Wissenschaft und TechnologieS


Grey Alien

Hat ein außerirdisches Mineral das Leben auf Erde - und Mars - mit ausgelöst?

Seymchan-Meteorit
© University of South FloridaFragment des sog. Seymchan-Meteoriten, dessen Hauptanteil aus Eisen-Nickel-Metall besteht. Die dunkle Struktur in der Mitte des Meteoriten ist das Mineral Schreibersit.
US-Forscher ist es gelungen zu zeigen, dass ein Mineral, das im Innern von Meteoriten zur Erde gelangte, im Wechselspiel mit irdischem Wasser den chemischen Funken für die Entstehung des biologischen Lebens auf unserem Planeten geliefert haben könnte - und das vielleicht sogar auch auf dem Mars.

Tampa (USA) - Wie die Geologen Matthew Pasek und Maheen Gull von der University of South Florida und Kollegen vom Georgia Institute of Technology aktuell im Fachjournal „Nature Scientific Reports“ (DOI: 10.1038/srep17198) berichten, hatten sie schon zuvor vorgeschlagen, dass urzeitliche Meteoriten, die das Mineral Schreibersit beinhalteten, in Kontakt mit wässrigen Umgebungen ein Phosphat freigesetzt haben und so eine wichtige Rolle in der Entstehung präbiotischer Moleküle gespielt haben könnten.

In ihrer aktuellen Studie haben die Forscher nun die Eigenschaften von Schreibersit während der sogenannten Phosphorylierung, der korrosiven Auswirkung von Wasser auf das Mineral untersucht, durch die Schreibersit das für die Entstehung des frühen Lebens notwendige Phosphat entstehen lässt.

Kommentar: An dieser Stelle muss einmal erwähnt werden, wie weit die Wissenschaft tatsächlich noch davon entfernt ist, die "Entstehung des Lebens" zu erklären. Es reicht bei weitem nicht aus, wenn man hier und da Mechanismen findet, die die Bausteine des Lebens erzeugen, denn das ist in Wirklichkeit überhaupt nicht das große Rätsel.

Das große Rätsel besteht darin, wie sich diese "Bausteine des Lebens" zu eben jenem Leben zusammengefügt haben. Die derzeitige Wissenschaft geht hier von Zufall aus. Welcher Zufall hier mitspielen müsste, lässt sich am besten an folgendem Beispiel erkennen: Sie haben einen Jumbojet in Einzelteilen vor sich liegen (seine Bauteile bis zur kleinsten Schraube). Nun nehmen sie alle Bausteine und werfen sie in die Luft. Wie oft müssten sie das wiederholen, bis sich alle Einzelteile zufällig zu einem funktionierendem Flugzeug mit laufenden Triebwerken zusammenfügen? Sehr viel öfter als das Universum alt ist!

Klingt absurd? Aber genau das ist das Rätsel, vor dem Biologen stehen, wenn es um die Entstehung der ersten lebens- und reproduktionsfähigen Zelle geht. In Wirklichkeit ist eine solche Zelle sogar noch um einiges komplizierter aufgebaut als ein "simples" Flugzeug ala 747.

Dieses kaum erwähnte Rätsel des Lebens ist einer der Knackpunkte, die die Wissenschaften gerne ignorieren und die die Religionen nur zu gerne aufgreifen. Was des Einen Gott, ist des Anderen Zufall. Ob wir jemals den wahren Grund erkennen werden?


Attention

Störfall im AKW Sosnowy Bor bei Petersburg sorgt für Panik in der Bevölkerung

AKW Sosnowy Bor
© RIAN-Archiv via SPZ
eva.- Am 18. Dezember kam es im Atomkraftwerk in der Stadt Sosnowy Bor, westlich von St. Petersburg zu einem Störfall. Den offiziellen Meldungen, die Strahlungswerte seien normal, schenkte die Bevölkerung zuerst wenig Glauben - doch wurden diese durch Umweltschützer bestätigt.

