Das Kind der GesellschaftS


Bomb

Bombenatrappe beim FC Zenit in Russland

Ein böser Spaß rief Donnerstagabend die Polizei zum Eingang des Trainingszentrums von Zenit. Dort lag eine unscharfe Bombe nebst Foto des brasilianischen Neulings Hulk, wegen dem es bei Zenit Ärger gibt.

St. Petersburg. Das „Geschenk“ für den Club sah aus wie ein klassischer selbstgebastelter Sprengsatz, war aber keiner, denn der Sprengstoff fehlte. Nach Angaben der Petersburger Polizei steckte in der Tasche mit der „Bombe“ ein Foto des Stürmers mit der Aufschrift: „Hulk - Nein!“

Wer sich diesen „Spaß“ erlaubt hat, möchte die Polizei durch sichergestellte Fingerabdrücke herausfinden. Es handelt sich dabei offensichtlich nicht um einen ernsthaften Attentatsversuch, sondern um Rowdytum. Auf Grund dieses Paragraphs wird auch ermittelt.

Bandaid

Intercity in Stuttgart entgleist - Mehrere Verletzte

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© dpaIn der Nähe des Stuttgarter Hauptbahnhofes hat der Zug eine Oberleitung heruntergerissen.
Kurz nach der Abfahrt nach Hamburg ist ein Intercity der Deutschen Bahn am Stuttgarter Hauptbahnhof entgleist. Dabei sind einige Passagiere offenbar leicht verletzt worden - gut eine Stunde lang waren die Fahrgäste eingeschlossen.

Auf der Fahrt nach Hamburg ist ein Intercity der Deutschen Bahn kurz nach der Ausfahrt aus dem Stuttgarter Hauptbahnhof entgleist. Bei dem Unfall am Samstag seien mehrere Passagiere leicht verletzt worden, teilte die Feuerwehr mit.

Die Fahrgäste waren mehr als eine Stunde in dem IC eingeschlossen, bevor sie von den Rettungskräften aus den Wagen herausgeholt werden konnten. Der Schnellzug hatte beim Entgleisen die Oberleitung heruntergerissen. Die Leitung lag auf der Lokomotive. Da das Risiko bestand, dass der ganze Intercity unter Strom stand, mussten die Fahrgäste zunächst im Zug bleiben, erklärte die Bundespolizei. Auch Feuerwehr und Sanitäter mussten warten, bis die Oberleitung gesichert war.

V

Sparpolitik in Italien führt zu Protesten - Beamte, Schüler und Studenten gehen auf die Straße

monti
Regierungschef Mario Monti setzt auf Sparkurs.
Die Sparpolitik der Regierung Monti bringt erneut die Bürger auf die Barrikaden. Zehntausende Italiener protestieren gegen Kürzungen im öffentlichen Dienst. Auch Schüler und Studenten gehen auf die Straße.

Rom. Der Regierung im hoch verschuldeten Italien weht bei ihrer strikten Sparpolitik scharfer Wind entgegen. Beschäftigte des öffentlichen Dienstes legten am Freitag aus Protest gegen geplante Kürzungen die Arbeit nieder. Zu einer zentralen Kundgebung in Rom versammelten sich laut Nachrichtenagentur Ansa rund 30 000 Menschen aus allen Teilen des Landes. Die Demonstration, zu der die Gewerkschaften Cgil und Uil aufgerufen hatten, stand unter dem Motto "Schluss mit den Belastungen für die Schwächsten. Wir haben schon gegeben".

Auch Ärzte, Angehörige der Streitkräfte, Schüler und Studenten beteiligten sich an den Protesten gegen das milliardenschwere Sparpaket. Die Regierung Monti will auch im Gesundheitswesen sparen. Die Auszubildenden wandten sich gegen die Anhebung der Studiengebühren und gegen den Numerus Clausus in verschiedenen Fächern.

Smiley

Gemeinsames Abwaschen kann Ehe gefährden

bügeln
© picture alliance / dpa
Viele moderne Paare fragen sich, weshalb ihre Beziehung kriselt oder bereits in die Brüche gegangen ist. Eine norwegische Studie könnte jetzt Aufschluss geben: Das gemeinsame Geschirrspülen ist schuld. Denn in Beziehungen, in denen sich die Paare die Hausarbeit teilen, ist die Scheidungsrate viel höher als in jenen, in denen "Mutti" den Haushalt schmeißt.

Norwegischen Forschern zufolge liegt die Scheidungsrate bei Ehepaaren, die sich die Hausarbeit teilen, rund 50 Prozent höher als bei Paaren, bei denen die Frau sich größtenteils um den Haushalt kümmert. "Je mehr ein Mann zu Hause macht, desto höher ist die Scheidungsrate", sagte Studien-Mitautor Thomas Hansen über die Untersuchung mit dem Titel "Gleichberechtigung zu Hause".

