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Räuberische Insekten tarnen sich chemisch - Wie tarnen sich menschliche Räuber?

Die Schornsteinwespe wird gleich von drei schmarotzenden Wespen heimgesucht, die sich dennoch nicht in die Quere kommen
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© oliver niehuis, zfmk bonnGleich drei parasitische Goldwespenarten haben es auf die Nahrungsvorräte in den Nestern der Gemeinen Schornsteinwespe (links) abgesehen.
Würzburg - Einige Wespenarten haben eine perfide Kuckucks-Strategie entwickelt, um für das Gedeihen ihrer Nachkommen zu sorgen: Sie schleichen sich in fremde Wespennester ein, zerstören die dortige Brut und legen dann ihre eigenen Eier ab. Nach dem Schlüpfen leben ihre Larven von den vorhandenen Nahrungsvorräten. Man sollte eigentlich annehmen, dass die unfreiwilligen Gastgeber die Eindringlinge anhand ihrer Kohlenwasserstoff-Duftspur bemerken: Tatsächlich aber imitieren die Schmarotzerwespen den Körpergeruch ihrer Wirte und machen sich dadurch gleichsam unsichtbar.

Deutsche Biologen berichten nun im Fachblatt Proceedings of the Royal Society über faszinierende Details zu einem Spezialfall dieser parasitischen Beziehung: Die in Mitteleuropa heimische Gemeine Schornsteinwespe (Odynerus spinipes), sie lebt einzeln und baut ihre Nester im Erdboden, dient gleich drei Arten von Goldwespen als Wirt. Das ist ungewöhnlich, denn in den parasitischen Beziehungen der Goldwespen kommt sonst auf einen Wirt in der Regel genau ein Schmarotzer.

Kommentar: Nicht nur die Parasiten und Räuber in der Tierwelt tarnen sich. Dasselbe tun auch menschliche "Räuber". Doch im Gegensatz zu Tieren haben wir die Möglichkeit zu lernen, sie zu erkennen und uns vor ihnen zu schützen. Informieren Sie sich und teilen Sie das Wissen, damit auch andere davon erfahren:


Cassiopaea

Was bewegte die astronomische Gemeinde 2015? Die kosmischen Top Ten

Nachthimmel
© DPANachthimmel über Ungarn (im Juli 2015): Ein Jahr für Weltraumfans
Was für ein Jahr für Weltraumfans: Es gab hochauflösende Fotos vom Rand des Sonnensystems, verwirrende Signale von einem Kometen, Raumfahrer auf Rekordflügen. Das sind die Highlights.

1. Ein Planet, der keiner mehr ist, wird zum Fotostar

12.500 Kilometer Distanz sind kein Pappenstiel, erst recht, wenn man zum ersten Mal einen fremden Himmelskörper erkundet. Doch damit würde man "New Horizons" und den an ihrem Flug beteiligten Forschern Unrecht tun. Die Nasa-Sonde hat Mitte Juni als erstes Flugobjekt von der Erde den Pluto erreicht. Und in bisher ungekannter Schärfe und Detailtiefe fotografiert. Es war das Astro-Ereignis des Jahres - denn seit dem rasenden Vorbeiflug ist klar: Der eisige Zwergplanet ist deutlich abwechslungsreicher als angenommen. Außerdem gibt es dort mehr geologische Aktivität als bisher bekannt - und verblüffend wenig Einschlagkrater.

Auch Plutos Mond Charon nahm sich "New Horizons" vor. Von ihm gibt es nun ebenfalls zum ersten Mal scharfe Bilder. Wochenlang dauerte es, bis die Sonde die beim Vorbeiflug gesammelten Daten zur Erde zurückspielen konnte. Inzwischen ist "New Horizons" weiter auf dem Weg durch den Kuipergürtel. Im Januar 2019 soll sie dort einen Asteroiden namens 2014 MU 69 untersuchen. Der ist etwa 25 bis 45 Kilometer groß und kreist etwa alle 300 Jahre einmal um die Sonne - und hat natürlich auch noch nie Besuch von der Erde bekommen.

MIB

Fremdbeeinflussung: Parasiten spielen ihren Wirt wie ein Instrument - Wer ist Ihr Puppenspieler?

