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Mi, 20 Okt 2021
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Ernteausfälle

Cow Skull

Kaliforniens schlimmste Dürre in Jahrhunderten hält an: Wasserrationierung und Notstand auf Anbaugebieten und Viehweiden

Kalifornien, mit 38 Millionen Einwohnern ein Zehntel größer als Kanada, sieht zunehmend wie ein gescheiterter Staat aus. Seit Jahren rechnen Kritiker vor, dass die wachsenden Schulden den bevölkerungsreichsten US-Staat irgendwann in einer Finanzkrise verschlucken werden.
Silicon Valley, Kalifornien
© zimmytws/Shutterstock
Doch jetzt sieht es so aus, als würde die schlimmste Dürre in Jahrhunderten dem Schuldenberg noch zuvorkommen. Mit 58 Prozent gilt deutlich mehr als die Hälfte von Kalifornien als »außerordentlich trocken«. Das ist die höchste von fünf Krisen-Stufen in einer Dürre, die eine teilweise Evakuierung der Bevölkerung in andere Regionen der USA erzwingen kann, wenn sich die extremen Umstände nicht bessern.

Laut dem jüngsten U.S. Drought Monitor-Bericht wurden allein in der vergangenen Woche 22 Prozent des Staates in die höchste Krisenstufe aufgenommen.

Die Reservoire sind demnach mindestens ein Jahr mit Regen im Hintertreffen. Und die seit zehn Jahren mit wechselnder Intensität herrschende Trockenheit hat laut einer Studie der NASA und der University of California Irvine dazu geführt, dass seit einem Jahrzehnt drei Viertel des Wasserbedarfs in den Wohngebieten entlang des Colorado River aus Grundwasser gedeckt wird.

Cloud Lightning

Überschwemmungen zerstören ein Viertel der Bananenernte an der Elfenbeinküste

Überschwemmungen trafen Land nach heftigem Regen Ende Juni
zerstörtes bananenfeld
© Desmond Brown/IPS
Bauer auf einem von einem Sturm zerstörten Bananenfeld in der Karibik
Überflutungen nach heftigen Regenfällen haben in der Elfenbeinküste ein Viertel der Bananenernte zerstört. Durch die Unwetter Ende Juni seien etwa 1300 Hektar Anbaufläche in dem westafrikanischen Land verwüstet worden, teilte das Landwirtschaftsministerium am Dienstag mit. Betroffen seien damit etwa 22 Prozent der Anbaufläche und "mehr als 75.000 Tonnen Bananen", was einem Viertel der Ernte entspreche.

Monkey Wrench

Dauerregen könnte teilweise Ernte in NRW gefährden

Starker Regenfall verhagelt den NRW-Bauern das Geschäft. Zwischenzeitlich hatte der Deutsche Wetterdienst sogar vor Überflutungen und Erdrutschen gewarnt. Solange es nass bleibt, können die Landwirte ihr Getreide nicht ernten. Auch in anderen Teilen Deutschlands blieb der Dauerregen nicht folgenlos.
weizen
© dpa
Essen/Siegen - Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte am Mittwoch zwischenzeitlich eine Amtliche Unwetterwarnung für den Hochsauerlandkreis sowie für die Kreise Siegen und Olpe herausgegeben: "Infolge des Dauerregens sind Hochwasser an Flüssen sowie Überflutungen von Straßen möglich. Es können Erdrutsche auftreten." Die Warnung wurde mittlerweile aufgehoben.

Regen vermiest die Ernte

Die starken Regenfälle vermiesen den Bauern derzeit die Getreideernte. Von der Wintergerste sei NRW-weit etwa ein Drittel geerntet, sagte Bernhard Rüb, der Sprecher der Landwirtschaftskammer, am Mittwoch. "Alles andere steht noch", sagte er. "Korn und Halme müssen abtrocknen, damit sie geerntet und gelagert werden können." Der Weizen, die Hauptgetreideart in Nordrhein-Westfalen, sei zwar oft schon gelb, doch fehlten noch ein paar trockene Tage zur Reife. Bei anhaltendem Regen bestehe die Gefahr, dass der Weizen auf den Feldern umkippt und nur schwer geerntet werden kann.

