Nach den stärksten Regenfällen seit mehr als einem Jahrhundert sind weite Gebiete im Süden Indiens überschwemmt. Mehr als 200.000 Menschen mussten im Bundesstaat Tamil Nadu vor den Fluten fliehen.
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Das Hochwasser legte zahlreiche Fabriken in der als "Indiens Detroit" bekannten Autostadt Chennai lahm und sorgten für chaotische Zustände. Nach Angaben der Behörden sind mehr als eine Million Bewohner betroffen.
In manchen Straßen Chennais stand das Wasser drei Meter hoch. Das indische Fernsehen zeigte Bilder von Menschen, die aus dem Obergeschoss ihrer Häuser auf selbst gebaute Flöße kletterten oder zu Rettungsbooten schwammen. Die Wassermassen legten Teile der Stromversorgung und des Flughafens von Chennai lahm.
Indiens viertgrößte Stadt mit mehr als sechs Millionen Einwohnern wurde
bereits das zweite Mal in diesem Monat von ungewöhnlich starken Regenfällen heimgesucht. Dort ansässige Autokonzerne wie Daimler, Ford und Nissan forderten ihre Angestellten auf, zuhause zu bleiben. Auch viele der in der Millionenstadt angesiedelten IT-Firmen, bei denen Unternehmen wie BMW Aufgaben ausgelagert haben, mussten vorübergehend schließen. Auch Schulen und Universitäten blieben geschlossen.

© Strdel / AFPEin Inder schiebt am 1. Dezember 2015 seine Fahrradrikscha während Starkregen durch die Fluten in Chennai.
Kommentar: Er hat sich zuvor angekündigt: Der Ätna brodelt wieder - Flughafen wird wegen Aschewolke geschlossen