Um 13.50 Uhr trat in einem Turbinengebäude des Leningrader Kernkraftwerk (LAES), rund 100 Kilometer von Petersburg entfernt, Wasserdampf aus. Darauf wurde der Block 2 des AKWs sofort abgeschaltet und sämtliche Mitarbeiter dieser Schicht nach Hause geschickt.

Diese Massnahme und eine weithin sichtbare Dampfwolke über dem AKW sorgten für Panik in der Bevölkerung der Stadt mit rund 67.000 Einwohnern. Wie bereits 2008 kam es in den Sozialnetzwerken zu heissen Diskussionen über das Geschehen. Während die einen an die beschwichtigenden Behördenmeldungen nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl 1986 erinnerten und rieten „abzuhauen“, riefen andere zu Ruhe und Besinnung auf.

Kommentar: Störungen sind auch ganz ohne Tsunami mehr oder weniger an der Tagesordnung:


Gear

Die Pariser Klima-Beschlüsse: Auf welchem Planeten leben unsere "Eliten"?

erde, strom, öl
Die Größte Verwundbarkeit ist die Unwissenheit
Sunzi (500 v. Chr.) "Die Kunst des Krieges"
Wenn über den Energiemix der verschiedenen Energieträger diskutiert wird, gleitet die Diskussion oft auf einen Teilaspekt ab, nämlich die Stromproduktion. Daß Heizung und Transportprozesse viel mehr Energie verbrauchen, wird verdrängt. Die Verengung der Berichterstattung auf die Stromproduktion ist bei den deutschen Medien so beliebt, weil hier die Lieblingsgesellen der Grünen - Wind und Sonne - eine gewisse Rolle spielen.

Der Primärenergieverbrauch betrug 2014 in Deutschland über 13.100 PJoule. Nicht einmal 2200 PJoule wurden als Strom an den Verbraucher abgegeben, also ungefähr 24 %. Zu dessen Erzeugung ca. 6100 PJoule an Primärenergie eingesetzt wurden. Weltweit beträgt der Stromanteil an der Primärenergie nur etwa 20 %.

Windkraft lieferte 2014 in Deutschland 206 PJoule, Photovoltaik 126 PJoule. So die aktuelle Doku der AG Energiebilanzen. Der Anteil dieser beiden Exoten an der deutschen Primärenergieerzeugung lag 2014 also bei 1,6 bzw. 1,0 %, zusammen 2,6 %. Das ist trotz aller finanziellen Anstrengungen der Stromverbraucher (über 20 Milliarden € jährlich) keine relevante Größe, um die Temperatur langfristig in irgend eine Richtung zu bewegen, schon garnicht feinmotorisch um genau 1,5 % nach oben, wie es die Konferenzteilnehmer in Paris beschlossen haben.

Kommentar: Die Klimaphantasterei kurz und knackig auf den Punkt gebracht, und ohne auch nur einmal den "Globalen Erwärmungs-Unsinn" anzusprechen. Lesen sie hier eine detaillierte Analyse, was Primärenergie, Sekundärenergie und was es mit den "alternativen" Energiequellen wirklich auf sich hat und wie "zukunftssicher" diese gigantische Geldvernichtungsmaschine für die Einen bzw. Profitmaschine für die Anderen, ist:


Info

Neues Notfallmedikament für Diabetiker? Nasenspray mit Glukagon könnte Spritze ersetzen

Nasenspray
© Manuel Schäfer/fotolia.comNeues Nasenspray gegen akute Notfallsituationen bei Diabetes?
Nasenspray mit Glukagon könnte in Zukunft Spritze bei Unterzuckerung ersetzen

Ein neu entwickeltes Nasenspray enthält ein Hormon, das schnell den Blutzuckerspiegel steigern kann. Somit könnte das neue Medikament als eine effektive Notfallhilfe für Diabetiker eingesetzt werden. Die Ergebnisse einer aktuellen Studie ergaben, dass diese neue Arznei fast genauso wirksam ist, wie die derzeitige Behandlung von Notfällen mit einer in den Muskel gespritzten Lösung. Die Ergebnisse der Untersuchung veröffentlichten die amerikanischen Wissenschaftler in dem Fachjournal Diabetes Care.