Stock Up

Zu wenig Regen - Zweites Jahr mit enormen Ernteausfällen treibt Olivenöl-Preise in die Höhe

Vor zwei Jahrzehnten hat das Olivenöl seinen Siegeszug in Mittel- und Nordeuropa angetreten, und in den vergangenen Jahren kamen auch immer mehr Asiaten auf den Geschmack des kaltgepressten Öls. Doch mit der steigenden Nachfrage hielt die Ernte in den letzten beiden Jahren nicht mit. Olivenöl könnte damit wieder zu einem Luxusgut werden.
extra-virgin olive oil
© iStockphoto/Carolina Garcia Aranda
Es verfeinert Salate, gehört in jede italienische Tomatensauce und gibt dem Pesto Glanz und Geschmack. Kaum zu glauben, dass noch in den 70er Jahren Olivenöl in Österreich zumeist nur in den Regalen der Apotheken stand. Doch in den vergangenen 20 Jahren hat das kaltgepresste Öl auch in Mitteleuropa seinen Weg in die Regale der Supermärkte und in die Küchenschränke gefunden. Sogar seine höchste Qualitätsstufe - das direkt gepresste und „extra vergine“ oder „extra native“ Öl - ist in Europa mittlerweile zu einem Massenprodukt geworden.

Öl für die Gesundheit

Zum Olivenölboom trugen auch die gesundheitsfördernden Eigenschaften bei, die dem Öl aus der Frucht des Olivenbaums nachgesagt werden. Über Jahre lobten Ärzte seine Wirkung auf den menschlichen Organismus. Es soll das Risiko von Gefäßkrankheiten mindern und - mit einem dem Ibuprofen ähnlichen Wirkstoff - entzündungshemmend wirken.

Bad Guys

Aussicht auf schlechte Kaffeeernte in Brasilien lässt Preise steigen

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© dpa
Die Aussicht auf eine schlechtere Ernte in Brasilien treibt den Kaffeepreis an den Rohstoffbörsen seit Wochen kräftig in die Höhe. Nun reagieren auch die Kaffeeröster hierzulande mit Preiserhöhungen. Als erstes hebt Tchibo seine Preise an. Auf deren Website wird angekündigt: "Wir sind gezwungen, unsere Kaffeepreise ab dem 19. Mai 2014 anzupassen." Weitere Kaffeefirmen dürften dem Beispiel Tchibos folgen

Fakt ist, das sich die Kaffeepreise an den Börsen seit Ende Januar etwa verdoppelt haben. Grund: In Brasilien hat eine schwere Dürre im Arabica-Anbaugebiet seit Wochen die Aussichten für die Ernte verschlechtert. Dies hatte im April den Preis bereits auf ein Zwei-Jahres-Hoch von 2,19 Dollar je Pfund steigen lassen (siehe Chart Kaffeepreis). Bis Ende 2013 waren die Rohkaffeepreise über einen mehrjährigen Zeitraum gefallen.

Map

Dürre gefährdet Palmöl-Ernte in Indonesien und Malaysia: Preissteigerungen erwartet

85 Prozent des Palmöls kommt aus Indonesien und Malaysia. Die schlimmste Dürre seit 17 Jahren gefährdet die Produktion.
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© Reuters
Die schlimmste Dürre seit 17 Jahren gefährdet die Palmöl-Ernte in Indonesien und Malaysia. Prognostikern zufolge könnte das Wetterphänomen El Niño in diesem Jahr sogar noch mehr Schaden anrichten. Plantagen von Thailand bis Australien könnten austrocknen. Gleichzeitig dürfte die globale Nachfrage in diesem Jahr ein Allzeithoch erreichen. Analysten rechnen mit einem weltweiten Bedarf von 57,3 Millionen Tonnen, das ist 4,6 Prozent mehr als im Vorjahr.

Palmöl kommt in der Lebensmittel-Produktion, beispielsweise in Margarine, Twix-Riegeln oder Oreo-Keksenzum Einsatz , aber auch in Kosmetika und Reinigungsmitteln. In den vergangenen Jahren zog die Nachfrage zusätzlich an, weil daraus Biosprit gewonnen wird.

Snow Globe

Später Nachtfrost gefährdet die Obsternte in Sachsen

Später Frost hat in Sachsen viele Obstblüten erfrieren lassen. Für Erdbeeren, Kirschen und Äpfel rechnen die Obstbauern deshalb mit einer nur durchschnittlichen Ernte, wie Geschäftsführer Udo Jentzsch vom Landesverband Sächsisches Obst sagte.

Nächtlicher Frost mit bis zu minus sechs Grad habe in der vergangenen Woche vielen frischen Blüten geschadet. Wo und bei welcher Sorte die Schäden am größten waren, sei noch nicht klar.

