Wissenschaft und TechnologieS


Cow Skull

Die wahre Hydra - Wissenschaftler entdecken eine unsterbliche Lebensform

Hydra Süßwasserpolypen
Eine Gruppe wirbelloser Tiere namens Hydra (Süßwasserpolypen) haben die einzigartige Fähigkeit, sich über einen unbestimmten Zeitraum immer wieder zu regenerieren.

Dies verkündeten die Wissenschaftler vom kalifornischen Pomona College in der Dezemberausgabe des Journals »Proceedings of the National Academy of Sciences«. Bei der Untersuchung der Süßwasserpolypen fanden sie heraus, dass sie scheinbar nicht altern und dass es für sie praktisch keine Altersgrenze gibt, an der sie aus dem Leben scheiden müssen.

Der an der Studie beteiligte Biologe Daniel Martinez: „Ich glaube, dass eine individuelle Hydra unter den richtigen Bedingungen ewig leben könnte“.

Den Schlüssel zu ihrer Unsterblichkeit sehen die Forscher in der Tatsache, dass ihre Körper überwiegend aus Stammzellen bestehen, die in der Lage sind, die kontinuierliche Teilung und Differenzierung - und somit den altersbedingten Zerfall - unbeschadet zu überstehen.

Wir Menschen verlieren diese Zellen bereits innerhalb der ersten paar Tage unserer embryonalen Entwicklung, während die Hydra auf unbestimmte Zeit bewahren kann (Gene für längeres, gesünderes Leben bei drei Organismen gefunden).

„Ich hoffe, dass diese Arbeit anderen Wissenschaftler dabei hilft, einen tieferen Einblick in die Unsterblichkeit zu nehmen. Vielleicht in anderen Organismen, die mehr Licht in die Geheimnisse des Alterns bringen“, sagt Martinez.

Fernando Calvo für Terra-Mystica.Jimdo.com am 25.12.2015

Moon

Ceres Rätsel: Raumsonde Dawn schickt hochauflösende Bilder von Ceres zur Erde

Die NASA-Raumsonde „Dawn“ hat ihre tiefste Umlaufbahn um Ceres auf nur noch 385 Kilometern Höhe über der Oberfläche des Zwergplaneten erreicht und erste Aufnahmen in der nun bestmöglichen Bildauflösung zur Erde gesendet.
Ceres
© NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA Die Kraterkette Gerber Catena auf Ceres. Klicken Sie auf die Abbildung, um zu einer vergrößerten Darstellung zu gelangen.
Pasadena (USA) - Die nun übermittelten ersten Bilder stammen vom 10.-16.Dezember 2015 und zeigen die Ceres-Oberfläche nun mit einer Auflösung von bislang unerreichten 35 Metern pro Bildpunkt (Pixel).

Zu den ersten Bildern gehören Aufnahmen der Kraterkette mit der Bezeichnung Gerber Catena westlich des Urvara-Kraters, die wahrscheinlich sowohl von Meteoriteneinschlägen als auch durch tektonische Aktivität verursacht wurden. Auch Details der immerdunklen Krater am Südpol des Zwergplaneten gehören zur ersten, jetzt von der NASA veröffentlichten Fotoserie.

Kommentar: Volltreffer - Remote Viewer erklärte die Entstehung der weißen Flecken auf Ceres bereits im Mai


Fish

Zentralamerika: Biologen entdecken leuchtende Haifische

Wissenschaftler haben an der Küste Zentralamerikas eine Haifischart entdeckt, die im Dunkeln leuchten soll. Das berichtet das Wissenschaftsmagazin „Journal of Science Foundation“.

Hai leuchtend
© Victoria Elena Vasquez/ JOSF
Die Haifische, die im Pazifik in einer Tiefe zwischen 800 und 1.500 Metern entdeckt wurden, sollen Licht erzeugen, was ihnen nach Meinung der Wissenschaftler die Fähigkeit verleiht, potenzielle Opfer zu täuschen, die Aufmerksamkeit der Paarungspartner auf sich zu lenken und größere Raubfische abzuschrecken. Die Haut der Haifische sei mit einem speziellen Leuchtgewebe (Photophoren) bedeckt. Ungewöhnlich sei bei den Tieren auch ihre Farbe: Sie sind schwarz, was bei Spezies der tieferen Aquafauna äußerst selten vorkommt.

Etmopterus benchleyi n. sp., a new lanternshark (Squaliformes: Etmopteridae) from the central eastern Pac...

Die neue Haifischart wurde nach dem Autor des Romans „Jaws“(dt.: Kiefer), Peter Benchley, „Etmopterus benchley“ genannt. In letzter Zeit haben Meereskundler bereits Dutzende Haifisch-Arten entdeckt, die Licht erzeugen können, aber auch die leuchtende Meeresschildkröte Eretmochelys imbricata.