Allerdings konnten die Wissenschaftler des Forschungsinstituts Nova nur wenige Belege für einen Ursache-Wirkungs-Zusammenhang anführen. Vielmehr führten sie das Zusammentreffen der Faktoren auf die "Modernität" der Paare zurück. "Bei modernen Paaren haben auch die Frauen einen hohen Bildungsgrad sowie eine gut bezahlte Stelle, womit sie finanziell weniger abhängig vom Mann sind", sagte Hansen. Sie könnten eine Scheidung somit besser verkraften. Möglicherweise werde eine klare Rollenteilung manchmal positiv gesehen, da dann "keiner dem anderen auf die Füße tritt". Damit gebe es dann möglicherweise auch weniger Streit - möglicherweise aber auch mehr unterdrückten Streit.

Che Guevara

Ausschreitungen wegen extremer Sparpolitik in Spanien - 64 Verletzte

64 Menschen wurden bei gewalttätigen Protesten in Spanien verletzt. Tausende versammelten sich vor dem Parlament, um gegen die Sparpolitik von Ministerpräsident Rajoy zu demonstrieren. Steine flogen - die Polizei setzte Gummigeschosse ein.


Bei teils gewalttätigen Protesten gegen die Sparpolitik der spanischen Regierung sind am Dienstagabend in Madrid 64 Menschen verletzt worden, wie Polizei mitteilte. Demnach versammelten sich 6000 Anhänger der Bewegung der „Empörten“ versammelten sich vor dem Parlament in der spanischen Hauptstadt, wo Abgeordnete eine Plenarsitzung abhielten. Die Veranstalter umzingelten das Gebäude. Als einige Demonstranten eindringen wollten versuchten Polizisten, die Menge mit Schlagstöcken zurückzudrängen.

Viele Protestierende warfen Steine auf Polizisten, die ihrerseits Gummigeschosse gegen die Demonstranten einsetzten. Die Polizei hatte drei Absperrringe um das Gebäude errichtet, um einen Sturm der Demonstranten auf das Parlament zu verhindern. Unter den 64 Verletzten seien 27 Polizisten, teilte die Polizei mit. Nach Polizeiangaben wurden 26 Menschen festgenommen. Medienberichten zufolge waren 1300 Polizisten im Einsatz.

Meteor

Milzbrandanschlag bei Deutscher Bank in Schkeuditz?

Alarm im sächsischen Schkeuditz: Das Büro der Deutschen Bank mit Hunderten Mitarbeitern wurde evakuiert, Polizei und Feuerwehr rückten mit einem Großaufgebot an. Zuvor war ein anonymer Brief mit weißem Pulver eingegangen.
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© DPASchkeuditz: Mitarbeiter der Deutschen Bank verlassen in Schutzanzügen das Gebäude
Schkeuditz - Ein Bürozentrum der Deutschen Bank im sächsischen Schkeuditz ist nach dem Eingang eines anonymen Briefes geräumt worden. In dem Umschlag sei eine verdächtige Substanz, teilte die Polizeidirektion Westsachsen mit. Der Absender des Schreibens war unbekannt. Polizei und Feuerwehr sind mit einem Großaufgebot vor Ort.

Der Brief war einem Polizeisprecher zufolge mit der letzten Post um 12 Uhr eingegangen. Um was es sich bei dem weißen Pulver handelte, könne noch nicht gesagt werden. Der Stoff werde untersucht, so die Polizeidirektion. Die Feuerwehr rückte unter anderem mit einem ABC-Wagen an, der auch bei Chemieunfällen eingesetzt wird. 40 Personen, die mit dem weißen Pulver in Berührung gekommen seien, wurden vor Ort untersucht.

Bomb

Drei Bombenentschärfungen in Castrop-Rauxel

Die dritte Bombenentschärfung des Tages hält den Kampfmittelräumdienst in Atem. Um 18 Uhr wird noch eine Bombe entschärft, die in der Nähe des Hauses Henrichenburg an der Freiheitstraße gefunden wurde (Wartburgstraße/Ecke Freiheitstraße).

Auch die Brücke über den Kanal wird zuvor gesperrt. Evakuierungen der umliegenden Häuser sind zudem notwendig. Um 17.45 Uhr beginnt dort die Evakuierung zweier ganzer Siedlungen durch die Feuerwehr. Betroffen sind die Bewohner folgender Straßen: Fürstin Christine Straße, In der Stühe und Riad.Die Entschärfung soll dann um 18 Uhr stattfinden. Besonderheit hier: Im Anschluss an die Entschärfung findet die Sprengung des Detonators statt. Niemand braucht sich also erschrecken, wenn es plötzlich einen mittellauten Knall gibt.