Winziger Parasit spielt auf seinen Zwischenwirten wie auf einem Instrument, zeigt eine deutsche Studie
tv remote
© Fotolia/ Karelin DmitriyWer ist Ihre "Fernbedienung"? Welche Faktoren in Ihrem Leben verändern Ihr Verhalten?
Mainz - "Die Parasiten haben faszinierende Strategien entwickelt, um ihre eigenen Interessen zu verfolgen", fasst die Evolutionsbiologin Susanne Foitzik die Ergebnisse einer Studie zusammen, die sie zusammen mit Kollegen durchführte. Im Mittelpunkt des Interesses standen die Ameisenart Temnothorax nylanderi und der winzige Bandwurm Anomotaenia brevis. Der befällt Ameisenkolonien und manipuliert diese gekonnt und auf mehrfache Weise, wie die Universität Mainz berichtet.

Kommentar: Wie oben, so unten. Das Studium der Natur kann uns tiefe Einblicke vermitteln. Denn von Fällen der Fremdbeeinflussung sind auch Menschen - und zwar gleich auf mehreren Ebenen - betroffen:


Post-It Note

Riesenwuchs bei Seespinnen entdeckt: Wissenschaftler können es sich nicht erklären

Wissenschaftler haben die Entdeckung gemacht, dass einige Seespinnenarten auf ungewöhnliche Größen angewachsen sind.
Seespinnen
© AP/NOOADiese Seespinnen sind normalerweise nur rund 2,5 Zentimeter lang, vor Indonesiens Küste wurden Exemplare von bis zu 20 Zentimetern Länge gesichtet.
Trotz ihrer acht Beine und dem typischen Aussehen normaler Spinnen, sind Seespinnen eigentlich überhaupt keine echten Spinnentiere, sondern sie gehören zur Gruppe der Arthropoden (Gliederfüßer) und sind Asselspinnen. Es gibt über 1.300 verschiedene Arten und während viele sind recht klein, können einige Spezies enorme Größen erreichen. Seit Jahren wird nun bei verschiedenen Meeresbewohnern, die in den kalten Polarregionen leben, eine besondere Art von Riesenwuchs beobachtet.

Fish

Wissenschaftler entdecken neue Art leuchtender Haie im Pazifik

Gestatten: Ninja Laternenhai. So tauften Wissenschaftler ihren neuen Fund aus den Tiefen des Pazifischen Ozeans. Den Namen verdankt der Raubfisch seinem praktischen Aussehen.
Laternenhai,leuchtender Hai
Wissenschaftler haben an der Küste Zentralamerikas eine Haifischart entdeckt, die im Dunkeln leuchten soll. Das berichtet das Wissenschaftsmagazin Journal of Science Foundation. Die Haifische, die im Pazifik in einer Tiefe zwischen 800 und 1.500 Metern entdeckt wurden, sollen Licht erzeugen, was ihnen nach Meinung der Wissenschaftler die Fähigkeit verleiht, potenzielle Opfer zu täuschen, die Aufmerksamkeit der Paarungspartner auf sich zu lenken und größere Raubfische abzuschrecken.

Die Haut der Haifische sei mit einem speziellen Leuchtgewebe (Photophoren) bedeckt. Ungewöhnlich sei bei den Tieren auch ihre Farbe: Sie sind schwarz, was bei Spezies der tieferen Aquafauna äußerst selten vorkommt.

Cell Phone

Smartphone wird zum 3D-Scanner

3D-Scanner für den Hausgebrauch? Ein neuer Algorithmus könnte das schon bald ermöglichen: Jede handelsübliche Handy-Kamera soll damit in der Lage sein, Bilder für 3D-Modelle aufzunehmen, sagen die Entwickler. Der Tick dahinter: Der Algorithmus umgeht die aufwändige Synchronisation mit dem nötigen Projektor und nimmt stattdessen mehrere Bilder auf. Daraus sucht er sich die passenden Aufnahmen zusammen, um ein digitales 3D-Abbild fotografierte Gegenstände zu berechnen.

Laser Raster
© NASA/JPL / gemeinfreiMit Projektionen von Lichtmustern können Digitalkameras die dreidimensionale Form von Objekten erfassen.
3D-Drucker sind mittlerweile etablierte Geräte und relativ kostengünstig zu haben. Fast alles lässt sich damit herstellen, von Werkzeugen bis zu Prothesen, aber auch Nachbildungen von Dinosaurierknochen oder explodierten Sternen. Doch damit der 3D-Drucker den gewünschten Gegenstand ausspucken kann, braucht er zunächst eine Anleitung: ein digitalisiertes 3D-Modell.

