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Do, 09 Dez 2021
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Das Kind der Gesellschaft
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Heart - Black

Familiendrama: Mutter gesteht Tötung von zwei Babys

Es war ein grausiger Fund: Ein Baby mit durchgeschnittener Kehle, vergraben an einem See. Nun ist der Fall aufgeklärt, eine 35-Jährige hat gestanden, das Neugeborene und ein weiteres Baby in Niedersachsen getötet zu haben.

Braunschweig - Die Frau legte in mehreren Vernehmungen ein umfassendes Geständnis ab und gestand die Tötung zweier Babys. Ersten Ermittlungen zufolge handelt es sich dabei um ihre Kinder. Damit ist der Tod eines Neugeborenen aufgeklärt, das am 26. Juni 2005 vergraben am Waller See im Landkreis Gifhorn mit durchschnittener Kehle aufgefunden worden war. Zudem beschrieb die 35-Jährige der Mordkommission die Stelle, wo sie möglicherweise erst vor kurzem einen weiteren toten Säugling abgelegt hatte. Dieser wurde am vergangenen Freitag in einem Müllcontainer in Braunschweig gefunden.

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Zu früh schon sexy

Kinder
© Unbekannt
Experten warnen vor einer zunehmenden Sexualisierung der Kindheit.

Die Kindheit wird zunehmend sexualisiert. Kinder werden beispielsweise auf «erotisch» getrimmt, und Pornographie ist selbst für die Kleinen längst kein Tabu mehr. Mit den Folgen dieser Entwicklung beschäftigt sich die Zeitschrift Psychologie heute in ihrer Mai-Ausgabe. «Sex sells» (Sex verkauft sich) - diese Marketingstrategie habe jetzt auch die Kleinsten als Zielgruppe erfasst, heisst es in einem Beitrag von Doris Simhofer. Schon Kinder sähen Pornobilder in den Medien, trügen Make-up für Kids und lernten, dass man sexy sein müsse, um erfolgreich zu sein. Einer Studie der Jugendzeitschrift Bravo zufolge haben zwei Drittel der 11- bis 17-Jährigen schon einmal pornografische Bilder gesehen.

Question

Heftige Kritik nach Tod einer 17-Jährigen

Landes-Nervenklinik Wagner-Jauregg
© APA
Das Mädchen war nach mehreren Selbstmordversuchen in einen künstlichen Tiefschlaf versetzt worden.
Eine gerichtliche Obduktion soll am Montag klären, warum das Mädchen in der Linzer Wagner-Jauregg-Klinik im Tiefschlaf gestorben ist. Sie starb in einer Linzer Klinik, nachdem sie ruhiggestellt worden war.

Nach dem Tod jener 17-jährigen Oberösterreicherin, die im Herbst vorigen Jahres ihre Grazer Großeltern und zwei Nachbarn (darunter ein pensionierter Richter) des sexuellen Missbrauchs beschuldigt hatte, hagelt es Kritik an den Behandlungsmethoden. Wie am Sonntag berichtet, war das Mädchen in der Linzer Wagner-Jauregg-Nervenklinik nach mehreren Selbstmordversuchen in einen künstlichen Tiefschlaf versetzt worden. Zum Eigenschutz und aus therapeutischen Gründen, wie Jutta Oberweger von der oberösterreichischen Spitalsverwaltung (Gespag) betont.