Nasenspray hilft bei Injektion von zu viel Insulin

Kann ein herkömmliches Nasenspray Diabetikern helfen, in einem Notfall ihren Blutzuckerspiegel zu korrigieren? Wenn sich Diabetiker zu viel Insulin injizieren, kann es passieren, dass sich dadurch ein drastischer Rückgang ihres Blutzuckerspiegels ergibt. In einer aktuellen Studie wurde ein neues Nasenspray mit pulverisierten Glukagon getestet, das Betroffenen helfen soll. Durch das Hormon läst sich schnell der Blutzuckerspiegel erhöhen. Somit könne das Spray auch eingesetzt werden, um Diabetikern in Notfallsituationen zu helfen, erklärten die Mediziner um Michael R. Rickels von der University of Pennsylvania. Für die Studie hatten die Forscher 75 Probanden untersucht. Alle Testpersonen waren Erwachsene mit Typ-1-Diabetes. Das Ziel der Untersuchung war es, festzustellen, wie wirksam das Nasenspray im Vergleich zu der Injektion durch eine Spritze ist. Die Nebenwirkungen des Nasensprays seien gering, einige der Probanden empfanden aber ein unangenehmes Gefühl in ihren Kopf- und Gesichtsregionen, erläuterten die Mediziner.

Kommentar:
  • Anstieg von Diabetes bei Kindern: Forscher können es nicht erklären - Und wie schaut es aus mit Ernährung?



Beaker

Forschern ist es erstmals gelungen, das Schmerzempfinden komplett auszuschalten - Wer sich besonders darüber freut, liegt auf der Hand

Ein sensationelles Forschungsergebnis lässt alle Patienten hoffen, die unter chronischen Schmerzen leiden. Wissenschaftler der Universitäten Straßburg und London scheinen dem Geheimnis eines alten, universellen Menschheitsproblems auf die Spur gekommen zu sein. Ihnen ist es erstmals gelungen, das Schmerzempfinden komplett auszuschalten. Ein Traum, der sich allerdings in einigen Fällen auch zum Albtraum entwickeln kann.
schmerzen,rückenschmerzen
© phugunfire / Shutterstock
Ein Leben ohne Schmerzen - für viele eine ferne Illusion. Beinahe jeder Mensch weiß um die Qualen akuter Schmerzen, für manchen ein chronischer Zustand. Betroffene würden beinahe alles opfern oder eher sterben wollen, als ihr Leiden weiter ertragen zu müssen. Nun sind zumindest jene harten Zeiten vorbei, als chirurgische Eingriffe noch ohne Anästhetika ausgeführt wurden, doch regiert der Schmerz unsere Welt weiterhin, und das in den verschiedensten Facetten.

Selbstverständlich hat sich die Natur schon etwas dabei gedacht, den oft mehr als nur lästigen Schmerz zu »erfinden«. Häufig aber schießt die biologische Warnung übers Ziel hinaus. Schwere körperliche Verletzungen peitschen den Schmerz ins Unerträgliche, chronische Schmerzen machen das Leben zur Hölle. Lindernde Medikamente zählen heute bei vielen Leidtragenden gleichsam zum »täglichen Brot«. Doch den Schmerz als solchen hat die Wissenschaft bislang weiterhin nicht in den Griff bekommen.

Kommentar: Ein Zeichen unserer Zeit, welches bereits in vielen Sci-Fi Filmen thematisiert wurde: zum Beispiel wenn das "Imperium an der Macht" einen schmerz- und emotionslosen "Menschen" will, um einerseits effektivere Soldaten-Tötungsmaschinen und andererseits leichter zu kontrollierende Bürger zu haben. In Bezug auf Schmerzpatienten: Woher kommen denn all diese Erkrankungen? Menschen durch Ernährung und mannigfaltige Gifte krank zu machen und nicht zu heilen, bringt einerseits Profite und spielt andererseits oben erwähnter Agenda in die Hände.