3D-Drucker sind weiter entwickelt als 3D-Scanner

Doch die nötigen Scanner, die solche Modelle einfach erstellen können, haben die sprunghafte Weiterentwicklung der 3D-Drucker bislang nicht mitgemacht: "Die 3D-Scanner auf dem heutigen Markt sind entweder sehr teuer", sagt Gabriel Taubin von der Brown University im US-Bundesstaat Rhode Island, "oder sie können keine Bilder mit hoher Auflösung einfangen und sind deshalb nicht anwendbar, wenn Details wichtig sind."

Telescope

Zufallsfund: 100 Jahre alte astronomische Fotoplatten mit historischen Himmelsaufnahmen in Dänemark entdeckt

Einzigartige astronomische Fotoplatten lagen gut 100 Jahre lang vergessen im Keller
astronomische Fotoplatte
© Universität KopenhagenDiese in Kopenhagen entdeckte Fotoplatte zeigt die berühmte Sonnenfinsternis vom 29. Mai 1919
Überraschender Fund im Keller: Durch Zufall hat ein dänischer Forscher einen wahren Schatz an historischen Himmelsaufnahmen entdeckt. Die astronomischen Fotoplatten lagen gut 100 Jahre lang vergessen im Keller des Kopenhagener Niels Bohr Instituts. Unter ihnen ist einer von nur zehn Abzügen der berühmten Sonnenfinsternis von 1919, aber auch frühe Aufnahmen des Mondes, des Orionnebels und eine Aufnahme des Jupiter aus dem Jahr 1896.

Heute sind wir von hochaufgelösten Aufnahmen fernster Sterne, Galaxien und spektakulärer Sternennebel geradezu verwöhnt. Doch noch vor gut 100 Jahren reichte der Blick längst nicht so weit in All hinaus. Entsprechend begrenzt war auch das Wissen: Man hielt unsere Milchstraße für den gesamten Kosmos und dachte, das Universum wäre nicht mehr als 400.000 Jahre alt. Die großen Durchbrüche in unserem astronomischen Weltbild, vom Urknall über die kosmische Expansion bis hin zu Schwarzen Löchern und der Dunklen Materie, geschahen erst im 20. Jahrhundert.

Kommentar: Auch in der Astronomie erleben wir von der Mainstream-Wissenschaft bodenlose Ignoranz und das Festhalten an buchstäblichen Glaubenskonstrukten. Lesen Sie folgende Artikel zum Thema um mehr zu erfahren:


Bulb

Kaltes Plasma desinfiziert und fördert die Wundheilung

Plasma Desinfektion Stift
Geräte, die mit ionisierten Edelgasen Keime abtöten, halten gerade Einzug in die Arztpraxen. Sie heilen nicht nur chronische Wunden, sondern können sogar Gewebe regenerieren und Krebszellen abtöten.

Ein Fiepen liegt in der Luft. Carsten Gutgesell fährt mit einem dickem Stift über eine Wunde am Bein des Patienten Hannes Vogel (Name von der Redaktion geändert), als wolle er sie ausmalen. Doch statt einer Mine kommt aus der fiependen Spitze eine zentimetergroße, feine Flamme. In ihr liegt das Geheimnis dieser Behandlungsmethode: Die Flamme ist nicht heiß - sondern kalt. Es handelt sich um sogenanntes kaltes Plasma. Auf der Haut spürt Vogel davon nur ein feines Prickeln und einen Luftzug aus der Düse. "Es tut gar nicht weh", sagt er.

Gutgesell behandelt in seiner Norderstedter Praxis häufig schlecht heilende Hauterkrankungen wie die von Hannes Vogel. Bei älteren Diabetes-Patienten sind es oft chronische Wunden, die zum Beispiel durch Keime mitverursacht werden können und oft über Wochen, Monate oder gar Jahre nicht heilen. Das ist nicht nur schmerzhaft, sondern birgt die Gefahr einer Infektion und möglicherweise sogar einer Blutvergiftung (Sepsis).