Nuke

Radioaktivität: Die Angst vor der Wahrheit

Offiziell war Tschernobyl kein Risiko für die DDR

Nicht aus erster Hand, sondern aus dem Westfernsehen sollte auch die Staatsführung der DDR - gleich ihrer Bevölkerung - vom Atomunfall in der Westukraine erfahren. Am 28. April 1986, zwei Tage nach dem GAU, setzte nicht Moskau, sondern die Internationale Atomenergie-Organisation in Wien das zuständige staatliche Amt für Atomsicherheit und Strahlenschutz in Ostberlin in Kenntnis. Am Folgetag gab es im Neuen Deutschland auf der Seite 5 eine unscheinbare TASS-Meldung zur „Havarie“ im Kernkraftwerk Tschernobyl. Der uninformierten DDR-Führung erlaubte die Loyalität zur Sowjetunion keinerlei Spekulation. Die Ergebnisse der unmittelbar angeordneten Messungen von Radioaktivität auf dem DDR-Territorium veranlasste sie dann aber nicht dazu, Vorsorge- oder Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung zu treffen, obwohl die Belastungen Grund zur Sorge gaben. So war der Bezirk Magdeburg durch anhaltende Niederschläge vom radioaktiven Fallout besonders belastet. Konsequenzen hatte das keine. Im Gegenteil: Autoritäten wie Günter Flach, Direktor des Zentralinstituts für Kernforschung in Rossendorf, wurden aufgeboten, um medial die Ungefährlichkeit der Situation für Mensch und Umwelt zu belegen. Wir haben andere Reaktoren als in Tschernobyl, das kann hier nicht passieren, hieß es.


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Experten-Bericht: UN-Camp war Ursprung von Cholera-Epidemie auf Haiti

Mehr als 4500 Haitianer sind nach dem Erdbeben an der Seuche gestorben. Einem Bericht zufolge sind die UN dafür mitverantwortlich.

Es riecht nach Fäkalien, kranke Menschen auf Feldbetten liegen nebeneinander, viele von ihnen haben durch die Cholera die Kontrolle über ihre Notdurft verloren. Ärzte und Krankenpfleger waten durch Kot und Erbrochenes. Fließendes Wasser, Desinfektionsmittel und Seife für Patienten, ihre Verwandten und das medizinische Personal fehlen.

Diese Eindrücke der katastrophalen Zustände in haitianischen Krankenhäusern entlang des Flusses Artibonite haben die Autoren eines unabhängigen Berichtes dokumentiert. Im Auftrag der Vereinten Nationen haben die Wissenschaftler den Ausbruch und die Ursache der Cholera in Haiti untersucht. Der Seuchenzug ist noch nicht am Ende. Bislang sind mehr als 4500 Menschen an der Bakterieninfektion gestorben, weitere 300.000 sind erkrankt. Der isolierte Erreger gilt als besonders aggressiv und verursacht ungewöhnlich schwere Durchfälle.

Smoking

Affentanz ums Rauchverbot

Rauchverbot
© Unbekannt
Der Affentanz, der in Österreich seit Jahren rund ums Rauchverbot vollzogen wird, ist inzwischen unerträglich.
In Österreich herrscht Ausspähkrieg. Als Gäste verkleidet, schmuggeln sich Spione an wichtige Orte, beobachten schweigend und gehen wieder. Sie verfassen gesalzene Berichte - und obwohl diese bei den Adressaten vielfach in Schubladen verschwinden, lassen sie nicht locker und kommen noch ein zweites Mal. Werden sie dann entdeckt und man will sie vor die Tür setzen, sind sie gebrieft: Die Gesetzesstellen, die ihre Anwesenheit rechtfertigen, kennen sie gut.

So geschieht es in Theatern und Kinos, in Einkaufzentren, grenznahen Autobahnraststätten, Wirtshäusern - aber auch in ganz normalen Kaffees, Wirtshäusern und Restaurants. Und alles nur wegen des Griffs zum Packerl, und darauffolgendem lust- bis suchtvollen oralen Produzierens von Zigarettenrauch. Dieses ist seit 1. Juli 2010 laut Tabakgesetz in öffentlichen Einrichtungen und gastronomischen Lokalen verboten, von abgetrennten kleinen Raucherzimmern abgesehen oder wenn das Lokal weniger als 50 Quadratmeter Fläche hat oder aus sicherheits- oder bautechnischen Gründen nicht geteilt werden kann.

Smoking

Trotz Rauchverbot gründet sich in Saarbrücken Raucherclub

Rauchen
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Saarbrücken. In der „Bar Central“ ist alles wieder so wie früher. Die Aschenbecher stehen auf dem Tisch. Die Zigarettenschachtel liegt dort neben dem Glas mit Pastis. Blaue Rauchfäden hängen in der Luft, verziehen sich langsam durch die weit geöffneten Fenster ins Nauwieser Viertel. Das Nichtraucherschutzgesetz der Jamaika-Koalition scheint es nicht zu geben. Das absolute Rauchverbot in Gaststätten hat hier nur eines verändert: Vor dem Trinken und Rauchen, müssen Name, Geburtsdatum und Wohnort in eine Liste eingetragen werden.