Die Notwendigkeit der Desillusionierung


Bulb

„CO2-Imperialismus“: Indien bezeichnet Klimadebatte als „Geld gesteuerten“ Unsinn vom Westen

In der deutschen Presse werden die neuen Ziele des sog. Klimagipfels in Paris als „historischer Erfolg“ bezeichnet. In indischen Medien ist die Begeisterung nicht ganz so groß. Die Gespräche würden „vom Geld gesteuert“, Vertreter Indiens sprachen sogar von „CO2-Imperialismus“ durch den Westen.
Vijay Shankhnad Rally
© Narendra Modi – Flickr: Vijay Shankhnad Rally in Goa. Lizenziert unter CC BY-SA 2.0 über Wikimedia Commons. „Vijay Shankhnad Rally in Goa“
Vor einigen Tagen trafen sich Staatsoberhäupter der UN-Mitgliedsländer in Paris, um über die globale Erwärmung zu debattieren. Die deutsche Presse bezeichnet die Ergebnisse trotz Nachteile für die deutsche Wirtschaft als „historischen Erfolg“. Kritik kommt jedoch aus Indien: Indische Medien bemängeln, dass die Gespräche „vom Geld gesteuert“ werden.

Kommentar: Stimmt:


Nebula

Mögliche Entdeckung eines noch unbekannten Boson-Teilchens

Winziger Buckel in der Datenkurve deutet auf Überschuss von Photonenpaaren hin
Lichtteilchen,Photonen,LHC-Detektor,CERN
© ATLAS/CERNEntstehung eines Photonenpaares im LHC-Detektor ATLAS: Beide Lichtteilchen schießen genau entgegengesetzt vom Kollisionsort weg.
Teilchenphysiker des CERN könnten erste Anzeichen für ein noch unbekanntes schweres Elementarteilchen gefunden haben - vielleicht. Bei Protonen-Kollisionen im Teilchenbeschleuniger LHC haben sie einen leichten Überschuss von energiereichen Photonen festgestellt. Noch ist dies statistisch jedoch kaum signifikant und kann Zufall sein, wie die Forscher betonen. Aber die Tatsache, dass zwei der Detektoren diesen winzigen Buckel im gleichen Massenbereich entdeckt haben, ist zumindest spannend.

Mit der zweiten Laufzeit des Large Hadron Collider (LHC) am CERN hoffen die Teilchenphysiker auf neue, tiefergehende Einblicke in die Teilchenwelt. Denn es gibt den Verdacht, dass es noch eine ganze Reihe von bisher unbekannten Elementarteilchen geben könnte, die schwerer sind als die bisher bekannten Grundbausteine der Materie. Auch das 2012 entdeckte Higgs-Boson könnte noch massereichere "Geschwister" besitzen.

Jupiter

Lebensfreundlicher Planet direkt vor unserer Haustür entdeckt?

Astronomen haben den bisher erdnächsten lebensfreundlichen Planeten entdeckt. Die Supererde Wolf 1061c umkreist einen 14 Lichtjahre entfernten Roten Zwerg in dessen habitabler Zone. Es könnte daher auf diesem Planeten flüssiges Wasser geben. Ein weiterer Exoplanet in diesem System liegt am Außenrand dieser Zone, der dritte jedoch zu weit innen. Ob es tatsächlich Wasser auf dem Erdzwilling gibt, müssen zukünftige Beobachtungen zeigen.

Wolf 1061 Sonnensystem
© made with Universe Sandbox 2 softwareDer Rote Zwerg Wolf 1061 wird von drei Planeten umkreist, einer davon tut dies in der habitablen Zone (grün)
Die Zahl der um andere Sterne entdeckten erdähnlichen Planeten wächst. Erst vor kurzem haben Astronomen einen solchen Erdzwilling in nur 39 Lichtjahren Entfernung von der Erde entdeckt. Dieser Gesteinsplanet GJ 1132b ist allerdings so heiß wie die Venus - und daher nicht gerade lebensfreundlich. Die nahe Supererde 55 Cancri e ist sogar noch heißer und zeigt zudem heftige Temperaturschwankungen.