Schon Ende März hatte der Verband gewarnt, dass die Blüten sich durch den milden Winter dieses Jahr besonders früh geöffnet hätten. "Die Pflanzen sind dann in der empfindlichsten Phase", sagte Jentzsch.

dpa

Alarm Clock

Mögliche Ernteausfälle: Zu wenig Regen bedeutet mehr Schädlinge

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© dpa
Das sonnige Wetter erfreut momentan die meisten. Bayerns Landwirte sind hingegen in Sorge und hoffen auf mehr Regen für ihre Saat.
Das Wetter fühlt sich derzeit an wie sonst erst zwei, drei Monate später. Tatsächlich ist die Vegetation in diesem strahlenden Frühjahr gerade einmal eine gute Woche voraus. Die Bauern sind nicht ganz glücklich - denn es ist viel zu trocken.

München - Sonne satt und sommerliche Temperaturen - das ungewöhnlich trockene Wetter macht den Bauern zunehmend Sorgen. "Wir brauchen dringend Regen", sagte der Pflanzenbaupräsident des Bayerischen Bauernverbandes, Hermann Greif, der Nachrichtenagentur dpa. "Wir haben den viertwärmsten Winter seit Beginn der Aufzeichnungen hinter uns. So einen warmen Winter hatten wir 1976 - und das ist ein richtig schlimmes Trockenjahr geworden." Unter anderem habe vielerorts eine geschlossene Schneedecke gefehlt. Wenn sie schmilzt, feuchtet das den Boden auf gut einen Meter Tiefe durch - ein guter Grundstock für das Jahr.

Wegen des milden Winters sei auch ein schädlingsreiches Jahr nicht ausgeschlossen. Falls es jetzt feucht werde, drohe Pilzbefall. Auch Mäuse könnten ein Thema werden; der trockene Winter hat sie begünstigt. Der Kampf gegen sie sei schwierig, besonders wenn sie auf großen Flächen das Getreide fressen. "Da muss man manchmal zusehen, wie es passiert."

Coffee

Explodierende Kaffee-Preise und drohende Ernteausfälle durch Dürre in Brasilien

Wegen der anhaltenden Dürre im wichtigsten Anbauland Brasilien stieg der Kaffee-Preis am Mittwoch weiter an. An den Terminmärkten kostete ein Pfund Arabica-Kaffee so viel wie seit Oktober 2012 nicht mehr.
Kaffee, Kaffee-Pflanzen, Kaffee-Feld
© dpa
Kaffee-Pflanzen sind sehr empfindlich. Dieses Jahr droht eine Dürre die Ernte zu vernichten.
Die Sorge der Anleger um die Ernte in Brasilien hat den Kaffeepreis am Mittwoch weiter in die Höhe getrieben.

An den Terminmärkten verteuerte sich ein Pfund Arabica-Kaffee zur Lieferung im Mai um bis zu 4,9 Prozent auf 1,624 Dollar und notierte damit so hoch wie seit Oktober 2012 nicht mehr. Am Vortag war der Preis sogar um fast 9 Prozent gestiegen und damit so stark wie seit November 2004 nicht mehr an einem Tag.

Arrow Down

Total-Ernteausfall von Käferbohnen wird im Österreichischen Parlament behandelt

Phaseolus coccineus
© Danny Steaven
Phaseolus coccineus
Nachdem im letzten Jahr in der Steiermark, aufgrund der Dürre, nur 10 bis 20 Prozent der Käferbohnen abgeerntet werden konnten, beschäftigt dieses Thema auch den freiheitlichen Nationalratsabgeordneten, Walter Rauch und konfrontiert den Bundesminister für Landwirtschaft mittels einer parlamentarischen Anfrage zu den aktuellen Ernteausfällen.

2013 wurden in der Steiermark auf insgesamt 500 Hektar Käferbohnen angebaut. Allerdings konnten laut Landwirtschaftskammer nur ca 10 bis 20 Prozent abgeerntet werden. „Für die steirischen Bauern gleicht dieser Zustand einem Totalausfall“, so Rauch. Die Hitzeperiode hat den wärmeempfindlichen Pflanzen arg zugesetzt, sodass man Überlegungen anstellt Käferbohnen aus China zu importieren. Auch die Verwendung neuer witterungsbeständiger Sorten oder die Verlegung des Anbaugebietes wird in Erwägung gezogen.

„Dieser Umstand bringt die steirischen Bauern natürlich in eine prekäre Lage, sodass viele Bauern auch den Anbau von Käferbohnen aufgeben müssen“, befürchtet Rauch. Diesbezüglich wird der südoststeirische FP-Mandatar eine Anfrage an den zuständigen Landwirtschaftsminister, Andrä Rupprechter, stellen. „Ich erhoffe mir, dadurch neue Erkenntnisse zu gewinnen, um den steirischen Bauern unter die Arme greifen zu können“, so FPÖ-NRAbg. Walter Rauch.