Wie glaubwürdig ist der feministische Kampf von Femen? Ein Dokumentarfilm zeigt einen herrschsüchtigen Macho als Drahtzieher. Die Frauen machen auch das zur PR-Aktion.

© Anis Mili/ReutersFemen-Proteste in Tunis im Mai 2013
Die Nachrichten sind verwirrend: Ein Mann hält sich schöne Aktivistinnen als Sklavinnen! Nein, Feministinnen
jagen ihren Unterdrücker zum Teufel! Was in der ukrainischen Aktivistinnengruppe
Femen im letzten Jahr in Wahrheit geschehen ist, hängt ganz davon ab, wessen Wahrheit man hört.
Zu den als gesichert geltenden Fakten dürfte gehören, dass Femen nicht nur von Frauen organisiert wurde, sondern dass ein Mann namens Viktor Swjatski mitgemischt hat. Wie seine Rolle tatsächlich aussah, und was das für die Organisation bedeutet, dazu gibt es verschiedene Versionen.
Die Wahrheit der
aufgeregten Artikel, die nun eine Enthüllung herausschreien, klingt so: Hinter Femen steht ein Mann, der die Frauen drangsaliert, als Schlampen bezeichnet, sich die Brüste der Anwärterinnen zeigen lässt und dann entscheidet, wer für die Nacktproteste geeignet ist. Der Femen mitgegründet hat, auch, weil er Frauen aufreißen wollte, und dann zum Chefstrategen der Gruppe wurde. Das deckt
ein Dokumentarfilm der 28-jährigen Kitty Green auf, die selbst mehr als ein Jahr mit den Femen-Aktivistinnen zusammengewohnt und ihre Aktionen dokumentiert hat.
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