Direkt in der habitablen Zone

Duncan Wright von der University of New South Wales in Sydney und seine Kollegen haben nun jedoch erstmals eine Erdzwilling entdeckt, der nicht nur näher liegt als diese beiden, sondern obendrein auch noch lebensfreundlich sein könnte. Durch Beobachtungen mit dem HARPS-Spektrografen des La Silla Observatoriums der ESO in Chile fanden sie um den nur 14 Lichtjahre entfernten Stern Wolf 1061 gleich drei Planeten.

Gear

Schallplatte aus Beton - Neue Technologie macht's möglich

Die Rolling Stones auf Stein: Statt von einer Vinylplatte ertönt der bekannte Song "I can get no Satisfaction" beim Abtasten einer Platte aus Beton. Forscher der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) in Berlin haben die Tonspur des Musikstücks in eine Platte aus Ultrahochleistungsbeton gepresst, um zu demonstrieren, dass die Oberfläche dieses Baustoffs selbst für feinste Mikrostrukturen geeignet ist - skurril, aber einfallsreich.

Schallplatte aus Beton
© Ricardo Kocadag/ BAMVoll funktionsfähige 7-Zoll-Schallplatte aus Ultra-Hochleistungsbeton.
Schon die Römer kannten und nutzten Beton, um beispielsweise Hafenanlagen zu befestigen oder die Steine im Trajansforum in Rom miteinander zu verbinden. Der heute fast unentbehrliche Baustoff ist im Prinzip einfach ein Gemisch aus Zement, Sand und Wasser. Zement wiederum entsteht, indem Kalk und Tone zermahlen und unter hohen Temperaturen von rund 1.450 Grad Celsius gebrannt werden.

Extrem feinkörnig und fest

Doch durch besonders feine Körnung und weitere Zusatzstoffe lassen sich seine Eigenschaften optimieren. Eine ganz neue Entwicklung ist der Ultrahochleistungsbeton (UHPC). Er ist besonders dicht und feinkörnig, fast so tragfest wie Stahl und dabei 30 bis 50 Prozent leichter. Das macht ihn als Baustoff für Brücken, Hochhäuser und große Dachkonstruktionen attraktiv.

Kommentar: Steinerne Tonträger für die Ewigkeit? Dann hätten Archäologen der Zukunft ihre Freude an unserer Musik.


Hearts

Salzwasser reinigt Wunden besser als Seife und senkt auch im Krankenhaus die Rate der Infektionen und Komplikationen

Erste Hilfe mit Salzwasser: Blutende Verletzungen sollten einfach mit Salzwasser gespült werden. Denn das schützt besser vor Infektionen als die klassische Methode mit Wasser und Seifenlösung, wie Forscher nun herausfanden. Sogar im Krankenhaus erwies sich die Salzwasser-Spülung als überlegen: Offene Brüche infizierten sich seltener und mussten weniger häufig nachoperiert werden als bei der bisher üblichen Seifenspülung.

Offene Wunde am Knie: Spülen mit Salzwasser hilft gegen eine Infektion.
© Koldunov/ thinkstockOffene Wunde am Knie: Spülen mit Salzwasser hilft gegen eine Infektion.
Bei blutenden und verschmutzten Wunden galt bisher der ärztliche Rat: Spülen Sie die Wunde mit Wasser und Seife aus, das verhindert eine Infektion. Im Notfall tut es allerdings auch Spucke, denn auch unser Speichel enthält leicht keimtötende und heilende Inhaltsstoffe, wie Forscher vor einigen Jahren herausfanden. Im Krankenhaus allerdings ist gerade bei offenen Brüchen die Reinigung per Hochdruck-Seifenwasser der Standard.

"Es gab aber eine Menge Kontroversen darüber, wie man bei offenen Brüchen am besten Dreck und Knochensplitter entfernt", erklärt Studienleiter Mohit Bhandari von der McMaster University in Hamilton. Er und seine Kollegen haben nun die klassische Methode einer neuen gegenübergestellt: Salzwasser. Sie führten dazu eine Studie in 41 Krankenhäusern in den USA, Kanada, Australien, Norwegen und Indien durch.