Gesundheit & WohlbefindenS


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Frauen mit Migräne haben höheres Risiko für Depressionen

Boston (USA) - Eine US-Studie hat ergeben, dass Frauen mit Migräne öfter Depressionen entwickeln als andere. Jedoch sollten Frauen mit Migräne nicht zwingend davon ausgehen, dass sie Depressionen bekommen, sondern sich nur eines höheren Risikos bewusst sein, erklärte ein an der Studie beteiligter Epidemiologe aus Boston. Für die Studie wurden Gesundheitsdaten aus 14 Jahren ausgewertet.

Von mehr als 36.000 Frauen ohne Depressionen hatten 6.500 aktuell oder in der Vergangenheit Migräne-Anfälle, das heißt, starke Kopfschmerzen mit Übelkeit und Schwindel. 14 Jahre später gaben knapp 4.000 Frauen an, unter Depressionen zu leiden. Bei den Migräne-Betroffenen sei laut den Forschern das Risiko 1,3 mal größer, an Depressionen zu erkranken. Der Grund für die Verknüpfung ist noch ungewiss, könnte aber mit der Östrogen-Abfall vor der Menstruation zusammenhängen.

Pills

Blutdruckmedikamente fördern Brustkrebs

US-amerikanische Forscher entdeckten bei einer Studie, dass Frauen, die in der Vergangenheit mit der Diagnose Brustkrebs konfrontiert waren und dann später aufgrund von Bluthochdruck oder Herzproblemen ACE-Hemmer und/oder Beta-Blocker einnehmen mussten, ihr Risiko, einen Brustkrebs-Rückfall zu erleiden, durch diese Medikamente möglicherweise erhöhten - was wieder einmal beweist, dass die mannigfaltigen Auswirkungen von Medikamenten auf den menschlichen Organismus nicht annähernd bekannt sind.
Pillen und Stethoskop
© UnbekanntBlutdruck-Medikamente fördern die Bildung von Brustkrebs

Auf Tabletten steht keine Adresse

Der menschliche Körper besteht nicht aus Einzelteilen, die unabhängig von einander funktionieren. Alle Zellen stehen miteinander in Verbindung, kommunizieren und tauschen sich über Neuigkeiten aus. Trifft eine Kopfschmerztablette ein, dann erfährt davon sicher nicht nur der Kopf - so wie wir das vielleicht gerne hätten - sondern der gesamte Organismus. Auf der Kopfschmerztablette steht also keine - für den Körper leserliche - Adresse (wie z. B. "rechte Schläfe"), so dass auch kein Mensch, pardon, keine Zelle und kein Organ weiß, was mit dem eintreffenden Fremdstoff überhaupt geschehen soll.

Medikamente wirken im ganzen Organismus

Der Wirkstoff, der Kopfschmerz bekämpfen soll, wirkt folglich nicht nur im Kopf, sondern im ganzen Körper. Zwar betäubt er nebenbei tatsächlich die Schmerzen - und deshalb glaubt der betreffende Mensch auch, die Tablette wirke ganz konkret da, wo es zuvor schmerzte. Doch tut sie das eben nur nebenbei. Gleichzeitig löst sie noch viele andere Prozesse und Reaktionen im Körper aus - mit dem Unterschied, dass deren Auswirkung oft nicht unmittelbar (wie die schmerzlindernde Wirkung) verspürt wird, sondern unter Umständen (und vor allem bei einer regelmäßigen Einnahme des betreffenden Medikaments) erst in einigen Wochen, Monaten oder Jahren.

Pills

Alzheimer und Antipsychotika

Antipsychotische Medikamente, die gegen Alzheimer verschrieben werden, verstärken den geistigen Rückgang der Patienten, verursachen weitere starke Nebenwirkungen und erhöhen die Anzahl der Todesfälle.
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Tödliche Verordnungen

Wurde bei Menschen die Alzheimer Krankheit diagnostiziert und weisen sie Anzeichen von neuropsychatrischen Symptomen wie Aggressionen oder Unruhe auf, werden ihnen oft antipsychotische Medikamente verordnet. Nun stellte sich heraus, dass diese Handlungsweise tödlich sein kann.