Robot

Der Trend zum Cybermen: Neun Implantate, die wir bald im Körper tragen könnten

Chip implantate
Implantate sind in der Medizin keine Unbekannten - Herzschrittmacher, Defibrillator oder Hörgerät werden schon lange im Körper getragen und ermöglichen den Patienten einen normalen Alltag.

Doch die Zukunft der Medizin hält noch mehr bereit, wie Yahoo News berichtet. Zum Beispiel implantierbare Chips, die die Anti-Baby-Pille ersetzen, Cyber-Pillen, die dem Arzt melden, wenn der Patient seine Medikamente nicht regelmäßig nimmt, Tattoos, die Abläufe in unserem Körper messen oder Bio-Batterien, die Implantate zunächst mit Energie versorgen und dann einfach schmelzen.

Nebula

Polarlicht: Rätselhafte plötzliche Helligkeits-Ausbrüche könnten durch rotierende Plasmawirbel erklärt werden

Anders als gedacht: Forscher haben herausgefunden, wie die plötzlichen Helligkeits-Ausbrüche bei Polarlichtern entstehen. Wahrscheinlich spielen dabei rotierende Wirbel aus geladenen Teilchen eine entscheidende Rolle. Entladen diese Plasma-Wirbel ihre Energie, dann kommt es zu einem plötzlichen Ladungs-Übergang, der ein bestehendes Polarlicht hell aufleuchten lässt.

Aurora Borealis über dem kanadischen Quebec
© optik360/ CC-by-sa 4.0Aurora Borealis über dem kanadischen Quebec
Polarlichter entstehen, wenn energiereiche Teilchenströme von der Sonne mit dem Magnetfeld und der Ionosphäre der Erde interagieren. Doch die Feinheiten dieses Prozesses sind noch immer nicht vollkommen aufgeklärt. So gelang es Forschern erst vor kurzem, die Ursache der pulsierenden Aurore herauszufinden. Und Citizen Science soll dabei helfen, die Höhen der Auroren genauer zu bestimmen.

Plötzliche Helligkeits-Ausbrüche

Jetzt könnten Yusuke Ebihara von der Universität Kyoto und sein Kollege Takashi Tanaka von der Universität Kyushu ein weiteres Rätsel dieser leuchtenden Schleier gelöst haben: Wie und warum manche Polarlichter plötzlich hell aufflammen. Bei diesem sogenannten Auroral Breakup scheint ein Teil eines Polarlichts plötzlich geradezu zu explodieren und nimmt plötzlich stark an Helligkeit zu.

Kommentar: Lesen Sie weiteres zu den Themen Plasma und elektrisches Universums in Pierre Lescaudrons Buch Earth Changes And The Human-Cosmic Connection oder die deutsche Übersetzung, die wir in dieser Artikelserie auf Sott.net veröffentlichen. Hier finden Sie die ersten Kapitel:
deutsch, pierre lescaudron, earth changes human cosmic connection, echcc



Yoda

Symbolisch? Kosmisches Lichtschwert im Sternbild Orion: Ein Jungstern mit einem "doppelten Laserschwert"

kosmisches lichtschwert,junger stern
© ESA/NASA, Hubble / D. Padgett (GSFC), T. Megeath (University of Toledo) und B. Reipurth (University of Hawaii)
Passend zum neuen Star Wars Film liefert das Weltraum-Teleskop Hubble dieses Bild eines Sterns mit einem doppelten "Lichtschwert": Teilweise von der dunklen Wolke verhüllt, schleudert ein junger Stern diese doppelten Fontänen aus leuchtendem Gas ins All. Dieses kosmische Lichtschwert liegt 1.350 Lichtjahre von uns entfernt im Sternbild Orion.

Music

Der Glockenklang: Schwingungen des Glockenklangs sichtbar gemacht

Bisher detailreichste Messungen enthüllen Schwingungsmuster einer angeschlagenen Glocke
glocke
Das Geheimnis liegt in der Schwingung: Mit Hilfe modernster Messmethoden haben Forscher erstmals im Details sichtbar gemacht, wie eine Glocke ihren Ton erzeugt. Wie sich zeigt, verformt sich die Glocke vor allem bei den mit dem Hauptton mitklingenden Harmonien auf ganz charakteristische Weise. Die faszinierenden Bilder geben ganz neue Einblicke in das musikalische Innenleben der gerade jetzt an Weihnachten häufig erklingenden Kirchenglocken.

Glocken haben als Musikinstrumente ein lange Tradition: In China kennt man Glocken schon seit rund 3.600 Jahren und die Römer nutzten sie in einigen ihrer Tempel. Während die ersten Schellen und Glocken noch aus Blechen zusammengefügt waren, ist seit dem fünften Jahrhundert in Europa das Gießen der Glocken üblich. Material, Wanddicke und Form der Glocke bestimmen dabei, wie volltönend und wie hoch oder tief sie klingt.