Wer auf dieser Liste steht, ist Mitglied im Smokey-Raucherclub. Für einmalig drei Euro Beitrag werden die Raucher und Nichtraucher Teil eines exclusiven Zirkels - eines nicht eingetragenen Vereins, der im Vereinslokal „Bar Central“ von Inhaberin Josefine Rühl bewirtet wird. Über 500 Mitglieder sind es nach knapp drei Wochen. Die bestellten Ausweise reichten erstmal nur bis zum Buchstaben T. Ob die neue, alte Freiheit für Raucher zulässig ist, bezweifeln die Saarbrücker Stadtverwaltung und das Gesundheitsministerium allerdings.

Che Guevara

Syrische Opposition ruft zu neuen Massenprotesten auf

Daraa - Trotz eines massiven Vorgehens der Sicherheitskräfte gegen Demonstranten hat die Opposition in Syrien für heute zu neuen Protesten aufgerufen. Am "Freitag des Trotzes" wolle das Volk "die Regierung stürzen", hieß es auf einer Website mit dem Titel "Die syrische Revolution 2011", die von jungen Regierungsgegnern eingerichtet wurde. Die Freiheit rücke näher. Die EU ist unterdessen uneins über Sanktionen gegen den langjährigen Staatschef Baschar el Assad.

Die syrische Armee hatte am Donnerstag ihren Rückzug aus der Protesthochburg Daraa im Süden des Landes begonnen. Sie war am 25. April mit tausenden Soldaten und Panzern in der Stadt eingerückt, um dortige Proteste zu unterdrücken. Hunderte Einwohner sollen seitdem festgenommen worden sein. In Sakba bei Damaskus nahmen Sicherheitskräfte und Soldaten nach Angaben eines Aktivisten am Donnerstag mehr als 300 Menschen fest, darunter religiöse Würdenträger.

Nuke

Schweizer Atomkraftwerke: Behörde sieht Sicherheitsmängel

Atomkraftwerk Leibstadt,Schweiz
© Archiv
Sicherheitsmängel sieht die Atomkontrollbehörde auch im Schweizer Kernkraftwerk Leibstadt bei Waldshut
Die Brennelementlager der grenznahen Schweizer Kernkraftwerke Leibstadt und Beznau sind nach Ansicht der Schweizer Atomaufsicht nicht ausreichend gegen Katastrophen geschützt. Die Kontrollbehörde fordert Lösungskonzepte.

Als Konsequenz der Atomkatastrophe im japanischen Fukushima hatte die Schweizer Aufsichtsbehörde ENSI (Eidgenössisches Nuklearsicherheitsinspektorat) eine Sicherheits-Überprüfung (Stresstest) der Kernkraftwerke eingeleitet.

Die Betreiber mussten einen Katalog von Fragen beantworten. Nach Auswertung der Stellungnahmen liegen nun die Beurteilungen des ENSI vor.

Nuke

Arbeiter in Fukushima: Rückkehr in den havarierten Reaktor

Rückkehr an den Ort des atomaren Grauens. Erstmals seit der Atomkatastrophe im japanischen Kernkraftwerk Fukushima haben Arbeiter den Reaktor 1 der Anlage betreten. Sie sollen zunächst ein Ventilatorsystem installieren.

Zum ersten Mal seit der Atomkatastrophe im japanischen Kernkraftwerk Fukushima haben am Donnerstag Arbeiter Reaktor 1 der Anlage betreten. Die Betreibergesellschaft Tepco teilte mit, die Arbeiter würden Schutzanzüge und Masken sowie Sauerstoffflaschen auf dem Rücken tragen. Demnach wurden sie in kleinen Gruppen für etwa zehn Minuten in den Reaktor geschickt, um ein Belüftungssystem zu installieren.