Geistiger Verfall durch diese Medikamente

Das Ergebnis einer Langzeitstudie, das in der Februar-Ausgabe der Fachzeitschrift The Lancet Neurology veröffentlicht wurde, zeigt, dass Patienten, die diese Medikamente einnehmen, ein stark erhöhtes Risiko für schwere Nebenwirkungen und Todesfällen aufweisen. Des Weiteren beschleunigen sie den geistigen Verfall.

Heart - Black

Rückschau Das Beste aus dem Web: Psychiater planen Massenstigmatisierung von Kindern

Frankreichs Innenminister Sarkozy arbeitet an einem Gesetz zur Verbrechensprävention, bei dem bereits dreijährige Kinder regelmäßig psychiatrischen Reihentests unterzogen werden sollen, um künftige Verbrecher herauszufiltern. Störenfriede soll man ab dem sechsten Lebensjahr mit Psychopillen beikommen können Die Gesetzesinitiative stützt sich auf eine Studie des französischen Gesundheitsforschungsinstituts INSERM (Institut national de la santé et de la recherche médicale).
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Zur Definition behandlungsbedürftiger Verhaltensstörungen dient der Studie die psychiatrische Diagnosebibel DSM-IV (Diagnostic and Statistical manual of Mental Disorders). Kritiker werfen dem Buch vor, weltweit den Grundstein für eine unüberschaubare Zerstörung von Leben zu legen, indem es Menschen aufgrund ihrer Emotionen und Reaktionen willkürlich und ohne wissenschaftliche Grundlage mit psychiatrischen Krankheitsbegriffen brandmarkt. Diese werden dann mit teilweise persönlichkeitszerstörenden Maßnahmen der Psychiatrie "behandelt".

Je mehr Diagnosen erfunden werden, desto lukrativer das "mental-health-business" und der Absatz von Psychopillen. Von 112 sogenannten psychischen Störungen der ersten Ausgabe dieses Buches im Jahre 1974 stieg die Zahl erfundener Geisteskrankheiten mittlerweile auf 374 Krankheiten in der vierten Ausgabe an.

Psychische Ströung willkürlich festgelegt

Bei Konferenzen der Amerikanischen Psychiatrischen Vereinigung (APA) stimmen Psychiater per Handzeichen über neue potentielle psychische Krankheiten ab. Auf diese Weise geraten sogenannte Krankheiten in das DSM hinein und auch wieder heraus. So wie im Jahre 1985 als die APA nach Protesten einer Gruppe von schwulen und lesbischen Psychiatern mit 5.584 gegen 3.810 Stimmen entschied, daß Homosexualität fortan nicht mehr als psychische Störung bezeichnet werden soll. Zuvor wurden jahrelang Homosexuelle von Psychiatern zu Geisteskranken degradiert.

Health

Forscher entdecken neuen Krankheitserreger

Streptococcus tigurinus kommt in Mundhöhle vor und kann schwere Infekte auslösen
Neu entdecktes Bakterium Streptococcus tigurinus
© UZHKolonien des neuentdeckten Bakteriums Streptococcus tigurinus auf einem mit Schafblut versetzten Nährmedium, die grünliche Farbe der Kolonien entsteht, weil die Keime den roten Blutfarbstoff zersetzen.

Schweizer Forscher haben einen neuen Krankheitserreger identifiziert, der schwere Infektionen auslösen kann. Das neuentdeckte Bakterium gehört zur Gruppe der Streptokokken und wurde im Blut von Patienten mit einer Entzündung der Herzklappen oder der Hirnhäute nachgewiesen. Wahrscheinlich komme der Keim Streptococcus tigurinus aber auch in der Mundhöhle der meisten Menschen vor, ohne diese krank zu machen, berichten die Forscher im Fachmagazin „International Journal of Systematic and Evolutionary Microbiology“.

Die Identifizierung der neuen Art sei wichtig, meinen die Forscher. Denn nun könnten Mikrobiologen und Ärzte dieses Bakterium erkennen und somit auch weiter untersuchen. Wie verbreitet Streptococcus tigurinus in der Mundhöhle der normalen Bevölkerung sei, müsse noch untersucht werden. Auch, wie und wann es Krankheiten verursache.

