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So, 24 Okt 2021
Die Welt für Menschen, die denken

Ernteausfälle

Bizarro Earth

Ernte wird völlig verhagelt

Enorme Schäden hat ein schweres Unwetter mit Gewittersturm und Hagel in der Nacht auf Mittwoch vor allem am Randen verursacht. Landwirte im Tengener Ortsteil Uttenhofen beklagen, dass ihre Ernte von Raps und Getreide großflächig, teilweise vollständig vernichtet worden sei.
Ernte verhagelt
© Muscheler
Frustriert begutachten der Uttenhofener Landwirt Stefan Leichenauer (links) und BLHV-Geschäftsführer Holger Stich die immensen Hagelschäden auf dem Rapsfeld.
„Es sieht furchtbar aus“, sagt Holger Stich, Bezirksgeschäftsführer des Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverbandes (BLHV). Am Morgen machte er sich vor Ort ein Bild von der Verwüstung: Vom Mais stehen nur noch die Stängel, der Raps ist komplett ausgeschlagen und das Getreide liegt plattgedrückt am Boden.

Wie bei Landwirt Stefan Leichenauer hat es fast die gesamte vorgesehene Ernte beim Gewitter verhagelt. „In Uttenhofen ist schon abgeerntet“, sagt Leichenauer auch nach Rücksprache mit seinen Landwirt-Kollegen sarkastisch. Betroffen seien der großflächig angebaute Raps und das Getreide zu gut 90 Prozent auf den insgesamt nahezu 100 Hektar umfassenden Ackerflächen. Zeitweise bis zu 20 Zentimeter hoch seien die Hagelkörner auf dem Boden gelegen. Die Schadenshöhe betrage sicherlich mindestens 50 000 Euro. Er hoffe, dass die Versicherung für den Schaden aufkomme, so Leichenauer. Das sei aber kein Ersatz für den Verkauf, der beim Raps schon für die Börse notiert gewesen sei. Für ihn und seine Kollegen besitzt das Unwetter besondere Tragik: Am Wochenende sollte der Raps geerntet werden.

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Neue Hungersnot überrollt Afrika: 12 Millionen Menschen betroffen

Am Horn von Afrika sind zwei Regenzeiten ausgefallen. Die Regionen im Osten erleben das trockenste Jahr seit 1950, zwölf Millionen Ostafrikaner hungern. Hilfsorganisationen warnen vor einer Tragödie: den unkontrollierbaren Hungertod, wie die Welt ihn Mitte der achtziger Jahre in Äthiopien zuließ.

Hunger
© dpa
In Somalia wird Nahrung wegen der anhaltenden Dürre knapp. Diese Frau ist mit ihrem unterernährten Sohn in ein Flüchtlingscamp nach Dadaab in Kenia geflüchtet.
Vor einem Jahr bekam ein Viehzüchter in Südsomalia für eine Kuh noch 430 Kilogramm Mais. Derzeit bekommt er dafür höchstens 160 Kilogramm Mais. Die Halbnomaden versuchen, ihre Kühe möglichst schnell gegen Getreide zu tauschen, da ihre Tiere massenhaft sterben, während die Mais- und Hirsepreise unaufhaltsam steigen. In manchen Gegenden kostet die Hirse fast das Dreifache im Vergleich zum vergangenen Sommer, manche Herden sind um die Hälfte geschrumpft.

Arrow Down

Landwirte erwarten geringere Getreideernte

Trockenheit im Frühjahr, Starkregen zu Erntebeginn: Deutsche Landwirte müssen erneut Ertragseinbußen hinnehmen. Ernte-Einbrüche beim Getreide von bis zu 40 Prozent werden befürchtet. Als Ausgleich fordert Bauernpräsident Sonnleitner finanzielle Vergünstigungen für Landwirte.

Ribbeck (dpa) - Die deutschen Landwirte erwarten wegen der langen Trockenheit im Frühjahr erneut eine sinkende Getreideernte. Das schlechte Ergebnis von 2010 mit 44,3 Millionen Tonnen werde noch weiter unterboten, sagte Bauernpräsident Gerd Sonnleitner am Dienstag im havelländischen Ribbeck. Zudem hätten massive Regenfälle der vergangenen Wochen zu einem «Fehlstart der Ernte 2011» geführt. Seit Mitte vergangener Woche müssten die Mähdrescher wegen des Regens eine «Zwangspause» einlegen.