Rainbow

Regenbögen weitaus vielfältiger als gedacht: Verschiedenste Farbanordnungen und insgesamt 12 verschiedene Arten

Wie Wissenschaftler des französischen »National Meteorological Research Center« am vergangenen Mittwoch auf der Jahrestagung der »American Geophysical Union« (AGU) verkündeten, müssen wir scheinbar unsere bisherigen Vorstellungen über den Regenbogen gründlich überdenken. Denn sie fanden heraus, dass es weitaus mehr Arten von ihnen gibt und ihre Farben nicht auf die uns bekannten sieben begrenzt sind.
Rainbow
© www.vonnagy.com
Insgesamt zwölf verschiedene Regenbögen konnten sie identifizieren, die sich nicht immer nur aus sieben Streifen in verschiedenen Farben (von Rot bis Violett) zusammensetzen. Manchmal sieht man über den ersten Streifen einen zweiten, weniger hellen, dann gibt es welche mit Farben in der umgekehrten Reihenfolge, manchmal befinden sich in ihrem Zentrum auch dunkle Streifen oder es fehlen eine oder sogar mehrere Farben. Dabei entstehen die vielen Farben in den Regenbogenvariationen durch die Position der Sonne am Himmel und nicht, wie bisher immer angenommen, von der Größe der Wassertröpfchen in der Luft. Je höher die Sonne steht, desto besser werden die Farben in Richtung zum Ende des violetten Spektrums sichtbar, Grün- und Blautöne kommen immer dann besser durch, wenn der Sonnenwinkel über 70 Grad beträgt.

Christmas Lights

Forscher erzeugen Strom aus Pflanzen und elektrischen Mikroben

Pflanzenlampe
© eldebu.com
Forscher in Peru haben eine neue Methode entwickelt, mit der sich Energie auf ungewöhnliche Art gewinnen lässt. Das soll Menschen helfen, die im Regenwald leben.

Ein Wissenschaftlerteam an der Universidad de Ingenieria y Tecnologia (UTEC) in Peru arbeitet an einem Verfahren, mit dem Energie aus Pflanzen und dem Erdbakterium Geobacter generiert wird. Wie sich zeigte, werden beim Zusammentreffen von Nährstoffen aus den Gewächsen mit den Mikroorganismen Elektronen frei, die sich über Elektroden im Boden auffangen lassen. Ein Stromkreislauf transferiert die Energie in eine Standardbatterie.

UTEC arbeitet mit der weltweit agierenden Werbeagentur FCB zusammen, um zehn tragbare Prototypsysteme zu produzieren und sie dann an Häuser im Regenwalddorf Nuevo Saposoa zu verteilen. Jede der Schachteln besteht aus einem Elektrodenstromkreis, der in der Erde steckt, auf der eine einzelne Pflanze wächst. Der Strom wird an eine Batterie abgegeben - die wiederum eine große LED-Lampe antreibt, die an einem beweglichen Arm hängt, der aus der Kiste hervorsteht. In einem Video sieht man die Geräte in Aktion.


Gear

Durchbruch in der Raumfahrt: Rakete startet und kommt wieder zurück!

Kaum war sie abgehoben, kehrte sie schon wieder aus dem All zurück und stand wie eine Eins. Die geglückte Landung der SpaceX-Rakete könnte die Raumfahrt revolutionieren. Dahinter steckt ein junger Technologie-Milliardär.

SpaceX Landung
© REUTERSDazu gratuliert sogar die Nasa: Die erste Stufe der Falcon-9-Rakete landet wieder in Cape Canaveral
Es ist ein großer Schritt für die Raumfahrt: Die amerikanische Firma SpaceX hat erstmals erfolgreich eine Trägerrakete ins All geschossen, die nach ihrem Flug heil und aufrecht zum Startplatz auf die Erde zurückgekehrt ist.

Die Falcon-9-Rakete verließ am Montagabend (Ortszeit) den Weltraumbahnhof Cape Canaveral, wo sie nach etwa 20 Minuten wieder landete. Vor sechs Monaten noch war eine ähnliche Trägerrakete wenige Minuten nach dem Start explodiert.

Billigere Raumfahrt

Eine weitgehend unversehrte Rückkehr benutzter erster Raketenstufen zur Erde könnte eine Wiederverwendung ermöglichen - und Raumtransporte so erheblich billiger machen.

Die Firma des Milliardärs Elon Musk, der auch an der Spitze der Elektroautofirma Tesla steht, schaffte mit dieser Mission einen Eintrag in die Geschichtsbücher.

Kommentar: Interessant, dass Elon Musk in relativ kurzer Zeit schaffte, was die NASA in 50 Jahren nicht auf die Reihe bekommen hat.