Butterfly

Burnout: „Es sind immer die Netten, die es trifft“

Verden - Stress, Erschöpfung, schließlich Burnout. Immer mehr Menschen in der schnelllebigen, leistungsorientierten Gesellschaft sind davon betroffen. Auch das achte Neujahrsgespräch der Unternehmensverbände im Landkreis Verden im Deutschen Pferdemuseum widmete sich diesem Thema.

Als Referentin erläuterte Helen Heinemann vom Institut für Burnout-Prävention (IBP) in Hamburg nicht nur die Ursachen, sondern gab auch hilfreiche Tipps, damit es gar nicht erst so weit kommt.

Die Grußworte sprachen Landrat Peter Bohlmann und Axel Schulte, erster Vorsitzender des Überbetrieblichen Verbundes (ÜBV). „80 bis 90 Prozent der Burnout-Patienten sind Männer“, so Schulte. Erst seitdem das Symptom be nannt wurde, sei es ihnen aber möglich, sich zu dieser Erkrankung zu bekennen.

Peter Bohlmann bezeichnete Burnout als aktuelles, aber schwer zu definierendes Problem. Er sah nicht nur den zunehmenden wirtschaftlichen Druck, sondern auch Defizite im sozialen Umgang als Ursache.

Helen Heinemann brachte es gleich zu Beginn ihres Vortrags auf den Punkt: „Es sind immer die Netten, die es trifft.“ Menschen, die gern arbeiteten und mit ganzem Herzen bei der Sache seien. Leistungsbewusst, perfektionistisch, besonders engagiert und hilfsbereit nannte Heinemann einige typische Merkmale, die sie aufzählte. Erste Anzeichen von Burnout würden diese Menschen bei sich nicht wahrnehmen und könnten sie daher auch nicht anderen zeigen. „Achten sie auf die Tüchtigen“, legte sie den anwesenden Führungskräften ans Herz.

Kommentar:
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Beer

Taugt Alkohol als Schlummertrunk?

sleep
© Unknown
Wer Probleme beim Einschlafen hat, greift gern zu den bekannten Hausmitteln. Dabei können diese Schlafstörungen sogar noch verstärken. Wir erklären Ihnen, warum Alkohol nicht als Einschlafhilfe wirkt. Sieben Schlafmythen auf dem Prüfstand.

Schlechter Schlaf nach Alkoholkonsum

Dass man durch Wein oder Schnaps besser schläft, ist ein Trugschluss. Alkohol vor dem Zubettgehen entspannt zwar, doch der natürliche Schlafzyklus wird durch ihn gestört und es kann zu vermehrten Alpträumen kommen. Beschwipste Menschen schlafen unruhig, viele wachen sogar mitten in der Nacht wieder auf. Trockene Kehle, der Drang zur Toilette und Schweißausbrüche beeinträchtigen den Schlaf zusätzlich. Insgesamt leidet also die Schlafqualität durch Alkohol.

Hilft Lesen beim Einschlafen?

Um sich vom stressigen Tag zu erholen, machen es sich viele Menschen mit einem Buch oder vor dem Fernseher bequem und werden dabei müde. Allerdings können auch diese Aktivitäten den Schlafrhythmus durcheinanderbringen. Schuld daran ist das Licht der Leselampe oder des Fernsehers, welches die natürliche Melatonin-Produktion im Körper stört. Das Hormon, das für die Schlaf-Wach-Phasen zuständig ist, wird vom Körper nur bei Dunkelheit hergestellt. Bei zu geringer Ausschüttung kommt es zu langfristigen Schlafstörungen.

Kommentar: Lesen Sie dazu auch den folgenden Artikel und den Kommentar:

Zuviel Licht tut nicht gut


Smoking

Nikotin stoppt Chemotherapie

Das Suchtmittel blockiert die Wirkung gängiger Medikamente bei Lungenkrebs
nicotine & alpha-7 receptor binding
© Hawrot Lab/Brown University
Wer eine Chemotherapie gegen Lungenkrebs bekommt, sollte neben dem Rauchen auch auf Nikotinpflaster oder -kaugummis verzichten: Nikotin blockiert nämlich die Wirkung der für die Chemotherapie verwendeten Medikamente, haben amerikanische Wissenschaftler in einer Laborstudie herausgefunden. Dabei reichen bereits die geringen Mengen an Nikotin im Blut von Rauchern aus, um den programmierten Zelltod zu verhindern, den die Chemotherapie bei den Krebszellen auslösen soll.