Dollar

Steigende Lebensmittelpreise: Ernährungsgewohnheiten verändern sich

einkauf
© picture alliance / Klaus Ohlensc/picture alliance
Die Preise steigen, die Ernährung verändert sich
Eine Studie zeigt, dass sich die weltweiten Ernährungsgewohnheiten verändert haben. Ursachen sind die steigenden Preise für Lebensmittel

Berlin. Die weltweiten Ernährungsgewohneiten verändern sich. Das liegt einer Umfrage zufolge an dem Preisanstieg von Nahrungsmittelprodukten.Die Hilfsorganisation Oxfam hatte mehr als 16.000 Menschen aus 17 Ländern befragt und die Ergebnisse am Mittwoch in Berlin vorgestellt. 66 Prozent der Befragten empfanden die steigenden Nahrungsmittelpreise als sehr beängstigend. 53 Prozent hätten in den letzten zwei Jahren ihre Konsumgewohnheiten geändert, 39 Prozent von ihnen hauptsächlich aufgrund höherer Nahrungsmittelpreise.

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Getreideernte auf Grund des Wetters früher als sonst

Weizenfeld
© dpa
Münster - Die Getreideernte in Nordrhein-Westfalen beginnt dieses Jahr 14 Tage früher als gewöhnlich. Die Mähdrescher holen am Niederrhein, in der Köln-Aachener Bucht und im nördlichen Westfalen bereits die Wintergerste von den Feldern. Das teilte am Donnerstag die Landwirtschaftskammer NRW in Münster mit. Die Bauern sind mit dem Getreide aber nicht zufrieden. «Wärme, Trockenheit und viel Sonne haben der Kultur in diesem Frühjahr sehr zugesetzt», berichtete ein Sprecher über die ersten Ernteergebnisse. Voraussichtlich in zwei bis drei Wochen wird auch der Winterweizen eingeholt. Die Bauern hoffen nun, dass sie bis dahin von schweren Gewittern verschont bleiben.

Sun

Welthungerhilfe Milliarden Menschen droht Wasserknappheit

wüste
© Colourbox
Vor allem in den ärmsten Ländern zerstört die Dürre zunehmend nutzbare Landflächen
Dürre und Klimawandel drohen, in den ärmsten Ländern die ohnehin große Wasserknappheit weiter zu verschärfen. Bis 2025 werden laut Welthungerhilfe 8,5 Milliarden Menschen betroffen sein.

Fast 900 Millionen Menschen weltweit haben laut Welthungerhilfe keinen Zugang zu sauberem Wasser. „Im vergangenen Jahrhundert hat sich die Weltbevölkerung verdreifacht, der Wasserverbrauch jedoch versechsfacht“, sagte die Präsidentin der Hilfsorganisation, Bärbel Dieckmann, bei der Vorstellung des Jahresberichts der Welthungerhilfe am Dienstag in Berlin. Um dieser enormen Herausforderung zu begegnen, müsse das Thema „einen Spitzenplatz“ auf der politischen Agenda bekommen.

Attention

Bauern richten sich auf Ernteausfälle wegen Trockenheit ein

ernte
© dapd/Theo Heimann
Eine Hexelmaschine wirbelt am Mittwoch (11.05.11) bei Mittenwalde auf einer Wiese bei der Grasernte Staub auf. Geringe Niederschlaege und anhaltende Trockenheit der Boeden setzen den Pflanzen zu, die Landwirtschaft befuerchtet Ernteausfaelle.
Wintergetreide betroffen - Aber bisher kein Preisschock bei Obst und Gemüse absehbar

Hamburg. Das lange Zeit trockene Frühjahr und Nachtfröste belasten die Ernteaussichten der deutschen Bauern. Die Verbraucher müssen aber zunächst keine Preiswelle bei Obst und Gemüse befürchten, denn bisher leiden vor allem Raps, Getreide und der erste Grasschnitt. Das ergab eine bundesweite Umfrage der Nachrichtenagentur dapd am Dienstag.

Erdbeeren, Spargel und Frühgemüse sind dagegen entweder durch Plastik oder Beregnung geschützt, oder wie Spargel weitgehend immun gegen die Trockenheit. Nach dem Regen der vergangenen Tage hoffen die Bauern nun auf ein besonders starkes Wachstum der Pflanzen.