Galaxy

SOTT Fokus: Das Elektrische Universum - Teil 16: Anomalien in der Radiokarbon-Datierung

Teil 2: Der Begleiter der Sonne und der dazugehörige Kometenschwarm

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© Sott.net
Kapitel 16: 'Anomalien' in der Radiokarbon-Datierung

Lasst uns einen Blick darauf werfen, wie die Radiokarbon-Datierung funktioniert. Kohlenstoff-12 (12C) ist 'normaler' Kohlenstoff (6 Neutronen und 6 Protonen). Wenn man 2 Neutronen dazu addiert, wird es zu Kohlenstoff-14 (14C). Die Umwandlung von Kohlenstoff-12 in Kohlenstoff-14 wird durch kosmische Strahlung verursacht. Genauer ausgedrückt, wenn (durch Sterne erzeugte) kosmische Strahlung auf die Erdatmosphäre trifft, entstehen in der Atmosphäre jede Sekunde 2,4 Atomen Kohlenstoff-14 pro cm2. Das bedeutet, dass es im Durchschnitt für jedes Atom aus Kohlensstoff-14 1012 Atome aus Kohlenstoff-12 gibt.111

Kohlenstoff 14 Darstellung
Abbildung 44: Darstellung eines Kohlenstoff-14 Atoms, bestehend aus 6 Protonen (blau), 8 Neutronen (rot) und 6 Elektronen.
Kohlenstoff (12C und 14C) verbinden sich mit Sauerstoff um CO2 zu bilden, was anschließend durch Pflanzen und Tiere aufgenommen wird. Wenn nun diese lebenden Organismen sterben, enthalten sie ein Atom Kohlenstoff-14 in 1012 Atomen von Kohlenstoff-12. Kohlenstoff-14 hat jedoch eine einzigartigen Eigenschaft: es zerfällt. Alle 5.568 Jahre halbiert sich die Menge an Kohlenstoff-14 und wird in Stickstoff-14 umgewandelt. Wenn nun ein Fossil entdeckt wird, messen Wissenschaftler das Verhältnis zwischen Kohlenstoff-14 und Kohlenstoff-12; je größer das Verhältnis, desto mehr Kohlenstoff-14 ist zerfallen und daraus folgernd, desto älter muss die Probe sein.

Diese geradlinige Methode ist verständlicherweise sehr verführerisch. Man beachte jedoch, dass dieser ganze Prozess auf einer fundamentalen Annahme basiert: das Verhältnis von Kohlenstoff-12 zu Kohlenstoff-14 ist konstant. Das Problem ist, wenn man andere Datierungsmethoden damit vergleicht (Elektroluminiszenz, Dendrochronologie, Archäologie, Geologie, Eiskernbohrungen), ergeben sich in der Radiokarbon Datierung immer wieder 'Anomalien'. Tatsächlich weist das Radiokarbonverfahren Proben häufig ein Alter zu, welche tatsächlich sehr viel jünger sind.

Diese 'Anomalien' treten deshalb auf, weil das 12C/14C Verhältnis in Wirklichkeit nicht konstant ist. Dieser Variabilität liegen mehrere Faktoren zugrunde. Die ersten zwei Faktoren hängen mit menschlichen Aktivitäten zusammen.

Kommentar: Das vollständige Buch gibt es hier auf Englisch:
deutsch, pierre lescaudron, earth changes human cosmic connection, echcc



Rocket

Ein Raketenmotor der Weltraumschrott frisst soll den Orbit säubern

Space Junk
© NASA/Orbital Debris Program Office
Metallteile und anderer Abfall, den ausgediente Satelliten und Raumfahrzeuge im All hinterlassen, werden mehr und mehr zum Problem. Chinesische Forscher haben sich nun eine interessante neue Lösung ausgedacht.

Am 29. August 2009 um 16:56 UTC verstummte plötzlich einer der Satelliten des weltumspannenden Kommunikationsanbieters Iridium. In den folgenden Stunden registrierte das amerikanische Weltraumüberwachungsnetz Space Surveillance Network zwei große neue Schrottwolken, die durch den Orbit waberten - die eine stammte von einem ausgedienten russischen Militärsatelliten namens Cosmos 2251, die andere von dem Iridium-Raumobjekt.

Der Weltraummüll, so stellte sich bald heraus, war das Resultat eine Kollision mit hoher Geschwindigkeit. Bei Satelliten in Orbitalpositionen war dies in diesem Ausmaß zuvor noch nie passiert. Der Zusammenstoß erzeugte über 1000 Fragmente mit einer Größe von mehr als 10 Zentimetern und eine noch viel mächtigere Anzahl kleinerer Schrottteile. Sie verteilten sich um den Planeten wie eine tödliche Wolke.