Srikumar Chellappan von der Universität in Südflorida und seine Kollegen konzentrierten sich in ihrer Studie auf die häufigste Form des Lungenkrebses: das nicht-kleinzellige Lungenkarzinom. Diese Krebsform macht rund 80 Prozent der Lungenkarzinome aus. An einer Reihe von Krebszellen, die unter unterschiedlichen Bedingungen im Labor gezüchtet wurden, untersuchten die Wissenschaftler, wie Nikotin die Wirksamkeit von drei Standard-Chemotherapeutika in der Krebsbehandlung beeinflusst. Die Wirkstoffe Gemcitabin, Cisplatin und Paclitaxel sind darauf ausgerichtet, Krebszellen in der Chemotherapie zu vernichten. Alle drei Medikamente verloren in Gegenwart von Nikotin ihre Wirksamkeit.

Kommentar:


Gear

Multitasking: Zuviel auf einmal tun macht krank

Wer ständig mehrere Dinge gleichzeitig macht, setzt seine Gesundheit aufs Spiel. Multitasking und Dauerstress sind Gift für die Psyche. Mit neuen Therapieformen gehen Psychologen gegen die Leiden der Betroffenen vor.
entspannen
© dapdEinfach mal auspannen, zum Beispiel mit Éiriú Eolas!

Der Chef hat schon dreimal gefragt, ob die Vorlage endlich fertig ist. Während des Telefonats mit einem aufgebrachten Kunden checkt man nebenbei die Mails im Posteingang. Die rechte Hand informiert rasch den Partner per SMS darüber, dass es abends wohl doch wieder später werde. Die linke steckt derweil unbewusst Schokobonbons in den Mund. Dann wird weiter unter Druck an der Vorlage gearbeitet. Als Folgen von Stress und Multitasking können Kopfschmerzen, Verspannung oder Erschöpfung auftreten. Dauerstress macht krank.

Außerdem kann sich unser Gehirn infolge des Stresses verändern, sagt der Hirnforscher Manfred Spitzer aus Ulm. Er bezieht sich auf die die Ergebnisse verschiedener Studien. Probanden, die als starke oder geringfügige Medien-Multitasker klassifiziert wurden, absolvierten kognitive Tests. Dabei zeigte sich, dass die Nicht-Multitasker die Aufgaben besser lösten, aufmerksamer und schneller waren und besser zwischen Aufgaben wechseln konnten. Spitzer glaubt, Multitasker würden sich durch ihre heftige Mediennutzung Oberflächlichkeit und Ineffektivität geradezu antrainieren.

Kommentar:
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Ambulance

Rückschau Häufig verordnetes Osteoporose-Mittel kann Knochenbrüche verursachen

Der Wirkstoff Bisphosphonat wird seit über 20 Jahren in der Behandlung der Osteoporose eingesetzt. Das Medikament hemmt die Osteoklasten, die als spezialisierte Knochenzellen Skelett-Substanz abbauen. Darüberhinaus lagert sich Bisphosphonat in den Knochen an und fördert die Mineralisierung. Jetzt hat sich in Schweden jedoch ergeben, dass insbesondere Ermüdungsbrüche des Oberschenkels durch die Einnahme des Mittels begünstigt werden. Das geht aus einer großangelegten Studie hervor, deren Ergebnisse das New England Journal of Medicine veröffentlichte.

Per Aspenberg von der Linköping University untersuchte in einer Studie fast 13 000 Frauen.
Alle waren über 55 Jahre alt und hatten einen Bruch des Oberschenkels erlitten. Ins Augenmerk rückte eine kleine Gruppe von Versuchsteilnehmerinnen. Sie zeigten Symptome einen Ermüdungsbruches. Per Aspenberg spricht von der „atypischen“ Form der Oberschenkelfraktur.

Überraschend war, dass die meisten dieser Patientinnen Bisphosphonat einnahmen. Ein weiteres Ergebnis der Studie zeigt, wie sich eine einjährige Unterbrechung der Medikamentengabe auswirkt: Dann sei die Gefahr eines Knochenbruches um 70% gesenkt, so Aspenberg.