Zwei weitere Bombenentschärfungen sind schon erfolgreich über die Bühne gegangen. Gegen 14.30 Uhr wurde auf dem Knepper-Kraftwerksgelände in Deininghausen/Oestrich eine amerikanische 250-kg-Bombe entschärft. Dazu wurden die Nierhaus-, Ost- und Oestricher Straße gesperrt. Die Häuser sowie drei Bauernhöfe wurden evakuiert

Blackbox

Erneut antisemitscher Vorfall in Berlin: Generalsekretär der Juden bedroht

stephan kramer
© Daniel Reinhardt/dpaStephan Kramer, Generalsekretär des Zentralrats der Juden
"Du hast hier nichts zu suchen", schrie ein Passant Stephan Kramer auf der Straße an. Der Generalsekretär des Zentralrats der Juden zeigte als Reaktion seine Waffe.

Ein Mitglied des Zentralrats der Juden in Deutschland ist nach dem Besuch einer Synagoge in Berlin bedroht worden. Bei dem Opfer handelt es sich um den Generalsekretär der Organisation, Stephan Kramer, der mit seinen beiden Kindern unterwegs war. "Offensichtlich fühlte sich der Täter provoziert durch ein sichtbares jüdisches Gebetsbuch", sagte Kramer.

Der Täter hatte Kramer angepöbelt und ihn mehrfach aufgefordert, "von hier zu verschwinden". Wiederholt sei der Täter ihn "sehr aggressiv angegangen", sagte Kramer. Um den Mann abzuschrecken, habe er ihm dann gezeigt, dass er eine Waffe trage. "Die Waffe hat das Holster nicht verlassen", sagte Kramer. Er habe die Situation lediglich deeskalieren wollen.

Handcuffs

Mann ersticht Frau, Polizist erschießt mutmaßlichen Täter aus Notwehr

Ein Mann sticht eine Frau nieder, flieht. Droht mit Suizid. Als die Polizisten sein Motorrad vor einem Tattoo-Studio in Bitterfeld-Wolfen entdecken, geht er auf einen Beamten los. Dann fallen Schüsse.

Nach einer Attacke auf seinen Kollegen hat ein Polizist einen mutmaßlichen Gewalttäter erschossen. Der Angreifer sei in Bitterfeld-Wolfen in Sachsen-Anhalt mit einem scharfen Gegenstand aus einem Tattoo-Studio gestürmt und habe einen Beamten angegriffen, teilte die Staatsanwaltschaft in Dessau-Roßlau mit. Dessen Kollege habe nach dem Angriff mehrere Schüsse aus seiner Dienstwaffe abgegeben. Der 38-jährige Angreifer starb noch am Tatort.

Der angegriffene Polizist wurde mit schweren Kopfverletzungen ins Krankenhaus gebracht.

Family

Erste empirische Studie zu Waldorfschulen: Eine gesündere Alternative

Waldorfschüler lernen freudiger, finden ihre Schule überwiegend einladend und fühlen sich zu zwei Dritteln individuell von den Lehrern wahrgenommen. Außerdem sehen sie sich in ihrer Selbstwirksamkeitserwartung gestärkt, d.h. sie lernen in der Schule ihre Stärken kennen. Dies ist ein Ergebnis der ersten großen empirischen Studie zu Bildungserfahrungen an den Waldorfschulen, die der Bund der Freien Waldorfschulen (BdFWS) auf einer Pressekonferenz in Berlin vorstellte.
Schüler
© waldorfschule.deSymbolbild: Waldorfschüler
Alfter bei Bonn (Deutschland) - Die Studie "Bildungserfahrungen an Waldorfschulen" wurde von Prof. Dr. Heiner Barz (Universität Düsseldorf) und Dr. Sylvia Liebenwein (Universität Düsseldorf) sowie von Prof. Dr. Dirk Randoll (Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft, Alfter/Bonn) erstellt. Befragt wurden dazu rund 800 Schülerinnen und Schüler aus zehn Schulen. PISA-Koordinator Prof. Dr. Andreas Schleicher (OECD) hat das Vorwort zu der Studie geschrieben.

BdFWS-Vorstandsmitglied Henning Kullak-Ublick betonte, die Studie zeige, dass die Waldorfpädagogik mit ihrer Berücksichtigung des Lernumfelds, der Lernatmosphäre und der aktiven Beteiligung der Schüler an der Gestaltung des Unterrichts auf dem richtigen Weg sei. Es komme - auch nach den Ergebnissen der modernen Hirnforschung - darauf an, Eigenaktivität und Kreativität der Schüler einzubeziehen und ihnen damit die Motivation zum lebenslangen Lernen zu vermitteln. Kullak-Ublick: "Wir freuen uns über die neue Studie, die mit empirischen Mitteln belegt, dass die Bildungserfahrungen an den Waldorfschulen genau diejenigen sind, die die Schüler in der heutigen Welt brauchen."