. Die Frau und ihr ein Jahr jüngerer Bekannter - ebenfalls aus China - waren am Vormittag in Grainau gestartet.

Roses

Spekulation? US-Agrarbehörde hebt US-Rekordernteprognose für Mais weiter an

Wellington (BoerseGo.de) - Mais gibt am Freitag den zweiten Handelstag in Folge nach. Gegen 12:30 Uhr MESZ notiert der an der CBOT gehandelte Mais-Kontrakt mit einer Laufzeit bis Dezember mit einem Minus von 0,21 Prozent bei 465,25 US-Cents je Scheffel. Grund für den Preisrückgang ist, dass die US-Agrarbehörde USDA am Donnerstag ihre Ernteprognose für die USA angehoben hat, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet.

Erwartet wird nun eine 2013er-Produktion von 13,843 Milliarden Scheffel. Dies wäre ein neuer Rekord und ist mehr, als noch im letzten Monat mit 13,763 Milliarden Scheffel prognostiziert wurde. Analysten hatten im Konsens hingegen mit einer Rücknahme der Prognose auf 13,641 Milliarden Scheffel gerechnet.

Auf Jahressicht erwartet das USDA einen US-Produktionsanstieg um 28 Prozent, wobei die letztjährige Ernte unter einer starken Dürre gelitten hatte. Die weltweiten Mais-Lagerbestände sollen um 24 Prozent auf ein Zwölfjahreshoch steigen, heißt es weiter.

Che Guevara

Neue Streikwelle in Griechenland

Erneute Kraftprobe für die Regierung in Athen: Streiks legen viele Schulen und den öffentlichen Sektor lahm. Die Staatsbediensteten streiken für 48 Stunden.

Athen - Die Regierung des konservativen Ministerpräsidenten Antonis Samaras erlebt eine neue Streikwelle in Griechenland. Am Montag legten die Gymnasiallehrer für 48 Stunden die Arbeit nieder. Auch die Angestellten der Kommunen streikten. Vielerorts wurde der Müll nicht abgeholt.

Mehrere Hundert Kommunalbedienstete und uniformierte Mitarbeiter von Ordnungsämtern versammelten sich im Zentrum Athens hinter einem Leichenwagen und beerdigten symbolisch ihre Arbeitsplätze. Hunderte von ihnen sind seit Montag in die sogenannte Mobilitätsreserve versetzt worden. Sie erhalten in den kommenden acht Monaten 60 Prozent ihres Gehaltes. Sollte für sie kein anderer Arbeitsplatz im staatlichen Bereich gefunden werden, werden sie ihren Job verlieren.

Question

Alte und Kranke raus aus der Krankenkasse?

Wer am 28. August morgens Nachrichten sah, hörte oder las, musste annehmen, im falschen Land aufgewacht zu sein. Landauf, landab wurde verkündet, Alte und Kranke würden systematisch aus der gesetzlichen Kasse gedrängt. Hintergrund ist ein Tätigkeitsbericht des Bundesversicherungsamtes aus dem Internet, der in der Frankfurter Rundschau aufgearbeitet wurde. Der berechtigten Kritik an den Krankenkassen wurde durch einen schmalen Bericht indes ein Bärendienst erwiesen.
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© Robert Kneschke / Shutterstock
In den Berichten großer Medien hieß es, die Kassen benachteiligten Versicherte mit hohem Kostenrisiko oft schon bei der Anwerbung. Zudem würde sogar versucht, behinderte und chronisch kranke Menschen am Telefon zur Kündigung zu bewegen. Hintergrund ist der
Abrechnungsmodus für die gesetzlichen Krankenkassen, denen auf den ersten Blick bei gleichbleibend hohen Einnahmen immer höhere Ausgaben gegenüberstünden.