
In Ziegelbrücke sammeln sich die Niederschläge zu riesigen Seen.
Meister Herbst beschert uns gerade vor allem eines: Sehr, sehr viel Regen. Mancherorts sind Bäche über die Ufer getreten und wo vorher flache Wiesen waren, bilden sich riesige Seen.Nicht goldene Oktobersonne und farbenprächtige Wälder prägen den diesjährigen Herbst, sondern viel, viel Regen. Nachdem es bereits gestern wie aus Kübeln geschüttet hat, fallen in den nächsten Tagen noch einmal beachtliche Wassermengen. Ein gewaltiger Schub liess heute vielerorts Bäche und Flüsse über die Ufer treten. Leser-Reporter Fabian A. meldet aus Ziegelbrücke: «Der Regen verwüstet hier alles.»
Gemäss Therese Bürgi, Sektionschefin für hydrologische Vorhersagen des Bundesamtes für Umwelt, behält man die Hochwasser-Situation im Auge. «Die Wassermengen in kleineren Flüssen und die lokalen Auswirkungen sind beeindruckend, auch die grösseren Gewässer steigen in den nächsten Stunden noch weiter an», sagt Bürgi. Trotzdem bleibe die Lage bei diesen Gewässern voraussichtlich unproblematisch. «Wir haben es mit einer Hochwassersituation zu tun, welche alle zwei Jahre vorkommt», sagt Bürgi. Das BAFU hat deshalb für grosse Flüsse wie den Rhein die Hochwassergefahr auf Stufe 2 - mässige Gefahr - gesetzt. «Es ist nicht zu erwarten, dass wir die Gefahrenstufe erhöhen müssen», so Bürgi. Die Lage werde aber ständig neu beurteilt.