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Raps und Getreide leiden unter Trockenheit

Die gelben Rapsfelder stehen wieder in voller Blüte. Auch im Rheiderland in Ostfriesland, direkt an der deutsch-niederländischen Grenze. Der frühlingshafte Anblick tut gut. Doch die Idylle trügt, sagt Landwirt Enno Hopkes aus Landschaftspolder in der Gemeinde Bunde: "Die Trockenheit macht dem Raps zu schaffen." Und nicht nur dem, "sollte es nicht bald regnen, drohen auch auf den Kartoffelfeldern Probleme", sagt Hopkes. Nach Einschätzung der Landesbauernverbände sind bei weiter anhaltender Trockenheit in ganz Niedersachsen hohe Verluste zu erwarten - auch bei verschiedenen Getreidesorten. Grund ist der zweitwärmste April seit 130 Jahren.

Dringend auf Regenfälle angewiesen

Die Bauern sind dringend auf längere Regenfälle angewiesen. So niederschlagsreich der Winter war, so trocken verlief der Start in den Frühling. Unter anderem in Güstau im Landkreis Uelzen laufen die Beregnungsanlagen auf Hochtouren. Selten mussten sie so früh eingesetzt werden wie in diesem Jahr, so der Landesbauernverband. Die Schauer nach Ostern hätten bei weitem nicht ausgereicht, um die Pflanzen mit genügend Wasser zu versorgen, hieß es beim niedersächsischen Bauernverband in Hannover. Wenn im Mai rasch feuchtes Wetter komme, könnten Ernteschäden aber noch vermieden werden.

Cow

Ein Beispiel: Ertragsausfälle an der Saale

Bauer,Fehlernte
© STEDTLER
Dort, wo nun gefrorenes Wasser steht, sollte eigentlich Raps wachsen. Doch der ist wegen der Nässe abgestorben, wie Landwirt Reinhard Wirth zeigt.
"Wann wir wieder auf diese Felder können, steht in den Sternen", sagt Reinhard Wirth besorgt. Womöglich noch im März, vielleicht aber auch erst im April. Denn auf einigen Äckern der Pflanzenbaugenossenschaft eG Bernburg-Nord in Gerbitz (Salzlandkreis), deren Vorstandsvorsitzender er ist, steht das Wasser teilweise noch immer in Senken - auch, wenn das Saale-Hochwasser mittlerweile verschwunden ist. Und auf den betroffenen Feldern kann derzeit überhaupt nicht gearbeitet werden. Die Flächen befinden sich rechts und links der Saale und auch ganz in der Nähe der Bode.

Ertragsausfälle bereits absehbar

So wie Reinhard Wirth geht es vielen Landwirten in Sachsen-Anhalt: Ihnen macht die Nässe weiter zu schaffen - auch, weil inzwischen viele Schäden durch Hochwasser und starke Niederschläge Anfang des Jahres und im Herbst sichtbar geworden sind. Vielerorts standen die "Seen" über mehrere Wochen auf den Feldern. Zwar seien die Überschwemmungen zurückgegangen, berichtet auch der Sprecher des Landesbauernverbandes, Christian Apprecht. "Doch wenn man mit Gummistiefeln auf's Feld geht, merkt man oft, dass das Wasser noch da ist." Deshalb kämen viele Bauern mit den Maschinen nicht auf die Äcker - dabei stünden Düngung, Pflanzenschutz und die Bestellung erster Sommerkulturen bevor. Die Problemzonen werden nun in Arbeitsgruppen, die auf Veranlassung des Magdeburger Landwirtschaftsministeriums gebildet wurden, als ein besonderer Schwerpunkt erfasst.

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Dürre: Weizenknappheit in China

Chinese,Weizenpflanze
© reuters
Ein Bauer zeigt seine vertrockneten Weizenkeimlinge.
Eine schwere Dürre in Chinas Getreideanbau-Region bedroht grosse Teile der Welt: Würde der Weizen in China knapp, so würden die ohnehin steigenden Weizenpreise weltweit noch mehr in die Höhe schnellen. Doch China wiegelt ab: die Lager seien voll.
Seit 60 Jahren war es in den traditionellen Getreide-Anbau-Gebieten Chinas nicht mehr so trocken wie jetzt. Im letzten Oktober fiel der letzte Regen. Das Land ist der grösste Weizenproduzent der Welt.

Die Weizenpreise waren in den letzten Tagen stetig angestiegen. Analysten machen die Dürre in China dafür verantwortlich. Sie sagen, dass China vielleicht gezwungen sein werde, Weizen zu importieren.

Doch ein Sprecher des Aussenministeriums schlug diese Sorgen in den Wind: China hätte dank der letzten sieben Jahre guter Ernten gefüllte Lager. Die aktuelle Dürre werde die internationalen Lebensmittelpreise nicht beeinflussen.